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Steh auf, mein Kind, und geh!

Wie ich durch Gottes Stimme den Völkermord an den Tutsi in Ruanda überlebte und Freiheit fand.

Marie ist neun Jahre alt, als in ihrem Heimatland Ruanda der Völkermord ausbricht. Unzählige Tutsi verlieren ihr Leben - darunter auch enge Familienangehörige. Mit einem Mal ist sie auf sich allein gestellt und weiß nicht, was sie tun soll. Bis sie unvermittelt eine leise Stimme hört, die ihr genau sagt, was als Nächstes dran ist. Durch wundersame Fügungen gelingt ihr die Flucht bis nach Deutschland. Trotz schwerster Traumatisierung schafft Marie es, dort Fuß zu fassen und wächst zu einer nach außen hin selbstbewussten jungen Frau heran. Doch etwas in ihr bleibt verbittert und tief verwundet. Eines Tages hört sie plötzlich wieder diese leise Stimme: Gott führt sie ein zweites Mal in die Freiheit - dieses Mal endlich auch in die innere.

Eine Lebensgeschichte, die betroffen macht und staunen lässt - über einen Gott, dessen leise Stimme lauter ist als jedes Kriegsgeschrei, und über seine unfassbare Kraft der Vergebung, die immer das letzte Wort spricht.
  • Nr. 817729
  • · Klappenbroschur, farbiger Bildteil, 13,5 x 21,5 cm, 192 Seiten
  • · 09/2021
  • · Gerth Medien
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Marie Kresbach
Steh auf mein Kind, und geh!
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Marie Kresbach
Steh auf, mein Kind, und geh! (eBook)
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  • „Maries Geschichte ist aufwühlend, bewegend und lebensverändernd.“ Priska Lachmann, Autorin und Bloggerin

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Grace2, 09.10.2021

Dein Glaube hat dir geholfen! Eine ergreifende Biografie. Sehr empfehlenswert!

In ihrer Autobiografie „Steh auf mein Kind, und geh!“ erzählt die Autorin Marie Kresbach zusammen mit Priska Lachmann ihre Lebensgeschichte.

Wie der Untertitel lautet, beschreibt Marie Kresbach, wie sie durch Gottes Stimme den Völkermord an den Tutsi in Ruanda überlebte, und im zweiten Teil des Buches, wie sie Freiheit fand.

Ich bin mir nicht sicher, wie viele Menschen sich heute noch an den Genozid der Tutsi erinnern, der noch nicht lange zurückliegt. Folgerichtig stellt die Autorin auch einen kurzen Abriss über den Hintergrund ihrer eigenen Erzählung voran.

Maries Geschichte beginnt circa sechs Monate vorher im Oktober 1993. Sie ist 9 Jahre alt und das jüngste Kind in einer großen, liebevollen Familie. Kein halbes Jahr später, am 11. April 1994, ändert sich ihr Leben für immer. Marie verliert neben ihren Eltern fast auch ihre ganze Familie und ihr Zuhause, nichts ist mehr, wie es war. Im ersten Teil erzählt sie, wie sie mit Gottes Hilfe nicht nur den 11. April überlebt, sondern auch wie sie die Zeit nach dieser traumatischen Erfahrung bewältigt hat. Im zweiten Teil beschreibt sie dann, wie sie es mit dem Vertrauen des Glaubens schafft zu vergeben. Das schier Unmögliche, wird für sie selbst zur Lebensrettung. Am Ende des Buches gibt es noch eine Schilderung der aktuellen Lage in Ruanda sowie neben der Danksagung auch ein Glossar zu wichtigen Begriffen.

Die Biografie wird grundsätzlich chronologisch erzählt, nur am Anfang gibt es einige Rückblenden, die sich mir nicht immer erschlossen haben. Die Lebensgeschichte selbst ist gut geschrieben und wenn man nicht wegen den Schicksalsschlägen unterbrechen muss, liest sie sich auch fesselnd. Ergänzt wird die Erzählung um einige Familienfotos, welche das ganze Buch noch persönlicher gestalten.

Mich hat das Schicksal der Autorin zutiefst berührt und ihre Geschichte ist ein unglaubliches Glaubenszeugnis. Es fällt schwer, Worte dafür zu finden, wie Marie Kresbach zurück ins Leben gefunden hat. Ich danke der Autorin sehr, dass sie ihre (Glaubens-)Biografie mit den Lesern dieses Buches geteilt hat, und empfehle das Buch sehr gerne weiter.

 

 

 

 

Lia48, 29.10.2021

INHALT:

Marie lebt mit ihren Eltern im ruandischen Dorf Giheke. Ihre neun älteren Geschwister sind bereits ausgezogen oder leben im Internat, zwei von ihnen sind verstorben. Oft bekommt sie Besuch von Freunden, Nachbarn und Verwandten. Im Dorf wird Marie „Cadette“ genannt, was „Jüngste“ bedeutet.

Da die Familie viel Ackerland und zahlreiche Kühe besitzt, haben sie mehrere Mitarbeiter, was in der Gegend gang und gäbe zu sein scheint. Der Vater arbeitet zudem an der Hochschule. Von klein auf wird Marie durch ihre Familie vom christlichen, katholischen Glauben geprägt, Jesus ist ihr jedoch noch fremd.

Als sie neun Jahre alt ist, bricht 1994 in Ruanda der Völkermord aus. Interahamwe (radikale Hutu) und Soldaten überfallen das Dorf und treiben die Frauen und Kinder in Bananenplantagen und Häuser zusammen. Es wird gemordet, geplündert, gefoltert und vergewaltigt.

Etwa eine Million Tutsi verlieren dabei ihr Leben, nur weil sie Tutsi sind. Auch vor Frauen und Kindern machen sie nicht Halt.

Marie muss mitansehen, wie ihr nahestehende Menschen, vor ihren Augen getötet werden. Die Grenzen werden bewacht, sind jedoch die einzige Chance, das Blutbad zu überleben.

„Ich bin allein. Meine Seele verkriecht sich irgendwohin in meinem Körper. Ich lebe noch, aber die Marie, die es noch vor fünf Tagen gab, ist gestorben.“

Wie konnte Gott das zulassen? War er wirklich so gut und gerecht, wenn er gerechte Menschen auf diese Art und Weise sterben ließ? Doch da nimmt Marie plötzlich diese Stimme wahr, die ihr sagt, wie es mit ihr weitergehen wird und ihr gelingt die Flucht nach Deutschland. Traumatisiert, aber in Sicherheit, trägt sie viele Jahre weiterhin Schmerz, Wut und Hass in sich. Bis sie eines Tages wieder diese Stimme hört...

MEINUNG:

Bisher habe ich noch viel zu wenige Bücher gelesen, die mindestens teilweise in Afrika spielen (möchte ich unbedingt ändern!). So fand ich es zunächst sehr interessant, von Maries Alltag in Ruanda mehr zu erfahren.

Zum Beispiel wusste ich nicht, dass in der Schule dort, auch die Mädchen die Haare kurzgeschoren tragen müssen.

Am Rande bekommt man manches über das Klima, die Nahrungsmittel, die Tiere und Pflanzen, oder über die Spielmöglichkeiten dort mit, sodass ich mir das Leben dort etwas besser vorstellen konnte.

Vor allem die Vorstellung, mit Bananenblättern die glitschigen Hügel herunterzurutschen, finde ich sehr erfrischend.

Die Erzählungen von Marie wirken für das Alter sehr authentisch. Und man spürt ihre Liebe zu Ruanda. Sie scheint dort zunächst eine wirklich schöne und geborgene Kindheit gehabt zu haben.

Diese schönen Schilderungen wechseln sich jedoch mit ziemlich dramatischen und traurigen Szenen ab, als der Völkermord ausbricht.

Man kann sich diese schrecklichen Erlebnisse wohl kaum vorstellen, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Marie hat mir so leidgetan. Neun Jahre alt und plötzlich ist alles anders. Das macht einen betroffen beim Lesen.

Umso schöner, dass sie trotz dem ganzen Leid, oder gerade deshalb, ihren Glauben festigen und eine noch stärkere Beziehung zu Gott aufbauen kann.

Ich fand das ganz gut gemacht, dass das Buch auf unterschiedlichen Zeitebenen spielt und auch Erinnerungen an die schöne Zeit in Ruanda miteinbezieht. Durch den Wechsel werden die traurigen und dramatischen Schilderungen etwas abgemildert, so dass man später mit Marie hoffnungsvoll nach vorne schauen kann.

Auf knapp zweihundert Seiten beschreibt Marie ihr Leben von ihrer Kindheit bis zur eigenen Familie. Eventuell hätten für mich manche Szenen noch detaillierter sein können. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

FAZIT: Insgesamt eine emotionale Geschichte über Marie, die als Neunjährige den Völkermord in Ruanda überlebt, und anschließend durch ihren Glauben auch inneren Frieden findet. 4/5 Sterne!

Karl Albietz, 10.11.2021

Über den Genozid von 1994 in Ruanda ist viel geschrieben worden. Man kann es immer noch nicht fassen, dass so ein fürchterlicher Völkermord in unserer Zeit stattfinden konnte. Aber für uns Europäer ist Ruanda weit weg. Man ist entsetzt und erteilt vielleicht einige Ratschläge, wie so etwas hätte verhindert werden können. Inzwischen ist es ruhiger geworden, dies nicht zuletzt, weil ein erstaunlicher Versöhnungsprozess stattgefunden hat und Tutsi und Hutu gelernt haben, die Zukunft des Landes gemeinsam zu gestalten. Aber die Wunden, die das Morden und Plündern vor 27 Jahren bei einem damals neunjährigen Mädchen geschlagen haben, können nicht einfach weggewischt werden. In erstaunlicher Offenheit schildert Marie, wie sie jahrelang erfolglos versucht hat, darüber hinwegzukommen. Bis ein Wunder geschieht, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Seither sieht sie ihren Auftrag, zur Versöhnung beizutragen, nicht nur zwischen Tutsi und Hutu, sondern auch in zwischenmenschlichen Beziehungen in ihrem engsten Umfeld.

Dieses Buch rückt diese furchtbare Katastrophe, die rund einer Million Menschen das Leben gekostet hat, nochmals in unser Bewusstsein und wird ganz persönlich. Marie schildert ihre schrecklichen Erlebnisse sehr zurückhaltend. Es geht ihr nicht darum, alte Wunden wieder aufzureissen. Aber die Frage, wie verarbeitet ein neunjähriges Mädchen, das innert weniger Tage alles verloren hat, diese Erlebnisse. Sie schreibt selber von dem "Tag, den ich gern ausradieren und für immer vergessen möchte, und der sich doch für immer in meine Seele eingebrannt hat. Bilder. Gerüche. Geräusche. Und zu viele Gefühle wollen in mir hochkommen. Doch ich vergrabe sie alle. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Das weiss ich sogar mit meinen neun Jahren." Wichtiger als die Ermordung von Mutter, Vater, Bruder und Freundinnen ist die Frage: Wie verhindere ich eine Vergiftung meines Lebens? Wie überwinde ich ein solches Trauma? Und wie kann ich meine Erfahrungen für solche nutzbar machen, die Ähnliches erlebt haben? Das ist das Ziel dieses Buches.

Es ist ein Wunder, dass Marie überlebt hat, nicht nur während den Tagen des Genozids, sondern auch nachher auf der gefährlichen Flucht via Kongo und Ruanda nach Deutschland. Die zweite Hälfte des Buches ist die Biografie eines Teenagers in Deutschland. Und sie gibt einen tiefen Einblick in die Verarbeitung ihres Traumas, das sie jahrelang verfolgte. Besonders eindrücklich schildert sie, wie sie als fromme "Kirchenchristin" zu Jesus findet, zu einem lebendigen Glauben an den, der sie bisher auf erstaunliche Weise bewahrt und geführt hat. Ein Heilungsprozess setzt ein, der auch die tieferen Schichten ihres Lebens erfasst. Bisher verdrängte schreckliche Bilder werden nochmals hochspült, verarbeitet und dann beiseitegelegt. Und plötzlich bekommen sogar bittere Erfahrungen einen Sinn.

julzpaperheart, 12.11.2021

„Ruanda nennt man auch „das Land der 1000 Hügel“. Nun singen die Hügel ein entsetzliches Lied. Ich mache den Fehler und drehe mich nun doch um – und was ich in diesem Moment sehe, werde ich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen können.“ (S. 16)

Mit gerade einmal neun Jahren erlebt Marie das Unfassbare, als in ihrem Heimatland Ruanda der Völkermord ausbricht und unzählige Tutsi ihr Leben verlieren - darunter auch ihre Familie. Verängstigt und auf sich allein gestellt, weiß sie nicht, wo sie hinsoll und was zu tun ist, bis zu dem Moment, wo sie eine leise Stimme hört, die ihr sagt, was ihr nächster Schritt ist. Mit Gottes Hilfe gelingt ihr die Flucht nach Deutschland. Traumatisiert, jedoch in Freiheit, spürt sie viele Jahre später immer noch den Schmerz und wird von Wut und Hass zerfressen… Bis sie eines Tages jedoch wieder diese Stimme hört, die ihr nur allzu bekannt vorkommt...

Die Geschichte wird aus Maries Perspektive erzählt. Ihre Beschreibungen der Mitmenschen, der Natur und ihrer Umgebung wirken authentisch und lebendig. Beim Lesen spürt man einfach ihre Liebe für ihr Land und ihre Kultur. Doch als der Völkermord ausbricht, werden ihre liebevollen Schilderungen abgelöst durch schmerzhafte und schreckliche Erlebnisse.

Die Geschichte hat mich völlig eingenommen, mich mitfühlen und mitleiden lassen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Marie am Ende ihren Seelenfrieden finden konnte.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir jedoch stellenweise ein wenig mehr Informationen und Details gewünscht. (4,5 von 5 Sterne)

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