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INFOS
Johannes Falk

Die Tiefe des Lebens ausloten

Schlicht, voller Substanz und mit einem Hauch von Melancholie: Mit seinem aktuellen Album „360°“ wartet Johannes Falk mit Liedern auf, die man schwer wieder aus der Seele bekommt. Musik voller Wahrheit, Träume und echtem Leben. Und oft relativiert der Künstler dabei ein bekannt geglaubtes Gefühl für Worte und Melodien.

Wer die Musik von Johannes Falk auf sich wirken lässt, kommt nach Hause. Und entdeckt gleichzeitig Neues über sich selbst und über die Welt um uns herum. Tiefsinnige, deutschsprachige Pop-Poesie, auf die wir gewartet haben.

360° ist mein persönlicher Rundumblick, eine aktuelle Momentaufnahme meines Lebens. Es ist eine Sammlung von Gedanken, Gesprächen, Situationen in der Auseinandersetzung mit dem Leben, mit Gott und der Welt.


 

Schöne Aussichten - Interview mit Johannes Falk

Dein neues Album heißt 360°. Hat Johannes Falk schon alles gesehen?

Nein. Natürlich nicht. Wenn man sich einmal um die eigene Achse dreht, nimmt man viel wahr, aber lang nicht alles. Aber viel mehr, als nur in eine Richtung zu schauen.

Wo möchtest du als nächstes hinreisen, welche Aussicht genießen?

Am liebsten möchte ich durch Deutschland fahren, meine Songs spielen, Menschen dabei beobachten, wie sie die Songs aufnehmen und im besten Fall zu ihren eigenen machen. Das schönste für einen Künstler ist doch, wenn die Hörer sich auf ihre Art und Weise mit den Liedern identifizieren, in die Musik eintauchen können. Wenn ihnen die Musik was gibt.

Die Reaktionen auf deine erste Solo-CD „Pilgerreise“ waren beachtlich. Hast du damit gerechnet?

Nein. Das kann man ja nicht planen und kalkulieren. Ich habe gehofft, dass die CD sich ihren Weg bahnt zu den Menschen, die sie gerade brauchen und die sich mit den Fragen auseinandersetzen, die in der „Pilgerreise“ vorkommen. Es hat mich dann unglaublich überrascht und bewegt, dass ich so viele persönliche Nachrichte und E-Mails bekommen habe, die mir sehr nahe gegangen sind. Hinter jeder persönlichen Reaktion steckte eine eigene Geschichte. Und mit so was rechnet ja kein Mensch.

Dein neues Album bedient sich keines speziellen Themas. Es zeigt deine Seele - und sehr persönliche Ansichten auf das Leben. Gibt es ein Lied, das dir besonders am Herzen liegt?

Mit 36 Jahren stehe ich ziemlich genau zwischen den Generationen. Ich sehe, wie neues Leben entsteht und wie altes vergeht. Im letzten Jahr mussten wir uns von den Großeltern meiner Frau verabschieden. Mein Vater würde gerne gehen, kann aber nicht. Er liegt nun seit zwei Jahren gelähmt und stumm  im Bett und wartet darauf, dass er gehen kann. Ihn so zu sehen, schmerzt ungemein. Ich habe ihm ein Lied auf dem Album gewidmet, das allegorisch seine Situation beschreibt. Das ist wohl der persönlichste Song, den ich je geschrieben habe.

Wie kam es zum Song „Mona Lisa“ – und zum Album-Titel „360°“?

Nach einem Gespräch mit einem Freund über Gott kamen wir beide zu dem Schluss, dass es mit der Erkenntnis Gottes ähnlich ist wie mit einem geheimnisvollen Gemälde. Man kann es interpretieren, aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten. Man entdeckt immer wieder neue Details, aber letztlich wird es immer geheimnisvoll bleiben. Die Idee des Malers bleibt verborgen. Wer will von sich schon behaupten, Gott in Gänze begriffen zu haben? Er ist und bleibt das größte Mysterium, mit dem wir Menschen leben müssen. Da passt Da Vincis Mona Lisa ganz gut. Ein sehr geheimnisvolles Gemälde.

Welche Musiker, welche Produzenten sind dabei? Wie waren die Tage des Aufnehmens?

Ich habe das Album mit der gleichen Crew aufgenommen wie die „Pilgerreise“. Florian Sitzmann hatte wieder maßgeblichen Anteil daran aber auch die Band. Wir hatten diesmal zusätzlich zur Band noch ein kleines Orchester für drei Tage dabei. Demnach ist das Album etwas epischer und opulenter geworden. Ich hoffe, die Menschen da draußen werden es lieben. Es saßen alle im Kreis, haben gleichzeitig gespielt und ich habe dazu gesungen. Ich glaube, diese Energie spürt man dem Album ab.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, was wärst du dann?

Dann wäre ich wohlmöglich immer noch in der Chemiefabrik, in der ich zuvor gearbeitet habe. Vielleicht hätte ich auch irgendwann gekündigt und wäre Koch geworden. Das ist neben der Musik meine zweite Leidenschaft.

Bist du eher ein nachdenklicher Typ?

Ja das bin ich. Mir fällt es leichter, nachdenkliche, melancholische Songs zu schreiben als „Happy Clappy-Lieder“.

Über was freut sich Johannes Falk am meisten? Und worüber kannst du dich echt ärgern?

Ein leckeres Essen, und wenn es noch so einfach ist, kann bei mir viele Glückshormone ausstoßen. Wenn Technik nicht so funktioniert, wie ich will. Ich war schon mehrfach kurz davor mein iPhone zu schrotten aber der Preis hindert mich bisweilen noch daran.

Welche Musik hast du als Jugendlicher gehört? Gibt es so etwas wie Vorbilder?

Billy Joel, Elton John und Grönemeyer haben mich dazu gebracht, ihre Songs auf dem Klavier nachzuspielen aber ich habe auch viel christliche Popmusik gehört: Damaris Joy, Cae Gauntt, Helmut Jost usw. Besonders Hemi hat mich mit seiner „Schwarz und Weiß“-Platte richtig therapiert. Das war ein Album, an das ich mich regelrecht geklammert habe, weil es mir einen Gott gezeigt hat, der nicht so war, wie ich ihn anerzogen bekommen habe.

Die Geschichte hinter „Ich bau uns eine neue Welt“

Als Kind fand ich die Beschreibung vom Schlaraffenland total faszinierend. Die Vorstellung, frisch gegrillte Hähnchen oder etwas Süßes vom Baum pflücken zu können, finde ich immer noch sehr verlockend. Die biblische Beschreibung der „neuen Welt“ ist dem Schlaraffenland eigentlich ganz ähnlich. Das hat mich dazu gebracht einen Song zu schreiben, der etwas überspitzt formuliert genauso sein könnte. Da kam das Kind im Mann in mir zum Vorschau.

Auf das Album-Cover klicken und in alle Falk-Songs reinhören.

(c) Fotos: Sergej Falk - außer „Mona Lisa“.

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