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Der wundersame Adventskalender

Eine Weihnachtserzählung.

Ein Mann hastet am Abend des 24. Dezembers durch die Straßen. Die viel zu spät bestellten Geschenke sind nicht rechtzeitig angekommen. Kein Wunder, dass Martin Harnack deswegen zu Hause Ärger hat. Denn für seine Frau ist das verpatzte Weihnachtsfest ein Symbol für den geringen Stellenwert der Familie in Martins Leben. Nun versucht er zu retten, was zu retten ist. Ein einziger verkramter alter Laden hat noch geöffnet. Dort erhält er ein seltsames Geschenk. Es ist ein mechanischer Adventskalender, der Martin an den Morgen des 1. Dezembers zurückversetzt und noch so manch weitere Überraschung bereithält ...

Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte darüber, was im Leben wirklich von Bedeutung ist.
  • Nr. 817583
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 208 Seiten
  • · 08/2019
  • · Gerth Medien
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Thomas Franke
Der wundersame Adventskalender (eBook)
Nr. 5517583
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  • „Eine Weihnachtserzählung, die von geheimnisvollen Begebenheiten erzählt, leicht und humorvoll geschrieben - und verpackt in eine sehr originelle Handlung, die viel geistliche Tiefe offenbart.“ Verena Keil, Lektorin

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claudi-1963, 04.10.2019

"Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltsamsten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück." (Buchauszug)

Es ist Heiligabend, die Straßen sind fast leer, nur Martin Harnack eilt noch durch die Gegend. Den seine bestellten Weihnachtsgeschenke sind nicht angekommen. Kein Wunder das es nun Ärger zu Hause gegeben hat, den wieder einmal hat seine Frau bemerkt, wie wenig Interesse er noch an seiner Familie hat. Das Einzige was Martin nun noch bleibt, ist zu retten, was noch irgendwie geht. Als er sieht, dass ein alten Laden noch geöffnet hat, tritt er ein in der Hoffnung, dort etwas Passendes zu finden. Dem Besitzer ist auch sofort klar, dass er das Richtige für Martin und seine Familie hat und gibt ihm einen seltsamen Adventskalender mit. Als Martin am nächsten Morgen erwacht und sieht, dass der Kalender den 1. Dezember anzeigt, denkt er, das Ganze war nur ein Traum, bis er den Adventskalender auf dem Dachboden entdeckt.

Meine Meinung:

Das warme, weihnachtliche Cover lässt bei mir sofort die ersten Weihnachtsgefühle hochkommen. Der Schreibstil war flüssig, unterhaltsam, humorvoll und streckenweise zwischen Fantasie und Mystik. Den dieser sonderbare Adventskalender hat es wirklich in sich, er beschert Martin Geschenke, mit denen er zu anfangs gar nichts anfangen kann. Erst nach und nach erkennt er, dass hinter allem eine Bestimmung ist und das, sogar Gott seinen Finger da im Spiel hat. Martin ist ein bisschen ein Workaholiker, die Arbeit als Dozent füllt ihn sehr aus. Zudem will er nun die Karriereleiter noch weiterklettern und muss dafür unbedingt sein Manuskript fertig bekommen. Kein Wunder also das man dabei seine drei Kinder Anton, Leonie, Ben und seine Ehefrau Swenja vernachlässigt. Die vier allerdings scheinen diese Leben schon länger zu kennen. Den man spürt förmlich schon auf den ersten Seiten, wie sehr jeder sein eigenes Leben lebt. Swenja arbeitet als Erzieherin in einer Kindertagesstätte, Anton der meist über seinem Tablet hängt, die ruhige Leonie die sehr auf ihren Körper und das Essen achtet und Ben der Jüngste, der einfach so nebenher läuft und alles erduldet. Thomas Franke hat hier ein Bild von einer Familie dargestellt, wie man sie sicher mehrfach heutzutage vorfindet. Nur das hier Martin langsam die Augen geöffnet werden, den Martin ist Christ und eigentlich sollte sein Glaube das Zentrum in ihm und seiner Familie sein. Doch irgendwo und -wann muss dieser Glaube ein wenig in Vergessenheit gerückt worden sein. Da kommt die Weihnachtszeit mit der Geburt Jesu genau zur richtigen Zeit. Den durch die Geschenke aus dem Adventskalender lernt auch Martin wieder, wichtig seine Familie für ihn ist und wie sehr er sie bisher vernachlässigt hat. Zwar war mir dieser suspekte Adventskalender am Anfang nicht ganz so geheuert, da dieses Mystische nicht so ganz mein Fall ist. Doch ich muss sagen, der Autor hat sich mit den Geschenken und den daraus entstehenden Situationen und Geschichten wirklich was einfallen lassen. Selbst die Weihnachtsgeschichte und die Geburt Jesu wird hier in moderner Form dargestellt, als er sie seinen Sohn Ben erzählt. Und so ist es dann auch kein Wunder, das er nach und nach nicht nur seine Kollegen besser kennenlernt, sondern auch der Familie wieder näherkommt. Für mich war dies eine wunderschöne Geschichte, die mir zeigt das Familie, Glaube, Nächstenliebe und Liebe wieder mehr in den Vordergrund rücken sollten und das es Wunder immer wieder gibt. Von daher lassen sie sich mit diesem Buch auf Weihnachten einstimmen, ich kann es nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.

Lujoma, 10.10.2019

Eine Adventszeit voller Wunder

24. Dezember, 22.35 Uhr… ein Mann hastet durch die winterlichen Straßen auf der Suche nach einen geöffneten Geschäft. Er hat keine Weihnachtsgeschenke für seine Familie und nun hängt der „Haussegen“ arg schief. In einem kleinen Antiquitätenladen hat er Glück, zwischen vielen alten Dingen hindurch führt der Besitzer den Mann zu einem mechanischen Adventskalender und sagt ihm, dass er an der Kurbel drehen soll. Als der Mann das tut, geschieht etwas Seltsames…. Die Zeit springt zurück zum 1. Dezember und eröffnet Martin neue Chancen und hält so manche Überraschung bereit.

In „Der wundersame Adventskalender“ erzählt Autor Thomas Franke eine phantasievolle und doch so realistische Geschichte für die Adventszeit. Das Buch hat mich von der 1. Seite an in seinen Bann gezogen. Es ist in Ich-Perspektive von Martin erzählt und man spürt deutlich sein Gehetzt-Sein, die Arbeit und ein wichtiges Buchprojekt für das er sich Förderung erhofft, dazu die Familie mit berufstätiger Frau und drei Kindern zwischen 8 und 18 Jahren…. ganz normaler Alltag also, wie ihn viele Leute erleben. Als Leser taucht man tief ein in diesen Alltag, liest von Stress und Überforderung, von Konflikten und schlechtem Gewissen, von Sprachlosigkeit zwischen den Eheleuten... Dass er eine 2. Chance bekommen hat, merkt Martin erst nach und nach und es dauert auch recht lange bis er sich langsam verändert…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Cover ist in Brauntönen gehalten und zeigt die erleuchteten Schaufenster eines Antiquitätengeschäftes, Schneeflöckchen stimmen auf die Weihnachtszeit ein. So passt es wunderbar zum Buchinhalt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es gibt Situationen und Dialoge, die mich zum Lachen brachten und sehr viel, was nachdenklich macht… Fragen, nach dem was wichtig ist im Leben – Karriere oder Familie? Fragen nach Gottes Handeln in unserem Leben?

Martin erlebt in dieser Adventszeit eine große Verwandlung, eine Besinnung auf wirklich Wichtiges. Und so wird auch der Leser zum Nachdenken angeregt.

Fazit:

„Der wundersame Adventskalender“ ist eine wunderschöne, berührende Geschichte für die Advents- und Weihnachtszeit, voller Phantasie und Tiefgang und Humor. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter und vergebe verdiente 5 Sterne.

Ulrike Werner, 18.10.2019

Zum Inhalt:

Am Abend des 24. Dezember hetzt Martin Harnack durch die menschenleeren Straßen. Er ist auf der Suche nach einem Geschäft, das noch geöffnet haben könnte. Dringend muss er doch noch irgendwo Weihnachtsgeschenke herbekommen, da die bestellten leider nicht mehr rechtzeitig angekommen sind. Was natürlich seiner Familie nach, wieder einmal typisch für Martin ist. Muss die Familie doch grundsätzlich hinter seiner Arbeit zurückstehen.

Dem Hinweis einer älteren Frau folgend, findet er einen kleinen versteckten Laden, der selbst nach 22 Uhr noch geöffnet hat. Der ältere, etwas wundersame Verkäufer hat allerdings ein sehr seltsames Geschenk für ihn. Einen mechanischen Adventskalender, der Martin nachdem er daran gedreht hat, an den Morgen des 1. Dezember zurückversetzt. Die einzelnen Geschenke die Martin dann an den folgenden 23. Tagen aus dem Adventskalender erhält, halten so manche wundersame Überraschung für ihn bereit.

 

Meine Meinung:

Eine wirklich wunderschöne Weihnachtsgeschichte die Thomas Franke uns da serviert. Der Protagonist Martin Harnack war mir zu Anfang alles andere als wirklich sympathisch, gerade weil seine Familie für ihn einen so geringen Stellenwert hat. Aber im Laufe der wirklich schönen Geschichte wurde Martin mir wirklich zunehmend sympathischer. Ich konnte als Leser wunderbar von Kapitel zu Kapitel mitverfolgen wie Martin anfängt über sein Leben nachzudenken und vor allem auch darüber was ihm wichtig ist und die höhere Priorität hat.

Eines habe ich persönlich aus dieser kleinen Weihnachtsgeschichte besonders mitgenommen und zwar: Das Zeit für jemanden zu haben, oft das größte Geschenk von allen ist. Wir sollten wirklich im Leben die Zeit die wir heute mit jemandem verbringen können nutzen. Wer weiß wieviel uns davon morgen noch bleibt.

Insgesamt war diese Geschichte auf jeden Fall wunderbar und absolut in den Herbst bzw. die Vorweihnachtszeit passend. Ich kann sie jedem nur absolut empfehlen.

S. Degenhardt / Smilla507, 25.10.2019

„Geschenke…“, stieß ich atemlos hervor. „Ich brauche… Geschenke.“ (S. 11)

Mit diesen Worten betritt der äußerst gestresste Familienvater Martin am 24.12. um 22.37 Uhr einen kleinen Laden. Geschenke-Not-Einkauf in allerletzter Sekunde. Doch der seltsame Antiquitätenhändler hat etwas ganz anderes für Martin auf Lager. Er führt ihn auf den Dachboden, wo er ihm einen seltsamen, blechernen Kasten präsentiert – ein Adventskalender. Aber ist es jetzt nicht zu spät für einen Adventskalender? Der Händler dreht an der Kurbel des Adventskalenders… und Martin wacht in seinem Bett auf. Es ist der 1. Dezember.

Das Familienchaos nimmt sofort seinen Lauf, drei Kinder von Grundschul- bis Teenie-Alter fordern seine Aufmerksamkeit, die Veröffentlichung seiner wissenschaftlichen Publikation bereitet ihm Kopfzerbrechen und in der Ehe läuft es auch nicht rund. Der Stress von Heilig Abend nur ein Traum? Bis er den Adventskalender auf seinem Dachboden entdeckt, der jeden Tag die seltsamsten Dinge zutage fördert, mit denen er rein gar nichts anzufangen weiß. Als er in Situationen gerät, die zunächst katastrophal verlaufen, bemerkt er, dass die Gegenstände aus dem Adventskalender die perfekte Lösung bieten. Und nebenbei den Familienvater seiner Familie wieder näher bringt.

Martin erzählt aus seiner Perspektive in Ich-Form und ich kann gar nicht zählen, wie oft ich in schallendes Gelächter ausbrach oder schmunzeln musste. Manche Szenen sind total witzig, mit ganz viel Situationskomik, trockenem Humor und zugleich realitätsnah geschildert. Ja, auch wenn es eine männliche Sichtweise ist, konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen.

Zugleich kann man mitverfolgen, wie Martin sich wieder mehr nach Jesus ausrichtet. Verzweifelte Stoßgebete werden gen Himmel geschickt, die allerdings unbeantwortet bleiben – zunächst. Die Antworten auf seine Gebete befinden sich im Adventskalender. Und mit ihnen reift die Erkenntnis: Jesus ließ sich nicht von Wut und Stress leiten.

Mit seiner Weihnachtserzählung macht Thomas Franke auch dem Leser auf humorvolle Weise bewusst, worauf es (nicht nur) in der Weihnachtszeit ankommt: Den Fokus auf Jesus nicht zu verlieren, sich Zeit für die Familie zu nehmen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und hinter die Fassaden der Menschen zu schauen. Und ganz nebenbei kann man den eigenen Stress weglachen. ;)

Dirk Heindorf, 04.11.2019

Eine wundervolle, lehrreiche und humorvolle Geschichte. Unbedingt Lesens wert.

„Der wundersame Adventskalender“ von Thomas Franke ist 2019 im GerthMedien Verlag erschienen. Die Geschichte erzählt von Martin, der die Gelegenheit bekommt, die 24 Tage vor Heiligabend noch einmal zu durchleben und so die Möglichkeit hat, es besser zu machen.

In der Erzählung leidet man mit der Hauptperson mit und bekommt dadurch ein ums andere Mal, einen Spiegel vorgehalten. Was ist mir wichtig im Leben, Arbeit, Karriere, meine Familie, Gott? Der Leser wird Schritt für Schritt in das Leben von Martin eingeführt, mit dem Hintergrundwissen, dass in 24 Tagen ein Fiasko auf ihn wartet, wenn sich nicht etwas ändert. Thomas Francke versteht es, seine Leser mit soviel Humor durch die Geschichte zu leiten, dass aus dem ernsten Hintergrund ein Lesevergnügen wird und was wäre Weihnachten ohne ein Happyend? Und dazu noch eines, das keiner erwartet hätte.

Ich liebe diese Geschichte einfach.

Sie ist so aus dem Leben gegriffen, ich konnte mich sehr gut in den Ereignissen wiederfinden. In der Reflexion mit dem Handeln von Martin und dem eigenen, kommt man tief ins Nachdenken. Wofür arbeite ich eigentlich? Was ist mir im Leben wichtig? Gerne empfehle ich diesen wunderbaren Adventskalender für die kommende Weihnachtszeit weiter.

Silvia1981, 06.11.2019

Eine sehr lesenswerte Geschichte!

Thomas Franke hat mit "Der wundersame Adventskalender" eine sehr lesenswerte Geschichte geschrieben über das, was wirklich zählt im Leben. Er trifft damit den Zahn der Zeit und regt sehr zum Nachdenken an, denn viele Leser werden sich in der Geschichte sicher zumindest in Teilen wieder finden. Mit dem Protagonisten Martin hat er einen Familienvater erschaffen, den ich durchaus realistisch empfinde. Er strebt nach Erfolg im Beruf, kennt trotzdem seine Kollegen kaum und vernachlässigt dadurch vor allem seine Familie. Aber auch seine ebenfalls berufstätige Frau sowie die drei Kinder machen es ihm nicht einfacher, denn durch häufige Fahrdienstleistungen für sie und die eigenen Probleme und Aufgaben jedes einzelnen Familienmitglieds ist die Situation allgemein etwas verfahren. Jeder lebt sozusagen sein eigenes Leben und für Gemeinschaft und Gespräche scheint aktuell nicht viel Zeit übrig zu sein bzw. diese wichtigen Punkte gehen im Alltag schlichtweg unter.

Martin bekommt schließlich am späten Abend des 24. Dezembers dank eines ganz besonderen Ladens doch noch ein Geschenk in Form eines mechanischen Adventskalenders, durch diesen er den gesamten Dezember nochmals erleben und erkennen darf, was in seinem Leben wirklich wichtig ist. Ganz besondere Gegenstände zaubert dieser Kalender hervor, die ihn erstmal verwirren und vor viele Fragen stellen, die sich aber ganz wundervoll nach und nach in sein Leben einfügen und ihn wieder näher zu seiner Familie bringen und vor ganz besondere Herausforderungen stellen. So verwandelt er sich im Laufe des Advents vom gestressten Workoholic zu einem Familienvater und Ehemann, der seine Liebsten und den Alltag mit ihnen wieder viel mehr zu schätzen weiß. Er hat tolle Kinder und eine sehr liebenswerte Frau, mit denen er während seiner Wandlung wunderschöne Momente erleben darf. Zudem erlebt er das Wunder der Weihnacht auf eine ganz besondere Weise.

Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, enthält aber auch eine gute Portion Humor und Mystik. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, trotzdem enthält die Geschichte viel Tiefgang. Es hat auch mir wieder gezeigt, was wirklich wichtig ist, vor allem hat es mir eine neue Sichtweise auf Weihnachten und die Geburt von Jesus vermittelt. Die Themen Familie, Nächstenliebe, Glaube und Wunder, die es doch immer wieder gibt, werden hier auf eine sehr schöne Weise in den Vordergrund gerückt. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und werde es sicher immer wieder in der Vorweihnachtszeit in die Hand nehmen und lesen sowie als Geschenkidee nutzen. Ich vergebe sehr gerne fünf glänzende Sterne!

LEXI, 20.11.2019

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens

„Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – Glaube, Hoffnung und Liebe – gehen verloren, weil wir uns von ihnen entfernen – Schritt für Schritt, ganz langsam, unmerklich.“

Martin Harnack arbeitet seit Jahren an einem Buch, der Stress bei seinem Forschungsprojekt ist nur einer der Auslöser für seine familiäre Krise. Als er am Heiligen Abend immer noch keine Weihnachtsgeschenke für seine Ehefrau und seine drei Kinder gekauft hat, betritt er in seiner Verzweiflung einen heruntergekommenen Antiquitätenladen. Der bärtige alte Inhaber überreicht ihm als Lösung für all seine Probleme einen eigenartigen blechernen Kasten. Nachdem der gestresste Familienvater die Kurbel dieses mechanischen Adventkalenders betätigt, erfüllen sich seine Wünsche – jedoch auf völlig andere Art und Weise als erwartet. Martin erlebt einen Perspektivenwechsel und nach und nach reift in ihm die Erkenntnis, dass er in seinem Leben in letzter Zeit auf falsche Prioritäten gesetzt hat.

Thomas Franke hält in diesem wunderschönen Weihnachtsroman seinem Protagonisten Martin Harnack einen Spiegel vor. Durch den wundersamen Adventkalender wird er behutsam mit seinen Versäumnissen und Fehlern konfrontiert und bekommt die einmalige Gelegenheit, Dinge zum Besseren zu verändern. Er macht heilsame Erfahrung und erkennt, dass „Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen, noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltensten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück.“

Der Autor konzentriert sich in diesem Buch in erster Linie auf seinen Protagonisten Martin und dessen Familie. Martins Ehefrau Swenja, seine Söhnen Anton und Ben, sowie seine Tochter Leonie stehen im Zentrum des Geschehens. Der Alltag der Familie Harnack, familiäre und berufliche Spannungsfelder sowie Martins wachsende Einsichten werden in einfühlsamen Worten, an mancher Stelle auch überaus humorvoll, beschrieben. Die lebendige Charakterzeichnung der handelnden Figuren und die heilsamen Erkenntnisse des Protagonisten haben mir ausnehmend gut gefallen. Tiefsinnige Zitate bereichern diese zauberhafte Geschichte, die eine wundervolle Einstimmung auf die bevorstehende Adventzeit darstellt:

„Es gibt Momente, da hat man das Gefühl, die Stimme Gottes zu hören. Erstaunlicherweise ist sie ganz leise und unaufdringlich, kaum mehr als ein Flüstern. Und nicht selten ist es so, dass sie uns an etwas erinnert, was wir eigentlich schon wissen. Mir ist klar geworden, dass ich tief in mir drin längst wusste, dass ich auf der falschen Spur war. Ich wusste, dass meine Prioritäten nicht die richtigen waren.“

„Die tiefste Gotteserfahrung machen wir nicht in den außergewöhnlichen Momenten unseres Lebens, sondern im Gewusel unseres Alltags, wenn wir an uns, unseren Mitmenschen und den Umständen zu verzweifeln drohen – und wenn Gott ganz leise, fast unhörbar in uns flüstert: ich bin da. Ich bin mit dir in diesem ganzen Chaos. Hab keine Furcht, vertraue mir.“

Der durch die außergewöhnlichen Aktivitäten des mechanischen Adventkalenders aufkommende kleine Spannungsbogen bleibt bis zuletzt aufrecht. Obgleich man als Leser relativ rasch den Ausgang der Geschichte ahnt, bangt und hofft man mit Martin Harnack, der versucht, die Liebe, den Zusammenhalt und die Harmonie in seiner Familie zu retten. Ich fühlte mich durch diesen wunderschönen Roman ausgezeichnet unterhalten, einzig die Tatsache, dass sich in diesem Weihnachtsbuch aus einem Christlichen Verlag der Vulgärsprache bedient wurde, fand ich unangebracht und enttäuschend.

Fazit: Mit „Der wundersame Adventskalender“ präsentiert Thomas Franke eine tiefgründige Weihnachtsgeschichte, die auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben hinweist und Prioritäten neu erkennen lässt. Der Autor regt dazu an, Wertschätzung zu zeigen und für glückliche familiäre Beziehungen und liebevolle Menschen an seiner Seite dankbar zu sein.

Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

mabuerele, 23.12.2019

„...Ich liebte meine Familie. Tief in meinem Herzen gab es einen Ort, an dem ich sie vorbehaltlos und ohne jeden Zweifel liebte. Aber ich musste zugeben: An diesem düsteren Dezembermorgen war dieser Ort etwas schwer zugänglich...“

Am 24. Dezember um 22.35 Uhr steht Martin Harnack in einem Trödelladen und möchte Weihnachtsgeschenke kaufen. Es ist das einzige Geschäft, das noch geöffnet hatte. Der Besitzer hört sich die Wünsche seines Kunden an und verkauft ihm dann einen Adventskalender, der wie eine Registrierkasse aussieht. Martin weiß nicht, was er damit soll. Der Verkäufer bittet ihn, die Kurbel auf den 1. Dezember zu drehen. Widerwillig tut er das. Damit nimmt sein Leben ein unerwartete Wendung. Plötzlich wird er in den 1 Dezember zurückgesetzt.

Der Autor hat eine abwechslungsreiche und tiefgründige Weihnachtsgeschichte geschrieben. Vierundzwanzig Tage lang darf ich Martin und eine Familie begleiten. Martin erzählt selbst.

Das Eingangszitat fällt an diesem ersten Dezember. Martin ist beim Frühstück genervt von seinen drei Kindern. Außerdem hat er gerade durch einen Anruf erfahren, dass seine Assistentin heute später kommt, weil sie beim Arzt sitzt. Dabei sitzt ihm der Termindruck im Nacken, denn eine wissenschaftliche Arbeit, die wichtig für seine weitere Karriere und einen möglichen Aufstieg ist, muss in wenigen Tagen abgegeben werden, um Forschungsgelder zu erhalten. Dummerweise gibt es aber mittlerweile einen zweiten Bewerber für diese Gelder.

Dieser erste Dezember schildert die Ausgangssituation. Sie ist eigentlich nicht ungewöhnlich, sondern entstammt der Realität. Doch dann verändert sich von Tag zu Tag die Lage. Mehr und mehr begreift Martin, was er in der letzten Zeit versäumt hat und was ihn die Familie wirklich bedeutet. Dazu trägt auf sehr ungewöhnliche Art der Adventskalender bei.

Sehr gut gefallen hat mir zum Beispiel die Weihnachtsgeschichte, die Martin seinem 8jährigen Sohn Ben erzählt hat. Drei Engel unterhalten sich. Hier kommt ein kleiner Ausschnitt:

„...“Bethlehem?“, schnaufte Skeptimus. „Der Sohn des Höchsten soll in diesem Provinzkaff geboren werden?!“...“

Martins Erzählung steckt voller feinen Humor. Ich habe sie genossen.

Zu den inhaltlichen und stilistischen Höhepunkten gehört für mich das Gespräch von Martin mit Ben. Das Besondere daran ist, dass der kleine Junge Martin zum Nachdenken über Glaubensfragen bringt. Vater und Sohn begegnen sich auf Augenhöhe. Dazu gehört, dass Martin seinem Jungen auf dem Alter entsprechende Art auch seine Probleme schildert.

„...Na ja, wenn wir Unrecht erleben, dann kann uns das schon richtig wütend machen. Das ist in Ordnung so. […] Aber wir drehen die Sache oft um: Wir fühlen uns im Recht, nur weil wir wütend sind...“

Von Tag zu Tag begreift Martin mehr, was ihm wichtig ist. Und er erlebt, dass die Dinge, die er aus den Adventskalender holt und für die er scheinbar keine Verwendung hat, in Gottes Plan für ihn schon ihren Platz haben. Bei all dem kommt der Humor im Buch nicht zu kurz.

Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie regt an, über das eigene Leben nachzudenken. Mit einem Zitat möchte ich meine Rezension beenden:

„...Die tiefste Gotteserfahrung machen wir nicht in den außergewöhnlichen Momenten unseres Lebens, sondern im Gewusel unseres Alltags, wenn wir an uns, unseren Mitmenschen und den Umständen zu verzweifeln drohen – und wenn Gott ganz leise, fast unhörbar in uns flüstert: Ich bin da...“

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