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Der Korsar und das Mädchen

Roman.
  • Nr. 817188
  • · Gebunden, 448 Seiten
  • · 01/2017
  • · Gerth Medien
  ab Lager lieferbar · 17,00 EUR
South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang, der Reiten, Fechten und auf Bäume klettern mehr schätzt als hübsche Kleider und Teekränzchen. Kein Wunder, hat sie doch in Ermangelung eines männlichen Erben von Kindesbeinen an die Erziehung eines solchen erhalten. Als sie und ihre Schwester Emily in den Wirren des 2. Britisch-Amerikanischen Krieges unfreiwillig auf einer Kriegskorvette landen, gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus.

Lennart Montiniere, der attraktive Lieutenant Commander der "Silver Eagle", findet den ungewöhnlichen jungen "Cato" gleichermaßen interessant wie verdächtig - und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, wo sie den Sohn eines Lords heiraten soll, überschlagen sich die Ereignisse ...
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Leseprobe

Stimmen zum Produkt

  • „Dieses Buch hat alles, was ein schöner Roman braucht: Spannung, Romantik und Humor.“
    » Esther Lindner-Haehl, Korrektorin
  • „Elisabeth Büchle kombiniert Historie und das große Thema Liebe meisterhaft.“
    » Christian Döring, Bücherändernleben (Blog)
  • „Alle Situationen sind so lebendig und intensiv beschrieben, dass man sich sehr gut hineinversetzen kann, und so hat dieses Buch alles, was ich mir von einem guten Roman erwarte: Jede Menge Spannung, großartige Protagonisten, starke Schilderungen, eine gute Portion Romantik, Menschlichkeit und Herzenswärme und auch ein wenig historische Wissensvermittlung.“
    » Susanne Langer, klusiliest (Blog)
  • „Elisabeth Büchle nimmt den Leser mit auf eine ausgiebige, ungewöhnliche Schiffsreise [...]. [Sie] schafft ein detailreiches Szenario und lässt den Leser tief in die Welt auf See eintauchen.“
    » Family

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Elisabeth Büchle
Der Korsar und das Mädchen (eBook)
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Produktbewertungen

4.86 von 5 Sternen 21 Stimme(n) insgesamt
A. Kaufmann, 10.03.2017
„Habe ich mich jemals daran gehalten, was andere weiße Frauen tun?“ – „Ja, immer dann, wenn es von Vorteil für Sie war.“

Catherine Hanson, die 17jährige Tochter eines Plantagenbesitzers aus South Carolina, kam zwar in den Genuss einer exzellenten Ausbildung, ist aber im Gegensatz zu ihrer Halbschwester Emily vom Bild einer sanftmütigen und zarten Südstaatendame meilenweit entfernt. Der übermütige und unbekümmerte Wildfang verbringt seine Freizeit lieber damit, zu Schießen, zu Fechten und sich dem Reiten im Männersattel zu widmen, anstatt den feinen Teegesellschaften ihrer Schwester beizuwohnen. Catherines Trainingspartner ist der gleichaltrige Sklavenjunge First, der durch seinen Sonderstatus auf der Plantage auch gemeinsam mit den Hanson-Töchtern unterrichtet wird. Der gebildete und wortgewandte junge Mann besitzt eine anerzogene Zurückhaltung und ist Catherines bester Freund und Vertrauter. Catherines sorglose und unkonventionelle Kindheit und Jugend scheinen sich ihrem Ende zuzuneigen, als zwei britische Gentlemen um die Hand der beiden Plantagentochter anhalten. Die stolze und standesbewusste Südstaaten-Lady Emily macht sich mit ihrem Verlobten auf den Weg nach England, ihre Schwester Catherine soll das Paar begleiten und anschließend den Sohn eines englischen Viscount kennenlernen, ihren zukünftigen Ehemann. Zu ihrem Schutz wird First mit auf diese Reise geschickt.

In einem zweiten Erzählstrang wird der fähige Offizier Lennart Montiniere zum Lieutenant Commander auf der Kriegsfregatte „Silver Eagle“ ernannt und mit einem geheimen Auftrag auf die Reise geschickt. Im Hintergrund des Britisch-Amerikanischen Krieges geraten Emily und Catherine auf ihrer Überfahrt durch das von Lennart befehligte Kriegsschiff in Bedrängnis und setzen ihre Reise in der Obhut des „Korsaren“ fort. Catherine gibt sich als Schiffsjunge namens Cato aus – ein Verwirrspiel, das durch ihre unkonventionelle Art und ihren wilden, rebellischen Geist nicht Gefahr läuft, aufgedeckt zu werden. Es beginnt ein Abenteuer auf See, das einerseits einige Spannung, andererseits eine Menge Humor bereit hält…

Elisabeth Büchle hat mich mit dieser Neuerscheinung wieder von Beginn an in ihren Bann gezogen. Den Einstieg bildet ein hoch spannender Prolog, dessen brisanter Inhalt sich erst nach und nach im Verlauf des Buches offenbart. Die nachfolgende Beschreibung der beiden Hanson-Geschwister und die Rückblenden auf die unbeschwerte Kindheit Catherines werden ebenso detailliert und lebendig geschildert wie die Charaktere der handelnden Personen. Der Schauplatz dieses Romans ist die Kriegsfregatte Silver Eagle. Die Autorin hat durch eine detaillierte Skizze und den ausführlichen Beschreibungen der Fachausdrücke in der Seefahrt in ihrem Glossar am Ende des Buches für eine praktische und rasche Möglichkeit gesorgt, die verschiedenen Begriffe nachzuschlagen. Auch das Personenregister auf den ersten Seiten fand meinen Beifall – es stellt eine hilfreiche Sammlung von Informationen über die wichtigen Figuren eines Buches dar, die ich mir im Grunde für jeden Roman wünschen würde.

Die Handlung wird durch das Verwirrspiel um die Verkleidung der Lady Catherine und der Ereignisse an Bord des Kriegsschiffes dominiert. Eine sich anbahnende zarte Liebesgeschichte zwischen dem rebellischen Wildfang und dem steifen, korrekten Kommandanten mit dem weichen Kern bildet den romantischen Part dieses Buches. Nicht zuletzt bringt Elisabeth Büchle durch den bösartigen Viscount Adam Adamson einen gewissen Spannungsbogen ein, der gegen Ende des Buches in einem dramatischen Finale gipfelt. Was mir ganz besonders gefallen hat war der feine Humor in den Dialogen der Protagonisten – ein Stilmittel, das ich mittlerweile bereits als eines der Markenzeichen der Autorin betrachte und sehr zu schätzen lernte.

Fazit: Die Lektüre dieses Buches hat mir großes Lesevergnügen bereitet und ich kann diese spannende, humorvolle und romantische Geschichte wärmstens weiter empfehlen.
S. Janoschke, 04.03.2017
South Carolina, 1814: Die 17-jährige Cathrine ist anders als andere Mädchen. Wo diese gern bei Teekränzchen Smalltalk führen und Klatsch und Tratsch austauschen, ist Catherine lieber draußen, reitet, klettert auf Bäume und fechtet. Ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester Emily, die oft entsetzt ist von diesem Verhalten. Als beide mit dem Schiff nach England reisen sollen, damit Emily ihren Verlobten heiraten kann und Catherine einen aussichtsreichen Heiratskandidaten treffen soll, landen sie in den Wirren des Britisch-Amerikanischen Krieges auf einer Kriegsfregatte. Cahtrine gibt sich kurzerhand als Schiffsjunge aus, weil sie ahnt, dass sie sonst in großer Gefahr schweben. Ob sie ihre Rolle lange spielen kann? Vor allem der Lieutenan Commander Lennart Montiniere bemerkt als erste, dass mit dem jungen Cato etwas nicht stimmt – welches Geheimnis umgibt ihm?

Elisabeth Büchle steht für mich immer für entspannte Lesestunden, die mich entführen in eine andere Welt. Auch diesmal gelingt der Autorin, den Leser mit auf dieses Kriegsschiff zu nehmen. Man kann das Meer förmlich riechen und bemerkt, wie man beim Lesen beinahe das Gefühl hat, man wird von einer Welle getroffen, als das Schiff in Turbulenzen gerät. Ich gebe zu, am Anfang muss man sich erst einmal einlesen und ein paar Begriffe rund um die Schifffahrt lernen, dazu gibt es im Anhang eine tolle Skizze und eine Begriffserklärung. Doch wenn man erstmal losliest, wird der Leser förmlich in die Geschichte gesogen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und wenn man denkt, man wüsste, wie es endet, dann wird man nochmal gewaltig überrascht. Wunderbar! Normalerweise mag ich dicke Bücher nicht so sehr, aber diesmal fand ich es sogar schade, als die Geschichte endete.

Einzig die christlichen Elemente sind sehr verhalten in die Handlung eingebaut, was aber für die Autorin üblich ist, weil sie gern auch Nichtchristliche Leser ansprechen möchte.

Sehr gut gefallen hat mir die Charakterentwicklung von Cathrine und Emily. Catherine war von Kindheit an gewohnt, ihre Freiheiten zu haben und muss nun lernen, sich anderen unterzuordnen. Das endet mehr als einmal in einem Schlagabtausch mit Lennart, denn ein Schiffsjunge muss Respekt haben vor dem Lieutenant Commander und diesem nicht ständig widersprechen. Auch Emily wandelt sich von der verwöhnten Tochter, die immer von Dienern umgeben war, zu einer Frau, die selbst mit anpackt und daran sogar Freude hat. Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, man kann die Spannung zwischen den Beiden spüren beim Lesen.

Für Fans von Elisabeth Büchle ein absolutes Muss, auch Liebhaber historischer Romane werden ihre Freude haben an diesem Buch. Ein echtes Highlight! Man sollte einfach loslesen und sich mit auf Große Fahrt nehmen lassen.
ohne Angabe, 27.02.2017
Das harmonische Cover in Brauntönen besticht mit einem alten Segelschiff, das prima zur ungewöhnlichen Seereise von Catherine und Lennart passt. Es lässt keinen Zweifel aufkommen, dass der Roman sich hauptsächlich auf dem Meer abspielt. Hinzu kommen die Personenliste am Anfang des Buches und die Zeichnung zum Schiff gegen Ende, was sehr hilfreich ist.
Der Prolog lässt nichts Gutes ahnen und es bleibt offen, was mit der flüchtenden jungen Frau passiert und welche Verbindung sie zu den anderen Charakteren des Romans hat.
2. Unabhängigkeitskrieg zwischen England und Amerika im Jahr 1814:
Im Mittelpunkt des historischen Romans stehen Catherine Hansen und Lieutenant Lennart Montiniere, die zunächst nichts gemeinsam haben und aus völlig verschiedenen Familien und Welten stammen. Lennarts Wunsch, endlich Kapitän auf einem Schiff zu sein, wird überschattet von der Aufgabe, die damit verbunden ist: er soll im Auftrag der amerikanischen Regierung mit der Silver Eagle die Stärke der feindlichen, englischen Schiffe ausspionieren. Er gilt somit als „Freibeuter“ und hat keinerlei Schutz von seiner Regierung zu erwarten, sollte er auffliegen.
Die eigensinnige und belesene Catherine Hansen ist die Tochter eines Plantagenbesitzers, die eine ungewöhnliche Erziehung genossen hat. Im Gegensatz zu ihrer damenhaften Schwester Emily ist Catherine eine freiheitsliebende Kämpferin im wahrsten Sinne des Wortes. Da ein männlicher Erbe ausblieb, hat ihr Vater sie in verschiedenen Kampftechniken und im Reiten ausbilden lassen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die 17jährige zu einem richtigen Wildfang entwickelt hat.
Auf ihrer Reise nach England zur Familie von Emilys Verlobten geraten Catherine, ihr Freund und Kampfgefährte First, Emily und ihr Verlobter unter Beschuss der Silver Eagle. Emilys Verlobter verschwindet und so sehen sich die beiden Frauen und First ganz alleine Lieutenant Montiniere gegenüber. Er nimmt die drei mit auf sein Schiff. Catherine sieht die ganze Schiffsreise als einziges Abenteuer und so ist es nicht verwunderlich, dass sie auf die Idee kommt, sich gegenüber Lennart und seiner Besatzung als Schiffsjunge auszugeben. Ihre Schwester Emily ist davon gar nicht begeistert und macht sich Sorgen, dass alles auffliegt. Nach anfänglichen Misshandlungen durch den Schiffskoch bringt der Schiffsjunge Cato (Catherine) an Bord bald zu einem gewissen Ansehen, denn er ist flink wie ein Affe, hat vor nichts Angst und bringt ein immenses Wissen über die Schifffahrt mit. Lennart hat immer ein Auge auf Cato und beschützt ihn zeitweise vor seiner wilden Mannschaft. Doch er muss dabei vorsichtig sein, nicht die Moral der Mannschaft zu untergraben, wenn er Cato zu viel Aufmerksamkeit schenkt.
Im Umgang mit Männern ist die wilde, ungestüme und freiheitsliebende Catherine nicht besonders gewandt. Sie wurde im Kämpfen unterrichtet und wuchs wie ein Junge zusammen mit dem Sklavenjungen First auf. Deshalb interessiert sie sich auch herzlich wenig für Kleidung, Etikette und höfliche Zurückhaltung. Genau das ist es, was Lennart gefällt – als er herausfindet, dass es sich bei dem Schiffsjungen Cato um eine junge Frau namens Catherine handelt. Da Lennart dieses Wissen nur seinem Freund Tucker mitteilt, kann er weiterhin Catherines Geheimnis wahren und ihr gleichzeitig den einen oder anderen Denkzettel verpassen.
Eine ungewöhnliche, abenteuerliche und spannende Seereise mit ungewissem Ende und vielen geschichtlichen Details fesselt den Leser, so dass ein Weglegen der Lektüre kaum möglich ist.
Die Hauptcharaktere Catherine und Lennart sind ausführlich und liebevoll beschrieben und stets authentisch. Beide haben eine raue Schale und einen weichen Kern. Ganz langsam entwickelt sich ihre Liebesgeschichte, die von der Autorin liebevoll und mit einem Augenzwinkern erzählt wird. Durch die schönen Unwetter- und Kampfszenen hatte ich oft das Gefühl, selbst an Bord der Silver Eagle zu sein und den Seegang zu spüren. Das harte Leben an Bord ist gut dargestellt und die Charaktere der weiteren Protagonisten machen es dem Leser leicht, sie zu mögen oder nicht. Romantik, Menschlichkeit und Herzensbildung kommen auch nicht zu kurz und driften dabei nicht ins Kitschige ab.
Elisabeth Büchle erschafft mit ihrem lebendigen und plastischen Schreibstil, vielen Elementen zur Seefahrt und Hintergrundwissen zum zweiten Unabhängigkeitskrieg eine fantastische Reise in einer Männerwelt, in der sich eine Frau dennoch behaupten kann. Sie versetzt den Leser in eine andere Zeit und vermittelt ein lebhaftes Abenteuer, das nicht nur auf dem Meer spannend ist. Dieser historische Roman hat mich stets gefesselt und ich habe in jeder freien Minute gelesen. So muss es sein!
ohne Angabe, 22.02.2017
Der Korsar und das Mädchen: Spannend, humorvoll, romantisch

Inhalt:
South Carolina, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten schickt Frederick Hansen seine beiden Töchter Emily und Catherine nach England. Dort wartet auf Emily ihr Verlobter Stattford, auch für ihre 17-jährige Halbschwester Catherine gibt es da schon einen Ehemann. Die beiden Mädchen sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Emily ist auf dem besten Weg, eine Dame zu werden, Catherine hat anscheinend mehr männliche als weibliche Gene mitbekommen. Sie kleidet und benimmt sich am liebsten wie ein Junge.
Während der Überfahrt nach Europa wird das Schiff gekapert und die beiden Mädchen landen zusammen mit ihrem Sklaven und Freund First auf dem Schiff von Commander Lennart Montiniere. Catherine gibt sich als Schiffsjunge Cato aus, eine gefährliche Aktion! Sie stürzt von einem Abenteuer ins andere, auch Emily und First werden mit hineingezogen. Dem Commander fällt der Wildfang auf, er hat ein Auge auf ihn bzw. sie. Nach turbulenten Wochen gehen Emily, Catherine und First von Bord. Damit ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende.....

Meine Meinung:
Eigentlich.... mag ich keine historischen Romane.
Aber..... hier wurde ich eines Besseren belehrt. Elisabeth Büchle hat ein Buch geschrieben, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Wäre ich nicht durch eine Leserunde "ausgebremst" worden, hätte ich es bestimmt in einem Rutsch gelesen.
Die Autorin ist bekannt dafür, dass sie perfekt recherchiert. Das trifft auch für diese Geschichte zu! Sie nimmt uns mit auf ein Freibeuterschiff, das in Kriegshandlung gerät. Sie schildert die alltäglichen (und die nicht alltäglichen) Abläufe an Bord mit einer Selbstverständlichkeit , die den Leser glauben lässt, die Schreiberin hätte ihr bisheriges Leben auf hoher See verbracht. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass das NICHT so ist. Am Ende des Buches findet der Leser ein Glossar, in dem alle Fachbegriffe genau erklärt werden. Die Schilderungen der geschichtlichen Hintergründe lesen sich nicht wie aus dem Geschichts-Lehrbuch, sondern wie selbst erlebt. Auch in den Diskussionen im Rahmen der Leserunde zeigte sich das fundierte Geschichts-Wissen der Autorin. Hut ab vor dieser Recherchearbeit!
Die Protagonisten sind so liebevoll und authentisch gezeichnet, dass man sie allesamt gern haben muss - oder eben auch nicht. Die "Bösen" sind ebenso überzeugend dargestellt wie die "Guten".
Am meisten beeindruckt hat mich Emily, die sich von einem ängstlichen, verwöhnten Mädchen zu einer mutigen und tapferen jungen Frau mausert, die weiß was sie will. Sie will eine Frau sein. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Catherine, der Titelheldin. Sie ist mehr Junge als Mädchen. Ihre Rolle als Schiffsjunge Cato spielt die so gut, dass sie (fast) alle überzeugt. Sie ist mutig und intelligent, mit ihrer vorwitzigen und schlagfertigen Art erobert sie alle Herzen im Sturm. Auch das von Lennart,dem anderen Titelhelden. Er wehrt sich vehement aber erfolglos dagegen.
Im letzten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse. Für meinen Geschmack passiert ein bisschen zu viel, teilweise ist es auch verwirrend und es gibt sehr viele Zufälle. Wie gesagt, das ist mein persönlicher Eindruck und tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.
Der christliche Glaube spielt auch eine Rolle. Das kommt aber keineswegs aufgesetzt missionarisch rüber. Es passt einfach in die jeweilige Situation. Einerseits die Dankbarkeit für Gottes wunderbare Schöpfung, andererseits die Gewissheit, sich in Notsituationen an ebendiesen Gott wenden zu können.

Fazit:
Viel Dramatik, viel Spannung, ein bisschen Romantik und eine gehörige Prise Humor. All das beinhaltet dieses tolle Buch für alle, die gerne historische Romane mögen. Und auch für die, die sie eigentlich nicht mögen. Eine absolute Leseempfehlung!
ohne Angabe, 19.02.2017
„Der Korsar und das Mädchen“ von Elisabeth Büchle ist ein fesselnder historischer Roman, der 1814 in Amerika spielt. Dort findet der Unabhängigkeitskrieg der Amerikaner gegen die Briten statt. Lieutnant Lennart Montiniere befehligt ein amerikanisches Schiff, die Kriegskorvette "Silver Eagle", und soll Schiffe der Briten bzw. mit ihnen Verbündeter aufbringen. Auf einem der Schiffe, das unter spanischer Flagge segelt, kann Montiniere gefangene amerikanische Soldaten befreien, was den Schiffsbesitzer verdächtigt, für die Briten zu arbeiten. Da der Besitzer nicht auffindbar ist, nimmt die "Silver Eagle" seine Verlobte Emilys und ihre Begleiter als Geiseln. Eine davon ist Emilys 17-jährige Schwester Catherine, die sich aber als Mann verkleidet hat und zum Schiffsjungen wird…
Die Geschichte klingt etwas klischeehaft und tatsächlich entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Kapitän und dem verkleideten Mädchen, aber es ist erfreulicherweise keine Piraten-Schmonzette, sondern ein Roman mit Tiefgang, wie ich es von Elisabeth Büchle kenne. Themen sind neben der mir vorher nicht bekannten historischen Situation des Unabhängigkeitskriegs Fragen nach der Gestaltung des eigenen Lebens unter bestimmten Voraussetzungen, der Umgang mit Minderheiten, der christliche Glaube und wie sich jemand unter schwierigen Umständen bewähren kann. Das Buch ist flüssig geschrieben, unterhaltsam und spannend.
Ich kann „Der Korsar und das Mädchen“ sehr empfehlen.
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01/2017
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