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In jenem besagten Sommer

Wie aus heiterem Himmel wird auf die Bestsellerautorin Josephine Bourdillon ein Attentat verübt. Am helllichten Tag. Auf der Intensivstation kämpft sie um ihr Leben. Eine erste Spur scheint gefunden, als die Töchter der Polizei Drohbriefe übergeben, die sich in der Fanpost der Autorin finden. Doch die Ermittlungen kommen ins Stocken. Auch die Familie rätselt, wer dieser liebenswerten, zurückgezogen lebenden Frau so etwas Schreckliches angetan haben könnte. Dabei stoßen die Töchter auf ein Ereignis, das viele Jahre zurückliegt. Aber keiner der Beteiligten will so recht über jenen besagten Sommer reden, in dem Unfassbares geschehen sein muss. Die Ereignisse von damals sind im Gedächtnis der Familie wie ausgelöscht. Liegt hier der Schlüssel für die Aufklärung des Attentats?
  • Nr. 332041
  • · Gebunden, 320 Seiten
  • · 03/2019
  • · Francke
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Grace2, 17.06.2019

Was für ein großartiger Roman! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mit einer unglaublichen Tiefe zur Vergebung und Gnade.

Elisabeth Musser ist es gelungen mit ihrem Roman „In jenem besagtem Sommer“ eine ergreifende Geschichte zum Thema „Vergebung und Gnade“ zu schreiben.

Josephine Bourdillon ist eine christliche Bestsellerautorin. Für die ganze Welt überraschend wird sie eines Tages niedergeschossen. Schwer verletzt mit einem Schädel-Hirn-Trauma wird sie auf die Intensivstation des Krankenhauses eingeliefert. Hier beginnt ihr langer Weg zurück ins Leben, aber wie weit sie genesen wird und ob sie jemals wieder schreiben wird, bleibt fraglich. Ihre Familie bleibt sprachlos zurück. Erst als sie in den Unterlagen der Autorin Drohbriefe finden, scheint eine Spur auf den Attentäter möglich zu sein. Doch die Ermittlungen geraten immer wieder ins Stocken. Die Familie schweigt zu einem Ereignis in jenem besagten Sommer vor vielen Jahren. Etwas Unfassbares muss geschehen sein. Liegt hier der Schlüssel für die Aufklärung des jetzigen Attentats?

Elisabeth Mussers Roman hat eine unglaubliche Tiefe. Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten sind phantastisch beschrieben. Die Gegensätzlichkeit und doch die gleiche Suche um Vergebung und Gnade erzeugen eine großartige Spannung, die sich bis zum Schluss durchzieht. Da sich der Schreibstil der Autorin auch noch sehr gut liest, gehört dieser Roman definitiv zu den Büchern, die man nicht mehr aus der Hand legt. Ich bin begeistert, wie gelungen die Autorin aus dem christlichem Verständnis das Erleben von Vergebung und Gnade beschreibt. Es hat mich tief berührt und sehr zum Nachdenken gebracht. Ich freue mich darauf, das Gelesene im Gebet zu vertiefen. Ich empfehle diesen beeindruckenden Roman sehr gerne weiter.

mabuerele, 19.06.2019

„...“Wir wohnen hier wie im Paradies“, hatte Momma gesagt. „jeden Tag dürfen wir dabei zusehen, wie Gott die Berge anmalt“...“

Das war gestern, als Paige mit ihrer Mutter, der Schriftstellerin Josephine Bourdillon, den Sonnenaufgang beobachtet hat. Und heute liegt Josephine nach einem Kopfschuss in der Klinik im Koma. Dass sie überhaupt noch lebt, hat sie einer unbewussten Bewegung zu verdanken. Wer aber hat das Attentat verübt?

Die Autorin hat nicht nur ein fesselndes Buch geschrieben. Die Geschichte geht in die Tiefe. Sie lotet die Psyche ihrer Protagonisten aus.

Dabei wird das Geschehen in drei Handlungsstränge aufgegliedert. In Gegensatz zu Polizei und Familie kenne ich nämlich von Anfang an den Schützen und sein Motiv. Das allerdings hilft mir nicht weiter, denn er handelt im Auftrag. Immer wieder erfahre ich, wie der Schütze mit dem Ergebnis umgeht. Er ist eine der interessantesten Personen der Geschichte. Das Besondere ist, dass er seinen Part selbst erzählt. Eine seiner Kindheitserinnerungen liest sich so.

„...Wenn Pa mich jemals mit einem Buch erwischt hätte, dann hätte er wohl das Gewehr geholt und mir mitten durch die Buchseiten in die Brust geschossen...“

Er leiht sich die Bücher von Josephine aus der Bibliothek und findet darin zum Teil sein Leben gespiegelt. Er beginnt, Fragen zu stellen, Fragen nach Frieden und Vergebung.

Im zweiten Handlungsstrang, der kursiv gesetzt ist, darf ich mit Josephine in ihre Erinnerungen eintauchen. Aufgewachsen in einem wohlhabenden Haushalt lernt sie schnell zu unterscheiden zwischen Sein und Schein. Terence, der schwarze Diener, erklärt ihr:

„...Miss Josy, Sie stellen aber Fragen. Diese feinen Leute betrinken sich doch nicht. Sie haben einen schönen Abend mit wenig Alkohol...“

Sie hat viel Empathie und möchte alles richtig machen. Sklaverei lehnt sie ab. Sie flüchtet in die Welt ihre Phantasie und schreibt schon in jungen Jahren erste Geschichten. Ihre ältere Schwester Kit dagegen ist sehr ichbezogen und nimmt mit, was sie bekommen kann.

Im dritten Handlungsstrang erfahre ich, wie die Familie mit der Erkrankung der Mutter umgeht und gemeinsam nach den möglichen Täter gesucht wird. Dabei wird immer wieder auf einen Sommer angespielt, der für die Familie eine besondere Bedeutung hat. Es gibt Vermutungen, dass das Attentat damit zusammenhängen könnte. Es dauert, bis das Geheimnis geklärt wird.

Seit jenem Sommer hat sich Paige, die Tochter, vom Glauben abgewendet. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entsprechende Werte in ihrem Leben verinnerlicht und sich einen Blick für die Nöte der anderen bewahrt hat.

Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Es bleibt viel Raum für Emotionen. Tiefgründige Gespräche erlauben einen Einblick in die Gedankenwelt der Protagonisten. Dabei spricht die Autorin Themen an, die sehr kontrovers sind. Ab welchen Moment wird der Glaube zur Heuchelei? Wie weit geht Gnade? Was macht Vergebung mit mir und mit dem anderen? Die Autorin wird sehr konkret. Es gibt keine theoretischen Abhandlungen. Die Fragen tauchen einfach im Kontext des Geschehens auf und werden so oder so beantwortet.

An vielen Stellen hat mich besonders Henrys Sicht auf die Dinge berührt, gerade weil er unvoreingenommen und, man könnte fast sagen, kindlich naiv, den Glauben betrachtet. Seine Eindrücke nach dem Lesen der Evangelien klingen so:

„...Wie ich mir schon gedacht hatte, gab sich dieser Jesus die ganze Zeit mit Sündern ab. Er aß mit ihnen und half ihnen und war selbst zu den Schlimmsten noch besonders gut - […] - eben denen, denen jeder aus dem Weg ging. Und zu den frommen Leuten war er überhaupt nicht nett. Und das machte sie ziemlich wütend...“

Ein weiteres großes Thema durchzieht das Buch, ohne dass es zu Anfang explizit eine Rolle spielt, der Umgang mit einer Depression. Auch hier gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern die Schilderung betreffender Lebensumstände.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Dazu haben nicht zuletzt die besonderen Protagonisten beigetragen, deren Wandlung der Handlung ein ganz eigenes Gepräge gibt.

claudi-1963, 20.06.2019

"Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk." (Eph. 2, 8–9)

Ganz unverhofft wie auf die Bestsellerautorin Josephine Bourdillon ein Attentat verübt. Schwerverletzt ringt sie auf der Intensivstation mit dem Tode. Ihr Mann Patrick und Tochter Paige sind fassungslos, schnell informiert Paige ihre Schwester Hannah die zurzeit in Frankreich studiert. Die erste Spur wird recht schnell gefunden, nämlich Drohbriefe die Josephine schon längere Zeit von jemanden erhalten hatte. Ist der Täter womöglich unter Josephines Lesern zu finden? Doch die Polizei tappt weiter im Dunkeln, wer der Autorin das angetan hat. Paiges größte Sorge ist, das die Polizei das Geheimnis von jenem besagten Sommer herausbekommt, das ihre Familie so verändert hat. Zur selben Zeit freundet sich Paige in der Klinik mit den Eltern Henry und Libby an, dessen Sohn Jase am Herzen operiert wurde. Dass diese Freundschaft noch schwer belastet wird, ahnt sie bis dahin nicht.

Meine Meinung:

Die Autorin kannte ich bisher nicht, doch der Klappentext hatte mich sofort angesprochen und fasziniert. Das Cover mit den warmen Farben und dem Blick auf die Schönheit der franz. Provence, die hier inhaltlich ebenfalls eine Rolle spielt, gefiel mir gut. Der Schreibstil war unterhaltsam, fesselnd und wirklich bemerkenswert. Besonders gefallen hat mir der Einblick in die Gedanken der einzelnen Protagonisten. In einer bemerkenswerten Interpretation ließ mich die Autorin am Glaubensleben von Josephine, aber auch an ihrem Hadern mit Gott und sich selbst teilhaben. Dabei spürte man erst nach und nach welch dunkle Wolken Josephine schon ihr ganzes Leben begleitet hatten. Dass sie schon seit Jahren in tiefen Depressionen steckte, die sie teilweise bis zum Nervenzusammenbruch bringen. Jedes Buch, das sie schrieb, wurde für sie zu einer Herausforderung, sie beschrieb es wie folgt: "Für mich war jeder Roman wie eine Geburt und hinterher war ich stets völlig ausgelaugt. Wenn dann noch schwierige Lebensumstände dazukamen, wurde daraus eine Katastrophe." (Buchauszug) Das sich die Autorin hier das Thema Depression so bemerkenswert darstellt, hat mich sehr beeindruckt und imponiert. Dadurch konnte mich wirklich so sehr gut in diese Gemütskrankheit hineinversetzen. Zudem ging es im Plot um Gnade, Hoffnung, Nächstenliebe, Vergebung, Glaube und Gebet. Die Charaktere hatten mich alle tief beeindruckt, besonders Paige die sich selbst als etwas chaotisch sah und irgendwie auch auf der Suche nach ihrem verlorenen Glauben war. Dafür hatte sie trotzdem ein wirklich großes Herz. Ihr Mutter Josephine war dagegen eine lethargisch, tiefgläubige Frau die schon in jungen Jahren sich für alles verantwortlich fühlte. Dazu kamen noch familiäre Belastungen, wie Alkoholismus, Selbstmord und Drogen, kein Wunder das sie deshalb an Depressionen litt. Sie kümmerte sich um das Glaubensleben aller, ob das ihre Leser oder die Familie war und dabei vernachlässigte sich oft selbst. Besonders, weil sie die Gnade Gottes für sich einfach nicht recht annehmen konnte. In Patrick fand sie jedoch einen liebevollen, treuen, gottesfürchtigen und hingebungsvollen Mann, der ihr stets zur Seite stand. Und Henry, der eigentlich gar nicht auf der Suche nach Gott war, wird ihn schneller kennenlernen, als ihm lieb ist. Für mich war dies eines der bemerkenswerten Bücher dieses Jahres, gerade weil es die Depression so greifbar macht, ich kann es nur weiterempfehlen. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sterne.

liesmal50, 25.06.2019

Vergebung und Gnade

Viele verschiedene Ereignisse gibt es „In jenem besagten Sommer“, so der Titel des christlichen Buches von Elizabeth Musser aus dem Verlag Francke, die nach und nach zur Sprache kommen um aufgearbeitet zu werden.

Noch vor dem Beginn der Geschichte begeistern mich die Verse der Schriftstellerin und Protagonistin Josephine Bourdillon mit wunderbaren Worten aus „The Mountains Between Us“ und lassen mit emotionalen Gefühlen meine Neugier wachsen.

Doch dann schlägt mit dem Kapitel 1 die Wirklichkeit erbarmungslos zu. 2015 in Asheville, North Carolina – Henry ist ein Auftragsmörder und nur durch einen Zufall ist der Schuss auf die Autorin Josephine Bourdillon nicht tödlich, doch sie wacht aus dem Koma nicht mehr auf. Warum sollte sie sterben? Sie hat doch mit ihren Büchern, in denen es um Gott und um Vergebung und Gnade geht, bereits so vielen Menschen geholfen, den Weg aus Hilflosigkeit und Verzweiflung herauszufinden!

Josephines Familie – ihr Ehemann Patrick und die zwei Töchter Hannah und Paige – ist entsetzt. Nie bleibt Josephine allein, immer sitzt jemand an ihrem Krankenbett auf der Intensivstation. Alle machen sich Gedanken darüber, wer hinter dem Attentat stecken könnte. So hofft man natürlich, dass der Täter bald überführt wird, aber immer wieder erweist sich die Fährte als falsch.

Das Buch begeistert mich von Anfang an. Es gibt so viele Fragen und die Spannung nimmt mich förmlich gefangen. Viele Fragen werden aufgeworfen: Was geschah in jenem besagten Sommer? Welches Geheimnis gibt es? Wer kennt die Wahrheit? Steht das Geschehen im Zusammenhangt mit dem Attentat?

Elizabeth Musser hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der den Spannungsbogen konstant straff hält. Sehr gut gefallen haben mir die in Kursivschrift gehaltenen, zum Teil sehr persönlichen Rückblicke in das Leben von Josephine und ihrer Familie, wodurch ein besonders enges Verhältnis zu ihnen entstehen konnte. Eine Ausnahme davon bildet jedoch Josephines Schwester Kit. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Auch der Attentäter Henry und seine Familie bleiben weiterhin ein wichtiger Teil der Geschichte und sorgen für spannende und emotionale Momente.

Der Autorin ist es gelungen, die aus verschiedenen Perspektiven erzählte und aus mehreren „Strängen“ bestehende Geschichte zusammenfließen zu lassen zu einem Ende, das keine Fragen offen lässt. Mir hat das Buch wunderschöne Lesestunden bereitet und gern empfehle ich es weiter.

„Vergebung ist nicht für den, der einen verletzt hat, sondern sie ist dafür da, damit das eigene Herz nicht verbittert wird.“

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