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INFOS

Soko mit Handicap: Aktion Licht

Kriminalroman.

Theo Marquardt ist Anfang 20 und lebt in einer Berliner Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung. Ohne seinen Rollstuhl kommt er nicht weit, denn er leidet an Kongenitaler Muskeldystrophie. Die Menschen, die für den Tod seines besten Freundes verantwortlich sind, scheinen es nun auf Theo abgesehen zu haben. Sie glauben, dass er der Schlüssel zu etwas ungeheuer Wertvollem ist. Theo selbst hat nicht die leiseste Ahnung, warum.

In diesem zweiten und finalen Band der Reihe "Soko mit Handicap" kommen Theo und seine Freunde der Lösung des verzwickten Falls Schritt für Schritt näher. Und sie finden heraus, dass Theos Vater, der wenige Jahre nach der deutschen Wende spurlos verschwand, etwas mit der Sache zu tun hat ...

Ein spannender, tiefgründiger und humorvoller Roman, der Bezug auf reale Ereignisse in der jüngeren deutschen Geschichte nimmt.
  • Nr. 817778
  • · Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 368 Seiten
  • · 06/2021
  • · Gerth Medien
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  • „Ein rundum gelungener Kriminalroman: Spannend, tiefgründig und mit Bezug zur deutschen Geschichte vor und nach der Wende.“ Brigitte Keune, jesus.de

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Photon, 21.07.2021

Der zweite Teil bringt endlich die Lösung. Das ungewöhnliche Fahndungsteam macht weiter mit Spannung und jeder Menge Situationskomik.

„Aktion Licht“ ist der zweite Band aus der Serie „SOKO mit Handicap“ des Autors Thomas Franke.

Im ersten Teil „Der Tote und der Taucher“ lernt man ein Ermittlungsteam der besonderen Art kennen. Dieser Band endet mit einem gewaltigen „Cliffhänger“ und einem sehnsüchtigen Warten auf den zweiten Teil. Das Warten hat sich absolut gelohnt. Die bewerte Truppe ermittelt weiter, denn Theo, der Kopf des Ermittlerteams, gerät selbst in das Fadenkreuz der Gangster, die auch nicht vor Mord zurückschrecken. Diese SOKO besteht aus Mitbewohnern einer Behinderten WG, einer jungen Polizistin, deren Bruder in der WG lebt, und einem Pfleger. Dann ist da auch noch der unbekannte Obdachlose ohne Gedächtnis, der von mysteriösen Gestalten verfolgt wird.

Es macht Spaß zu lesen, wie diese Gruppe den Mord an ihrem Mitbewohner aufzuklären versucht und dabei vor keinem körperlichen Einsatz zurückschreckt. Es ist wieder ein großes Vergnügen zu lesen, wie dadurch, dass jeder versucht, den anderen in seinen Begrenzungen zu akzeptieren, eine schlagkräftige Truppe zusammenkommt. Das ist für mich auch die großartigste Aussage dieses Buches. Wir sind alle Menschen, ein jeder einzigartig von Gott geschaffen. Durch die Begrenzungen entstehen an mehreren Stellen in der Handlung so viele nette, komische Situationen, dass mein Kopfkino fast nicht mehr nachkam und mir die Tränen vor Lachen in den Augen standen.

Ich habe sehnsüchtig auf diesen zweiten Teil gewartet, um endlich herauszufinden, wie alles zusammenhängt und das Warten hat sich für mich mehr als gelohnt. Ich habe wieder viele Stunden mit dieser herrlichen Truppe verbracht. Bitte Herr Franke, es muss doch noch etwas geben, wo diese Truppe erneut, ihr Genie unter Beweis stellen kann. Dieses Buch kann einfach nicht das letzte Wiedersehen gewesen sein. Wie auch schon beim ersten Band – ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Spannend und lustig mit dem gewissen Etwas kann man sich herrlich dabei entspannen.

mabuerele, 14.08.2021

„...Ihre Hoffnung, dauerhaft zur Mordkommission wechseln zu können, konnte sie begraben. Wut, Enttäuschung und Frustration strahlten aus all ihren Knopflöchern, als sie ihre alte Dienststelle betrat und dort einige belanglose Aufgaben zugeteilt bekam...“

Lina ist sauer. Kommissar Seidel hat für ihre Theorie nichts übrig. Sie ist raus. Trotzdem möchte sie erst einmal ihren Bruder Theo aus der Schusslinie bringen und verordnet ihm einen Urlaub mit ihrer Mutter und ihrer Oma auf dem Darß.

Der Autor hat erneut einen spannenden Krimi geschrieben. Die Geschichte schließt zeitnah an den ersten Band an. Ohne Kenntnis von Band 1 macht es deshalb wenig Sinn, das Buch zu lesen.

Theo hat eine Muskelerkrankung und lebt in einer WG für Menschen mit Behinderung.

Seine Mitbewohner werden in Band 1 ausführlich vorgestellt.

Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Theo und seine Freunde nehmen den Fall selbst in die Hand. Sie wollen wissen, warum Mike sterben musste, was der Unbekannte gesucht hat und wer hinter der Geschichte steckt. Gegenüber seiner Mutter erklärt Theo:

„...Meine Mitbewohner und ich haben Lina ein wenig bei den Ermittlungen unterstützt und aus irgendwelchen Gründen ist sie der Ansicht, dass man diese Arbeit besser der Polizei überlassen sollte...“

Gleichzeitig begegne ich den Obdachlosen aus dem ersten Teil wieder. Der nutzt die Chance, die ihm die neurologische Abteilung des Krankenhauses bietet, um seine Erinnerungen wieder zu bekommen. Seine Erinnerungen lesen sich wie ein Puzzlebild, bei dem nach und nach ein neues Teil eingefügt wird. Dabei können die Puzzle an völlig verschiedene Stellen gehören, will heißen, dass Orte und Zeiten in den Erinnerungen wechseln und das Ganze kein systematischer Aufbau ist. Trotzdem wird das Bild immer klarer.

„...Er betrachtete die Gesichter der Menschen, die geschäftig an ihm vorbei hasteten. Jeder schien genau zu wissen, wohin er wollte und was als Nächstes zu tun war. Vor allem wussten all diese Leute zweifellos, wer sie waren...“

Die Geschichte zeichnet sich durch einen hohen Spannungsbogen aus. Den Tätern scheint die Zeit davonzulaufen, um das zu bekommen, was sie verzweifelt suchen. Natürlich wird ab und an auch das ganz alltägliche Leben beschrieben.

Helene und Paula aus der WG sorgen für humorvolle Szenen im Geschehen.

„...Er seufzte. „Freunde, wollt ihr mir jetzt allen Ernstes sagen, dass ihr mir gerade einen Paketboten beschrieben habt?“ „Wattn, erst fragste uns, wie der Typ aussah, und dann beschwerste dir, wenn wa dir dit erklärn?“...“

Zu den beeindruckendsten Stellen des Buches gehört die Rede von Theo zu Mikes Beerdigung. Jedes Zitat, was sich hier nur in als kurzer Ausschnitt wiedergeben ließe, würde der Gesamtaussage nicht gerecht.

Die Geschichte mit ihren so unterschiedlichen Facetten und den liebenswerten Akteuren lässt am Ende keine Fragen offen. Selbst für Lina ergibt sich die erhoffte Perspektive.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wozu Menschen im positiven Sinne fähig sind, wenn man sie lässt und sie so nimmt, wie sie sind.

claudi-1963, 17.08.2021

"Helene, Paula und Scott hatten gewusst das es gefährlich werden würde, und trotzdem hatten sie entschieden, ihn nicht alleine herkommen zu lassen." (Buchauszug)

Die Berliner Wohngemeinschaft mit Behinderung, in der Theo, Helene, Paula, Scott und Keno leben, sind nach wie vor erschüttert über den Tod von Mike. Für Lina Theos Schwester, die bei der Polizei arbeitet, steht bald fest, dass Theo in Gefahr ist. Die Täter scheinen nämlich bei Theo etwas zu suchen, nur keiner weiß was genau. Hat das alles, was mit dem Verschwinden von Theos Vater vor zwanzig Jahren zu tun? Die Täter glauben jedenfalls, dass Theo den Schlüssel zu etwas unheimlich Wichtigem haben und sind deshalb nun hinter ihm her. Selbst wenn Theo nicht weiß, was sie suchen, kann er sich sicher sein, seine WG Bewohner lassen ihn nicht im Stich.

Meine Meinung:

Nahtlos geht Band zwei da weiter, wo der vorherige Band aufgehört hat. Wieder wartet der Autor mit der spannenden Geschichte um Theos verschwunden Vater, den Machenschaften und der Vergangenheit der DDR bzw. Stasi, so wie alles rund um die SOKO Handicap auf. Erneut konnten mich die besonderen Charaktere der Wohngemeinschaft überzeugen. Da ist zum einen Theo, der an kongenitaler Muskeldystrophie erkrankt ist, im Rollstuhl sitzt Paula mit Trisomie 21, Autist Keno, der am Weaver-Syndrom erkrankte Scott und die ständig hungrige Helene, was so typisch für Menschen mit Prater-Willi-Syndrom ist. Allesamt sind ein wirklich eigenwilliges Gespann, aber das Wichtigste daran ist, sie sind füreinander da, wenn Not am Mann ist und lassen niemanden im Stich. Allerdings rechnen sie dabei nicht damit, dass sie selbst in sehr große Gefahr kommen, bei dem es um Leben und Tod geht. Den die Täter sind gefährlich und haben seither keine Zeugen am Leben gelassen. Dabei ist der Schreibstil wieder sehr informativ, interessant, spannend und überaus humorvoll gestaltet. Besonders gut dabei gefällt mir erneut Helene, die hier als einzige mit einem Berliner Dialekt aufwartet und schlagfertig ist. Mehr als einmal bringen mich ihre Sprüche zum Lachen und lockern dadurch den Krimi auf. Diesmal erfahren ich, um was es den Tätern wirklich geht, wer sie sind und wer der unbekannte Mann ohne Gedächtnis ist. Wie ich es schon vermutet habe, stellt es sich dann heraus, wer dieser Obdachlose wirklich ist. Doch diesmal wird es für Lina gefährlich und die WG Bewohner versuchen sie zu retten, selbst wenn sie dadurch ihr Leben riskieren. Ein wirklich interessanter Zweiteiler hat hier Thomas Franke geschrieben. Der bekannte Autor, der selbst bei seiner Arbeit als Sozialpädagoge viel mit Menschen mit Behinderung zu tun hat. Kein Wunder also, das er sich diese eigenwillige Wohngemeinschaft, die zusammen auf Verbrecherjagd gehen, ausgedacht hat. Man spürt mit jeder Seite, wie wichtig ihm diese Menschen sind und warum er sie für diesen Krimi uns Lesern näherbringen möchte. Dabei stelle ich fest, dass der zweite Teil deutlich an Spannung zulegt hat und ich dadurch vor allem die Hintergründe immer besser verstehe. Das zugleich sich der Unbekannte ohne Gedächtnis sich auf eine besondere Behandlung einlässt, um sein Gedächtnis wiederzuerlangen, fand ich sehr interessant. Seine Erlebnisse und Erinnerungen werden hier speziell in kursiver Schriftform dargestellt. Zwar fließt das Thema Glaube hier ab und an als Gebet oder Gedanken mit ein, allerdings nur spartanisch und deutlich schwächer als im ersten Band. Trotzdem konnten mich insbesondere die Charaktere erneut überzeugen und ich finde es sehr schade, dass dieser Zweiteiler nun zu Ende ist. Sehr gut könnte ich mir weitere Krimis oder Geschichten mit Theo, Helene, Paula, Scott und Keno vorstellen. Alles in allem ein Zweiteiler, den ich allen nur empfehlen kann und dem ich ein weiteres Mal 5 von 5 Sterne gebe.

Gudrun Ermes, 19.08.2021

Der Rollstuhlfahrer Theo lebt in einer WG für Menschen mit Behinderung. In dem ersten Teil dieser Reihe wurde sein Freund Mike ermordet und es hat sich herausgestellt, das Mike mit Theo verwechselt worden ist. Theo, seine Schwester Lina, die bei der Polizei arbeitet und seine Freunde aus der WG, machen sich weiter auf die Suche nach dem Mörder. Sie erfahren dabei einiges aus der Vergangenheit von Theos Vater, der vor 20 Jahren verschwunden ist.

Dieser zweite Teil schließt zeitlich sofort an den ersten Teil an. Durch die in die Geschichte eingebundenen Rückblicke kommt der Leser schnell wieder ins Geschehen rein. Der Schreibstil ist flüssig, an den richtigen Stellen spannend und manchmal auch humorvoll. Robert, Theos Vater hat eine Amnesie erlitten und eine neue Untersuchungsmethode gibt ihm jetzt immer wieder Stücke der Vergangenheit zurück, so das langsam ein Gesamtbild erscheint. Mir gefällt es sehr, das jeder aus der WG trotz oder gerade wegen seiner Besonderheit etwas zur Suche beitragen kann. Die Handlung umfasst interessante Themen wie Stasivergangenheit, Integration von Behinderten und Gewalt gegen Frauen. Das Ende ist für mich stimmig und ich würde gerne wieder etwas von dieser besonderen WG lesen.

Cornelia B.- Lesestern, 23.08.2021

Soko mit Handicap auf den Spuren der Vergangenheit

„Aktion Licht“ ist der zweite und finale Teil der „Soko mit Handicap“ von Thomas Franke und ist bei Gerth Medien im Juni 2021 erschienen.

Von vielen bereits sehnsüchtig erwartet, knüpft er zeitlich direkt an den ersten Band „der Tote und der Taucher“ an, den man zum besseren Verständnis zuvor gelesen haben sollte.

Bei „Aktion Licht“ geht es nun weiter mit dem besonderen und sympathischen Ermittlerteam um Theo, einen an Muskeldystopie erkrankten jungen Studenten und seine Freunde aus der Wohngemeinschaft für behinderte Menschen. Lina, Theos ältere Schwester, unterstützt die Truppe tatkräftig als Polizistin.

Nachdem nun klar ist, dass der Mord an Mike, Theos bestem Freund in der WG, eine Verwechslungstat war und eigentlich Theo selbst galt, versucht Lina ihren Bruder fernab von Berlin in Sicherheit zu bringen.

Für Theo ist es ein großes Rätsel, dass er das Zielobjekt einer kriminellen Bande sein soll und dass sein vor 17 Jahren plötzlich verschwundener Vater eine Schlüsselfigur darin spielt.

Nachdem Lina entführt wird, ist er und seine Crew nicht mehr zu bremsen und es entwickelt sich eine gefährliche Verbrecherjagd.

Was ist in der Vergangenheit passiert und wieso steht Theo plötzlich im Fokus der Ereignisse?

Und was ist so wertvoll, dass es nach vielen Jahren immer noch ein Höchstmaß an krimineller Energie produziert?

Fragen über Fragen, deren Antworten weit zurückreichen und sich erst langsam Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzen.

Mein Leseeindruck:

Die Fortsetzung der „Soko mit Handicap“ ist bestens gelungen und der Spannungsbogen wurde gegenüber dem Vorgänger nochmal erhöht.

Zusammen mit der Crew um Theo ist man als Leser mittendrin im Geschehen, leidet mit, wenn diesen besonderen Menschen und wunderbaren Protagonisten Gewalt widerfährt.

Zugleich steht aber auch der Obdachlose, den wir bereits im ersten Band kennengelernt haben im Fadenkreuz der Geschichte. Schritt für Schritt erinnert er sich wieder und erlangt sein Gedächtnis nach jahrelanger Amnesie wieder zurück.

Der Schreibstil von Thomas Franke ist wie bei seinen anderen Büchern auch gewohnt flüssig und die Seiten ziehen beim Lesen vorbei. Handlung und Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch der historische Hintergrund wird ersichtlich.

Man folgt gebannt, teilweise mit angehaltenem Atem der Auflösung des Plots und wird mit einem großartigen Finale belohnt.

Fazit:

Ein besonderes Leseerlebnis, mit einem außergewöhnlichen Ermittler-Team und einem Geschehen, das in unsere jüngste Vergangenheit hineinreicht.

Und damit ein Roman, der ein eigenes Genre schafft, das Krimi, Historie, Sozial-Ethik und christliche Werte verbindet.

Karin, 07.09.2021

„Aktion Licht“ vervollständigt nach „Der Tote und der Taucher“ die Krimi-Dilogie der Soko mit Handicap. Eine Soko mit Handicap?! Ja, tatsächlich sind es junge Menschen mit verschiedenen Behinderungen, die zusammen in einer betreuten WG leben und hier in einen Kriminalfall verwickelt werden, den sie mit viel Spür- und Gemeinschaftssinn lösen können. Obwohl Jede/r von ihnen auf die eine oder andere Weise beeinträchtigt ist, schafft es die Gruppe als Ganzes, diese Handicaps auszugleichen – oder aber sogar in ihre eigentliche Stärke zu verwandeln. Alleine schon dieser Aspekt macht diese Soko unheimlich lesenswert; dazu schafft es der Autor dank seiner empathischen Erzählweise, dass man die andersartigen Charaktere dieser zusammengewürfelten Truppe einfach nur lieben kann. Und mit den unschlagbaren Sprüchen der übergewichtigen „Balina Schnauze“ Helene („Ick denk übahaupt nich. Ick hab Hunga!“), kommt sogar der Humor nicht zu kurz!

Dass „Der Tote und der Taucher“ kein abgeschlossener Band ist, war zum Zeitpunkt seines Erscheinens aus dem Klappentext nicht ersichtlich und hat mich anfangs arg gestört – das hat sich aber irgendwann in große Vorfreude auf den zweiten Band gewandelt!

Im ersten Teil wird zwar aufgelöst, woran Mike nun wirklich gestorben ist, aber die Täter sind noch nicht gefunden und das Motiv ist weiterhin sehr unklar. Als Leser/in ist man von der ersten Seite an wieder mitten im Geschehen und lässt sich gerne von der temporeichen Story mitreißen, immer mit Cliffhanger-Garantie am Kapitelende!

Der Obdachlose, der in Band 1 mehr eine seltsame Nebenerscheinung war, nimmt nun in „Aktion Licht“ viel Raum ein und man ahnt schon früh, dass seine Geschichte mit der von Theo verwoben sein muss. Wie bei einem Puzzle tauchen verschiedene Fetzen von Erinnerungen und Rückblenden auf, die sich dann allmählich zu einem klareren Bild zusammensetzen lassen und einen als Leser/in gespannt miträtseln lassen.

Nur während des Showdowns mussten dann in meinen Augen zu viele Zufälle zu einer positiven Wendung der Ereignisse beitragen, was ich etwas schade finde, da der Plot ansonsten clever aufgebaut und stringent ist.

Doch es ist nicht nur die kriminalistische Handlung, die Spannung aufbaut. Der Autor versteht es, auf Missstände hinzuweisen („Manchmal hatte Theo den Eindruck, auf seinem Rollstuhl würde ein Schild kleben, auf dem stand: Achtung! Lebensgefahr! Sprechen Sie nicht mit dieser Person!!“ S. 67), kritische Themen anzuschneiden und sogar wertvolle Denkanstöße einzuflechten, wie z.B. die Großmutter, die Lina verrät: „Weißt du, die Dunkelheit kann die Dinge nicht wirklich ändern, sie tut nur so.“ (…) Mit feierlicher Geste reicht Oma ihr die Taschenlampe. „Ich übergebe dir das Schwert des Lichts! Möge es dir als Waffe gegen die Lügen der Dunkelheit dienen, und mögen seine Batterien niemals schwach werden…!“ (S. 214 - 215) So finden sogar tiefsinnige christliche Gedanken in diese Story, fügen sich nahtlos und unaufdringlich ein.

Damit ist Thomas Franke wieder ein höchst unterhaltsamer Roman mit Mehrwert gelungen - oder besser gesagt zwei, die man am besten direkt hintereinander liest, damit man auch ja keine wichtige Information in einer Lesepause vergisst!

Ich persönlich finde die Charaktere der Soko Handicap so gelungen und wunderbar, dass ich fest auf weitere Abenteuer mit dieser liebenswerten Truppe hoffe. Samt Situationen wie dieser:

Helene: „Ick hab dir und Paula voll uffm Schirm und pirsch ma jrade so unauffällich an euch ran wie Winnetou inne Prärie.“ Theo war sich nicht sicher, ob Helenes und seine Definition von „unauffällig“ identisch waren. Aber er atmete tief durch und sagte nichts. Vertrauen, befahl er sich innerlich, du musst vertrauen! (S. 234)

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