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Jerry B. Jenkins Eva Weyandt (Übersetzung)

The Chosen: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen

Roman.

Jesus - niemand hat die Welt so bewegt. Wo er auftaucht, wird alles anders: Für Maria Magdalena, die von ihren inneren Dämonen fast zum Selbstmord getrieben wird. Für den Fischer Simon, der in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Für den Gelehrten Nikodemus, der sein theologisches Wissen plötzlich auf dem Prüfstand sieht. "Gewöhn dich an Anders!" sagt Jesus zu Simon, und damit beginnt das größte Abenteuer aller Zeiten für die Menschen, die sich ihm anschließen und begreifen: Dieser Mann ist Gottes Sohn.

Bestsellerautor Jerry B. Jenkins beschreibt das Leben und Wirken von Jesus in enger Anlehnung an die biblischen Berichte. Gleichzeitig aber auch auf eine so lebendige Art und Weise, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein.

Dieser Roman basiert auf der ersten Staffel der erfolgreichen TV-Serie "The Chosen".
  • Nr. 817806
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 400 Seiten
  • · 08/2021
  • · Gerth Medien
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Von Jesus gerufen
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  • „Der Roman beschreibt sehr dicht und eindrücklich den Beginn von Jesu Wirken und die Berufung der Jünger. Mir ist neu bewusst geworden, dass Jesus den Menschen in ihrem Alltag begegnet ist und sich nicht an gesellschaftlich geltende Konventionen gehalten hat. Sehr gut gefallen haben mir auch die Querverknüpfungen zum Alten Testament.“ Leserstimme

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KleinerVampir, 30.08.2021

*Wunderbare, berührende und bildgewaltige Interpretation des Lebens Jesu in erzählender Form. Hervorragend!*

 

Buchinhalt:

 

Die größte Geschichte aller Zeiten durch die Augen derjenigen erleben, die Jesus persönlich begegnen und mit eigenen Augen sehen, dass überall dort, wo er auftaucht, alles anders wird: das gilt für den einfachen Fischer genauso, wie für den Gelehrten. Fischer Simon, Maria aus Magdala, Pharisäer Nikodemus und Zolleintreiber Matthäus… in enger biblischer Anlehnung erzählt dieses Buch von ihrer Geschichte und dem Wirken von Jesus Christus in ihrer Mitte.

 

 

Persönlicher Eindruck:

 

Was für ein großartiges Buch, ich bin absolut begeistert!

 

Dieser Roman basiert auf der ersten Staffel der TV-Serie „The Chosen“, die das Leben und Wirken Jesu in ganz neuer Art und Weise beleuchtet und erlebbar macht. Dabei beschreibt es die Evangeliumsgeschichte in erzählender Form und gibt dem Leser auf jeder Seite das Gefühl, selbst Teil davon und hautnah dabei zu sein.

 

„Gewöhn Dich an Anders!“ Dieses Zitat ist Programm… denn auch wenn der uneingeschränkte Mittelpunkt der Geschichte Jesus ist, erzählt es die größte Geschichte aller Zeiten aus der Perspektive der Menschen, die ihm begegnen. Es sind die Menschen, die sich Jesus anschließen, die begreifen, wer er ist und die ihm fortan folgen wollen.

 

Zum einen ist da Simon, ein Fischer vom See Genezareth. Durch die Steuern, die die römischen Besatzer der Provinz Judäa aufgedrückt haben, ist er hoch verschuldet. Doch wie soll er die Schulden abtragen, wenn er seit Tagen keinen Fisch mehr fängt? Nicht nur Simon steckt in großen Schwierigkeiten. Auch Maria, die mit ihren ganz persönlichen Dämonen zu kämpfen hat oder Nikodemus, ein hoher jüdischer Gelehrter, der plötzlich alles, an was er bislang glaubte, auf dem Prüfstand sieht.

 

Es sind aber auch die kleinen, alltäglichen Begegnungen, die einen Blick geben auf den Mann, der alles neu machen will. Besonders gefallen hat mir die Episode mit der kleinen Abigail und ihren Freunden, die am Ufer auf jenen seltsamen Fremden treffen. Ist er ein Handwerker? Warum ist er hier? Fragen um Fragen stellen die Kinder und kommen täglich. Sie sind seine ersten Schüler. Zusammen mit den Kleinsten in der Gesellschaft erfährt man als Leser den zentralen Satz dieses Buches: „Ich bin nicht nur für die Reichen gekommen.“.

 

Anders als so vieles andere auf dem christlichen Buchmarkt zeigt dieser Roman nicht nur den Gottessohn, sondern auch die menschliche Seite Jesu, die humorvolle, verletzliche. Er ist hier nicht entrückt, kein Messias auf Distanz. Er ist vor allem auch ein Mensch unter Menschen, was es dem Leser leicht macht, sich mit ihm und dem, was er sagt und tut, zu identifizieren.

 

Egal, ob man die erfolgreiche TV-Serie The Chosen schon gesehen hat oder nicht, es wird nach wenigen Zeilen klar, welches Charisma und welche Botschaft Jesus ausstrahlt und vermittelt. Beides hallt noch lange nach dem Lesen nach und macht die biblische Geschichte erlebbar und lebendig.

 

Neben der christlichen Komponente des Romans vermag es Jenkins vortrefflich, die damalige Welt in all ihren Facetten vor dem Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Dabei nimmt die Handlung immer wieder Rückbezüge zu alttestamentlichen Geschichten und ermöglicht einen direkten Bezug zwischen den biblischen Personen und Textstellen, die zitiert werden. Die Welt, in der Jesus aufwuchs und lebte, die jüdischen Traditionen, Bräuche und Feste, aber auch das Alltagsleben und die Art der Menschen wird in diesem Buch auf wunderbare Weise deutlich und lebendig.

 

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich konnte es kaum beiseitelegen, als ich einmal mit Lesen begonnen hatte. „The Chosen“ vereint in noch nie dagewesener Weise Spannung, historische Details und biblischen Inhalt mit einer eingängigen, berührenden Art der Erzählung. Für mich ein absolutes Highlight, das man gelesen haben muss!

 

Hervorragend in allen Punkten, ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band in den Händen zu halten. Absolute Leseempfehlung mit voller Punktzahl!

Grace2, 25.09.2021

Nur ein Hype oder doch anders?

 

Das Buch „The Chosen – Ich habe dich beim Namen gerufen“ ist der Roman des Autors Jerry B. Jenkins zur ersten Staffel der gleichnamigen TV-Serie.

 

Das Leben von Jesus wird aus der Perspektive seiner Jünger und Mitmenschen beschrieben. Die Geschichte beginnt mit Shimon, einem Hirten, der in der heiligen Nacht zum Stall von Bethlehem kommt. Doch die eigentliche Erzählung beginnt circa zwischen 28 und 30 n. Chr. in Kapernaum. Hier begegnet der Leser/die Leserin Maria von Magdala, als sie noch in den Fängen der Dämonen war, Simon, dem Fischer, Matthäus, dem Steuereintreiber, Nikodemus, dem Pharisäer, sowie anderen Personen der Evangelien. Man folgt ihrem Leben bis zur Begegnung mit Jesus, den ersten Wundern, den ersten Gleichnissen bis hin zum Treffen der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen. Das Buch ist in mehrere Teile untergliedert, die inhaltlich den einzelnen Folgen der TV-Staffel folgen (inkl. der Bonusfolge). Jeder Teil beginnt in der Regel mit einem kurzen Rückblick auf eine Zeit des Alten Testaments, die in einer Verbindung zum jeweiligen Abschnitt des Evangeliums steht.

 

Da ich sowohl die TV-Serie gesehen als auch den Roman gelesen habe, kann ich bestätigen, dass der Roman der Serie teilweise sogar im gleichen Wortlaut folgt. Es ist aus meiner Sicht daher unerheblich, ob man nun zuerst den Roman liest oder sich die TV-Serie ansieht.

 

Inhaltlich bin ich immer noch gespalten zum Buch (bzw. zur Serie). Es gibt einen Hype, wie ich ihn so noch nie bei einem christlichen Film oder Buch erlebt habe. Doch entspricht dieses auch der Aussage des Buches? Der Wunsch des Autors ist es sicherlich, mehr Menschen für das Evangelium zu begeistern. Einen Wunsch, den ich durchaus unterstützen kann. Jerry B. Jenkins beschreibt das Leben und Wirken von Jesus in enger Anlehnung an die biblischen Berichte, so die Aussage im Klappentext. Für mich stellt sich die Frage, inwieweit er hierbei der Bibel treu bleibt. Denn die Erzählung geht eindeutig über die Aussagen der Bibel hinaus und interpretiert auch das Leben der Jünger oder des Nikodemus - sicherlich im biblischen Kontext, aber so steht es nicht in der Bibel. So tue ich mich auch schwer diese Ideen nachzuvollziehen, zum Beispiel mit der Aussage von Maria bei der Hochzeit von Kana, als sie zu Jesus sagt (Nachdem er ihr gesagt hat, dass seine Zeit noch nicht gekommen sei.): „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Eine Aufforderung von Maria zum Wirken Jesu geht mir doch etwas zu weit über die Bibel hinaus. Insofern richte ich mich bei der Bewertung des Romans nicht nach gut oder schlecht, sondern nach einer Aussage im Buch: Anders – doch ob ich mich im Sinne des Buches an „anders“ gewöhnen möchte, da bin ich mir nicht so sicher. Wichtig finde ich aber, dass man das Buch gelesen haben sollte, um sich eine eigene Meinung zu bilden, und folglich empfehle ich es auch weiter.

Lujoma, 30.09.2021

„Gewöhn dich an anders!“

„The Chosen“ ist eine TV-Serie, in der das Leben von Jesus und seiner Begleiter verfilmt wurde. Die 1. Staffel ist eben in deutscher Sprache erschienen und vor mir liegt der gleichnamige Roman zum Film. Man taucht ein in die Welt im Römischen Reich zum Beginn unserer Zeitrechnung. Der Ort Kapernaum am See Genezareth, Fischer und ihre Familien, eine Frau, die mit inneren Dämonen kämpft, neugierige Kinder, Pharisäer und mit Nikodemus ein hoher Besuch aus Jerusalem, ein junger Steuereinnehmer und die römischen Besatzer… Sie alle begegnen Jesus und haben die Möglichkeit ihr Leben zu verändern, denn die Aufforderung: „Folge mir nach!“ gilt allen.

Ich war sehr gespannt auf den Roman zu der Serie „The Chosen“, denn ich hatte darüber schon viel Positives gehört und gelesen. Der Inhalt des Romans hat mich von Beginn an gefesselt. Der Autor beschreibt eindrücklich die damalige Zeit, wie gelebt und gearbeitet wurde, welch hohe Stellung die Pharisäer hatten und wie sehr die Menschen unter der römischen Besatzung litten… Was sich am Anfang über viele Kapitel wie eine Aneinanderreihung von Episoden liest, bekommt seinen Zusammenhang erst mit dem Auftreten von Jesus. Die zukünftigen Jünger sind ausgiebig und facettenreich geschildert und teilweise war ich irritiert über Eigenschaften, die man ihnen zuschrieb oder Dinge, die sie taten, denn dass lese ich so nicht aus der Bibel. Aber so soll wohl ein umfassendes Bild der damaligen Zeit entstehen… Sehr gut gefiel mir die Begegnung zwischen Jesus und den Kindern, die ohne Scheu neugierig ihre Fragen stellten und die Zeit mit ihm genossen. Mancher Dialog ließ mich schmunzeln, denn der Autor erzählt mit feinem Humor.

Mir hat der Roman zur 1. Staffel von „The Chosen“ gut gefallen und ich bin gespannt auf die Filmserie und hoffe, dass auch die Romanreihe weitergeht. Ich vergebe 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Tinka2, 06.10.2021

Ich weiß nicht, wie viele Zigtausend oder Zigmillionen Jesus Filme und Romane es geht. Jeder erzählt auf die eine oder andere Weise dieselbe Geschichte, rückt seiten- oder abendfüllend die Passion Christi ins Licht - mal direkt an eines der Evangelien angelehnt, mal freier erzählt. The Chosen ist dagegen anders. Jesus steht hier eher so im Mittelpunkt wie die Sonne der Mittelpunkt unseres Universums ist - ohne sie funktioniert nichts und irgendwie ist sie immer da, aber hier auf der Erde geht es doch erstmal immer um uns Menschen und das was uns bewegt. So auch in The Chosen: Die Menschen stehen im Vordergrund, besonders ihre Begegnungen mit Jesus und wie diese ihr Leben verändern.

 

Als jemand, der von klein auf im christlichen Glauben erzogen wurde, ist oft an den Geschichten nicht mehr viel Reiz. Man hat sie tausendmal gehört und keine wirkliche Lust mehr darauf, weil was ist schon ein Netz voller Fische nach einer ertragslosen Nacht? Sicherlich ganz cool, aber wozu? Für ähnlich ermattete Leser oder solche, die bisher noch gar nicht mit den biblischen Geschichten in Berührung gekommen sind, bietet The Chosen einen erfrischenden neuen Ansatz, der mitreißt und berührt. Auf einmal versteht man, wie entscheidend so ein Fischfang gewesen sein kann. Die Geschichte bleibt dabei nah am Original, nimmt sich aber hier und da durchaus einige Freiheiten heraus und gibt den altvertrauten Berichten dadurch neues Leben und durchaus auch Witz. In den vielseitigen und liebevoll beschriebenen Charakteren, mit ihren ganz unterschiedlichen Problemen, finden sich die Leser wieder und können so auch ein wenig selbst erleben, wie es wäre, Jesus selbst zu begegnen. Schön ist auch, wie immer wieder alttestamentliche Berichte in die Erzählungen eingewoben werden.

 

Als jemand, der vor dem Lesen dieses Buches bereits die erste Staffel der Serie (auf Englisch) gesehen hatte, habe ich mich zu Beginn oft gefragt, wo genau der Mehrwert der Verschriftlichung liegt, doch ich wurde schon bald überzeugt, denn: Viele Details, die man (zumindest beim ersten Mal) beim Schauen der Serie übersieht kommen hier schön zum Ausdruck. Manche Hintergrundgeschichten, die man nicht auf Anhieb versteht, werden hier klar erläutert. Das Buch ist also durchaus eine bereichernde Erweiterung und funktioniert gleichzeitig auch hervorragend als alleinstehendes Werk. (Und die Geschichten sind auch beim zweiten Aufnehmen nicht weniger beeindruckend.)

 

Einzige Kritikpunkte für mich sind die etwas abgehackte Sprache, die ohne viele Schnörkel geradeaus erzählt und der Mangel eines Textstellenverzeichnisses am Ende. Die einzelnen Erzählungen machen Lust darauf, wieder in die biblischen Texte einzutauchen und das eine oder andere eher weniger bekannte Gleichnis noch einmal nachzulesen. Ein paar Hinweise, wo das am besten geht, würde das Buch perfekt machen. Zum Abzug eines Sterns reichen diese kleinen Mankos für mich allerdings nicht.

 

Allen, die Jesus oder die biblischen Texte neu entdecken wollen und/ oder Lust auf "anders" haben, denen sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. (Und es gibt sicher auch ein tolles Weihnachtsgeschenk ab!)

mabuerele, 07.10.2021

„...Einige Hintergrundgeschichten rund um die biblische Erzählung haben wir uns allerdings ausgedacht. Aber die Richtschnur für unsere Arbeit ist der biblische Rat, dem Wort Gottes nichts hinzuzufügen und nichts davon wegzustreichen...“

Diese Sätze stammen aus der Vorbemerkung zum Buch. Gerade aber mit den ausgedachten Teilen habe ich zum Teil Probleme. Sie sind mir zu modern und eher im Heute zu verorten, als in der Zeit Jesus.

Das Buch ist nach dem gleichnamigen Film entstanden. Deshalb gibt es auch keine geordnete Reihenfolge, sondern die Handlung springt zwischen unterschiedlichen Szenen hin und her.

Die ersten Kapitel befassen sich mit der Geburt Jesus. Sie haben mir sehr gut gefallen. Hier ist die Freude und das Erstaunen der Hirten über das Erlebte in jeder Zeile spürbar.

„...Die Hirten sind außer Rand und Band. Sie sind so aufgeregt, dass sie nicht einmal auf Antworten warten...“

In den nächsten Kapiteln spielt Jesus erst einmal kaum eine Rolle. Ich lerne die Lebensumstände der Maria von Magdala kennen, treffe den Zöllner Matthäus und begleite den Pharisäer Nikodemus in Kapernaum.

Simon, der Fischer, erweist sich als Spieler. Außerdem ist er mit seinen Steuern im Rückstand. Der Roman verbindet diese Personen schon vor dem Treffen mit Jesus miteinander. Das würde ich den biblischen Texten so nicht entnehmen.

Andreas erzählt seinem Bruder von Johannes dem Täufer. Simons Reaktion darauf lautet:

„...Der Mann ist eine Witzfigur. Er trägt Tierfelle und ernährt sich von Heuschrecken und Honig...“

Im Buch wird Jesus durch die Augen derjenigen gesehen, die ihm begegnen. Dies Perspektive ist gewöhnungsbedürftig, lässt aber Raum für unerwartete Gespräche.

„...“Wer weiß? Bei ihm habe ich gelernt, mir über solche Dinge keine Gedanken mehr zu machen.“ „Ich habe es noch nicht gelernt“, wendet Andreas ein...“

Deutlich wird auch, wie sich die Protagonisten nach der Begegnung mit Jesus ändern. Jetzt gibt es vielfältige Bezüge zur Bibel, sei es die Heilung des Gichtbrüchigen oder die Erläuterungen von Gleichnissen durch Jesus.

Mit dem Treffen von Jesus und der Frau am Jakobsbrunnen endet das Buch.

Ab und an gibt es Rückblenden in das Alte Testament, wenn es für den Verlauf der Geschichte notwendig erscheint.

Ein ausführliches Nachwort schließt das Buch ab.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

Karl Albietz, 09.10.2021

Vielleicht ging ich mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heran. Die vielen Vorschusslorbeeren hatten mich neugierig gemacht. Gespannt begann ich mit Lesen – und wurde zuerst enttäuscht. Viele erfundene Geschichten, die nirgends in der Bibel stehen! Sie erinnern eher an die vielen Legenden über das Leben Jesu, wie sie schon immer neben dem Neuen Testament existierten. Ist dies eine neue Version davon? Wann beginnt denn die eigentliche Geschichte des "Chosen", des von Gott erwählten und gesandten Messias?

In der Fortsetzung wurde ich aber entschädigt. Jenkins hat eine blühende Phantasie. Er schmückt die knappen Berichte in den Evangelien mit vielen Details aus, wie sie tatsächlich stattgefunden haben könnten und macht daraus spannende Erzählungen, die neue Denkmöglichkeiten eröffnen.

Das umfangreiche Buch mit seinen 400 Seiten beleuchtet nur einen Ausschnitt aus dem Leben Jesu. Grundlage ist nicht die Bibel, sondern "die erste Staffel der erfolgreichen TV-Serie The Chosen", wie es auf dem Cover heisst. Freunde von Jerry B. Jenkins freuen sich sicher schon auf weitere Bände, die in den nächsten Monaten zu erwarten sind. Der erste Band schildert die Ereignisse um Jesu Geburt, seine wenig bekannten Lebensjahre, die ersten Auftritte in Galiläa bis zur letzten Wanderung nach Jerusalem.

Erst in der Mitte des Buches kommt der Verfasser auf die Berufung der Jünger zu sprechen. Die Begegnung zwischen Simon und Jesus wird in einen viel dramatischeren Zusammenhang gestellt als im biblischen Bericht: Simon sei wegen hoher Schulden kurz vor seiner Verhaftung gestanden. Aus diesem Grund sei der erfolgreiche Fischfang für ihn auch wirtschaftlich so wichtig gewesen!

Der heimliche Star des Buches ist der berühmte Pharisäer und Rechtsgelehrte Nikodemus. Eine ehrliche Haut! Er lehnte Jesus nicht von Anfang an ab wie seine Berufskollegen, sondern überprüfte die Berichte und suchte sogar das Gespräch mit dem berühmten Rabbi. Was in Johannes 3 darüber steht, liest man in ein paar Minuten. Was aber zwischen den beiden zum Beispiel emotional abging, wissen wir nicht. Nach Jenkins hätte sich Nikodemus beinahe der Schar von Jesus-Anhängern angeschlossen. Der Verzweiflung nahe sei ihm aber der Preis der Nachfolge doch zu hoch gewesen. Dass der Pharisäer aber von Jesus beeindruckt worden ist, wissen wir auch aus der Bibel. Nach dem Tod von Jesus am Kreuz half Nikodemus sogar bei seinem Begräbnis mit.

Die Gefahr eines solchen Buches sehe ich darin, dass der Leser nicht mehr unterscheidet, was denn nun Erfindung eines Menschen ist und was wirklich in der Bibel steht. Deshalb gehört neben der Lektüre dieses spannenden Buches unbedingt der Vergleich mit den Originaltexten der Bibel selbst.

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