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Das Mädchen aus Herrnhut

Roman.

Der Historiker Daniel Ritter ist fasziniert von einer Holzfigur, die ein junges Mädchen mit Umhang darstellt. Denn diese Figur gibt einige Rätsel auf. Ihre Spur führt zurück bis ins Mittelalter und sie ist gesäumt von mysteriösen Todesfällen und seltsamen Verstrickungen. Was verbindet Luise, eine Frau, die im 18. Jahrhundert in der Herrnhuter Gemeinschaft lebte, mit der jungen, modernen Lehrerin Emma Fischer? Daniel, der schon bald auch von Emma fasziniert ist, macht sich gemeinsam mit ihr an die Nachforschungen. Doch dann geraten beide in große Gefahr ... Ein vielschichtiger Roman, der in das historische Herrnhut entführt.
  • Nr. 817565
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 384 Seiten
  • · 12/2018
  • · Gerth Medien
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Elisabeth Büchle
Das Mädchen aus Herrnhut (eBook)
Nr. 5517165
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Curin, 05.04.2019

1731: Nachdem Luise ihre letzte Anstellung verloren hat, landet sie in der Herrnhuter Gemeinschaft, wo sie schnell ein vollwertiges Mitglied wird. Doch irgendjemand scheint sie zu verfolgen und dabei auch vor Gewalt nicht zurückzuschrecken. 2007: Die junge Lehrerin Emma besucht Herrnhut und taucht mit dem Historiker Daniel in die faszinierende Geschichte ein und stößt dabei auch auf das Schicksal von Luise... .

Elisabeth Büchle hat hier einen faszinierenden Roman geschrieben, indem sie geschickt eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlägt und dabei sehr viel Spannung mit eingebaut hat.

Von der Herrnhuter Gemeinschaft hatte ich schon vorher etwas gehört, aber nie genau gewusst, was diese genau gemacht und ausgezeichnet hat. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dass die Autorin hier einen spannend Einblick in das Leben der Herrnhuter gibt und dabei hervorhebt, wie das Zusammenleben der Menschen dort aussah. So war es für mich erstaunlich, dass dort Männer und Frauen gleichberechtigt waren und auch keine Standesunterschiede gemacht worden sind.

Auch stand dort der christliche Glaube im Vordergrund und hat das Leben der Menschen geprägt.

Die Figuren im Buch sind allesamt glaubwürdig und wirkten auf mich sehr authentisch. Besonders Luise und den Kutscher Christian mochte ich sehr gerne. Wie immer hat Frau Büchle ihre Figuren mit Ecken und Kanten gestaltet und sie so sehr menschlich wirken lassen.

Vom Schreibstil her lässt sich der Roman gut lesen und man merkt wieder, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Allerdings ist dieses Buch auch um einiges brutaler, als ihre anderen Romane und hat teilweise schon etwas von einem Krimi.

Insgesamt hat mich ,,Das Mädchen aus Herrnhut" sehr gut unterhalten und mir die Herrnhuter Gemeinschaft näher gebracht. Gerne empfehle ich diesen spannenden Roman hier weiter.

dreamlady66, 15.04.2019

Zur (genialen) Autorin:

1969 in Trossingen geboren, dort als kleiner Wildfang und übermütige Abenteurerin aufgewachsen und mit einer ungeheuer großen Fantasie ausgestattet, schrieb Elisabeth Büchle bereits als Kind unzählig viele kleine Geschichten.

Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau im Groß- und Außenhandel und wurde anschließend noch examinierte Altenpflegerin. Inzwischen verheiratet und mit fünf Kindern eindeutig noch immer eine Abenteurerin, wagte sie es im Jahr 2006 ein Manuskript an einen Verlag zu schicken. Daraus wurde ihr Debütroman: "Im Herzen die Freiheit".

Ihr Markenzeichen sind gut recherchierte, romantische und äußerst spannende Romane, die, so begeisterte Leser, Suchtcharakter besitzen.

 

Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:

Danke an gerth.medien für dieses besondere Rezensionsexemplar.

Ein faszinierender Roman, den die mir bekannte und sehr geschätzte Autorin, Elisabeth Büchle, geschrieben hat. Sie schafft eine Verbindung von der Vergangenheit in die Gegenwart mit ordentlicher Spannung.

Von der Herrenhuter Gemeinschaft habe ich noch Nichts gehört, z.B. was diese macht bzw. auszeichnet.

Umsomehr erfreut es mich, dass die Autorin hier interessante Einblicke und das Zusammenleben der Menschen in der Gemeinschaft beschreibt.

Kaum zu glauben, dass zu solch' frühem Zeitraum Frauen und Männer gleichberechtigt waren und auch keine Standesunterschiede bestanden und die Religiösität die Menschen prägte.

Man könnte meinen, es sei ein Paradies auf Erden?

Luise und Kutscher Christian haben mir gut gefallen.

Die Protagonisten sind authentisch und wirken sehr human.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.

Der Roman selbst stellt eine Mischung aus Historie-Liebes- und Kriminalität dar, genau mein Ding. Somit bleibt die Spannung und das Leserinteresse bis zum Schluss hin erhalten!

Deshalb spreche ich hierfür gerne eine Leseempfehlung aus.

Susanne, 02.06.2019

Wertvolle Figur

Luise arbeitet bei den Frankeschen Anstalten. Es ist das Jahr 1731. Doch ihr passieren immer wieder Mißgeschicke, die so nicht mehr in der Anstalt geduldet werden. Schlimm, das dies gerade bei einem Vornehmen Herren passiert und er dies streng beäugt. Er möchte sogar das Luise aus der Anstalt ausgeschlossen werden soll.

Dies passiert, Luise, kaum zwanzig Jahre alt, verlässt die meintlich geborgene Einrichtung. Es ist Winter, es schneit unheimlich viel, die Kälte sitzt in den Knochen. Eine kleine Habseligkeit hat Luise bei sich. Und sie besitzt eine Holzfigur, die für viele Wertvoll scheint.

Doch Luise, ist zu erschöpft für einen langen Weg. Sie bricht zusammen und wird fast zugeschneit. Doch sie wird zufällig gefunden und sie landet bei den Herrnhutern.

Sie wird herzlichst aufgenommen. Nur ihre Figur fehlt und ihre beste Freundin wurde tot aufgefunden. Zudem erblindet Luise, trotz allem findet sie einen christlichen Ehemann, der sie stark begleitet, auch in ihren schweren Tagen.

Ein starker Krimi kann man sich aus dem 17. Jahrhundert erlesen.

2007. Emma eine Lehrerin erlebt fast die gleiche Geschichte wie Luise. Emma soll eine Holzfigur besitzen, sehr wertvoll.

Und Emma macht die Bekantschaft mit Daniel Ritter. Auch hier Kriminalistische Ereignisse.

Beide Geschichten spielen jeweils zu einem anderen Jahrhundert. Doch was hat es mit der Figur aufsich? Selbst im zweiten Weltkrieg soll sie eine Rolle gespielt haben. Warum wird Emma beobachtet und sogar verfolgt.

Einige wilde Jagden bringen absolute Spannung ins Buch. Man hofft darauf das man mehr erfährt. Doch vieles bleibt ein Rätsel um die Figur. Unheimliche Mönche schrecken vor fast nichts, die Vernetzung ist Intakt und lässt so keine sicheren Verstecke zu.

Ein wunderbares Buch, das auch die Gründung der Herrnhuter erzählt. Eine christliche Gemeinschaft, bis heute aktiv. Aus dieser Gemeinschaft sind die heute immer noch beliebten Losungen entstanden.

Die Geschichte zeigt, wie die christliche Gemeinschaft damals gelebt hat. Mit Luise und ihrer Holzfigur hat die Autorin darin eine spannungsbezogene Geschichte geschrieben. Phantasiereich, Abwechslungsreich.

Ein Buch das ich gerne weiterempfehle.

4 Punkte

Spannung pur!, 01.07.2019

Was als Titel so harmlos klingt, entpuppt sich immer mehr zum Kriminalroman, mit einer Blutspur bis ins Mittelalter. Wenn man als Christ von "Herrnhut" liest, denkt man an Zinzendorf und die Brüdergemeine, aber nicht an eine junge Frau, die aus diesem Dorf fliehen musste, weil sie als Trägerin eines Geheimnisses in akuter Lebensgefahr steht.

Konkret geht es in diesem Buch um eine kunstvoll geschnitzte Holzfigur, aus den Jahren um 1230, die ein junges Mädchen mit einem Umhang darstellt und unter dem geheimnisvollen Namen "Nikodemusfigur" die Begehrlichkeiten eines geheimnisvollen Ordens geweckt hat. Der seit Jahrhunderten im Untergrund operierende Orden schreckt auch vor Folter und Mord nicht zurück, um in den Besitz dieser wertvollen Holzfigur zu kommen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass der Roman in verschiedenen Jahrhunderten spielt. Anfang und Abschluss des Buches sind auf einer Insel vor Sardinien. Dort soll ein Mann namens Nikodemus Anfang des 13. Jahrhunderts eine Holzfigur aus einem seltenen Holz geschnitzt haben, die verschiedentlich den Besitzer gewechselt hatte. Weil ihr ein hoher ideeller Wert nachgesagt wurde, machten sich verschiedene Einzelpersonen und Gruppen auf die Suche, unter anderem auch der Historiker Daniel Ritter, eine der Hauptpersonen des Buches.

Die zweite Station führt ins Dorf Herrnhut von 1731. Wenige Jahre zuvor hatte Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf dort eine neue Gemeinschaft gegründet, die "Brüdergemeine". Die zwanzigjährige Luise, "das Mädchen aus Herrnhut" fand in diesem Dorf vorübergehend eine neue Heimat. Als frühere Besitzerin der Nikodemusfigur, war sie – ohne ihr Wissen – extrem gefährdet. In Herrnhut heiratete sie. Zusammen mit ihrem Mann floh sie nach Pennsylvania. Aber die Nikodemusfigur blieb verschwunden.

Den Hauptteil des Buches (220 Seiten) widmet die Verfasserin unserer Zeit. Ein Team aus Frankfurt macht sich auf die Suche nach der Statue. Bei ihren Nachforschungen kommen sie auch nach Herrnhut und treffen dort auf eine Schulklasse der Zinzendorfschule Königsfeld. Aus einem zufälligen Zusammentreffen entwickelt sich im Lauf der nächsten Wochen eine spannende Jagd nach der verschollenen Figur. Ein ungemein spannender Wettlauf mit einer anderen Gruppe, die das gleiche Ziel hat, beginnt.

Der Name Herrnhut lässt auf einen christlichen Hintergrund schliessen. Die verschiedenen Protagonisten wenden sich immer wieder – vor allem in Notsituationen – an Gott. Aber das Buch vermittelt die Grundlagen des christlichen Glaubens nie plakativ, eher dezent im Hintergrund. Und die "Mönche", die andere bedrohen und umbringen, machen einen ausgesprochen unchristlichen Job. Aber das Buch ist äusserst spannend geschrieben und auch als interessante Ferienlektüre zu empfehlen.

LEXI, 31.08.2019

Die Geheimnisträgerin

Im Prolog trauert auf der Isola di San Pietro ein Mann namens Nikodemus um die Liebe seines Lebens. Eine von ihm geschnitzte Frauenfigur aus Zedernholz bildet das zentrale Thema dieses Buches. Die sogenannte „Nikodemus Figur“ ist ein begehrtes Objekt, das seinen Weg im Verlauf der Jahrhunderte im wahrsten Sinne des Wortes mit Leichen pflastert.

In zwei Erzählsträngen thematisiert Elisabeth Büchle zum einen die Ereignisse der Jahre 1731 und 1732 in Herrnhut, und befasst sich danach im zweiten Teil des Buches mit der Gegenwart im Jahr 2007. Die Handlung der Vergangenheit schildert das Leben des Dienstmädchens Luise, das sich zu einer von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf gegründeten Gemeinschaft in Herrenhut aufmacht, um Arbeit zu finden. Der Kutscher Christian Schönburg rettet der völlig entkräfteten und halb erfrorenen jungen Frau das Leben. Luise fühlt sich dank der geschwisterlichen Liebe und des Einsatzes füreinander in Herrnhut rasch geborgen, doch das ruhige Leben der liebenswürdigen und freundlichen Dienstmagd wird bald von einer Tragödie überschattet.

Im Zuge einer Studienreise treffen in Herrnhut im Jahr 2007 die junge Lehrerin Emma Fischer und der Historiker Daniel Ritter aufeinander. Was zunächst als Zufallsbekanntschaft beginnt, wird schon bald zu einer brandgefährlichen Zusammenarbeit und mündet nach mehreren spannenden Abenteuern letztendlich in ein aufregendes Finale. Denn nicht nur Daniel Ritter möchte das Mythos um die Nikodemus Figur entschlüsseln. Gefährliche Männer und in Kutten gekleidete Mönche sind hinter der Statue und all jenen, die um ihr Geheimnis wissen, her.

„Es geht nicht darum, Schätze zu heben, Emma. Es geht darum, Geschichte zu ergründen, Lebenswege von Personen aus vergangenen Zeiten zu erhellen. Es gilt zu erforschen, was sie getan haben, was sie bewegt hat und warum sie auf die eine oder andere Weise gehandelt haben.“ (Dr. phil. Daniel Ritter)

Die Geschichte der Herrnhuter Gemeinde stellt eine interessante Rahmenhandlung dar. Bereits im Vorwort liefert die Autorin historische Fakten zu dieser Glaubensgemeinschaft und dessen Gründer, Graf von Zinzendorf. Auch Erdmuthe Dorothea Gräfin von Zinzendorf sowie Anna Nitschmann, die Gründerin der Gemeinschaft von Bethlehem und Nazareth in Pennsylvania, erhielten eine Nebenrolle in dieser Geschichte. Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren hat mir sehr gut gefallen, besonders die inneren Kämpfe und die Entwicklung der scheuen und zurückhaltenden Luise im friedlichen neuen Zuhause der Glaubensgemeinschaft empfand ich als tief berührend. Auch der sanfte und wortkarge Christian ist mir rasch ans Herz gewachsen, während ich den verarmten Reichsfreiherrn Baron von Freienstein lange nicht einschätzen konnte. Emma und Daniel, den sympathischen Protagonisten der Gegenwart, werden durch Rahel und Falk zwei interessante Nebenfiguren zur Seite gestellt. Die beiden höchst unterschiedlichen Schüler haben jeweils eine herausragende Begabung, die in diesem adrenalingeladenen Abenteuer zum Einsatz kommt. Besonders gut gefallen hat mir hierbei der nach außen hin respektlos erscheinende Klassenkasper Falk, der mich mit seinem losen Mundwerk nicht selten zum Schmunzeln brachte. Falks hohe Intelligenz, sein fürsorglicher Umgang mit der scheuen Rahel und seine gutmütige Hilfsbereitschaft machen ihn zu einer Figur, die durch ihre Gegensätze auffällt.

In diesem spannenden Buch erzählt Elisabeth Büchle eine interessante, Generationen übergreifende Geschichte über eine Holzstatue aus dem dreizehnten Jahrhundert und den Mythos, der rund um dieses Objekt entstanden ist. Den Leser erwartet die Lebensgeschichte der Luise, eine akribische Recherche der beiden sympathischen Protagonisten Emma und Daniel, die abenteuerliche Suche nach Beweisen, und letztendlich ein adrenalingeladenes Finale. Sowohl im historischen Part, als auch in der Gegenwart, bereichert eine zarte Liebesgeschichte die Handlung. Der einnehmende Schreibstil, gefühlvolle Szenen und der christliche Glaube, der das gesamte Buch durchdringt, rundeten diese grandiose Geschichte ab. Was mir jedoch beim Lesen ein wenig Probleme bereitete waren die Schriftgröße und der Zeilenabstand, die für mich persönlich zu klein bzw. zu gering ausgefallen sind.

FAZIT: Dieser Roman aus der Feder einer meiner favorisierten christlichen Autorinnen hat mir ausgezeichnet gefallen. „Das Mädchen aus Herrnhut“ vereint romantische und spannende Elemente und wartet mit einem sehr gut recherchierten historischen Hintergrund auf, der diese Geschichte in Kombination mit dem Christlichen Glauben zu einem fantastischen Leseerlebnis macht. Begeisterte fünf Sterne!

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