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INFOS
Interview mit Eddie Gauntt

Das Repertoire meines Herzens

„Wenn es eine Oper über den lieben Gott gäbe, müsste Eddie ihn spielen“, so Peter Spuhler, Generalintendant des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe. Hier hat Kammersänger Eddie Gauntt jetzt sein 30-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Jetzt erscheint sein Solo-Album mit den Liedern, die Eddie selbst am liebsten auf der Bühne singt.

Eddie Gauntt

Vor vielen Jahren kam ein junger Opernsänger aus Texas mit seiner Ehefrau nach Europa. Die Rede ist von Edward Gauntt, genannt Eddie. Mittlerweile hat er schon viele Jahre ein festes Engagement beim Badischen Staatstheater in Karlsruhe inne. Genau genommen, feiert man dort in diesem Jahr sein 30. Bühnen-Jubiläum. Über 70 Rollen aus Musical, Oper und Operette kann Eddie mit seinem Talent und seiner großartigen Stimme bekleiden. Aus einem reichen Herzen, großer musikalischer Erfahrung und aus tiefer Zuneigung für die Kunst und ihren Schöpfer entstand jetzt sein erstes, Solo-Album.

Einige Alben – gemeinsam mit deiner lieben Frau Cae – gibt es ja bereits. Aber noch keines von dir allein. Freust du dich auf dein erstes Solo-Album?

Mit Vorbehalt. Ich singe gerne mit anderen zusammen. Denn so bin ich nicht der alleinige Mittpunkt bei Konzerten. Gemeinsam mit anderen für das Publikum zu singen, mache ich einfach gern.

Ich wusste lange nicht, was Oper eigentlich ist.

Hast Du schon früh gewusst, dass du mal Opernsänger wirst?

Nein (lacht). Ich wusste gar nicht, was Oper ist – geschweige denn, dass man das als Beruf ausüben konnte.

Wie kam es denn dann zu dieser Berufswahl?

Nachdem ich meinen Abschluss, den „Bachelor’s Degree“ von Baylor University bekommen habe, sind meine Frau Cae und ich mit einem Stipendium nach Wien gezogen. Dann kam es zu mehreren interessanten „Zufällen“. Doch als Christ glaube ich, es waren Gottes Fügungen.  Plötzlich habe ich mit einer Empfehlung von Kammersängerin Hilde Zadek  an der Wiener Staatsoper vorgesungen – und wurde im Opernstudio aufgenommen.

Ist Dein Beruf für Dich Berufung?

Du meinst als Sänger? Ja! Den ersten „Solo-Auftritt“ hatte ich mit 7 Jahren. Meine Mutter hat danach von mir verlangt, dass ich Klavierunterricht nehme. Eigentlich total untypisch für jemanden, der auf einer Farm in Texas aufwächst.

Wie hast Du die Lieder ausgewählt, die auf diesem Album zu hören sind?

Wer hat es gesagt dass ich sie ausgesucht habe? (lacht) Nein, das war eine gemeinsame Entscheidung von meiner Frau Cae, meinem Freund Florian Sitzmann und von mir.

Hat das Aussuchen lange gedauert?

Jahre!

Ein Lied, das auf dem Album ist, hat Cae für dich geschrieben. Wie ist es, ein Lied zu singen, dass die eigene Frau geschrieben hat?

Unbeschreiblich. Denn es beschreibt mich. Die Musik, die Florian dazu komponiert hat, bewegt mich innerlich zutiefst. Jedes Mal, wenn ich es singe.

Hast du noch Lampenfieber auf großen Bühnen?

Nicht nur großen Bühnen – eigentlich immer wenn ich auftrete. Aber sag es nicht weiter.

Bei den Aufnahmen zu diesem Album musste der Produzent Geduld mit mir haben. Beim Titel „In Christus“ brauchte ich mehrere Anläufe, um es zu singen, ohne dass mir vor dem Ende die Tränen kamen.“

Singst Du auch allein zuhause?

Manchmal. Aber ich bin ziemlich laut und habe ein bisschen Scheu los zulegen. Unser Ton Techniker Peter Falke hat einmal die Lautstärke gemessen festgestellt, dass ich lauter bin als ein Presslufthammer auf Beton.

Aber so viel schöner! So hast du als Amerikaner hast du 2008 die Nationalhymne zum Endspiel der Fußball-Europameisterschaft gesungen. Was war das für ein Gefühl?

Ich fühlte mich sehr geehrt  und bin sehr dankbar, dass ich so was erleben durfte.

Auf die Abbildung klicken, und in alle Songs reinhören.

Was bewegt Dich besonders am Titel „In Christus“?

Ich bin in einer kleinen Gemeinde in Texas aufgewachsen. Die Lieder, die dort gesungen wurden, erzählten von Hoffnung, von Vergebung, und Neubeginn. Diese Themen bewegen mich auch heute immer wieder. Und ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass sich die Botschaften der Lieder in meinem Leben bewahrheitet haben. Und ich glaube, ich bin wieder „Zuhause angekommen“. Nach so vielen Jahren.

Deine großartige Stimme wird vom „Babelsberger Filmorchester“ begleitet. Produziert hat der „Sohn Mannheims“ Florian Sitzmann. Wie muss man sich das gemeinsam vorstellen?

Unglaublich gut!

Wer sollte Dein Album anhören?

Da bin ich nicht sicher. Jedes Lied ist eine Geschichte in sich. Wenn wir Konzerte machen, bin ich immer erstaunt über die Bemerkungen von Jung und Alt. Ich vermute, es ist etwas für jede Altersgruppe dabei.

Dankeschön für das Gespräch!

Das Album „Eddie Gauntt“ erscheint am 28. August bei Gerth Medien.
Hier können Sie reinhören ...

 

 

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