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Ein Brief für dich

Roman.
  • Nr. 817190
  • · Gebunden, 256 Seiten
  • · 02/2017
  • · Gerth Medien
  ab Lager lieferbar · 15,00 EUR
Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben: Ihre Töchter sind erwachsen, ihr Job im Drogeriemarkt sowie Haus und Garten halten sie nur mäßig beschäftigt. In ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das wirklich schon alles gewesen sein?

Unvermittelt erhält die 44-Jährige einen anonymen Brief, der sie im Innersten berührt. Nahezu zeitgleich beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Plötzlich muss sie um ihr Haus fürchten, ihr Cousin Walter braucht Hilfe, und außerdem bekommt sie diesen Kunden namens Hajo mit dem strahlenden Lächeln nicht mehr aus dem Kopf. Unterdessen erhalten auch Walter und Hajo jeweils einen mysteriösen Brief ...

Ein wunderbarer Roman über die Kraft der Worte und darüber, auch in schweren Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren.
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Leseprobe

Stimmen zum Produkt

  • „Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist sehr leicht zu lesen, der Spannungsbogen gut gemacht, denn als Leser ahnt man bis kurz vor Schluss nicht, wie die Geschichte ausgeht. Ich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Von daher kann ich es nur wärmstens allen empfehlen, die eine leichte Lektüre suchen, wobei durchaus auch schwierige Themen wie Krankheit, Konflikte und Schicksalsschläge angesprochen werden.“
    » Helga Zahn, jesus.de

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Dorothea Morgenroth
Ein Brief für dich (eBook)
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Produktbewertungen

4.36 von 5 Sternen 14 Stimme(n) insgesamt
ohne Angabe, 20.06.2017
Drei Menschen, ein Geheimnis und aufrüttelnde Briefe

Cover und Gestaltung:
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Das Cover ist wundervoll nostalgisch gestaltet mit dem leicht vergilbten Foto einer Stadt, der Frauenhand, die einen Brief schreibt sowie dem passend handschriftlichen Titel. Als Hardcover fehlt dem ganzen eigentlich nur ein Lesebändchen zur perfekten Gestaltung.

Inhalt:
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Die alleinerziehende 44-jährige Esther steht vor einer kleinen Lebenskrise: Auch die jüngste ihrer beiden Töchter ist aus dem Haus, ihr Ex teilt ihr mit, dass er eine neue Familie hat, zu allem Überfluss streikt auch noch die Heizung in ihrem Haus und in ihrem Job läuft es auch nicht immer so, wie gewünscht. Da kommt ihr das Angebot ihres entfernten Verwandten Walter erst mal gar nicht gelegen, der sie bittet, sich um ihn zu kümmern. Und dann ist da noch Hajo, der ihr immer wieder unverhofft über den Weg läuft und ihr den Kopf verdreht. Als sei dies nicht schon genug, stellt sich auch noch heraus, dass Walter durch seine Vergangenheit ein griesgrämiger Geselle ist, der ungern über die Vergangenheit spricht und auch Hajo hat letztendlich sein Geheimnis, das ihn erst in diese Stadt gebracht hat. Sie alle sind jedoch durch ein Schicksal verbunden, dass sie anfangs nicht mal erahnen und es bedarf ein paar anonymer Briefe mit christlichen Worten, um alle auf den rechten Weg zu einem glücklicheren Leben zu führen.

Mein Eindruck:
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"Herr in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin mutlos, aber bei dir ist die Hilfe. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich. (Dietrich Bonhoeffer)" (S. 41)

Im Wesentlichen könnte man dieses Zitat als Motto für den Roman nehmen. Denn wer der Briefschreiber ist, wird relativ schnell klar. Wer welchen Brief mit welchem Inhalt bekommt, ermittelt der Schreiber jedoch mit Gottes Hilfe. Und diese Briefe sind letztendlich so passend auf den Adressaten zugeschnitten, dass sie in seinem Inneren nicht sofort, doch nach einigen Zeiten des Haderns, Zweifelns und einiger Ereignisse ihn doch auf den rechten Weg führen.

Diese Idee, die sich wie ein roter Faden zieht, durch Briefe das Leben von Menschen zu verändern, obwohl sich alle anfangs gar nicht oder kaum kennen, fand ich faszinierend. Der Autorin ist es zudem gelungen, die richtigen (Bibel)Zitate zur rechten Zeit zu finden und in die Handlung passend einzuflechten. Da waren einige Zitate dabei, dir mir persönlich viel gegeben haben und die ich mir entsprechend notiert habe. Was mir auch gut gefiel, war die Annäherung der Personen. Nicht nur das Verhältnis Esther-Walter entwickelt sich zögerlich und ist durchzogen von diversen Rückschlägen, auch die aufkeimenden Beziehung zwischen Esther und Hajo ist nicht so gradlinig langweilig wie in vielen anderen Liebesromanen. Man merkt Esther an, wie schwer es ihr nach den langen Zeiten des alleine Erziehens fällt, sich wieder auf eine Partnerschaft einzulassen.

Die Geschichte betreffend zieht sich die Enthüllung um Walters Geheimnis lange hin. Zwar entwickelt man als Leser immer wieder eine Ahnung davon, was es sein könnte, aber die Spannung bis zum konkreten Schluss blieb doch relativ lange bis zum Ende erhalten. Ich fühlte mich gut unterhalten und mir gefiel die Botschaft, dass Gott uns den richtigen Weg auf seine Weise zeigt, wir müssen es nur zulassen und uns darauf einlassen. Allerdings empfand ich einige Reaktionen der Personen etwas zu glatt, nicht authentisch, einfach zu konstruiert und auch das Ende war mir einen Tick zu schnulzig-harmonisch und fühlte sich für mich nicht rund an. Daher nicht die volle Bewertung.

Fazit:
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Schöner Roman über die Kraft von Briefen und Gottes Wegen - mutmachend und warmherzig, wenngleich am Ende etwas schnulzig
A. Kaufmann, 05.06.2017
Mut machende Botschaften

„Denk daran, wo immer du dich niederlässt: Er ist schon da! Der dich getragen, geprägt, fortgeführt und befreit hat. Er ist schon dort! Der dich in Ungeahntes, Neues führt. Er ist schon dort! Geh mit ihm. Erfahr ihn, wie du es nie geglaubt hast. Er ist schon dort! Geh - du bist nicht verlassen. Der Herr zieht mit.“

Exakt dieser wunderschöne Text des heiligen Bernhard von Clairvaux war es, der für mich in einem ganz bestimmten Lebensabschnitt einen sehr hohen Stellenwert einnahm, mir sehr viel bedeutet hat, und es immer noch tut. Im vorliegenden Buch der Bestsellerautorin Dorothea Morgenroth soll eine Abschrift dieses Gedichtes in Form eines Briefes Menschen aufmuntern, von denen die Verfasserin den Eindruck hat, dass sie diese Aufmunterung dringend nötig haben. Ein solches Schreiben gelangt auch zu Esther Wittmann, die nach der Scheidung von ihrem Ehemann und dem Auszug ihrer beiden erwachsenen Töchter zum ersten Mal alleine in ihrem großen, gemütlichen Heim ist. Die freundliche, humorvolle Frau ist mit ihrem Leben ein wenig unzufrieden, zumal von allen Seiten unangenehme Ereignisse auf sie einstürzen. Die Finanzierung für dringende Erneuerungsarbeiten an der Heizung ihres ohnedies stark renovierungsbedürftigen Hauses stellt Esther vor eine schwierige Entscheidung. Zu alledem erhält sie auch noch einen telefonischen Hilferuf eines verwitweten Cousins, der sich aufgrund einer Verletzung nicht mehr selber versorgen kann. Dass in dieser Situation auch noch ein humorvoller und äußerst sympathischer Mann ihren Weg kreuzt, der Esther nicht mehr aus dem Kopf geht, stellt für sie eine weitere Komplikation dar. Und hinter alledem lauern auch noch dunkle Schatten aus der Vergangenheit, eine Bürde, die sowohl Walter und Esther, als auch Hajo mit sich herum schleppen. Ob es ihnen gelingen wird, sich von diesen Altlasten zu befreien und in eine glückliche, erfüllte Zukunft zu gehen…?

Ich muss dem Verlag zugutehalten, dass dieses Buch mich bereits allein durch das Coverfoto, den Buchtitel und den Klappentext in seinen Bann gezogen hat. Entgegen der heutzutage längst üblichen Informationsflut per E-Mail bin ich ein Verfechter der altmodischen Art und Weise, Briefen oder Karten zu schreiben und sie auch zu erhalten. Zudem lassen liebevoll in schöner Handschrift und in Form eines Briefes versendete Weisheiten wie jene von Bernhard von Clairvaux mein Herz ebenfalls höher schlagen. Und allein die Vorstellung, Eigentümerin – oder auch nur Angestellte – einer christlichen Buchhandlung sein zu dürfen, versetzt mich ins Träumen. Was könnte es also in diesem Fall auch anderes für mich bedeuten, als von diesem Buch grenzenlos begeistert zu sein...! Ich mochte die zarte Liebesgeschichte zwischen Esther und Hajo, und bin tief in die Lebensgeschichten der handelnden Figuren eingetaucht, die sich mir im Verlauf dieser Lektüre eröffneten. Die Protagonistin Esther und ihr Cousin Walter besaßen für mich die meiste Authentizität, ihre Entwicklung wurde sowohl durch deren innere Gedankengänge, als auch durch Dialoge ausgezeichnet dargestellt. Jene Person, die mich am meisten beeindruckte, war jedoch Ruth, die „Mut machende Botschafterin Gottes“. Ihre mit viel Gefühl umgesetzte Aktion, anderen Menschen trotz ihrer eigenen, schweren und mit vielen Schmerzen verbundenen Krankheit zu helfen, war einfach nur großartig. Auf berührende Art und Weise wurde durch das Schreiben und Zustellen ihrer kleinen Botschaften Zeugnis abgelegt – und zwar für Ruths tiefen und unerschütterlichen Glauben, ihre Zuversicht, ihren Mut und ihrer Liebe zu den Menschen.

„Ein Brief für dich“ wird mich vermutlich noch lange Zeit gedanklich beschäftigen. Sowohl inhaltlich, als auch hinsichtlich des Schreibstils von Dorothea Morgenroth empfand ich es als absolutes Lese-Highlight. Enttäuschte Liebe, Verlust, Trauer und Vergebung sind wichtige Themen dieses Buches. Der Glaube, der einen hohen Stellenwert einnimmt, wurde überzeugend vermittelt. Die kursiv gedruckten Bibelverse, die jedes der fünfzehn Buchkapitel einleiten, haben für die Autorin eine ganz besondere Bedeutung, die sie im Vorwort erläutert.

Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen, kann es uneingeschränkt weiter empfehlen und möchte abschließend auch noch ein weiteren Text anführen, der mich ebenso tief bewegte wie jener von Bernhard von Clairvaux:

„Aber eines tue ich – danach verlangt es mich: ich vergesse, was hinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vorne ist. (Phil. 3,13). Es ist nicht länger nötig, dass du müde und ausgelaugt den Pfad deines Lebens entlang trottest. Erschöpft und müde bist du nur, wenn du deine Blicke nah rückwärts richtest. Mach Schluss mit dieser unglückseligen Art zu leben, betrachte stattdessen jeden deiner Tage als Neuanfang. Du kannst die Enttäuschung, das Leid, die bittere Niederlage von gestern hinter dir lassen und Gott eine Chance geben, heute etwas Neues, Wunderbares für dich zu tun.“
ohne Angabe, 16.05.2017
Die alleinerziehende Esther fällt in ein Loch aus Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit, als ihre jüngste Tochter auszieht. Sie weiß nicht, wie sie die langen Tage ausfüllen soll. Außerdem belasten sie immer mehr finanzielle Sorgen. Erst ein anonymer Brief schafft es, ihr wieder Mut zu machen.

Äußerlich sieht dieser Roman ganz nett aus, und auch der Inhalt ist genau das: ganz nett. Aber leider auch nicht mehr. Die Charaktere sind, auch abgesehen von den einfallslosen Namen, recht platt und bieten weder irgendwelche Überraschungen noch eine Entwicklung im Verlauf der Geschichte. Es fällt schwer, sich als Leser mit einem von ihnen auch nur ansatzweise zu identifizieren oder mitzufühlen, denn ihre Gefühle und Gedanken werden immer nur sehr distanziert und in banalen Worten beschrieben. Auch das, was die Personen in diesem Buch von sich geben, ist nicht überzeugend. Alles viel zu glattgeschliffen, als würde man irgendeinen Ratgeber vor sich liegen haben. Aber leider halt nicht so, wie Menschen im echten Leben reden, und das finde ich immer wichtig, gerade bei Romanen. Sehr schade.
Was die Handlung betrifft: Es ist schon relativ früh klar, wie alles zusammenhängt und worauf das Ganze hinausläuft. Also auch hier keine Überraschungen. Die Geschichte ist dabei ebenfalls ganz nett, aber auch nicht mehr. Da wirkt einiges doch genauso, als hätte eine ambitionierte Romanautorin sich das alles nur ausgedacht. Der Schreibstil ist allerdings nicht schlecht, flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Aufteilung der Kapitel hat mir gefallen, sie werden jeweils von einem mutmachenden Spruch oder Vers eingeleitet. Zwischen den Kapiteln werden die einzelnen Abschnitte mit kleinen Büchern voneinander getrennt, auch das eine hübsche Idee.

Dennoch war ich insgesamt sehr enttäuscht von dem Buch und werde von der Autorin mit Sicherheit auch keine weiteren Bücher mehr lesen. Dazu fehlte einfach an allen Ecken zu viel. Für mich nur ein höchstens mittelklassiger Roman.
ohne Angabe, 17.04.2017
Der Inhalt
Esther bleibt allein im Familienhaus zurück, das ihr Mann schon vor einigen Jahren und nun auch beide Töchter verlassen haben.
Ein anonymer Brief erdet sie ein wenig und gibt ihr Zuversicht. Doch dann kommt es zu einem Desaster nach dem anderen ...

Walter lebt alleine und scheint ein wenig miesepetrig zu sein. Ein seltsamer Kauz, mürrisch und egoistisch. Dann gerät er in Not.

Hajo ist neu in der Stadt und auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die sein Vater auf dem Totenbett in ihm aufwarf.

Und Ruth ist eine Ehefrau und Mutter, die gesundheitliche Herausforderungen im Leben meistern muss.

Die einzige Gemeinsamkeit ist zunächst, dass wohl alle in der gleichen Stadt (oder deren Umgebung) leben. Aber dann werden die Leben miteinander verwoben:
Walter braucht Hilfe und entsinnt sich der Cousine seiner Frau. Esther wird ihm zur Helferin in der Not.
Hajo trifft Esther bei ihrer eigentlichen Arbeit und dann wieder und wieder, teils zufällig und teils geplant.
Esther zieht vorübergehend sogar zu Walter, weil sie nicht in ihrem Zuhause bleiben kann. Und sie entdeckt dabei ein Geheimnis, das sie ihn den Bann zieht.

Ruth zieht an ganz anderen Fäden durch ihren Kontakt zur Gemeinde und dem Pfarrer sowie ihr Gottvertrauen, durch das sie Botschaften übermittelt.

Am Ende wird alles gut ... aber der Weg dahin ist absolut lesenswert!

Mein Leseerlebnis
Das Buch hat mich Seite für Seite mehr für sich eingenommen.
Die Erzählstränge der einzelnen Personen werden gut miteinander verbunden. Dabei entstehen Verkettungen, die anfangs für den Leser nicht erahnbar waren. Allen Personen gemeinsam sind Erfahrungen mit dem Glauben.

Letztlich zeigt das Buch in seiner Erzählung wie wichtig Worte sind und was sie verändern können. Sie können Änderung der Sichtweise ebenso bewirken wie Halt und Rettung zu sein.

Das Cover
Angenehme Pastelltöne, es wirkt dadurch ein wenig antiquarisch, also "auf alt getrimmt"... so wie bei vergilbten Fotos.
Dass es ums (Brief) schreiben geht, macht das Bild am oberen rechten Rand deutlich, das sich auf der Rückseite wiederholt.

Ein wirklich schönes Cover ... und gewohnt gute Hardcover Qualität von Gerth Medien.
ohne Angabe, 05.04.2017
"Manches Mal war das Treiben der Menschen wirklich seltsam. Jahrelang mühten sie sich ab, ein schönes, gemütliches Heim für sich und ihre Familien zu schaffen, schufteten in ihren Gärten, bis der Rücken und sämtliche Gliedmaßen schmerzten, und wozu? Die Familien veränderten sich, Kinder gingen aus dem Haus, kamen nur noch zu kurzen Besuchen. /.../ Wenn sie sich schon heute den ganzen Nachmittag lang gefragt hatte, für wen sie sich eigentlich die ganze Mühe mit dem großen Garten machte, wie würde es ihr dann erst in einigen Jahren ergehen? Würde sie allein mit all der Arbeit hier alt werden - alt, müde und deprimiert - bis ihre Töchter beschlossen, sie ebenfalls an einem sicheren, mehr oder weniger gemütlichen Ort "abzustellen"?"

Die 44-jährige alleinstehende Esther bleibt nach dem Auszug ihrer ältesten Tochter allein in ihrem großen Haus mit Garten zurück. Eintönigkeit und Einsamkeit machen sich breit. Auch ihre Arbeit in der Drogerie bringt ihr keine Befriedigung und Erfüllung. Und weil nach dem Gesetz der Natur ein Problem stets das nächste jagd, brechen nach und nach zahlreiche handwerkliche Baustellen im Haus auf. Als auch noch die Heizung ausfällt, kommt es ihr gerade recht, dass ein älterer Herr in der Nachbarschaft um hauswirtschaftliche Unterstützung ruft. Doch wird sie durch die viele Arbeit Ablenkung finden? Lösen sich ihre Probleme irgendwann tatsächlich einfach in Luft auf, wenn sie sie nur gekonnt und hartnäckig ignoriert? Und wer ist dieser Mann, der immer wieder unerwartet als Retter in der Not auftaucht und ihr Leben gehörig auf den Kopf zu stellen droht?

"Ein Brief für dich" war mein erstes Buch der Autorin Dorothea Morgenroth. Anfangs hatte ich etwas Mühe in die Geschichte zu finden. Rückblickend kann ich sagen, dass es wahrscheinlich an zwei Dingen lag: Zum einem an der sehr emotional berührenden, persönlichen Einleitung in das Buch, die auf mich sehr stark nachgewirkt und den Einstieg damit einfach etwas "überdeckt" hat. Und zum anderen an der Bezeichnung "die Kranke", für eine zunächst noch unbekannt bleibende Protagonistin, der für mich einfach einen zu negativen Beigeschmack hatte. Denn einen Menschen zeichnet doch so viel mehr aus als sein körperlicher Zustand. Meine Empfindung ist aber subjektiv und ganz sicher keine Absicht der Autorin. Und man sollte sich davon auf keinen Fall abhalten lassen, das Buch zu lesen. Denn es gibt viele ungeklärte Fragen, die darauf warten vom Leser aufgeklärt zu werden. So habe ich mich lange Zeit gefragt, welches Geheimnis Hajos Vater seinem Sohn anvertraut und ihm damit eine schwere Last auferlegt hat. Was hat es mit der geheimen Buchhandlung auf sich und wer ist der anonyme Briefeschreiber?

Es gibt einige Dinge, die mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben sind. Sehr gut gefallen, haben mir die Bibelsprüche zu Beginn eines jeden Kapitels. Auch die anonymen Briefe und ihr "Verteilsystem" haben mich berührt und schmunzeln lassen. Worte, die darauf abzielen, dem Empfänger Freude zu bereiten, ihn aufzumuntern und aufzubauen. Man sollte nie die Macht der gesprochenen und geschriebenen Worte unterschätzen. Diese Botschaft ist bei mir hängengeblieben.Und weil auch der Humor nicht zu kurz kommen darf, gefielen mir die Wortspielerein von K(l)einer Onkel und die muntere-scherzhafte Art von Hajo sehr gut.

"Ein Brief für dich" wurde in seiner ersten Auflage im Frühjahr 2017 im Verlag Gerth Medien veröffentlicht. Es überzeugt mit einem stabilen Hardcover und einer hochwertigen Bindung und Verarbeitung, die sicher nicht nur dem ersten Lesen standhält. 15 Kapitel, bei dem (fast) jedes mit einem wunderschönen Mutmach-Vers beginnt, erwarten den Leser - zusätzlich mit einer sehr angenehmen Schriftgröße.
Auch, wenn das Cover und der Titel eher allgemein gehalten sind, finde ich sie gelungen, weil sie sich in ihrer Aussage ergänzen. Der Titel "Ein Brief für dich" wird zusätzlich durch die Abbildung einer, einen Brief schreibenden Hand unterstrichen und es bleibt offen, ob mit "dich" nur die Empfänger der Briefe im Buch oder auch die Leser gemeint sind.

Fazit:
Auch wenn die anonymen Briefe und ihre Kraft der Worte nicht zum Hauptthema der Geschichte gemacht wurden, so bleibt doch ihre Botschaft bis zum Ende - und auch darüber hinaus - bestehen.
Ein wirklich gelungener Roman, der mich gut unterhalten und an einigen Stellen auch nachdenklich zurückgelassen hat.
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02/2017
9783957341907
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