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Freundschaft ist überlebensnotwendig

Dorothea Morgenroth schreibt aus Leidenschaft. Im neuen Roman hat sie ihre Lieblings-beschäftigung mit ihrer Lieblingsinsel in Verbindung gebracht.

Liebe Frau Morgenroth, Ihr neuer Roman Im Garten der Sehnsucht spielt zum großen Teil auf der „grünen Insel“. Was verbinden Sie persönlich mit Irland?

Irland ist für mich weit mehr als ein Urlaubsziel. Es „macht etwas“ mit mir. Berührt mein Inneres, gibt mir das Gefühl, vom ersten Moment an zu Hause zu sein. Genau dieses Gefühl habe ich auch einem Protagonisten des Romans „geschenkt“. Zudem gibt es aber auch ein paar konkrete Besonderheiten, die ich an Irland schätze: Irland, das sind vier verschiedene Regenbögen innerhalb einer Stunde, die man am besten still genießt. Sobald man nämlich die Kamera zückt, leuchten die Farben an einer anderen Stelle auf. Irland ist ein Abend im Pub mit Menschen, die ich erst seit wenigen Stunden kenne und mit denen ich mich dennoch so unbefangen unterhalte wie mit alten Freunden. Irland ist der Geschmack von Salz auf meinen Lippen, während die Wellen des Atlantiks um meine Füße schwappen und von oben der Regen in meinen Kragen rinnt. Irland ist das uralte Hochkreuz mit seinen biblischen Szenen und daneben das von Flechten überzogene Grab, beide Zeugnis von Leben und Glauben in einem Land, in dem das Feuer des Evangeliums schon Jahrhunderte früher brannte als in Deutschland (darum geht es übrigens auch in dem Song Revival Anthem von Rend Collective).

Seit wann schlummerte die Idee, einen Irland-Roman zu schreiben, schon in Ihrem Kopf?

So exakt kann ich das gar nicht mehr sagen. Irgendwann zwischen den Jahren 2014, als ich zum ersten Mal in Irland Urlaub machte, und 2017, als ich über das Setting für meinen neuen Roman nachdachte, nahm diese Idee Gestalt an.

Im Buch geht es natürlich nicht nur um die wunderschöne Landschaft,  sondern jeder der Charaktere steckt auch in einer besonderen Lebenssituation. Was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert?

Meine Beschäftigung mit dem Thema Freundschaft. Die Beziehung zu Freunden ist so wichtig und in vielen Situationen des Lebens nicht nur bereichernd und ermutigend, sondern fast „überlebensnotwendig“. Ich selbst habe zum Beispiel einige Freunde aus meiner Jugend für sehr lange Zeit aus den Augen verloren und erlebe zurzeit, wie etliche dieser Beziehungen wieder ganz neu aufblühen. Das ist so erbaulich – und doch sind solche Gelegenheiten nicht selbstverständlich. Aus der Weiterentwicklung genau dieses Gedankens entstand die Ausgangssituation für meinen Roman: Es geht um eine Freundin, die bei dem Versuch, eine seit Langem brach liegende Freundschaft wieder zum Leben zu erwecken, feststellen muss, dass sie keine Gelegenheit mehr dazu haben wird. Oder vielmehr nicht die Art von Gelegenheit, die sie erhofft hatte: Statt die Beziehung zu ihrer ehemals besten Freundin wiederherzustellen, beherbergt sie nun deren erwachsene Tochter, die wiederum mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat ...

Welcher der Protagonisten ist Ihnen persönlich am meisten ans Herz gewachsen?

Das ist ganz klar Matty. Sie nicht nur der Charakter meines Romans, der zuallererst „geboren“ wurde, sondern sie hat auch einiges mit mir gemeinsam. Vor allem aber ist sie eine Frau, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben eine positive, dankbare Einstellung bewahrt hat. Statt den Dingen nachzutrauern, die sie verloren hat – beispielsweise das ehemalige Herrenhaus und die häusliche Gemeinschaft mit ihrem Mann, der im Pflegeheim lebt –, richtet sie ihren Blick auf das Gute, was sie besitzt. Täglich „zählt sie ihre Segnungen“ und dankt ihrem Schöpfer dafür. Dies macht sie zu einer Frau, die voller Tatendrang im eiskalten Atlantik schwimmt, eine Kajaktour organisiert, gemeinsam mit einem Teenie ein Floß baut, ihr Herz und Heim für neue Freunde öffnet und keiner Herausforderung aus dem Weg geht. Kurzum: Matty ist eine Frau, die das Geschenk des Lebens dankbar mit allen Sinnen auskostet. Ein echtes Vorbild für mich ...

Welche fünf Adjektive beschreiben den Roman am besten?

Im Garten der Sehnsucht ist ermutigend, tiefgründig, gefühlvoll, fesselnd und verführerisch. Letzteres in dem Sinne, dass der Roman bei seinem Publikum die Lust auf eine eigene Irland-Erfahrung wecken könnte ...

Was wünschen Sie Ihren LeserInnen?

Ich wünsche ihnen die dankbare, vertrauensvolle, lebensfrohe Einstellung von Matty. Dazu die Freude Natalies, an dem Ort angekommen zu sein, an dem Gott sie zum Blühen bringt. Ebenso die Gewissheit, dass Gott uns als seine Kinder krönt und unser Herz für immer in seinen liebenden, schützenden Händen hält (meine persönliche Interpretation des Claddagh-Symbols). Und last, but not least, vielleicht das Vergnügen einer unvergesslichen Reise nach Irland?!

© 2020 Gerth Medien

Mal reinschnuppern? Hier wartet eine Leseprobe.

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