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Der Kuss des Feindes

Roman.

Kappadokien um 800 n. Chr.: Über zehntausend Menschen haben sich in der unterirdischen Stadt Korama versteckt. Es sind Christen. Sie haben hier Zuflucht gefunden vor den Arabern, die das Land erobert haben. Arif, der Sohn eines arabischen Hauptmanns, lernt bei einem Streifzug die junge Christin Savina kennen und verliebt sich in sie. Unbemerkt folgt er ihr und entdeckt so den geheimen Zugang in das Höhlensystem der Christen. Bald steht er vor einer schwierigen Entscheidung ...
  • Nr. 817611
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 272 Seiten
  • · 02/2020
  • · Gerth Medien
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Titus Müller
Der Kuss des Feindes (eBook)
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  • „Ein historischer Roman, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen dürfte. Eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Feinden dient als Hintergrund für interessante historische Fakten über die Christenverfolgung Anfang des neunten Jahrhunderts.“ Marianne Müller, jesus.de
  • „Ein empfehlenswertes Buch, das vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Islam und Christentum viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren bietet.“ Leserstimme

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LEXI, 08.03.2020

Das Mondmädchen und ihr Wüstenprinz

„Die Feindschaft zwischen Muslimen und Christen, warum ist das so?“ – „Wenn ich das wüsste.“

Arif ibn Haroun ibn Abu Bishr ibn Asad kommt aus dem Jaazirat al-Arab, der sogenannten Insel der Araber im Süden des Landes. Als Sohn des Stammesführers Haroun werden große Erwartungen in den jungen Mann gesetzt, doch er fühlt sich in seinem Stamm und in seiner Familie als Fremder. Einzig seinem missgestalteten und geistig zurückgebliebenen Bruder al-Qabih, einem Kind, das niemand haben wollte, ist er liebevoll zugetan. Als der junge Muslim auf der Suche nach den Troglodyten (Christen) die Dunkelheit Kappadokiens durchstreift, trifft er auf ein graziles Wesen mit bleicher Haut, pechschwarzem langem Haar und einem zauberhaften Gesicht. Das Mondmädchen, wie Arif sie fortan nennt, lebt mit den anderen Christen in Korama, einer Höhlenstadt. Ab und zu entflieht sie der ständigen Dunkelheit unter Tage und streift durch das verlassene Christendorf. Im Aufeinandertreffen mit dem mitfühlenden und sanften Arif offenbaren sich zwei völlig konträre Glaubensvorstellungen – und dennoch verlieben die beiden jungen Menschen sich in ihren jeweiligen Feind. Es ist eine hoffnungslose Liebe, die nicht sein darf, denn Arifs Vater, der Stammesführer Haroun, ist in seinen Anstrengungen, die Christen aufzustöbern und zu töten, unerbittlich…

Titus Müller präsentiert in dieser Neuauflage seines vor acht Jahren erschienenen Romans die Liebesgeschichte zwischen einer Christin und einem Muslim und macht die beiden Religionen zum Mittelpunkt seiner Handlung. Dem Leser werden durch die beiden Protagonisten Arif und Savina die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede ihres Glaubens vor Augen geführt. Anschaulich berichtet der Autor von Arifs Leben in einem gewalttätigen und hasserfüllten Umfeld, beschreibt dessen innere Zerrissenheit. Einzig ein weiser alter Scheich erkennt das Potenzial des jungen Mannes, der sich durch diese verbotene Zuneigung in allergrößte Schwierigkeiten katapultiert.

Der Autor beschränkt sich neben seinen beiden Protagonisten auf eine überschaubare Anzahl handelnder Personen. Abgesehen von Arifs Bruder al-Qabih, seinem Erzfeind Marwan, Savinas bestem Freund Jonathan und dem alten Ratsmitglied Onnophrios bleiben sie jedoch allesamt blasse Randfiguren, einige werden namentlich lediglich kurz erwähnt oder in die Handlung verwoben, verschwinden anschließend jedoch in der Versenkung. Ich muss darüber hinaus einräumen, dass mich bis zuletzt auch die beiden Hauptfiguren nicht ganz überzeugen konnten und ich den Eindruck hatte, sie nicht wirklich kennengelernt zu haben. Mir fehlte es bei der Charakterzeichnung an Authentizität und Tiefe, was ich bedauerte.

Der Handlung wohnt dank der kriegerischen Konflikte und der abscheulichen Gräueltaten des Araber-Stammes untereinander ein beträchtlicher Spannungsfaktor inne, der auf den letzten Seiten dieses Buches in einem aufregenden Finale seinen Höhepunkt findet. Die Liebesgeschichte zwischen Arif und Savina steht zwar im Zentrum des Geschehens, konnte mich aber ebenfalls nicht ganz überzeugen, es fehlte mir hier ebenfalls an Emotionen und Tiefe.

Fazit: „Der Kuss des Feindes“ ist ein Roman, der mich etwas zwiespältig zurückließ. Zwar liefert der Autor durch die unterirdischen Städte Kappadokiens und der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslime einen höchst interessanten Hintergrund, konnte mich jedoch mit der Handlung, der Charakterzeichnung seiner Figuren und der Liebesgeschichte zwischen seinen beiden Protagonisten nicht vollständig überzeugen.

Ich hatte mir mehr davon erhofft und vergebe daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

 

 

S. Bohn, 29.03.2020

Wow - das Buch ist ein Knüller! Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Schauplatz des Romans ist Kappadokien, das auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. Um 800 nach Christus leben dort Tausende von Christen. Immer wieder werden sie von arabischen Volksstämmen, die dem Islam angehören, angegriffen.

Arif, der Sohn eines arabischen Stammesführers, lernt bei einem Streifzug die junge Christin Savina kennen und verliebt sich in sie. Eine Beziehung zwischen den beiden ist also unmöglich - oder vielleicht doch nicht?

Packend erzählt Titus Müller vom Leben in der unterirdischen Stadt, in der sich die Christen versteckt halten. In den mehrstöckigen Höhlen haben sie Wohungen, Ställe, Schulen, eine Kirche, einen Friedhof und so weiter angelegt.

Genauso packend erzählt der Autor vom Leben in der Zeltstadt der Araber, von ihrer Gastfreundschaft, von ihrer Religion, von ihrer Liebe zu Pferden.

Die Handlung ist superspannend, die Protagonisten sind sehr sympathisch und der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig. In einem Anhang informiert der Autor über den historischen Hintergrund des Romans.

Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann! Es bietet beste Unterhaltung - und außerdem einen interessanten Einblick in eine längst vergangene Epoche.

Bitte mehr davon, Herr Müller!

Marianne, 27.04.2020

Die freiheitsliebende Savina muss in einer Höhle leben. Auch wenn sich in dieser Höhle eine riesige unterirdische Stadt verbirgt, sehnt sie sich nach Freiheit und frischer Luft. Sie verschwindet nachts immer mal wieder unerlaubterweise nach draußen, um Kräuter für ihren kranken Großvater zu suchen. Auf einem ihrer Streifzüge trifft sie Arif, der mit seinen sechzehn Jahren ein paar Jahre jünger ist als sie. Obwohl er zu ihren Feinden, den Arabern, gehört, fasst sie schnell zu ihm Vertrauen.

Arif fühlt sich in seinem kriegerischen Nomadenstamm unwohl. Sein tapferer älterer Bruder hätte vom Vater die Führung im Stamm übernehmen sollen, doch er lebt nicht mehr. Der feinfühlige Arif möchte auch die Anerkennung seines Vaters gewinnen, doch im Herzen ist er kein Krieger. Vor allem begreift er nicht, warum seine Leuten die Christen verfolgen und töten. Er hat viele Fragen über die Unterschiede zwischen seinem islamischen Glauben und dem christlichen Glauben der versteckten Höhlenmenschen.

Arif und Savina begegnen sich erneut, und die Zuneigung zwischen den beiden wächst. Doch ihre Liebe ist aussichtslos. Als es zum Kampf zwischen den Christen und den Muslimen kommt, muss Arif sich entscheiden wem seine Treue gilt.

Dieses Buch ist vor mehreren Jahren schon einmal als Jugendroman erschienen, und wer die Bücher von Titus Müller kennt, sieht schnell, dass sich diese Geschichte von seinen anderen historischen Romanen unterscheidet. Der Schreibstil ist einfacher, die Protagonisten jünger, und trotz der knapp 300 Seiten ist das Buch schnell gelesen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber der Leser lernt sie nicht tiefgründig kennen. Als Ferienlektüre oder als Jugendbuch ist diese Länge aber genau richtig.

Sehr interessant sind die geschichtlichen Hintergründe dieser Geschichte, denn es gab wirklich riesige unterirdischen Städte, in denen sich Christen vor den feindlichen Arabern versteckten. Wie der Autor im Anhang erklärt, waren sie sehr weitläufig und verfügten über eigene Ställe, Waffenräume, Kirchen, Schulen und mehr.

Eine Stärke dieses Buchs ist die Suche Arifs nach der Wahrheit über seine und Savinas Religion. Er befragt seinen Vater und einen Scheich, dabei erhält er unterschiedliche Antworten. Es werden mehrere, teils widersprüchliche, Aussagen des Korans erwähnt, in denen es darum geht wie Moslems mit Christen umzugehen haben. Einige Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Religionen werden außerdem herausgestellt, was vor allem interessant ist für Menschen, die wenig über den Islam wissen.

Fazit: Ein historischer Roman, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen dürfte. Eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Feinden dient als Hintergrund für interessante historische Fakten über die Christenverfolgung Anfang des neunten Jahrhunderts.

smillas_bookworld, S. Degenhardt, 13.06.2020

„Wir Menschen sind verschieden, daran ist nicht Schlimmes. Nuh zum Beispiel hat schwarze Haut. Deswegen ist er nicht weniger wert.“ (S. 112)

Eine unterirdisch versteckt lebende Christin und der Sohn eines Kalifen – eine Liebe, die nicht sein darf. Auf Arif liegt die ganze Hoffnung seines Vaters, eines Tages sein Nachfolger zu sein. Und Savina darf ihren Lebensort um keinen Preis verraten, denn es würde alle anderen dort lebenden Christen in Gefahr bringen. Eines Tages gerät Arifs missgestalteter Bruder al-Qabih durch Bewohner des eigenen Stammes in Lebensgefahr und Arif sieht nur eine Möglichkeit, sein Leben zu retten: Er bittet Savina, seinen Bruder in der unterirdischen Stadt Korama zu verstecken.

Das löst allerdings einige Kettenreaktionen aus, die alle durch verschiedene Perspektiven sehr gut herausgearbeitet wurden. Arifs Vater, ein älterer Christ, Savina, Arif, ein Sklavenjunge u.v.m. haben eigene Erzählstränge und beleuchten die Vorgänge innerhalb der verschiedenen Handlungsschauplätze und Religionen. Titus Müller hat sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede des Islam und des Christentums herausgearbeitet. Was sagt der Koran über das Christentum?

Man erfährt sehr viel über das Leben in Kappadokien um 800 n. Chr., sehr spannend ist erzählt, wie die Christen ihr Leben unterirdisch organisierten und gestalteten. So richtig konnte ich das aber erst ab ca. der Hälfte des Buches genießen. Anfangs kam ich nur schwer in die Handlung rein – vermutlich aufgrund der verschiedenen Erzählstränge und weil so viel am Rande geschieht, bis der Plot so richtig zum Tragen kommt. Außerdem lasen sich manche Sätze nur so aneinandergereiht und es stellte sich kein Lesefluss ein. Nachdem ich das Buch eine Zeit lang beiseitegelegt hatte, konnte ich aber gut wieder einsteigen und es besser lesen. Ich konnte die geschichtlichen Hintergründe besser genießen und es wurde spannender.

Das Buch erschien ursprünglich als Jugendroman im Fischer Verlag. Ich kann es auf jeden Fall auch erwachsenen Lesern empfehlen, die historisch interessiert sind und Jugendlichen, die vor etwas anspruchsvollerer Lektüre (weil man sich mit geschichtlichen Themen auseinandersetzen muss) nicht zurückschrecken.

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