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Asmarom und die Superhelden

Eine Actionstory über fünf ungleiche Freunde

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  • Nr. 204156
  • · Klappenbroschur, 240 Seiten
  • · 09/2018
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Grace2, 14.12.2018

Ein ernstes Jugendbuch über Freundschaft und Vertrauen in schwierigen Situationen. Empfehlenswert!

Ben und Tobias teilen sich als Patienten ein Zimmer im Krankenhaus. Zu ihnen kommt der Flüchtlingsjunge Asmarom. So unterschiedlich ihre Erkrankungen und Verletzungen sind, raufen sie sich zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Auf der Station liegt auch Elena, aus deren Behandlung ein großes Geheimnis gemacht wird. Zuletzt stößt auch noch Noemi, die Schwester von Asmarom, dazu, die ihren Bruder sucht. Als es Asmarom immer schlechter geht, beschließen die fünf Freunde aus dem Krankenhaus zu fliehen, um einen Arzt zu finden, der Asmarom helfen kann. Unterstützt werden sie hierbei von der Reinigungskraft der Station. Wird Asmarom rechtzeitig gerettet werden? Und wie erfolgreich wird die geheimnisvolle Therapie von Elena sein?

Die Autorin Susanne Ospelkaus schafft mit diesem Jugendbuch eine gelungene Geschichte zum Thema Freundschaft und Vertrauen, aber auch Krankheit, Tod und Trauer werden realitätsnah beschrieben. Die Geschichte geht an keinem einfach so vorbei und trotzdem schafft es die Autorin einfühlsam Mut und Vertrauen in Gott zuzusprechen. Der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen großartig. Es ist ein Buch, das man erst nach dem Ende aus der Hand legt.

Ich halte das Buch für absolut empfehlenswert. Dennoch würde ich empfehlen, den jüngeren Leser mit der Lektüre nicht allein zu lassen, sondern offen für ein Gespräch zu sein.

Freundschaft, die trägt, 22.12.2018

Die zwei Teenager, Noemi und ihr Bruder Asmarom, sind gemeinsam aus Eritrea geflohen. Angst, durch die traumatische Flucht, ist ihr ständiger Begleiter. Als der kranke Asmarom weggebracht wird, weiß Noemi, sie muss ihn um jeden Preis finden, denn wie soll ihr Bruder im fremden Land ohne sie zurechtkommen?

Ben leidet an seinem Elternhaus. Seine Eltern sind träge und behandeln ihn mit Gleichgültigkeit. Als er wegen seiner Fettleibigkeit ins Krankenhaus muss, begleiten sie ihn noch nicht einmal. Und er ist begeistert über ungewohnte Alltagsfreunden im Krankenhaus, wie ein frisches, sauberes Bett und ein aufgeräumtes Bad. Mathe ist ein wichtiger Teil seines Lebens und hilft ihm über manches hinweg.

Sein Zimmergenosse Tobias redet, wenn überhaupt, nur über die Sprachfunktion seines Handys. Von Narben entstellt, fällt ihm vieles schwer. Auch dass er, im Gegensatz zu Ben, eine fürsorgliche Mutter hat, hilft ihm über die Folgen seiner Verbrennung nicht hinweg.

Und dann gibt es noch die geheimnisumwitterte Elena. Erst später lernen die anderen Kinder sie kennen. Wegen einer autoimmunen Krankheit wird eine umstrittene Therapie an ihr ausprobiert. Sie fühlt sich wie ein Versuchsprojekt, und sie leidet darunter, dass ihre Eltern unter der Last ihrer Krankheit zerbrechen.

Im Krankenhaus findet diese fünf unterschiedliche Jugendliche zusammen. Alle weichen sie von der Norm ab. Alte Freunde spielen in ihrem Leben kaum noch eine Rolle. Als der Zustand von einem der fünf bedrohlich wird, weil er im Krankenhaus nicht die Hilfe bekommt, die er braucht, haben sie einen waghalsigen Plan. Wird es ihnen gelingen gemeinsam dem Krankenhaus für ein paar Tage zu entfliehen? Wie gut, dass sie alle wichtige Gaben haben. Gemeinsam sind sie stark.

Dieses ernste Jugendbuch ist sehr gut geschrieben. Die Dialoge wirken echt und nicht gestellt. Die Persönlichkeiten dieser fünf jungen Menschen werden sehr gut herausgearbeitet. Die Anliegen und Probleme sind altersgemäß, auch wenn sich diese Jugendliche in einer Extremsituation befinden. Die Suche nach der eigenen Identität, das Ringen dazuzugehören, aber auch die erste, zarte Pflanze der Liebe kommen ebenso zur Sprache wie der Glaube und die Frage, was nach dem Tod kommt. Glaubensfragen werden behutsam aufgegriffen. Die zwei Mitarbeiter im Krankenhaus, die in ihrem Glauben Halt finden, ragen vor allem durch ihre positive, mitmenschliche Haltung heraus.

Die Beschreibung der Abläufe im Krankenhaus, ebenso wie die Reise, überzeugen nicht ganz. Hier wirkt die Erzählung stellenweise eher wie eine Fantasygeschichte. Dafür werden gerade auf dem „road trip“ die Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen gut herausgearbeitet. Als Leser wünscht man sich manchmal etwas mehr Hintergrundinformationen zu den Jugendlichen. Auch die verschiedenen Krankheitsbilder und Therapien könnten stärker herausgearbeitet werden, andererseits würde das vielleicht den Rahmen des Buchs sprengen.

Fazit: Eine lesenswerte Erzählung für Jugendliche, in der auch die schwierigen Fragen des Lebens und der Frage nach Gott in überzeugender Weise dargestellt werden.

mabuerele, 31.12.2018

„...Wieso? Das Leben hört nicht auf, lustig zu sein, nur weil jemand krank ist, und es hört nicht auf, ernst zu sein, nur weil jemand lacht...“

Die 16jährige Noemi aus Eritrea hat sich vor 3 Monaten von ihrer Mutter verabschiedet und ist mit ihrem kleinen Bruder Asmarom nach Deutschland geflüchtet. Der Vater wurde vorher inhaftiert. Christ zu sein in Eritrea ist gefährlich. Im Flüchtlingslager wird sie von Asmarom getrennt. Er kommt wegen Unterernährung in ein Krankenhaus.

Der 17jährige Ben lebt mit seinen Eltern im 15. Stock eines Plattenbaus. Die Eltern interessieren sich nicht für den Jungen. Ein Leben mit Hartz IV ließ sie gleichgültig werden. Doch Ben möchte etwas ändern. Deshalb lässt er sich auf Grund seines starken Übergewichts in eine Klinik einweisen.

Sein Hobby ist die Mathematik. Er mag das gedankliche Spiel mit Zahlen.

Tobi liegt schon im Krankenhaus. Sein Körper ist voller Brandwunden. Der Spiegel im Bad wurde deshalb zugehängt. Er redet nicht viel, sondern lässt reden – sein Smartphone.

Und dann gibt es noch Elena. Das Mädchen ist todkrank. Eine neue Gentherapie soll ihr helfen.

Die Autorin hat ein spannendes und tiefgründiges Jugendbuch geschrieben. Es geht um Fragen des Glaubens, um Leben und Tod, um die Macht und die Ohnmacht der modernen Medizin, um Freundschaft und Beistand.

Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Während die meisten Kapitel des Buches von einem neutralen Erzähler dargestellt werden, berichtet Noemi über ihr Leben selbst. Es gibt nur wenige Sätze zur Flüchtlingsfrage, aber die gehen unter die Haut. Ich denke dabei an das folgende Zitat:

„...Mama dachte, das libysche Geld bringt uns weiter, aber die Männer wollten immer nur Euro-Scheine oder meinen Körper oder den meines Bruders...“

Noemi glaubt in Deutschland sicher zu sein, muss aber im Flüchtlingslager erleben, dass sie als Frau und Christin zur untersten Stufe der Hierarchie gehört.

Zwei Protagonisten fallen besonders positiv auf. Das ist zum einen Ben, der über sehr viel Empathie verfügt und den anderen eine Hilfe ist. Und dann gibt es die polnische Putzfrau Jolantha, die sich Zeit nimmt, zuhört, tröstet.

Im Gegensatz dazu ist Elena für den Herrn Professor nur ein Forschungsobjekt. Er hat vergessen, dass eigentlich ein Mensch vor ihm steht. Jolanthas Einschätzung trifft es glasklar:

„...Unser Hahn auf Misthaufen. Er erinnert mich an Professor. Nimmt sich wichtig, krähen umher und machen Brust dick...“

Als Asmarom immer schwächer wird, planen die fünf Kinder mit Hilfe von Jolantha eine ungewöhnliche Aktion. Sie türmen. Das Erleben schweißt die Fünf zusammen. Danach können sie selbst mit schwierigen Situationen anders umgehen.

Tiefgründig sind die Gespräche gegen Ende der Geschichte. Jolantha vermag es, ihren Glauben den Kindern zu vermitteln. Es geht um Sterben und Tod. Sie findet kindgerechte Metapher.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie Menschen über sich hinauswachsen können.

Lujoma, 02.01.2019

Asmarom und die Superhelden

Fünf ganz unterschiedliche Jugendliche treffen auf der Kinder- und Jugendstation des Krankenhauses aufeinander. Da ist Ben aus dem Plattenbau, dessen Eltern von Hartz4 leben und denen alles ringsum egal ist. Er liebt Mathe und Comics und geht wegen starken Übergewichts freiwillig in die Klinik. Dort teilt er das Zimmer mit Tobias, der von Brandwunden entstellt ist und der sich unter weiter Kleidung versteckt und sein Smartphon für sich sprechen lässt. Elena ist unheilbar krank, doch der Professor setzt auf eine neuartige Gentherapie und für ihn ist sie nur noch Forschungsobjekt und nicht mehr Mensch. Ins Zimmer der Jungen wird Asmarom, ein Flüchtlingsjunge aus Eritrea, gelegt. Seine Schwester Noemi sucht ihn und kommt so ins Krankenhaus und lernt die andern Jugendlichen kennen. Als es Asmarom immer schlechter geht, schmieden die Freunde einen Plan, den sie mit Hilfe der polnischen Putzfrau Jolanta umsetzen. Die Freunde verschwinden für zwei Tage aus dem Krankenhaus… Wird ihr Plan gelingen?

Das Jugendbuch „Asmarom und die Superhelden“ bietet eine spannende und tiefgründige Lektüre, nicht nur für junge Leute. Die Geschichte ist gut geschrieben und fesselt schnell. Im Buch werden sehr aktuelle Themen aufgegriffen, zb. das Anderssein... egal ob von Ben, weil in der Familie Liebe ebenso wie finanzielle Mittel fehlen und er das mit reichlich Essen kompensiert oder von Tobias mit seinen entstellenden Brandwunden oder von Elena, deren Leben vom Krebs bestimmt wird… Flucht und Fremdsein und die daraus entstehenden Ängste und Traumata, die Noemi in ihrem Erzählen und Asmarom in seinem Verhalten deutlich zeigen.

Dass diese fünf Jugendlichen auf einer Krankenstation aufeinander treffen erscheint in der Realität eher unwahrscheinlich, da zumindest Elena mit der speziellen Krebstherapie auf der onkologischen Station liegen würde. Ebenso gehört wohl das Brandopfer in eine Spezialklinik und nicht mit einem übergewichtigen Jungen, der „nur“ abnehmen soll, ins Zimmer. Aber egal… für den Verlauf der Story ist es wichtig, dass diese so unterschiedlichen Jugendlichen aufeinander treffen, denn jeder hat etwas zu geben…

Besonders gut gefallen hat mir Ben… sein mathematisches Können und seine Logik, seine Liebe zu Comic-Helden, seine große Empathie, mit der er den Anderen immer wieder Mut macht. Von ihm stammt auch die Aussage, dass sie Helden sind.

Ebenso gefiel mir Elena… wie sie sich dagegen wehrt nur ein „Fall“ zu sein: „I‘m only human!“, und wie sie am Ende des Buches sagen kann, dass sie nur umzieht.

Eine weitere Heldin im Buch ist für mich Jolanta, die mit ihren guten Worten und ihrer Hilfe den Jugendlichen das Leben leichter macht, die ihnen die kurze Flucht ermöglicht und die ihren festen Glauben an Gott weitergibt.

Traurig macht mich die Tatsache, dass weder der auf Ruhm bedachte Professor noch die völlig unsensible Krankenschwester Kim ausgedacht sind, sondern dass man sie wohl in jedem Krankenhaus antrifft.

Fazit:

„Asmarom und die Superhelden“ ist ein spannendes und tiefgründiges Buch über Freundschaft und Mut und Glauben. Meiner Meinung nach eignet es sich für Jugendliche ab ca. 15 Jahre und für Erwachsene. Gern empfehle ich das Buch weiter.

booklover2011, 03.01.2019

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt

Meinung:

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Noemi sowie aus der dritten Erzähl-Perspektive von Elena und Ben geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.

Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt worden, vor allem die gutherzige Putzfrau Jolanta, die den Jugendlichen beisteht.

Manche Nebencharaktere sind überspitzt dargestellt, wie der Herr Professor, und auch manche Situationen mit dem Krankenhaus (z.B. dass Tobias mit seinen Verbrennungen nicht auf der Verbrennungsstation liegt), werden wohl in der Realität nicht so passieren, aber so sind die fünf quasi „gezwungen“ Zeit miteinander zu verbringen, sich kennenzulernen und Freunde zu werden.

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, die nicht nur für die jugendliche Zielgruppe geeignet ist. Volle Punktzahl.

Fazit:

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, die nicht nur für die jugendliche Zielgruppe geeignet ist.

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