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Richard Dawkins, C. S. Lewis und die großen Fragen des Lebens

Der bekannte Biologe und Gotteszweifler Richard Dawkins (schrieb den Bestseller "Der Gotteswahn") auf der einen Seite - der Literaturprofessor, Philosoph und Apologet C. S. Lewis auf der anderen. In einer fiktiven Auseinandersetzung lässt der renommierte Biophysiker und Theologe Alister McGrath von der Universität Oxford beide zu verschiedenen Themenstellungen antreten und ihre Überzeugung erläutern. Es geht um Glaube, Beweise und Indizien, um die scheinbare Überlegenheit eines naturalistischen Weltbildes, um die Natur des Menschen und um die unbändige Suche nach Sinn. Wer die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Glaube nicht scheut, wird von diesem Buch fasziniert sein!
  • Nr. 817671
  • · Gebunden, 12,5 x 18,7cm, 128 Seiten
  • · 06/2020
  • · Gerth Medien
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mabuerele, 13.07.2020

„...Nichts, was des Beweises wert wäre, lässt sich beweisen, noch lässt es sich widerlegen...“

Diese Worte aus einem Gedicht von Alfred Lord Tennyson ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Ich wollte das Buch lesen, weil ich mit fiktiven Streitgesprächen zwischen den beiden Protagonisten gerechnet habe. Das war ein Irrtum. Der Autor geht in seiner Auseinandersetzung mit Dawkins und Lewis anders vor. Nach der Einleitung legt er in vier Kapiteln die Meinung der Protagonisten zu der aufgeworfenen Frage dar und arbeitet dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.

Dawkins ist Evolutionsbiologe und überzeugter Atheist, Lewis Literaturwissenschaftler und Christ.

Im ersten Kapitel geht es um die Frage des Sinns.

„...Sowohl Wissenschaft als auch Religion können leicht zu Ideologien werden, besonders, wenn sie behaupten, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet...“

Dem Autor geht es insbesondere um die Abgrenzung vom Fanatismus. Er belegt, dass eine gedeihliche Zusammenarbeit und ein Austausch auf Augenhöhe besser ist. Wissenschaft und Christentum beleuchten einen Teil unseres Lebens, aber nicht alles.

„...Die Wissenschaft verrät mir nicht, wie ich ein guter Mensch sein kann; das Christentum verrät mir nicht die Werte der grundlegenden Konstanten der Natur...“

Im zweiten Abschnitt geht es um Glaube und Beweis. Da sind beide Seiten im gleichen Dilemma. Die Existenz Gottes lässt sich weder beweisen, noch widerlegen. Eine der wichtigsten Aussagen für mich dabei ist die folgende:

„...Nur weil A nicht bewiesen worden ist, folgt daraus nicht, dass A unwahr ist...“

Wer sich in der Mathematik auskennt, weiß, dass es auch dort noch unbewiesene Sätze gibt. Kein Wissenschaftler wird daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass sie falsch sind.

Im dritten Kapitel wird die Frage vertieft, indem explizit formuliert wird: Gibt es einen Gott? Dawkins leugnet das, Lewis geht von Gottes Existenz aus.

Im letzten Kapitel geht es dann um das Problem: Wer sind wir?

„...Dawkins und Lewis sind unterschiedlicher Meinung, was die Ziele betrifft, die wir uns stecken sollten. Doch beide erkennen an, dass wir sie nicht problemlos erreichen können...“

Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Der Autor zitiert häufig aus den Werken der beiden Protagonisten, lässt aber auch andere Wissenschaftler zu Wort kommen. Die Darlegungen sind allgemeinverständlich und werden vielfach durch Beispiele vertieft.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Wer sich für die Gegensätze und das Zusammenspiel von Religion und Wissenschaft interessiert, wird hier viele gute Argumente finden.

Henrik , 28.07.2020

Was wäre, wenn zwei der größten Denker unserer Zeit miteinander ins Gespräch kommen würden, um über die Fragen von Wissenschaft und Glauben zu debattieren? Alister McGrath, Professor für Wissenschaft und Religion an der Oxford University und Leiter des Ian Ramsey Centre for Science and Religion, lässt in „Richard Dawkins, C. S. Lewis und die großen Fragen des Lebens“ den Gotteszweifler Dawkins mit dem Gottesgläubigen Lewis diskutieren.

„Dieses Buch stellt einen Gedankenaustausch vor, der leider nie stattgefunden hat“. In der fiktiven Auseinandersetzung begegnen sich der bekannte Biologie Richard Dawkins auf der einen Seite – der Literaturprofessor, Philosoph und Apologet C. S. Lewis auf der anderen. Beide Protagonisten sind Kultfiguren aus Oxford. McGrath möchte dem Leser vor Augen führen, was wir von den Denkrichtungen der beiden Größen lernen können. Und so widmet er sich vier Podiumsdiskussionen, die sich inhaltlich um die großen Fragen des Lebens drehen, als da wären: Das große Ganze: Warum Sinn wichtig ist, Glaube und Beweis, Gibt es einen Gott?, Die menschliche Natur: Wer sind wir?, bevor McGrath zum Ende eine Schlussfolgerung anbietet. Einige Zitate zur Sinnsuche:

„Transzendenz ist in der menschlichen Sinnsuche wichtig. […] Menschen sind offensichtlich von der Suche nach etwas Tieferem getrieben.“

„Eine religiöse Weltanschauung erschließt am ehesten die Verständlichkeit und Stimmigkeit unserer Existenz.“

„Die Wissenschaft bietet keine grundsätzlichen Erklärungen, sondern reduziert Phänomene bloß auf mess- und kontrollierbare Einheiten.“

„Um der Komplexität des Lebens gerecht zu werden, brauchen wir mehr als die Wissenschaft.“

Die einzelnen Auseinandersetzungen sind gelungene Zusammenfassungen der Denkschulen und -richtungen dieser beiden klugen Köpfe. Es ist nicht nur informativ, sondern auch hilfreich, sich in die Ansätze und Interpretationsmodelle der jeweils anderen Sichtweise hineinzuversetzen, ohne dabei gleich eine „alles oder nichts“-Schlacht zu erleben. McGrath stellt die unterschiedlichen Auffassungen neutral einander gegenüber und kommentiert nur gelegentlich. Hierzu sollte man aber wissen, dass er selbst kein Befürworter einer jungen Erde und einer Sechs-Tage-Schöpfung ist. „Wir dürfen gerne wissen, wie wir und unser Universum ticken; aber wir sollten auch wissen, was dieses Ticken bedeutet“.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der Dawkins und Lewis sowie ihr Denken näher kennenlernen möchte, ohne dabei ihre dicken und teilweise komplexen Bücher zu lesen. Für Christen sind die Ausführungen zum naturalistischen Denken gewinnbringend, denn Lewis‘ apologetische Hinweise geben gute Hilfen, um in Gesprächen mit Andersdenkenden nicht in einen Schlagabtausch zu geraten, sondern im Dialog zu bleiben. Der leicht verständliche Schreibstil fördert zudem die Lesefreude. Allerdings sollte der Leser keine Abhandlung von pro und contra zwischen„Glaube“ oder „Wissenschaft“ erwarten.

Aufgrund der Aktualität der Thematik, den hilfreichen Zusammenfassungen des Denkens dieser beiden klugen Köpfe sowie dem sich Aussprechen für ein Sinnsuchen in der christlichen Botschaft, kann zum Kauf geraten werden.

Mehr Rezensionen unter www.lesendglauben.de

Cornelia B. - Lesestern, 11.08.2020

Die Sinnfrage des Lebens

"Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens" von Alister McGrath ist im Juni 2020 bei Gerth-Medien erschienen.

Alister McGrath, Autor und Professor für Wissenschaft und Religion an der Oxforder Universität lässt in seinem neuesten Buch zwei bedeutende Wissenschaftler mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen in Form eines fiktiven Gesprächs zu Wort kommen.

Auf der einen Seite erleben wir den Atheisten und Evolutionsbiologen Richard Dawkins, dessen Hauptwerk "der Gotteswahn" ihn in der Öffentlichkeit überall bekannt gemacht hat.

Demgegenüber steht der nicht weniger berühmte Literaturprofessor und christliche Philosoph C.S.Lewis, der durch sein " Pardon, ich bin Christ" und seine "Narnia-Geschichten" weltweit Ansehen erlangte.

Diese beiden klugen Persönlichkeiten lässt McGrath in eine gedankliche Auseinandersetzung über die großen Fragen des Lebens treten.

Der hier dargestellte Gedanken-Austausch gliedert sich in folgende Kapitel:

Das große Ganze: Warum Sinn wichtig ist
Glaube und Beweis
Gibt es einen Gott?
Die menschliche Natur: Wer sind wir?
und endet mit der Schlussfolgerung: Die Sinnsuche

Mein Fazit:

Ein Buch, bei dem mich vor allem die Person Richard Dawkins und dessen Denkweise interessiert hat. Der "Gotteswahn" ist mir aus der Bücher-Welt ein Begriff, mit dem ich mich bisher aber noch nicht näher befasst habe.

C.S. Lewis hingegen gehört zu meinen Favoriten, den ich aufgrund seiner ehrlichen Auseinandersetzung mit der christlichen Botschaft und seinem konsequenten Weg vom Atheisten zum Gläubigen schätze.

Die hier präsentierte fiktive Diskussion der beiden Wissenschaftler ist eine kurze Zusammenfassung ihrer Denkansätze und Folgerungen, weitgehend neutral wiedergegeben werden.

Dabei liegt McGrath Augenmerk auf den Fragen was können wir von beiden lernen , was ist hilfreich für unser eigenes Denken und was unterstützt uns, um "die beste Lebensweise in dieser komplexen Welt" zu finden.

So gibt es hier keine Schwarz-Weiß Abbildung, sondern eine sachlich beschriebene Sichtweise zweier gegensätzlicher Lebens-Auffassungen und deren Interpretationen, die zum Gespräch anregen.

Dieser Umgang mit dieser anspruchsvollen Thematik und der verständlich-klare Schreibstil des Autors sorgen für ein angenehmes Lesen und tragen zur Horizonterweiterung bei.

Eine gut komprimierte Lektüre, in der viel steckt und die zu weiterem Lesen von Sinn Suchender christlicher Literatur anregt und zugleich eine gute Basis für wertschätzende Gespräche mit Andersgläubigen bietet.

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