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Herzenswende

Wie ich lernte, dem Mörder meiner Schwester zu vergeben.

"Herzenswende" ist Jeanne Bishops wahrer Bericht über die größte Tragödie ihres Lebens: den Mord an ihrer jüngeren Schwester, deren Ehemann und ihrem ungeborenen Kind. Es ist aber zugleich eine Mut machende Erzählung über die Kraft der Vergebung und Versöhnung. Tiefgreifend und bewegend schildert Jeanne Bishop den Prozess, der sich im Laufe vieler Jahre in ihrem Herzen vollzieht und der sie bis in den Hochsicherheitstrakt führt, in dem der Mörder ihrer Schwester seine Gefängnisstrafe verbüßt. Beeindruckend!
  • Nr. 156421
  • · Gebunden, 192 Seiten
  • · 07/2017
  • · Neukirchener Verlag
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Maria L., 12.11.2017

Jeanne Bishop beschreibt in diesem Buch den Weg, wie sie dem Mörder ihrer Schwester vergibt. Die Erlebnisse sind chronologisch aufgebaut . Der Leser kann die Entwicklung so genau verfolgen. Zu Anfang gibt es einen Rückblick auf die damaligen Ereignisse, der sehr berührend ist. Im weiteren Verlauf merkt man , dass die Autorin Juristin ist, es werden mehrere juristische Begebenheiten angesprochen.

Im Buch fehlen mir Bilder, von der Schwester und ihrem Mann, von der Familie usw. Das macht einen persönlichen Bericht noch persönlicher, wenn man sich zu den Begebenheiten im Buch auch jemand vorstellen kann. So erinnert mich das Buch phasenweise an einen juristischen Bericht. Gerade in der Zeit nach dem Tod ihrer Schwester fehlen mir ihre Emotionen. Auch wenn das im Buch immer wieder angesprochen wird, bleibt man als Leser irgendwie auf Distanz.

Etwas gestört haben mich die Berichte von anderen schlimmen Verbrechen im Buch. Sie sind alle sehr grausam und alleine die Vorstellung reicht schon aus, wie schlimm das gewesen sein muss. Da es aber um ihre Schwester geht, hätte ich es schöner gefunden, wenn die Autorin nicht mit dem Mittel dieser schlimmen Taten arbeitet, sondern sich nur auf ihre familiäre Situation bezieht. So kann ich auch verstehen, dass mancher Leser sagt, dass man so etwas nicht verzeihen kann.

Im letzten Drittel des Buches geht es durch den Brief an den Mörder ihrer Schwester in die Richtung, die ich von dem Buch erwartet habe. Hier wird viel mehr auf ihre Gefühle eingegangen und ihre Entwicklung zum Verzeihen wird nachvollziehbarer. Insgesammt ist es aber auch hier für nichtgläubige Leser sehr schwierig zu verstehen, warum man so etwas verzeihen kann. Das ganze Thema ist sicherlich nicht einfach und schwer nachzuvollziehen, wenn man sich nicht damit beschäftigt. Zu verstehen ist es, wenn Angehörige der Opfer nicht können. Aber was macht ein solches Ereignis mit den Angehörigen ? Was macht es mit einem, wenn man nicht verzeiht ? Das hätte die Autorin noch etwas weiter ausführen können am Beispiel ihrer Familie.

Insgesammt ein interessantes Buch zu einem schwierigen Thema, das nicht in allen Punkten zu überzeugen weiß.

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