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Die Hoffnung aufgeben? Niemals!

Schon viermal in ihrem Leben bekam Simone Heintze die Diagnose zu hören: „Sie haben Krebs.“ Viermal hat sie sich ins Leben zurückgekämpft.

Mit ihrer Autobiografie „Wäre schön blöd, nicht an Wunder zu glauben“ möchte Simone Heintze allen Mut machen, die den Boden unter den Füßen verloren haben.

Liebe Simone, die Krankheit hat an deinem Körper Spuren hinterlassen. Wie geht es dir im Moment?

Es geht mir im Moment sehr gut. Trotz Corona bin ich glücklich und dankbar. Hier und da habe ich Einschränkungen oder auch Schmerzen, aber ich bin gerne optimistisch. Kurz gesagt: Einen Marathon schaffe ich nicht mehr, doch langsam zu gehen ist ja auch viel spannender, weil ich dann die vielen wundervollen Wegesrandgeschichten erleben darf.

Hast du Angst, dass der Krebs noch mal zurückkommen kann?

Ja. Ich glaube, jeder der schon einmal Krebs hatte, wird diese Angst nie wieder los. Rückenschmerzen sind dann schnell mal kleine Metastasen. Mir hilft es, einen guten Arzt an der Seite zu haben, mit dem ich darüber reden kann. Und es hilft mir, meine Angst an Gott abzugeben und ihm mein Leben anzuvertrauen – das ist oft gar nicht so einfach, weil ich doch gerne selbst die Bestimmerin sein möchte. Gott weiß das und schenkt mir immer wieder Ankerpunkte, um mich dann getragen, beschützt und getröstet zu fühlen. Das können Menschen sein, Bibeltexte, die Natur oder auch eine liebe WhatsApp-Nachricht.

Trotz allem Leid wurde dein Glaube an Gott gestärkt. Was hat dich besonders ermutigt?
Hat dich ein bestimmter Bibelvers durchgetragen?

Seit meinem sechzehnten Lebensjahr begleitet mich Psalm 91. Das ist mein Lebenspsalm. Durch viele Höhen und Tiefen hat mich dieser Psalm getragen. Wenn ich ihn immer und immer wieder bete oder lese, kehrt Frieden in mein Herz ein und ich fühle mich Gott ganz, ganz nah. Dieses wunderbare Gefühl hat mich durch so manches Leid getragen.

Wunder kann man nicht bestellen. Auch Gläubige Menschen, die für Heilung gebetet haben, sterben …

Oh ja, das ist wahr. Ich habe viele Menschen, die einen tiefen Glauben hatten, dem Krebs erliegen und sterben sehen. Ich glaube, mit meinem Menschenverstand kann ich das nicht erklären. Es ist Gottes Gnade. Das heißt nicht, dass denen, die sterben, die Gnade versagt wird. Vielleicht ist auch das Sterben manchmal Gottes Gnade. Denn bei unserem Vater sind wir all unsere Sorgen und Ängste los und dürfen uns am himmlischen Paradies erfreuen. Gottes Plan ist einzigartig, sowohl im Schönen als auch im nicht so Schönen.

Du willst mit deiner Geschichte vor allem Mut machen und bist viel auf Krankenstationen unterwegs – zumindest vor der Corona-Krise. Stößt du auf offene Türen und Herzen?

Wenn ich in meiner Klinik auf der Onkologie als „Grüne Dame“ (ehrenamtlicher Besuchsdienst) eine Türe öffne und zu den Kranken gehe, dann fliegen mir die traumatisierten Herzen oft nur so zu. Die Menschen sind dankbar, ein Gegenüber zu haben, also jemanden, der weiß, was sie selbst gerade durchmachen. Schon alleine dieses Verständnis für ihre Situation öffnet die Herzen der Menschen – auch für Gottes Liebe. Ich habe schon oft Tränen in den Augen gehabt, wenn ich zum Abschluss eines Gespräches mit einem Menschen beten durfte, der zuvor nichts mit Gott zu haben wollte. Es ist für mich ein Privileg, den Menschen bei Lesungen, Vorträgen oder Besuchen nahe sein zu dürfen, um sie zu ermutigen, um ihnen von Gottes großen Wundern zu erzählen.

Du hast drei Kinder, was ebenfalls ein Wunder ist. Mit welchen Adjektiven würden sie dich beschreiben?

Die Frage ist ja mal klasse. Meine Kinder sind wirklich das kostbarste in meinem Leben und sie sind der Meinung, ich sei: hilfsbereit, kreativ, impulsiv, fürsorglich.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen von Herzen Gottes Segen und dass Psalm 91 dich weiterhin durch jeden neuen Tag trägt!

© 2020 Gerth Medien

Lesen Sie hier doch gleich mal rein!

 

 

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