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Carrie Turansky Silvia Lutz (Übersetzung)

Weiter als der Ozean

Roman.

London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftgt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.

Dieser Roman der mehrfach preisgekrönten Autorin Carrie Turansky basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält.
  • Nr. 817705
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 432 Seiten
  • · 01/2021
  • · Gerth Medien
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Carrie Turansky
Weiter als der Ozean
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  • „Die Geschichte der Familie McAlister geht unter die Haut. Man kann das Buch nicht weglegen. Es spricht in die Gegenwart.“ Ingrid Holl, Buchperle kostbar, Göppingen
  • „Dieser historische Roman ist absolut lesenswert, spannend, informativ, einfühlsam, nachdenkenswert.“ Silvia Lutz, Übersetzerin
  • „Die tragische Geschichte geht unter die Haut, man kann das Buch vor lauter Mitfiebern fast nicht mehr aus der Hand legen. Besonders das Wissen, dass es sich bei dieser Familiengeschichte nicht nur um einen Roman handelt, sonders dass sie auf wahren Begebenheiten in jener Zeit basiert, bricht einem manchmal fast das Herz.“ Christa Keip, jesus.de
  • „Die Autorin versteht es sehr einfühlsam, nach einer wahren Begebenheit geschichtliche Fakten mit einer Liebesgeschichte so zu kombinieren, dass Spannung und Empathie ein besonderes Leservergnügen bieten.“ EKZ

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katikatharinenhof, 27.01.2021

Familie: Wo das Leben seinen Anfang nimmt und die Liebe niemals endet

Edna McAlister hat es nach dem Tod ihres geliebten Mannes nicht leicht und kümmert sich nach allen Kräften um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Tochter Laura, die älteste, arbeitet bereits als Hausmädchen auf einem Anwesen. Als Edna schwer erkrankt, reißt man ihr die Kinder buchstäblich aus der Hand und bringt sie in einem Waisenhaus unter. Noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister beantragen kann, sind diese bereits auf einem Schiff Richtung Kanada unterwegs und sollen dort für den Rest ihres Lebens als Arbeistkräfte eingesetzt werden. Laura wendet sich an den jungen Anwalt Andrew Frasier, bei dessen Eltern sie in Stellung gewesen ist und gemeinsam finden sie heraus, dass es bei der Emigration der Kinder einige Ungereimtheiten gibt ...

"Weiter als der Ozean" befasst sich mit dem Thema Kinderemigration zu Beginn des 20.Jahrhunderts und Autorin Carrie Turnansky bietet dem Leser eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle im Verlauf ihres Romans.

Die Szenen, wie man Lauras Geschwister gegen ihren Willen zuerst ins Waisenhaus verfrachtet und dann voneinander trennt, um sie später wie ein Möbelstück regelrecht zu verschachern, gehen mir sehr zu Herzen und ich leide mit den Kinder mit, wenn ich von ihrem Schicksals lese. Dass die zweifelhafte Praktik zur damaligen Zeit üblich gewesen ist, um sich den Schutzbefohlenen zu entledigen, schürt meine Wut und meinen Zorn, denn wie kann man kleinen Kinderseelen nur etwas so grausames antun.

Laura ist eine echte Kämpfernatur, die sich durchzusetzen weiß - für die damalige Zeit noch unüblich, aber sie lässt sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Unerschütterlich in ihrem Glauben und an das Gute im Menschen wagt sie sich an die Mission, ihre Geschwister wieder zu finden und nach Hause zu bringen.

Mit Andrew Fraiser hat ihr die Autorin einen feschen und gleichzeitig distinguierten Mann an die Seite gestellt, der sich für Recht und Gesetz einsetzt und ebenfalls Rückhalt im christlichen Glauben findet.

Die Suche nach den Kindern ist wie der Wellengang auf See....mal peitschen die Emotionen hoch und schlagen richtige Wellen, mal gibt es ruhigere Momente, in denen der Leser durchschnaufen und neue Kräfte sammeln kann. Die Bilder von den misshandelten Kindern aber brennen sich tief im Herzen fest und wecken mein Mitleid mit den armen kleinen Kinderseelen, die fernab ihrer Heimat keine Liebe und Zuwendung erfahren.

Carrie Turansky lässt ihren Figuren viel Raum, um sich und ihre Charaktereigenschaften zu entfalten, damit sie für den Leser wie gute Freunde werden, um die aufregende und beschwerliche Reise nach Kanada, die Suche nach den Kindern und das Kämpfen um die Rückkehr der Geschwister hautnah zu erleben.

Das offene Ende lässt natürlich die Frage im Raum schweben, ob es Laura und Andrew gelingen wird, Grace zu finden und in den Schoß der Familie zurück zu holen. Die Neugier auf den Fortsetzungsroman ist somit geweckt und ich kann es kaum erwarten, die Geschichte weiterzuverfolgen.

Ein unglaublich abwechslungsreicher Roman, der die christlichen Werte mit einem Hauch Abenteuer und Liebe verbindet und so für wundervolle und aufregende Lesemomente sorgt.

Grace2, 13.02.2021

Großartig und absolut empfehlenswert! Ein Roman voller Emotionen über ein historisches Thema, das nicht vergessen werden sollte.

Der neue Roman „Weiter als der Ozean“ der erfolgreichen Autorin Carrie Turansky führt den Leser/die Leserin nach London in das Jahr 1909 und basiert auf wahren Begebenheiten.

Als der Vater tödlich verunglückte, ist Laura als älteste Tochter gezwungen, in Stellung zu gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Sie tut es gern, denn ihre Mutter arbeitet als Näherin schon hart genug und kümmert sich noch liebevoll um Lauras drei jüngere Geschwister. Bis auch sie eines Tages schwer erkrankt und die drei Geschwister in ein Waisenhaus kommen. Noch bevor Laura ihre Geschwister zu sich nehmen kann, werden diese nach Kanada verschifft, um dort in Pflegefamilien vermittelt zu werden. Ein damals durchaus übliches Verfahren, wenn die Besitzer des Sorgerechtes zugestimmt haben. Doch für Lauras Geschwister lag keine Zustimmung vor, zusammen mit dem jungen Anwalt Andrew Fraisier macht sich Laura auf die Suche nach ihren Geschwistern. Werden sie die drei noch rechtzeitig finden?

In ihrem neuen Buch „Weiter als der Ozean“ hat Carrie Turansky dem Leser/der Leserin das Schicksal tausender englischer Waisenkinder großartig und sehr emotional in Erinnerung gerufen. Am Beispiel der Familie McAlister zeigt die Autorin auf, dass auch eine vermeintlich gute Idee, sehr schnell negative Folgen nach sich ziehen kann. Das Schrecklichste hieran ist, dass es viel Leid bei den betroffenen Kindern ausgelöst hat. Mit dem psychologischen Wissen von heute, mag man sich gar nicht vorstellen, wie traumatisch die Erlebnisse für die Kinder gewesen sein mögen. Carrie Turansky schreibt in einem flüssig lesbaren und absolut fesselnden Stil. Die Geschichte der Familie wird so lebhaft und lebendig erzählt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Charaktere der Protagonisten werden liebevoll und wahrhaftig aufgebaut und die Settings sind absolut bildhaft vorstellbar beschrieben. Für mich war der historische Hintergrund des Romans neu, ich kannte bisher nur die Verschickung und Vermittlung von Kindern innerhalb der U.S.A., insofern war es sehr interessant mehr über diese Art der Vermittlung von Waisenkindern zu erfahren. Was mich aber am meisten an diesem Roman beeindruckt hat, ist die Basis des christlichen Glaubens, dessen Werte so großartig in die Geschichte eingebunden werden. Gerade der Glaube der Familie McAlister und des „Anwaltvaters“ von Andrew sind unglaublich inspirierend. Sehr gerne empfehle ich diesen herausragenden Roman weiter und freue mich darauf, dass es noch eine Fortsetzung geben wird.

KleinerVampir, 21.02.2021

Buchinhalt:

Weil ihre verwitwete Mutter schwer erkrankt, werden die drei kleinen Geschwister von Laura McAlister in ein Waisenhaus gebracht. Ohne Zustimmung der Mutter, die ihre Kinder zurück haben will, verschifft das Kinderheim die Geschwister nach Kanada, wo sie als billige Arbeitskräfte auf Farmen arbeiten sollen. Das will Laura nicht hinnehmen und versucht, zusammen mit dem jungen Anwalt Andrew, die Kinder zu finden. Da Andrew im Auftrag der Regierung einen Bericht über die Kinderverschickung schreiben soll, gelingt es den beiden, zumindest Garth und Katie ausfindig zu machen. Doch ihre „Besitzer“ wollen die Kinder nicht herausgeben ...

Persönlicher Eindruck:

„Weiter als der Ozean“ ist bereits der zweite Roman zum Thema British Home Children-Programm, den ich lese. Zwischen den 1860er und 1930er Jahren verschiffte England über 100.000 Kinder nach Kanada, wo sie oft ein trauriges Dasein als billige Arbeitskräfte fristeten. Dabei scherte es die Heime wenig, ob es sich wirklich um Waisen handelte oder ob es noch Eltern gab.

So auch im vorliegenden Roman: das Schicksal, von dem die Autorin hier erzählt, fußt auf wahren Begebenheiten. Die drei Geschwister Garth, Katie und Grace kommen in ein Heim, nachdem die verwitwete Mutter schwer erkrankt und sich eine Weile nicht um ihre Kinder kümmern kann. Dass die drei eine volljährige Schwester haben, die sich um sie kümmern will, ist dabei unerheblich – Laura ist nicht der Vormund und so haben weder sie noch die Mutter irgend ein Recht an den drei Kleinen.

Es ist erschreckend, was Katie auf ihrer Arbeitsstelle in Kanada erlebt und wie sie behandelt wird: kaum zu essen, kein liebevolles Wort und einen Schlafplatz im Stall, arbeitet die 14-jährige von früh bis spät. Ihrem Bruder ergeht es ähnlich. Auch wenn ihn sein „Besitzer“ ordentlich behandelt, gibt er den Jungen nicht heraus, als er erfährt, dass dieser noch Familie hat, die ihn wiederhaben möchte.

Die Beschreibung des damaligen Lebens in den Kinderheimen und auf der Verschickung in die Neue Welt ist bildhaft und nachvollziehbar gestaltet. Die handelnden Personen sind tiefgründig und glaubhaft angelegt, so dass man sich gleich zu Beginn in die McAlisters einfühlen und mit ihnen hoffen und bangen kann.

Der Roman, der im christlichen Verlag Gerth Medien erschienen ist, weist an vielen Stellen dezente christliche Botschaften auf und behandelt Themen wie Gottvertrauen, Hoffnung und das sichere Wissen um Gottes Geborgenheit, auch in zunächst aussichtsloser Situation.

Im Nachwort erläutert die Autorin einige historische Details zum British Home Children-Programm und deutet an, dass eine Fortsetzung zu diesem Roman in Arbeit wäre, denn der Schluss ist offen und macht aufgrund des Cliffhangers neugierig, wie es weiter geht und ob es für die McAlisters ein Happy End geben wird. Der Verbleib der Jüngsten, Grace, ist noch komplett im Dunkeln, so dass ich mich heute schon auf den 2. Band freue.

Mein Fazit: ein berührender, spannender und bildgewaltiger Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht. Eine absolute Leseempfehlung, keine Frage!

Klaudia K., 22.02.2021

Der auf Tatsachen beruhende und sehr zu Herzen gehende christliche Roman "Weiter als der Ozean" von Carrie Turansky beschreibt das Schicksal von Kindern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Waisenhäusern ungefragt als Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden. Die Handlung beginnt in London um das Jahr 1909.

Edna McAlister ist eine junge Witwe mit vier Kindern. Die älteste Tochter Laura arbeitet als Kammerzofe der Familie Frasier. Um die jüngeren Kinder sorgt sich Edna mit unermüdlicher Kraft bis sie eines Tages schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht wird. Zur damaligen Zeit werden die Kinder in solchen Fällen sofort in das nächst gelegene Waisenhaus gerbracht.

Laura versucht verzweifelt das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen, doch bevor der Fall überhaupt entschieden ist, werden die Kinder Grace, Katie und Garth ungefragt nach Kanada verschickt. Sie ist fest entschlossen ihre Geschwister wieder nach Hause zu bringen. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberfamilie, ist Rechtsanwalt. Er untersucht für die Regierung, unter welchen Umständen Waisenkinder nach Kanada vermittelt und wie diese dort untergebracht werden. Dies ist für Laura ein glücklicher Umstand, denn so kann sie sich mit ihm auf die Reise nach Kanada machen, um nach ihren Geschwistern zu suchen. Es ist für den Leser nahezu unbegreiflich und mehr als bestürzend zu erfahren, welches Schicksal auf alle Geschwister wartet ...

Die sehr schöne Sprache mit der die Autorin die ergreifenden Schicksale der Kinder beschreibt berührt den Leser zu tiefst. Ihre malerische Ausdrucksweise erzählt die bewegende Geschichte in eindrucksvollen Bildern und die präzise Recherchearbeit rekonstruiert die bedrückende historisch belegte Wahrheit für den Leser, der das Geschehen fassungslos verfolgend um die Kinder bangt.

Alleine wie die "Auswahl des passenden Kindes" vorgenommen wurde ist eine menschenunwürdige Prozedur, welche alle Kinder über sich ergehen lassen mussten. Manche Kinder hatten Glück und wurden in eine liebe Familie entsandt; doch der Mehrzahl von ihnen erging es so wie Katie.

Sie wurde in der Familie misshandelt, ausgenutzt, erhielt kaum etwas zu Essen, musste jedoch von früh bis spät abends für die "Pflegefamilie" schwer arbeiten. Sie hat zu Gott gebetet, dass er sie doch aus der Knechtschaft befreien möge. Garth, ihr Zwillingsbruder, hatte etwas mehr Glück, denn er wurde von einem Herrn ausgewählt, der ihn zwar gut behandelte aber dafür erst mit achtzehn Jahren zurück zu seiner Mutter durfte. Es war ihm bis dahin nur erlaubt seiner Mutter Briefe zu schreiben.

Die Autorin gestaltete ihre Romanfiguren auf bemerkenswert einfühlsame Weise, um die zentrale Botschaft der Geschichte optimal herauszuarbeiten. So ist Laura eine fürsorgliche und liebevolle Frau, die sich zum Ziel gesetzt hat ihre Geschwister wieder nach Hause zu holen. Andrew Fraiser ist ein empathischer junger Mann, der mit seinem Freund Henry Doubt gerne helfen möchte, ihre nach Kanada verschleppten und nahezu unauffindbaren Geschwister wieder zu finden.

Aus meiner Sicht ist dieser Roman ein sehr wichtiger Beitrag, der als wertvolles Zeitzeugnis für diese kaum bekannte und schon fast vergessene menschliche Tragödie von Carrie Turansky geschrieben wurde. Sehr schön fand ich, wie es der Autorin gelang Aspekte unseres Glaubens in die Geschichte einzuweben. Ganz besonders gelungen ist diese bei Katie, die aus dem Tal der Schmerzen erlöst wurde. Gott hat ihre Gebete erhört.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses wertvollen und eindrucksvollen Romans, die am Ende des Buches angekündigt wurde. Einen herzlichen Dank für den außerordentlich zu Herzen gehenden Roman, und für die Publikation durch den Gert Medien Verlag.

Kitty's Kiste, 16.03.2021

Ich liebe Bücher, die ernste Themen ansprechen, von denen man sonst eher wenig hört, ebenso wie Familiengeschichten, verbunden mit emotionalen Schicksalen. Wenn dann auch noch ein bisschen Liebe dazu kommt, kann das Buch eigentlich schon nur noch perfekt werden. Dieses hier thematisiert zudem auch noch ganz viel Gottvertrauen und Glaube, was mir extrem gut gefallen hat.

Dabei ist der Schreibstil der Autorin wirklich leicht zu lesen und dennoch niveauvoll und bildlich. Die Sprache ist an das historische Setting angepasst und zudem hat es die Autorin geschafft, auf liebevolle Weise der Geschichte und den Charaktere Leben einzuhauchen. Überhaupt spürt man die ganze Zeit die Liebe zwischen den Zeilen, mit welcher dieses Buch geschrieben wurde.

In der Geschichte begleitet man in verschiedenen Abschnitten Katie McAlister, welche mit ihren Geschwistern als angebliches Waisenkind nach Kanada emigriert wird, außerdem deren älteste Schwester Laura, die sich auf die Suche nach ihnen macht und den jungen Anwalts Andrew Frasier, welcher sich im Laufe der Geschichte mit Laura zusammentut. Dabei ist diese wirklich großartig, voller Emotionen, Liebe, Glaube und Familienzusammenhalt, obwohl sich die Hauptcharaktere ganz oft in extrem lieblosen und hoffnungslosen Situation wiederfinden. Gerade das System dieser Kinderemigrationen, die es tatsächlich noch bis in die siebziger Jahre hinein gab, fand ich einerseits sehr interessant, andererseits aber auch extrem erschreckend. Wie diese Kinder oftmals behandelt wurden, teilweise sogar aus liebevollen Familien herausgerissen, nur um als Sklaven, anders kann man es nicht nennen, an ausländische Familien verkauft zu werden, war für mich kaum zu ertragen. Und so kam es, wie es kommen muss und auch der ein oder andere Charakter, den ich mit der Zeit wirklich sehr lieb gewonnen hatte, musste Furchtbares durchstehen. Umso mehr hat es mich positiv überrascht und immer wieder begeistert, wie fest im Glauben und in der Hoffnung sowohl Katie und ihre Geschwister, als auch Andrew standen. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat ist, dass sich die Geschichte teilweise ein wenig gezogen hat, auch wenn sie im Großen und Ganzen echt spannend war und die Autorin wirklich versucht hat, Unwichtiges wegzulassen. Das Ende des Romans war aber sehr emotional, hoffnungsvoll und vor allem realistisch.

Die Charaktere haben mir hier ebenfalls sehr gut gefallen. Es gibt zwar eine Menge verschiedener Figuren, aber die Familie McAlister und ihr tragisches Schicksal steht definitiv im Mittelpunkt. Bei diesen Fünf merkt man einfach den Zusammenhalt und die Liebe zwischen ihnen, genauso wie ihren Glauben und ihre dadurch gewonnene Stärke. Katie und Laura sind wirklich verantwortungsbewusste junge Frauen, voller Glaube und Zuversicht, die sich ihren Problemen stellen und immer versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem ist da noch Andrew, welcher aus reichem Hause kommt und dem dennoch die Gerechtigkeit am Herzen liegt. Er ist wahnsinnig sympathisch und liebenswert und konnte ebenfalls mein Herz erreichen. Aber leider gibt es ebenso Charaktere, welche es den Hauptcharakteren immer wieder schwer machen, seien es die teils sehr hartherzigen Mitarbeiter der Waisenhäuser oder auch andere ebenso unerträgliche Figuren, die immer wieder im Roman ihren Auftritt haben.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich dieses Buch einfach nur fasziniert hat, manchmal auf sehr positive, oft aber auch auf sehr negative und erschreckende Weise. Carrie Turansky hat dabei eine Geschichte geschrieben, welche in einer grausamen Welt mit so viel Liebe daher kommt, dass man bei aller Hoffnungslosigkeit, die Hoffnung doch nicht aufgeben möchte und ich kann nur sagen, dass ich hoffe und mich schon darauf freue, wenn der zweite Band dann auch ins Deutsche übersetzt wird.

N. B., 17.03.2021

Trauriges Thema - warmherziger Roman

England 1909 - Für die 14jährige Katie hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre nahezu alles verändert. Der Vater ist unerwartet gestorben, die übrige Familie konnte sich das schöne Häuschen nicht mehr leisten, ihre große Schwester Laura musste weit weg gehen für eine Anstellung und nun ist auch noch ihre Mutter schwer erkrankt. Nun muss sie sich vorerst um ihren Zwillingsbruder Garth und die kleine Schwester Grace kümmern. Aus der Not heraus begeht Garth eine Gaunerei und plötzlich landen alle drei im Heim und sollen nach Kanada emigriert werden. Viel zu spät erfährt Laura davon und tritt nach zahlreichen Zurückweisungen selbst die Reise nach Kanada an. Ob sie doch noch Hilfe findet und ihre Geschwister wohlbehalten nach London zurückholen kann?

„Weiter als der Ozean“ ist der erste deutschsprachige Roman von Carrie Turansky und meiner Meinung ist ihr damit ein toller Auftakt gelungen. Ich habe zwar schon öfter Romane gelesen, in denen Menschen zwangsweise emigriert wurden - aber dieser Roman zeigt, dass dies auch mit Kindern in großem Umfang geschehen ist. Das habe ich vorher in keinem Roman lesen können. Auch die Rechtslage in dieser ganzen Sache wird gezeigt und man ist einfach nur erschüttert. Ich bin froh, dass die Autorin sich diesem Thema angenommen hat und ihr trotz des schweren Themas ein sehr warmherziger und liebevoller Roman gelungen ist.

Der Schreibstil war von Beginn an fesselnd, lebhaft und flüssig. Man war sofort in der Geschichte, es war durchweg spannend und ich fand es an keiner Stelle zu langatmig.

Alle Charaktere sind authentisch und greifbar beschrieben, daher kann man stets gut ihrer und Gefühls- und Gedankenwelt folgen. Auch die Schauplätze und Geschehnisse sind stets bildhaft beschrieben, sodass man sich als Leser sämtliche Situationen sehr gut vorstellen konnte. Zum Ende fiebert man so sehr mit Laura mit, ob sie ihre Geschwister findet und nach Hause bringen kann, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Jedoch gibt es immer wieder Momente die einen wirklich fassungslos machen. Man sollte während des Lesens nicht vergessen, dass diese massenhafte Kinderverschickung damals tatsächlich so passiert ist und vermutlich auch die Leidenswege der Kinder denen im Buch sehr nahe kommen oder vermutlich noch schlimmer waren. Das berührt schon sehr und man sollte zu diesem Thema einfach mal was gelesen haben.

Kurzum - wieder mal ein Buch vom Verlag Gerth Medien, dass ich förmlich verschlungen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

 

Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Gudrun Ermes, 03.04.2021

London, 1909: Als die Witwe Edna McAlister schwerkrank ins Krankenhaus eingeliefert wird, müssen ihre jüngsten drei Kinder ins Waisenhaus. Ihre ältere Schwester Laura arbeitet als Kammerzofe auf dem Land. Als sie von der Situation der Familie erfährt, versucht sie das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen. Doch diese wurden schon nach Kanada verschifft, um dort als Arbeitskräfte an Familien vermittelt zu werden. Laura reist ihnen hinterher und erhält Hilfe von unerwarteter Seite.

Dieser Roman schildert sehr eindrücklich die Situation armer Familien im damaligen England. Kinder hatten keine Rechte und wurden als billige Arbeitskräfte vermittelt und oft mißhandelt. Der historische Hintergrund wird gekonnt in die Geschichte eingearbeitet, die auf wahren Begebenheiten basiert. Die Charakterentwicklung der Hauptpersonen ist sehr gelungen und die damaligen Standesunterschiede spiegeln sich darin gut wieder. Der christliche Glaube einzelner Personen spielt immer wieder in die Handlung hinein und führt zu bestimmenden Wendungen. An der ein oder anderen Stelle hat die Handlung einige Längen. Allerdings veranschaulichen gerade diese die erschütternden Einzelschicksale der Kinder. Ich finde es gut, das es noch eine Fortsetzung geben wird. Denn die Geschichte hat bis jetzt nur ein vorläufiges Ende und alle Schicksale sind dem Leser noch nicht offenbart worden.

Kristy , 28.05.2021

Dieses Buch , berührt mich sehr. Ich habe gar nicht gewusst, dass man im 20. Jahrhundert ,Kinder nach Kanada emigriert hat. Aber mir tut es echt im Herzen weh, wie man mit den Kindern umgegangen ist und vor allem auch die Tatsache, wie man die Notlage dieser Kinder ausgenutzt hat und sie praktisch zu Sklaven gemacht hat. Auch Waisenkinder haben ein Recht auf Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Am meisten schmerzt es zu lesen, wie die drei Geschwister auseinander gerissen werden. Laura ist eine tolle große Schwester und tut alles damit sie ihre Geschwister wiederbekommt. Ein wundervoller und berührender Roman, Die Schriftstellerin hat meine Sympathie, weil sie den Kindern aus der Zeit, eine Stimme gibt. Ich freue mich auf die Fortsetzung!!!!!

Klusi liest, 29.07.2021

Mein Eindruck:

Der Roman schildert das Schicksal einer Familie in London, im Jahre 1909. Der Vater starb nach einem Unfall, und seine Witwe arbeitet als Näherin, um den Lebensunterhalt für sich und ihre drei jüngeren Kinder zu sichern. Die älteste Tochter Laura ist bei einer Familie als Zofe im Dienst für die Dame des Hauses.

Als Edna McAlister, die Mutter, krank wird und in die Klinik muss, wird die Familie brutal auseinander gerissen. Die drei jüngeren Kinder kommen ins Waisenhaus, und als Laura sie dort abholen möchte, wird ihr das verwehrt. Wenig später erfährt sie, dass ihre Geschwister nach Kanada verschifft wurden. Für die junge Frau beginnt eine lange, aufreibende Suche und ein zermürbender Kampf, um die Familie wieder zu vereinen. Hilfe findet sie bei dem jungen Anwalt Andrew Frasier, der sich mit seinem Kollegen zufällig mit dem Thema der Kinderemigration befasst. Laura gerät in schier ausweglose Situationen, in der ihr nur ihr starkes Gottvertrauen Halt gibt und Kraft verleiht. Auch Andrew Frasier ist ein gläubiger Mensch, und gemeinsam finden sie einiges über das Schicksal der drei jüngeren McAlister-Kinder heraus.

Der Roman ist flüssig und fesselnd geschrieben, und man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksvoll gezeichnet, und vor allem Laura und Andrew habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Aber auch die Zwillinge Katie und Garth sowie die kleine Grace sind wunderbare, liebenswerte Kinder, die das Herz auf dem rechten Fleck haben.

Was den Kindern alles widerfährt, hat mich sehr berührt, ganz besonders, weil der Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben wurde. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele britische Kinder aus armen Verhältnissen, nicht nur Waisen, nach Kanada gebracht. Wie sie in ihrer neuen Heimat aufgenommen und behandelt wurden, war unterschiedlich und wohl zu einem großen Teil Glücksache. Viele landeten in schlechteren Verhältnissen als zuhause und mussten schwer arbeiten, wurden oft sogar misshandelt. Sehr gelitten haben die hier dargestellten Kinder auch unter den Vorurteilen, die ihnen von der Bevölkerung entgegengebracht wurden. Sie wurden oft automatisch als „Heimkinder, die eh nichts taugen“ abgestempelt. Welche Willkür hier im Spiel war, wie über die Kinder einfach verfügt wurde und wie wenig Handhabe die Angehörigen hatten, wenn sie nicht genügend Geld zahlen konnten, hat mich sehr betroffen gemacht, vor allem wenn ich mir vor Augen führe, dass weit mehr als hunderttausend Kinder von diesen Maßnahmen betroffen waren. Wie sich Laura mit Hilfe von Andrew und dessen Chef für die Kinder und für die Wahrheit einsetzen, ist einfach wunderbar, und ich hoffe, dass es auch in der Realität damals Menschen wie sie gab, die möglichst vielen Kindern zu ihrem Recht und einem menschenwürdigen Leben verhelfen konnten.

Die Geschichte der Familie McAlister ist noch nicht zu Ende erzählt. Zwar hat der Roman einen würdigen und runden Abschluss, aber es gibt auch noch einige ungeklärte Punkte, die Carrie Turansky in einem zweiten Roman verarbeitet hat. Die englische Ausgabe des zweiten Bands ist bereits heuer im Juni erschienen, und ich hoffe sehr auf eine deutsche Übersetzung, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie es mit Laura und Andrew, mit Edna, Katie, Garth und Grace weitergeht. Auch über Andrews Chef Henry und über Lauras Freundin Rose gibt es sicher noch einiges zu erzählen, und ich bin sehr gespannt darauf.

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