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Messias ohne Manieren

Umgeworfene Tische, verfluchte Bäume und derbe Beschimpfungen - die provokanten Gegensätze von Jesus verstehen.

Die meisten Menschen finden Jesus gut. Sogar die Atheisten. Sympathisch finden sie ihn. Nett. Doch Jesus war nicht nur nett. Seine Aussagen und Handlungen waren durchaus auch krass. Er verfluchte Bäume, beschimpfte Gelehrte und verwendete drastische Bilder. Einmal schmiss er wutentbrannt Händler aus dem Tempel. Ein anderes Mal schickte er Tausende Tiere in den Tod.

Wie gehen wir mit diesen irritierenden Facetten um? Genauer hinsehen lohnt sich. Denn manche der wichtigsten Dinge, die wir über Jesus lernen können, finden sich in diesen scheinbar rätselhaften Vorfällen. Ein Buch, das dazu beiträgt, Jesu Botschaft und Wirken besser zu verstehen.
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  • Nr. 817240
  • · Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 272 Seiten
  • · 06/2017
  • · Gerth Medien
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Mark L. Strauss
Messias ohne Manieren - eBook
Nr. 5517240
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B. Gregor, 14.08.2017

Er wusste, dass ein Kommen der Dreh- und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte war, der Höhepunkt von Gottes Erlösungsplan. Es gab keinen Plan B. (Seite 57f)

 

Meine Meinung:

Jesus von Nazaret glauben viele zu kennen. Und deshalb mögen ihn auch viele, selbst wenn sie ansonsten mit „seiner“ Kirche nicht allzuviel am Hut haben. Viele mögen die Version von Jesus, die sie sich von ihm machen. Aber haben sie wirklich den ganzen Jesus im Blick oder bauen sie ihre Sympathie auf wenige Schriftstellen, die sie kennen? Denn Jesus sagte nicht nur, daß man die andere Wange hinhalten oder die Feinde lieben soll. Er (ver-)fluchte, verdammte die Obrigkeit, warf Geldwechsler unter Anwendung von Gewalt aus dem Tempel und störte damit deren Geschäft oder schickte tausend Schweine in den Tod. Wie paßt das zu dem Bild des Friedens, das sich viele Menschen von ihm machen? Paßt das überhaupt zu ihm?

 

Es sind diese, teilweise überaus schwierig zu verstehenden Stellen im Neuen Testament, welche sich der Autor vornimmt und mit großer Sachkenntnis für die Menschen unserer Tage erklärt und interpretiert. Oft wird nämlich der Fehler gemacht, solche Vorkommnisse und Jesusworte mit und an den Maßstäben unserer Zeit zu messen, wodurch man sie nicht nur mißverstehen kann, sondern auch überhaupt nicht ahnt, welche Sprengkraft das für die Zeitgenossen Jesu hatte, wie ungeheuerlich ihnen vieles vorkommen mußte.

 

In Zwölf Kapiteln mit Überschriften wie „Revolutionär oder Pazifist?“, „Gesetzlich oder voller Gnade?“, „Höllenprediger oder sanfter Hirte?“ oder „Gescheiterter Prophet oder siegreicher König?“ entwirft der Autor ein Bild von Jesus, das so manchen überraschen dürfte. Vor allem aber löst er scheinbare Widersprüche auf, wenn Jesus beispielsweise zum Einen großen Wert auf Familie legt, andererseits sich aber von seinen Blutsverwandten lossagt bzw. es so klingt, als ob er selbiges täte. Dabei zitiert Strauss immer wieder die entsprechenden Verse im Neuen Testament, aber auch die passenden aus dem Alten Testament. Den Menschen der Zeit Jesu waren viele Stellen aus dem AT geläufig, weshalb sie Anspielungen und Zusammenhänge verstehen konnten, die wir heute schlicht eben aus Unkenntnis des AT übersehen. Es ist ein großes Verdienst des Autors, eben solche Zusammenhänge aufzuzeigen.

 

Wichtig ist auch, daß Strauss ein eminent großes Wissen hat, dieses jedoch so darbietet, daß es auch für den „interessierten Laien“ gut und problemlos verständlich ist; er kommt ohne „Fachchinesisch“ aus. Dabei wird auch immer wieder deutlich, wie geradezu zentral eine genaue Übersetzung der Bibel ist. Denn manche Worte lassen sich verschieden übersetzen, weil sie im Original verschiedene Bedeutungen haben. Als Beispiel sei das Wort „hassen“ erwähnt, das man auch mit „weniger lieben“ übersetzen könnte, wodurch sich gleich ein ganz anderer Sinn ergibt (vgl. S. 161f). Es sind solche Feinheiten, auf die Strauss aufmerksam macht und dadurch zu tieferem - oder überhaupt erst richtigem - Verständnis verhilft.

 

Besonders interessant für mich war das Kapitel „Höllenprediger oder sanfter Hirte?“ (Seite 123ff). Ich habe schon etliche Erklärungen zum Opfertod Jesu gelesen, muß aber zugeben, daß mich bisher keine so recht überzeugen, oder genauer, mir diesen nachvollziehbar erklären konnte. Strauss ist dies als erstem Theologen nun überzeugend gelungen, indem er darlegt, daß es sich um einen geistlichen Kampf zwischen Himmel und Hölle handelte, den Jesus ausfocht und durch seinen Tod und Auferstehung diesen Kampf gewonnen hat.

 

Insgesamt ist dies ein Buch, das enorm viel an Informationen enthält und darob verdient, mehrfach gelesen zu werden, denn beim ersten Lesedurchgang wird man sich sicherlich nicht alles merken oder gar bemerken können, was in dem Buch steckt. Ein Buch, das ich mit großem Gewinn gelesen habe und welches gewißlich zu den besten Sachbüchern zählt, die mir je untergekommen sind. Jeder, der den wahren Jesus kennenlernen möchte, sollte zu diesem Buch greifen.

 

Mein Fazit:

Ein sehr gut lesbares Buch, in dem anscheinend schwierige und widersprüchliche Aussagen und Handlungen Jesu verständlich und schlüssig erklärt werden. Sicherlich eines der besten Bücher zum Thema.

ohne Angabe, 12.08.2017

Auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen mögen Jesus und sind begeistert davon, wie er sich um Ausgestoßene kümmert und Kranke heilt. Doch wenn man die Evangelien liest, erfährt man auch, wie er in Synagogen randaliert, einen Feigenbaum verflucht und in vielen Situationen drastisch handelt. Mark L. Strauss, Professor für Neues Testament hat sich in diesem Buch mit genau diesen oft für uns unverständlichen Handlungen Jesu beschäftigt und erklärt, wie diese gedeutet werden können.

In insgesamt 12. Kapiteln geht der Autor dem manchmal rätselhaften Verhalten von Jesus nach. Er ordnet dabei immer die jeweilige Begebenheit in ihren historischen Kontext ein und erklärt anschaulich, wie man diese verstehen kann. Dabei lässt er auch Positionen von Skeptikern und auch unterschiedliche Ansichten zu einem bestimmten Thema nicht außen vor, sondern geht auch auf diese ein.

Für mich war besonders interessant, wie anders man zur Zeit Jesu dessen Handlungen empfunden hat. So erfährt man beispielsweise, wie außergewöhnlich es war, dass Jesus damals Frauen als Jüngerinnen akzeptierte und nicht wie andere Gelehrte weibliche Nachfolger ablehnte.

Ich persönlich habe in diesem Buch viel Neues erfahren und zu einigen Stellen in den Evangelien das erste Mal eine plausible Deutung erhalten.

Der Autor schreibt gut verständlich und belegt seine Aussagen durchweg mit Bibelstellen. Auch seine Argumentation ist durchweg für mich

nachvollziehbar gewesen.

Insgesamt ist ,,Messias ohne Manieren" ein Buch, indem ohne Scheu auch kritische und nicht immer eindeutige Stellen aus der Bibel unter die Lupe genommen und gut erklärt werden. Ich habe aus dieser Lektüre für mich einen großen Gewinn gezogen und empfehle das Buch daher hier gerne weiter.

K. Bilgenroth, 09.08.2017

Inhalt:

So ziemlich fast jeder mag Jesus. Für manche ist er ein Prophet, für andere ein guter Mensch und Sozialreformer, wieder andere halten ihn für einen Erleuchten. Wir mögen den Jesus, der Kranke heilt, Kinder liebt, den Sturm stillt und das verlorene Schaf sucht. Aber Jesus hat viel mehr getan: er beschimpft Nichtjuden und Pharisäer, verfluchte Bäume, trieb Händler aus dem Tempel, fordert auf die eigene Familie zu hassen und sich eine Hand abzuhacken ... Wie gehen wir mit den irritierenden Facetten um? Wer war dieser Jesus von Nazareth?

 

Meine Meinung:

Auf das Buch „Messias ohne Manieren“ bin ich zuerst durch das schlichte blaue Cover mit der weißen Überschrift und dem umgeworfenen Tisch aufmerksam geworden. Dieses Bild greift den Untertitel: „Umgeworfene Tische, verfluchte Bäume…. „ gut auf. Doch auch der provokante Titel hat mich neugierig gemacht.

 

Der Autor Mark L. Strauss ist seit über 20 Jahren Professor für Neues Testament in San Diego, Kalifornien. In den 12 Kapiteln des Buches geht er auf die provokanten „Seiten“ von Jesus ein. Wer war Jesus? Ein Revolutionär oder ein Pazifist? Ein guter Hirte oder ein Höllenprediger? Familienfreund oder Familienfeind? Gescheiterter Prophet oder siegreicher König?

Mark L. Strauss erklärt Jesus‘ Worte und Taten anhand der Kultur und Lebensweise und vor dem historischen Hintergrund der damaligen Zeit. Dabei stellt er größere Zusammenhänge her, verweist auf Parallelstellen in den Evangelien und zitiert das Alte Testament. Sehr interessant war für mich, dass die Wunder Jesu eine endzeitliche Bedeutung haben: Heilungen - Wiederherstellung der gefallenen Menschheit, Naturwunder – Wiederherstellung der gefallenen Schöpfung, Austreibung – Sieg über Satan, Erweckung – Sieg über den Tod selbst (s.S. 39). Ebenso interessant ist, dass heutige Bibelübersetzungen nicht immer 100% das wiedergeben, was im Urtext steht. So kann das hebräische Wort „hassen“ auch „weniger lieben“ bedeuten und damit wird klar, dass Jesus nicht meinte, wir sollen unsere Familien hassen, sondern wir sollen Gott mehr lieben als sie.

 

Das Buch „Messias ohne Manieren“ ist ein aufschlussreiches Sachbuch, dass den historischen Jesus und sein Verhalten gut erklärt. Durch die große Menge an Fakten und Bibelstellen (die ich zum großen Teil nachgeschlagen habe) kann man das Buch nur Stück für Stück lesen. Mich hat nicht jedes Kapitel gleichermaßen angesprochen, doch ich werde es sicher immer wieder zur Hand nehmen und Sachen nachlesen.

Für Interessierte und Menschen, die Bibelgesprächsgruppen und Hauskreise vorbereiten, ist das Buch eine große Bereicherung.

ohne Angabe, 05.08.2017

"Messias ohne Manieren" beleuchtet schwer verständliche Seiten an Jesus. Wenn man den sanftmütigen Prediger vor Augen hat, der in Kinderbibeln gezeichnet wird, oder den netten Mann, der sich mit Kranken und Ausgestoßenen umgibt, dann passen so einige Sachen nicht ins Bild:

War Jesus ein sexistischer, antisemitischer, familienhassender, jähzorniger Fantast? Wieso wirft er Tische um (s. Titelbild), beleidigt ausländische Frauen, verflucht einen Baum, verursacht den Tod einer Schweineherde, befiehlt, Vater und Mutter zu hassen ...?

Mark Strauss verfügt über ein großes theologisches Wissen. Er erklärt die herausfordernden Seiten und Handlungen von Jesus anhand der damaligen Kultur und Lebensweise und stellt einzelne Bibelstellen in den Gesamtkontext. Dabei behauptet er nicht, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, sondern stellt auch verschiedene Theorien vor.

Nicht jedes Kapitel war für mich gleich interessant. Ob Jesus, ein Jude, antisemitisch war? Wohl kaum, auch wenn manche Bibelstellen das vermuten lassen können. Neu waren für mich beispielsweise die verschiedenen Bedeutungen, die das Wort, das auf Deutsch mit hassen übersetzt wird, im Original haben kann.

Das Buch richtet sich an Menschen, die mehr über Jesus erfahren und vor allem die Gegensätze verstehen wollen. Dafür ist es nicht notwendig, an Gott zu glauben, denn das Buch befasst sich hauptsächlich mit dem historischen Jesus, wie er in den Evangelien beschrieben wird - dass Jesus tatsächlich gelebt hat, wird heutzutage kein Historiker ernsthaft bestreiten.

Was mir ein wenig fehlt, ist eine Art Fazit am Ende der Kapitel. Als Leserin hänge ich manchmal etwas in der Luft.

Trotzdem ist das Buch insgesamt empfehlenswert, die Kapitelüberschriften machen es auch möglich, sich gezielt ein Thema herauszusuchen, das einen interessiert.

S. Janoschke, 06.07.2017

Ich muss zugeben, ich musste mich erstmal in das Buch einlesen um zu verstehen, was der Autor damit bezwecken will. Denn eigentlich hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Ich dachte, hier wird das Leben Jesu genauer beleuchtet, ähnlich dem Buch "Der ungezähmte Messias" von John Eldredge, wo schon auch viel Spekulation dabei ist. Doch dieses Buch beruht auf biblischen Tatsachen. Der Autor versucht in 12 Kapiteln zu zeigen, warum Jesus oft so unmanierlich und aufgebracht reagiert hat, obwohl er doch der Sohn Gottes war. Tische umwerfen? Tiere ertrinken lassen? Männer höher achten als Frauen? Gesetzlich? War Jesus wirklich so? Diesen Fragen geht der Autor nach. Er ist Professor für neues Testament in Kalifornien und das merkt man dem Buch an. Sehr genau zerpflückt er Bibelstellen und erklärt sie im historischen Kontext oder zieht verschiedene Denkweisen und von Menschen ausgedachte Theorien heran und versucht diese anhand der Bibel zu entlarven.

 

Das Buch ist also tatsächlich ganz anders, als ich es erwartet hatte, dennoch haben mich einige Kapitel sehr gefesselt. Ich muss zugeben, nicht alle, denn manche Themen fand ich schlicht unintressant. Ob Jesus antisemitisch war (obwohl er selbst Jude war) zum Beispiel fand ich für mich weniger wichtig. Dennoch war z. B. das Kapitel, ob er wirklich Auferstanden ist oder nach dem Kreuz doch noch lebte, sehr interessant, ebenso die Kapitel familienfreundlich oder nicht und Gnade oder Gesetz. Gerade wenn es um den historischen Hintergrund geht, kann man viel neues erfahren, das hat mir sehr gut gefallen.

 

Am Ende schreibt Mark Strauss, dass dieses Buch nur eine kleine Anregung sein soll, Jesus näher kennenzulernen und man sich selbst auf den Weg machen soll. Denn man kann nicht immer alles auf dem Silbertablet serviert bekommen, manches muss man einfach selbst entdecken. Der Autor liefert in diesem Buch die Theorie und der Leser darf nach Zuschlagen des Buches dann die Praxis dazu entdecken. Ein sehr wertvolles Buch!

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