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Jenseits der Fronten

Afghanistan abseits der Schlagzeilen - eine junge Deutsche und ihre Erfahrungen in einem schrecklich schönen Land.

Fremde Menschen und Kulturen haben Lara schon immer fasziniert. Aufgewachsen in einem kleinen Allgäuer Dorf, weiß sie deshalb schon früh: Sie will die Welt sehen! Ihre abenteuerliche Reise führt sie mitten ins Herz eines Landes, das für die meisten Deutschen der Inbegriff von Schrecken und Krieg ist: Afghanistan.

Doch ist diese Furcht wirklich begründet? Oder gibt es in Afghanistan vielleicht mehr Liebenswertes und Schönes als gedacht? Gibt es dort womöglich etwas so Wertvolles, wofür es sich lohnt, Risiken auf sich zu nehmen, um es zu bewahren und zu fördern?

Dieser Erfahrungsbericht einer mutigen jungen Deutschen zeigt eindrücklich, was es bedeutet, in Afghanistan zu leben, zu arbeiten und zu glauben.
  • Nr. 817665
  • · Klappenbroschur, farbiger Bildteil, 13,5 x 21,5 cm, 272 Seiten
  • · 03/2021
  • · Gerth Medien
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Lara Lessing
Jenseits der Fronten
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Jenseits der Fronten (eBook)
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mabuerele, 08.04.2021

„...Fast alles in diesem Buch ist deshalb eine subjektive Beschreibung, zusammengetragen aus dem, was ich selbst erlebt und gesehen habe, und aus dem, was mir berichtet wurde. Niemals würde ich behaupten, dass ich alles wüsste oder in allem recht hätte – das ist gar nicht mein Ziel...“

Diese Worte aus dem Vorwort des Buches haben mich sofort angesprochen. Damit weiß ich als Leser, was ich zu erwarten habe.

Ihr Buch ist ein Rückblick, ein Rückblick auf ein Jahr Arbeit in Afghanistan. Detailgenau beschreibt die Autorin, wie es zur Entscheidung kam, ein Jahr in die Ferne zu gehen und warum gerade Afghanistan. Als gelernte Kinderkrankenschwester mit mehrjähriger Berufserfahrung, insbesondere auch auf der Intensivstation, hätte sie sich ebenfalls andere Reiseziele aussuchen können. Nach einer Schulung im Gebetshaus in Augsburg steht das Ziel für sie fest. Auslandserfahrung hat sie, denn sie war schon in Kolumbien. Dort hat sie begriffen:

„...Um Menschen zu helfen, muss man sie erst einmal lieben – egal in welchen Umständen sie leben. Wenn man Menschen annimmt, wie sie sind, entsteht ein Raum von Vertrauen...“

Der Reise geht ein Visionstrip voraus. Dabei lernt sie zwei Einsatzgebiete vor Ort kennen und kann sich für eines entscheiden. Sie entscheidet sich für Sardsang. Dort soll sie Kurse zum Thema Schwangerschaft und Geburt geben und sich um unterernährte Kleinkinder und werdende Mütter kümmern. Die Säuglingssterblichkeit in dieser Gegend ist enorm hoch.

Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Sehr genau wird die Landschaft beschrieben:

„...Fasziniert war ich vom Farbspiel in dieser Gegend. Denn in dieser kargen Landschaft wirkten die Menschen mit ihren grellen, fast neonfarbenen Kopftüchern wie bunte Farbtupfer in einer beige überzogenen Landschaft fast ohne Bäume...“

Die Autorin lässt mich an ihrem Leben in der Fremde teilnehmen. Sie ordnet sich den gegebenen Regeln unter und findet Freunde, auch unter der einheimischen Bevölkerung. Erstaunlich ist, wie manche Dörfer aus dem wenigen, was sie haben, zu technischen Leistungen kommen, die man hier kaum erwartet hätte.

Natürlich werden auch die Schwierigkeiten nicht ausgegrenzt. Vor allem die Zusammenarbeit mit der entsendenden Organisation klappt mehr schlecht als recht. Lara ist in der Fremde meist au sich allein gestellt.

Erstaunlich ist, wie in diesem Land ihr Glauben toleriert wird. Ab und an spiegelt die Autorin ihre Erfahrung im Lichte des Glaubens.

„...Mein Blick auf Gott macht etwas aus ihm, aber er macht auch etwas mit mir selbst. Es verändert mich, wenn ich meinen Blick auf Gott gerichtet halte...“

Auf das Thema Blicke kommt sie, weil eine der Regel dort lautet, nie den anderen in die Augen zu blicken.

Es gäbe eine Menge über ihre Erlebnisse zu sagen. Doch das kann nicht Ziel und Sinn dieser Rezension sein.

Eingebettet in persönliche Erfahrungen sind ab und an Informationen über Land und Leute. Es gibt Szenen voller Freude und Ausgelassenheit – trotz Krieg und Not. Andere Stellen sind schockierend, wie die Hochzeit einer Neunjährigen. Allerdings lässt mich die Begründung für das Geschehen nachdenklich zurück.

Sehr gut gefallen hat mir, mit wie viel Achtung die Autorin über die Menschen spricht, die ihren Weg kreuzen. Außerdem wird deutlich, wie durch den Einfluss der westlichen Helfer sich die Einstellungen zu Fragen von Geburt und Hygiene ändern. Dabei geht es nicht darum, ihnen unsere Kultur beizubringen, sondern ihnen in ihrer Kultur neue Wege aufzuzeigen.

Mehrere Farbfotos vervollständigen das Buch.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ermöglicht mir einen kleinen Einblick in eine Welt, die man sonst nur aus dem Kriegsgeschehen in den Medien kennt.

 

 

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