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Blu-ray Zwingli - der Reformator

Die epische Geschichte des Schweizer Reformators

Zürich im Jahr 1519. Die junge Witwe Anna Reinhart (Sarah Sophia Meyer) führt ein karges Leben zwischen Gottesfurcht und Sorge um die Zukunft ihrer Kinder, als die Ankunft eines Mannes in der Stadt für Aufruhr sorgt: Der junge Priester Ulrich Zwingli (Max Simonischek) tritt seine neue Stelle am Zürcher Grossmünster an und entfacht mit seinen Predigten gegen die Missstände in der Katholischen Kirche heftige Diskussionen. Seine revolutionären Gedanken machen Anna Angst. Als sie aber beobachtet, wie Zwingli Nächstenliebe lebt und nicht nur predigt, gerät sie mehr und mehr in seinen Bann. Doch Zwinglis Erfolg wird rasch gefährlich. Seine Ideen lösen beinahe einen Bürgerkrieg aus und es entbrennt ein Kampf um Macht und Deutungshoheit.

Ulrich Zwingli war neben Martin Luther einer der wichtigsten Reformatoren der damaligen Kirche. Mit messerscharfem Verstand sezierte er das religiöse und gesellschaftliche System und forderte die Mächtigsten seiner Zeit heraus: "Hört auf, nur von Christus zu schwatzen", schleuderte er ihnen von der Kanzel entgegen, "versucht zu leben wie Christus gelebt hat".

Seine Ideen einer sozialen Gesellschaft, die sich um die Armen und Kranken kümmert und die Rechte von Frauen und Kindern schützt, sind bis heute aktuell. Die historisch korrekte Verfilmung zeigt einen Reformator, der die damalige Welt nachhaltig veränderte, um den Menschen direkten Zugang zu Gottes Wort zu verschaffen.

Originaltitel: Zwingli
Bildformat: Widescreen 16:9 (1.85:1)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1 (Deutsch)
Untertitel: Deutsch
Länge: ca. 128 Minuten
FSK: 6

Ursprünglich war als Tonformat auch Schweizerdeutsch angegeben. Das ist nicht der Fall. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.
  • Nr. 925036
  • · 05/2020
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15,00
DVD Zwingli - der Reformator
Nr. 925035
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  • „"Zwingli - Der Reformator" ist kein Historienschinken, sondern punktet mit Glaubwürdigkeit und erzählt von den Schwierigkeiten jeder Reformation oder Revolution. Das ist absolut sehenswert!“ Deutschlandfunk
  • „"Zwingli - Der Reformator" beeindruckt als mitreißendes Historiendrama mit atemstockend eindringlichen Bildern. Ein Film auf höchstem Niveau.“ Die Kirche - Evangelische Wochenzeitung
  • „Beeindruckender Bilderbogen, der uns die frühe Neuzeit mit ihrem Dreck, ihren Krankheiten, ihren Klassenunterschieden und ihren drakonischen Strafen nahebringt.“ epd-film
  • „Christliche Nachfolge, das bedeutet für Zwingli "nicht von Christus zu schwatzen", sondern wie bei Dietrich Bonhoeffer verantwortlich zu handeln.“ Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern
  • „"Zwingli - Der Reformator" hat eine wertvolle Botschaft, die bis heute an den Grundfesten der Kirche sägt und die viele Menschen zu einem Glauben an einen gütigen Gott befreit. Ein wunderbarer Spielfilm.“ Christliches Medienmagazin Pro
  • „Zwinglis Reformation hat Entwicklungen angestoßen, die unser Leben heute noch prägen. Deshalb geht, was vor 500 Jahren in Zürich passierte, auch Atheisten, Katholiken, Juden und Muslime etwas an.“ Welt am Sonntag
  • „In Zeiten von Fake-News in der Lage zu sein, sich selbst eine Meinung zu bilden. Das macht den Film ... relevant.“ Berliner Morgenpost

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Seilerseite.de, 27.05.2021

Filme über historische Persönlichkeiten driften oft in die Extreme ab: Das Drehbuch nimmt sie entweder vollständig auseinander, um bloß nichts zu glorifizieren, oder man erschafft ein einseitiges, in der Regel unrealistisches Heldenbild. Luther ist das gleich mehrfach passiert. Im Fall Zwingli scheint die Mischung hier tatsächlich einigermaßen ausgewogen. Wir sehen den jungen idealistischen Prediger, der an das glaubt was er sagt, der eigenhändig Pestkranke versorgt, sich mit der allmächtigen Kirche anlegt und natürlich auch verliebt. Den filmischen Stilmitteln fehlt es auch nicht an der Eindringlichkeit, um die Härte der damaligen Zeit aufzuzeigen, in der sich die kirchliche Obrigkeit lieber selbst in Sicherheit brachte, als Sterbenden beizustehen.

 

Was Zwingli tut, ist also durchaus nachvollziehbar, sämtliche Erfolge gönnt man ihm zunächst gern und für eine Weile scheint es, als würde er und seine Mitstreiter (u.a. der Schweizer Hollywood-Export Anatole Taubman als Leo Jud) von Zürich aus die ganze Schweiz umkrempeln. Spannende historische Fußnoten ergänzen das Bild, wie etwa das Zürcher Wurstessen als Widerstand gegen die Fastengebote der römischen Kirche (quasi das Schweizer Pendant zum Wittenberger Thesenanschlag), ein Wettstreit zwischen lautstark singenden Priestern und debattierenden Bibelübersetzern oder auch Zwinglis Begründungen für seine Reform der Kirche. Einer der Nebendarsteller fast es nach Zwinglis erster Predigt auf Deutsch passend zusammen: "Endlich versteht man mal was." Und das gilt auch für den Zuschauer, der weder mit Theorie überfrachtet noch mit vordergründigem Fegefeuer-Spektakel oder permanent herumtobenden Gegenspielern für dumm verkauft wird.

 

Mit der gebotenen Konsequenz zeigt nämlich die zweite Filmhälfte, wie weit Zwingli für seine Ideale zu gehen bereit ist und welche Schattenseiten seine Erfolge mit sich bringen. Obwohl er in Zürich weit gekommen ist und selbst eine adlige Äbtissin für seine Ideen erwärmen konnte, droht Krieg. Zudem entfremdet er sich zunehmend von seinen Bundesgenossen, verliert ehemalige Freunde an sektiererische Strömungen und zieht in letzter Konsequenz selbst in die Schlacht, Frau und Kind in der Ungewissheit zurücklassend. Und das ist das Erstaunlichste: Obwohl auf dem Filmplakat gleich mehrere Landeskirchen als Förderer und Mitproduzenten des Films auftauchen, wird in der Quintessenz nicht nur Zwinglis Rolle als Mitbegründer der reformierten Kirchen deutlich, sondern auch klargestellt, dass er keinesfalls ein Heiliger war.

 

Ein Punkt, der den Film von zahlreichen anderen Reformatoren-Porträts unterscheidet. Der Zuschauer darf sich am Ende selbst entscheiden, was diesen Zwingli wirklich ausmacht, ob er mit ihm sympathisiert oder nicht. Ohne seinen Einfluss auf die Sozial- und Kirchengeschichte zu verleugnen ermöglicht Regisseur Stefan Haupt einen differenzierten Blick auf eine bisher im Kino zu Unrecht vernachlässigte Gestalt, der sich vor keinem anderen ähnlichen Beitrag verstecken muss.

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