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Wie ein Buchtitel positive Verwirrung stiftet

Der Titelfindungsprozess ist immer eine spannende Geschichte! Besonders bei Büchern, die aus dem Englischen übersetzt werden.

Shauna Letellier (c) Foto: Laura Norton, Scenic Imaging Photography

Für uns im Verlag heißt es dann: Köpfe zusammenstecken. Und überlegen: Kann man den Buchtitel 1:1 übersetzen? Oder passt ein ganz anderer Titel besser für uns „Deutschsprachler“? Und was machen wir mit dem Cover? Übernehmen wir es – oder entwickeln wir ein anderes?

Und so war es spannend, als letztens eine Mail von Shauna Lettelier, der Autorin von Leuchtfeuer der Hoffnung, im Postfach einer Kollegin landete. Shauna freute sich sehr, dass wir ihr Buch übersetzt und veröffentlicht haben. Sie gestand aber auch, dass sie zuerst irritiert war, als sie das Cover sah und versuchte, den deutschen Titel ins Englische zu übersetzen.

Gleichzeitig schickte sie auch einen Link zu ihrem Blog und zu einem Gastbeitrag von Heidi Viars, die gebürtig aus Deutschland stammt und Shauna half, den Titel zu verstehen. Aber lesen Sie hier selbst die Geschichte:

Shauna hatte nur eine Frage, als sie lachend meinen Anruf annahm: „Heidi, warum ist da ein Lagerfeuer auf meinem Cover?“ Sie hatte mir kurz zuvor eine E-Mail geschickt, in der sie mir voller Stolz erklärte, dass ihr Buch Remarkable Hope vom Englischen ins Deutsche übersetzt worden sei. Ich rief sie natürlich sofort an. Wir beide fanden es lustig, dass sie, als bereits häufig publizierte Schriftstellerin, ihren eigenen Titel und das zugehörige Cover nicht verstand.

Übersetzungen können verwirrend sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Als ich vor über 30 Jahren als Deutsche in die USA zog, gab es viele Missverständnisse. Manchmal waren Übersetzungsfehler peinlich, manchmal sogar gefährlich. Wenn wir Gedanken von einer Sprache in die andere übersetzen, können Bedeutungen und Absichten verlorengehen. Im Fall von Shaunas Titel und Cover ist aber genau das Gegenteil passiert: Leuchtfeuer der Hoffnung ist der perfekte Titel für dieses Buch, in dem sich Hoffnung wie ein strahlendes und wärmendes Feuer über die Seiten ausbreitet.

Wenn ich „Leuchtfeuer der Hoffnung“ lese, muss ich an Simone denken. In unserer kurzen einjährigen Freundschaft war sie mir sehr ans Herz gewachsen. Innerhalb von wenigen Monaten, während sie sich einer unheilbaren Krebsdiagnose ausgeliefert sah, entzündete sich in ihr eine Liebe für Jesus und ein Feuer der Hoffnung. Sie forderte mich immer wieder heraus, mit ihr in unserer Muttersprache über meinen Glauben zu sprechen. Je mehr ich ihr über Jesus erzählte, umso größer wurde auch mein eigenes Glaubensfeuer. Wie oft hatte ich in die letzten 30 Jahre versucht, mich anzupassen und nicht durch meinen Akzent auf meine deutsche Herkunft aufmerksam zu machen. Und hier, in all unseren deutschen Gesprächen, entdeckte ich den Segen in unserer gemeinsamen Sprache. Welch ein Gott! Mir wurde schnell bewusst, wie sehr er unsere Vergangenheit in seine Geschichte der Hoffnung miteinbeziehen will. Genau darauf weist „Leuchtfeuer der Hoffnung“ immer wieder hin.

Leider starb Simone, bevor das Buch auf Deutsch erschien. Sie hätte es sicher gemocht und zugestimmt, dass Gott unsere Enttäuschungen und Unsicherheiten immer wieder nicht nur zu unserem eigenen Wohl, sondern zum Wohle aller benutzt. Wie gut, dass wir in Jesus ein Leuchtfeuer der Hoffnung haben. In ihm haben wir die Gewissheit, dass wir uns alle eines Tages wiedersehen – Menschen aus allen Stämmen, Sprachen und Nationen. > Heidi Viars

Lesen Sie hier doch gleich in das Buch rein und lassen Sie sich von der Hoffnung anstecken!

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