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INFOS

2020/03 – Timo Langner

Entscheidung für die Liebe oder für die Angst?

Als ich gerade dabei war, an der Gemüsetheke zu überlegen, was wir für nächste Woche brauchen, eröffnete sich vor mir ein Schauspiel. Ich beobachtete, wie eine ältere, schick gekleidete Frau völlig die Beherrschung verlor und eine junge Mutter hysterisch zurechtwies. „HABEN SIE SCHON MAL WAS VON MINDESTABSTAND GEHÖRT!?“.

An der Kasse angekommen, geht es auch schon weiter. Ein junger Mann ruft lautstark durch den ganzen Laden, was denn so schwer daran wäre, eine zweite Kasse zu öffnen. Plötzlich spüre ich, wie der Heilige Geist an mein Herz klopft. Innerhalb von Sekunden eröffnete sich in mir ein Stück von Gottes Perspektive auf die ganze Situation. Ich segnete innerlich den Mann und die Kassiererin, und arbeite parallel daran, in Höchstgeschwindigkeit meinen Einkauf auf das Laufband zu werfen.

Ich spürte, wie Frieden in mir einkehrte. Plötzlich begann mein Einkauf blitzschnell über den Kassenscanner zu fliegen. Ich wusste, meine Aufgabe ist es nun, der Kassiererin alles an Freundlichkeit und Wertschätzung entgegenzuwerfen, was möglich ist. Das alles, während ich erneut in Höchstgeschwindigkeit daran arbeitete, meinen Einkauf in den Wagen zu befördern. „Das macht 78,32 Euro. Wie möchten sie bezahlen?“ „Mit Karte“. Während ich die Karte ins Gerät schob, klopft erneut der Heilige Geist an mein Herz: „Timo, nachdem du den PIN eingegeben hast, hast du drei Sekunden Zeit, um der Kassiererin zu sagen, dass Jesus sie liebt.“

Mein Puls schoss nach oben. Zur Info: Unter den Menschen, die mich etwas näher kennen, bin ich nicht unbedingt als der furchtlose Evangelist bekannt. Oder sagen wir es so: Ich gehöre nicht zu den Schafen die jedem verlorenen Schaf sagen, dass es einen Hirten gibt der sie liebt. Noch nicht :) Zurück zur Kasse. Ich hatte nun die Wahl: Entscheide ich mich für die Liebe oder die Angst? Ich weiß: Nur wenn ich in diesen Momenten Jesus erlaube, mir seine Liebe für die Person zu zeigen, besteht die Chance zu tun, was zu tun ist.

Und so beugte ich mich etwas nach vorne an die Scheibe: „Entschuldigung, ich möchte Ihnen noch was sagen: Jesus liebt sie“. Ich sagte es recht leise, damit nicht der ganze Laden mich hört Offensichtlich zu leise. Sie verstand gar nichts Das Kartenlesegerät signalisierte mittlerweile Zahlung erfolgreich“. Ich beugte mich nun also durch das kleine Fenster in der Plexiglasscheibe zog meinen Mundschutz etwas weg und sagte bestimmt: „JESUS LIEBT SIE!“

GESCHAFFT! Die Kassiererin begann, sichtlich berührt, hinter ihrer Maske zu lächeln und bedankte sich. Wir verabschiedeten uns freundlich. Mission erfolgreich ausgeführt, danke, Jesus! In mir entstand eine unbeschreibliche Freude. Unglaublich, drei Worte und drei Sekunden, die Hoffnung und Freude in das Leben dieser Frau brachten. Und ich wurde darüber hinaus auch noch mit Freude überschüttet.

Ich habe mir vorgenommen, mich öfter auf diese Art von Abenteuer einzulassen. Und hey, wenn der Heilige Geist das nächste Mal an dein Herz anklopft, dann ermutige ich dich Entscheide dich für die Liebe. Es lohnt sich!