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Auf den Flügeln der Zeit

Roman.

Köln, 1946: Die siebenjährigen Zwillinge Rosmarie und Gerd Henke werden im Rahmen der "Operation Shamrock" nach Irland gebracht, um den schwierigen Lebensumständen im Nachkriegsdeutschland zu entkommen. Während Gerd nach drei Jahren in die alte Heimat zurückkehrt, wird Rosie adoptiert und verbringt den Großteil ihres Lebens auf der Grünen Insel.

Über 70 Jahre später verspürt Rosie den Wunsch, zu ihren Wurzeln zurückzukehren, und reist noch einmal nach Deutschland. Dort lernt sie die 23-jährige Delia kennen. Gemeinsam machen sich die Frauen auf die Suche nach Gerd, denn Rosie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihren Zwillingsbruder noch einmal in die Arme zu schließen. Doch ist dieser überhaupt noch am Leben?

Ein fesselnder und zu Herzen gehender Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert und ein Stück deutsche Geschichte zu neuem Leben erweckt.
  • Nr. 817776
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 416 Seiten
  • · 08/2021
  • · Gerth Medien
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Dorothea Morgenroth
Auf den Flügeln der Zeit (eBook)
Nr. 5517776
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  • „Dieser Roman macht Lust auf Irland - ich konnte ihn nicht aus der Hand legen! Wie mit dem Thema "Vergangenheitsbewältigung" umgegangen wird, hat mir sehr gut gefallen. Auch ist der Glaube auf sehr wohltuende und ermutigende Weise in die Geschichte eingeflochten.“ Leserstimme

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katikatharinenhof, 19.09.2021

Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere. William Gibson

Delia staunt nicht schlecht, als vor ihrer Wohnungstür eine alte Dame steht und um Einlass bittet. Sie möchte zu gerne noch einmal die Wohnung sehen, in der sie einst aufgewachsen ist, bevor sie mit ihrem Zwillingsbruder nach Irland gebracht wurde, um den widrigen Umständen im Nachkriegsdeutschland zu entfliehen. Als Rosie dann nach und nach von ihrem Bruder Gerd erzählt, wird der dringliche Wunsch, ihn nach mehr als 70 Jahren wieder in die Arme schließen zu können, immer lauter. Es beginnt eine Suche, die mit vielen Erinnerungen verknüpft ist und das Rad der Zeit zurückdreht, als Deutschland in Trümmern liegt...

Dorothea Morgenroth hat "Mit den Flügeln der Zeit" eine Familiengeschichte für ihre Leser zugänglich gemacht, die auf wahren Begebenheiten beruht und ein Stück deutscher Geschichte beinhaltet.

In Nachwort erwähnt sie, dass ihr während des Schreibens plötzlich die Bilder des zerbombten Köln vor Augen stehen, die Bombennächte mit all ihren Schrecken und der Angst lebendig werden und die Personen aus den Zeitzeugenberichten ein Gesicht bekommen und zu greifbaren Persönlichkeiten werden. Und genau so ergeht es den Lesenden, denn die ausdrucksstarke Schreibweise der Autorin lässt eben jene Bilder derart deutlich aus den Seiten steigen, dass man sich mit Rosie und Gerd inmitten der Trümmern und dem Staub wiederfindet und die große Not am eigenen Leib erfährt.

Der Wechsel zwischen den Erzählsträngen ist flüssig und man gleitet aus den grauen Bildern von einst hinüber in die faszinierende Landschaft Irlands, sieht die raue Schönheit des Landes und wird ein Teil von Rosie Familie.

Während Rosies Erinnerungen dafür sorgen, dass alte Wunden aufreißen, die irgendwie ein Leben lang nicht wirklich verheilt sind , gerät die Suche nach Gerd in der Gegenwart manchmal ein wenig langatmig. Es fehlt ein wenig die Spannung, um die Lesenden an die Seiten zu fesseln, damit die Neugier auf das, was noch kommt, kontinuierlich erhalten bleibt. Auch lösen sich Probleme recht schnell, fast im Handumdrehen, und es erscheint so, als wäre das Leben in Irland ein Kinderspiel.

Ich mag die einzelnen Charaktere sehr, denn sie dürfen hier Schwächen und Stärken ausleben, aber manchmal entgleiten sie mir beim Lesen, weil alles einfach zu glatt geht.

Ansonsten eine sehr gelungener Einblick in ein Familienschicksal, das mit Gottvertrauen und dem Glauben, das alles gut wird, ein schönes Ende findet.

Grace2, 03.10.2021

Eine ergreifende, wahre Geschichte wunderbar in eine Romanform umgesetzt. Sehr empfehlenswert!

Mit ihrem neuen Roman „Auf den Flügeln der Zeit“ greift die Autorin Dorothea Morgenroth ein historisches Thema auf, das aus dem Gedächtnis vieler Menschen verschwunden ist. Es handelt sich um die „Operation Shamrock“, eine humanitäre Hilfsaktion des Irischen Roten Kreuzes in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Kriegswaisen und Kinder in ähnlichen Notsituationen wurden nach Irland gebracht und dort für maximal drei Jahre in einer Familie aufgenommen.

Auch die Zwillinge Rosmarie und Gerd Henke befinden sich in so einer Notsituation. Ihre Mutter starb bei einem Angriff auf Köln und ihr Vater befindet sich im Jahr 1946 noch in russischer Kriegsgefangenschaft. Lediglich ihre kränkelnde Großmutter und die ältere Schwester Erika können sich mehr schlecht als recht um die beiden kümmern. So kommen die beiden mit einem der ersten Transporte nach Irland und werden zu ihrem Entsetzen getrennt in verschiedenen Familien untergebracht. Der Kontakt zueinander und zur Ursprungsfamilie geht verloren. Siebzig Jahre später versucht Rosie, die in Irland geblieben ist, ihre Familie und insbesondere ihren Bruder Gerd wiederzufinden. Wird sie es mit Hilfe der jungen Deutschen Delia schaffen oder ist es längst für ein Wiedersehen zu spät?

Auch ich muss gestehen, dass ich vor diesem Buch noch nichts von der „Operation Shamrock“ gehört habe und somit auch historisch sehr an dem Thema des Romans interessiert war. Inzwischen habe ich einiges nachgelesen und bin begeistert, wie hervorragend die Autorin das Thema recherchiert und überaus gelungen in ihrem Buch verarbeitet hat. Dabei schreibt sie in einem gut lesbaren Stil und erzählt die Geschichte von Rosie und Gerd spannend und fesselnd. Da auch ein wenig Romantik in der Erzählung nicht fehlt, ist es für mich ein Buch für entspannte Stunden, das einem gleichzeitig einen kleinen Teil deutsch/irischer Geschichte vermittelt. Persönlich empfinde ich der Glauben der Hauptperson Rosie ansprechend dargestellt, wie auch die Charaktere der Protagonisten liebevoll und wahrhaftig aufgebaut werden. Wie ich es schon aus anderen Büchern der Autorin kenne, beeindruckt auch hier wieder die bildhafte Darstellung der wundervollen irischen Landschaften. Man sieht die Seen und Berge buchstäblich vor sich. Somit ist dieser Roman aus vielen Aspekten ein großartiges Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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