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Ein Brief für dich

Roman.

Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben: Ihre Töchter sind erwachsen, ihr Job im Drogeriemarkt sowie Haus und Garten halten sie nur mäßig beschäftigt. In ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das wirklich schon alles gewesen sein?

Unvermittelt erhält die 44-Jährige einen anonymen Brief, der sie im Innersten berührt. Nahezu zeitgleich beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Plötzlich muss sie um ihr Haus fürchten, ihr Cousin Walter braucht Hilfe, und außerdem bekommt sie diesen Kunden namens Hajo mit dem strahlenden Lächeln nicht mehr aus dem Kopf. Unterdessen erhalten auch Walter und Hajo jeweils einen mysteriösen Brief ...

Ein wunderbarer Roman über die Kraft der Worte und darüber, auch in schweren Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren.
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  • Nr. 817190
  • · Gebunden, 256 Seiten
  • · 02/2017
  • · Gerth Medien
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Dorothea Morgenroth
Ein Brief für dich (eBook)
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  • „Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist sehr leicht zu lesen, der Spannungsbogen gut gemacht, denn als Leser ahnt man bis kurz vor Schluss nicht, wie die Geschichte ausgeht. Ich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Von daher kann ich es nur wärmstens allen empfehlen, die eine leichte Lektüre suchen, wobei durchaus auch schwierige Themen wie Krankheit, Konflikte und Schicksalsschläge angesprochen werden.“ Helga Zahn, jesus.de

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ohne Angabe, 03.03.2017

Esthers Mann hat sie vor Jahren verlassen, die Kinder sind aus dem Haus und sie fühlt sich etwas einsam in ihrem Haus. Zu allem Überfluss geht auch noch ihre Heizung kaputt und sie hat kein Geld, um diese reparieren zu lassen.

Hajo hat einen neuen Job in der Stadt angenommen, in der Esther wohnt, weil er einem schrecklichen Familiengeheimnis auf der Spur ist. Als er die Esther kennenlernt, findet er sie sofort interessant.

Professor Ulrichs Haushaltshilfe hat gekündigt und aufgrund einer Verletzung kann er sich nicht selbst um den Haushalt kümmern. In seiner Verzweiflung nimmt er Kontakt zu einer entfernten Verwandten auf, zu der er seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte. Er ahnt nicht, dass dies ihn vor ganz neue Herausforderungen stellen wird ...

Und dann ist da noch eine kranke Frau, die Briefe an Unbekannte schreibt, um diese zu ermutigen und ihnen Botschaften von Gott zu überbringen. Während die einen sich über die Ermutigung freuen, sind andere eher empört darüber, dass sich jemand in ihr Leben einmischen will. Doch der Inhalt der Briefe bleibt nicht ohne Wirkung.

Dorothea Morgenroths neuer Roman spielt, im Gegensatz zu früheren Büchern, ganz in der Gegenwart. Aus der Menge an aktuellen Romanen sticht er vor allem aufgrund seiner Protagonisten heraus - ein Mann und eine Frau in der Lebensmitte, ein Professor, der schon in die Jahre gekommen ist. Themen des Romans sind Krankheit, Schicksalsschläge, "die Kraft der Worte" - es geht darum, nicht die Hoffnung zu verlieren, die Vergangenheit zu überwinden und auch Menschen zu lieben, die nicht ganz so liebenswert sind.

Der Autorin ist eine interessante, spannende Geschichte gelungen, die ich für Frauen (und Romane-liebende Männer) zwischen 30 und 60 empfehlen würde.

 

PS: Das Buch hat nichts mit dem gleichnamigen Film von 2011 zu tun, auch wenn die Handlung in Bezug auf den Briefschreiber eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Da finde ich schade, dass kein anderer Titel gewählt wurde.

Smilla507, 10.03.2017

Nach ihrem Arbeitstag als Filialleiterin einer Drogeriemarktkette erwartet die 44-jährige Esther nur noch ein leeres Haus und ihr Papagei namens »Keiner Onkel« (kein Schreibfehler ;) ). Beide Töchter sind erwachsen und haben das Nest verlassen. Seit einigen Jahren geschieden und auf sich allein gestellt, muss sie nun ihren Alltag neu gestalten. Da erreicht sie ein anonymer Brief mit einer christlichen Botschaft, außerdem bekommt sie einen Anruf von ihrem wesentlich älteren Cousin Walter, welcher dringend Unterstützung im Haushalt braucht.

 

Walter entpuppt sich als unsympathischer Pedant, aber da Esther finanziell auf diese Tätigkeit angewiesen ist, kämpft sie sich durch. Lichtblicke in dieser komplett neuen Lebensphase sind ihre ungeplanten Begegnungen mit Hajo.

 

Aus der Perspektive von 4 Personen wird die Geschichte erzählt, wobei die von Esther klar heraussticht. Anfangs überraschte mich das, aber es passt sehr gut und man erfährt dadurch von weiteren Geschehnissen, die die anderen Romanfiguren aber nicht wissen. Am Ende fügen sich alle Stränge auf wunderbare Weise zusammen.

 

Der Glaube an Gott wurde ganz natürlich in die Handlung integriert und hat einen hohen Stellenwert. Es geht um das Vertrauen in Gottes Führung, aber auch um Vergebung.

 

Dorothea Morgenroth hat einen angenehmen Schreibstil. Sowohl ernste Töne als auch humorvolle Szenen wechseln sich miteinander ab. Ich konnte das Buch sehr flüssig lesen und wollte es schon bald nicht mehr aus der Hand legen, weil mich die Entwicklungen so fesselten und mir das Herz erwärmten. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen!! Bereits im Vorwort erzählt die Autorin, dass sie mit diesem Roman eigene Erlebnisse verarbeitet hat und das spürt man dem Buch mit jeder geschriebenen Zeile ab.

 

S. Janoschke, 15.03.2017

Die alleinstehende Esther steht vor einem neuen Lebensabschnitt: ihre beiden Töchter sind aus dem Haus und langsam fragt sie sich, ob das alles gewesen ist im Leben. Was kann sie noch erwarten? Sie fühlt sich ein wenig einsam. Als dann auch noch einiges in ihrem Haus kaputt geht, was sie nicht so schnell bezahlen kann und sie einen Anruf von ihrem Cousin Walter bekommt, ob sie ihm helfen könne, ist sie erstmal überfordert. Auf Arbeit scheint alles schief zu gehen, bis ihr Hajo begegnet, der ihr kurzerhand hilft und sie ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Doch dann erhält sie Anonym einen Brief mit liebevollen Worten, die sie tief berühren und ihr wieder Mut machen. Auch Walter und Hajo erhalten jeweils so einen Brief, von dem sie nicht wissen, wer ihn geschrieben hat. Doch da geht das Abenteuer erst los, als Esther ein gut gehütetes Familiengeheimnis lüftet und damit Walter aus der Reserve lockt.

 

Dorothea Morgenroth hat einen wunderbaren Roman über die Kraft der Worte und des Gebets geschrieben, was den Leser schnell in ihren Bann zieht. Obwohl das Familiengeheimnis erst am Schluss gelüfetet wird, ist es doch nie langweilig, es gibt immer wieder Überraschungen. Besonders herrlich fand ich Walter. Er ist ein alter Pedant, dessen Frau vor Jahren gestorben ist und der nun schon einige Haushälterinnen verschlissen hat. Leider lässt sich so schnell keine neue finden und er besinnt sich auf die Cousine seiner Frau. Ich fand es sehr schön, wie Esther ihn immer wieder aus der Reserve locken konnte und er sich immer mehr erweichen lässt, wenn auch anfangs widerwillig. Die Liebesgeschichte hat mir auch sehr gut gefallen, zumal es hier nicht um junge und hübsche Mitzwanziger geht, sondern sich zwei Menschen verlieben, die bereits fest im Leben stehen, die auch schon den ein oder anderen Schicksalsschlag einstecken mussten. Die anonymen Briefe, über deren Absender man nach und nach ein bisschen erfährt, zeigen, welche Kraft geschriebene Worte haben.

 

Der Glaube spielt eine große Rolle und ist ganz natürlich mit in die Handlung verstrickt, das hat mir sehr gut gefallen, ist es doch auch in christlichen Büchern nicht mehr selbstverständlich. Im Vorwort schreibt die Autorin, dass das Buch entstand, als es ihr selbst nicht gut ging. Man merkt es dem Buch an, dass viel Herzblut darin steckt.

 

Ein sehr schöner Roman über die Kraft der Worte und wie ein Familiengeheimnis einen Menschen verbittern kann. Sehr lesenswert!

S. Bohn, 23.03.2017

Esther ist 44 Jahre alt und geschieden. Als ihre jüngste Tochter das Haus verlässt, gerät sie in eine Krise: was soll sie jetzt anfangen mit ihrer Zeit? War das schon alles?

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: das alt gewordene Haus schreit nach Reparaturen, für die sie kein Geld hat. Sie lernt einen sympathischen Mann kennen, der sich für sie zu interessieren scheint. Und dann meldet sich auch noch ein Verwandter, der ihre Hilfe braucht. Von Langeweile keine Spur mehr - im Gegenteil; sie weiß schon bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht.

Mut macht ihr ein Brief ohne Absender, den sie in ihrer Post findet: "Denk daran, wo immer du dich niederlässt: er ist schon da, der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat ...."

Und am Ende der Geschichte zeigt sich: der anonyme Briefschreiber hat Recht: Gott ist da, und er führt alle Dinge zum Guten.

 

Der Roman ist flüssig geschrieben und auch spannend. Trotzdem kann ich nur 3 Sterne vergeben. Am Schluss des Buches lösen sich die Probleme allzu schnell in Wohlgefallen auf - nicht wirklich glaubwürdig in meinen Augen.

Noch problematischer finde ich aber die Sache mit den anonymen Briefen. Auch wenn sie gut gemeint sind, diese Briefe: ich finde das sehr suspekt. Fremden Leuten einen Brief zustellen ganz ohne Absender - das ist zwar nicht kriminell, aber unseriös! Es stört mich gewaltig, dass dieser Roman ein derart fragwürdiges Verhalten so positiv darstellt.

Anonyme Briefe sind ein NoGo; so was gehört nicht einmal in einen Roman.

C. Stückner, 25.03.2017

Denk daran wo immer du dich niederlässt: Er ist schon da, der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat. Er ist schon dort, der dich in Ungeahntes, Neues führt. Er ist schon dort. Geh mit ihm, erfahre ihn, wie du es nie geglaubt. Er ist schon da. Geh - du bist nicht verlassen - Der Herr zieht mit. (Bernhard von Clairvaux)

Esther ist in ihrer Lebensmitte angekommen, die Kinder aus dem Haus und sie einsam und verlassen. Von ihrem Mann ist sie schon seit einigen Jahren getrennt, weil er auf der Suche nach seiner Lebenserfüllung war. Zwar hat sie einen guten Beruf als Filialleiterin in einer Drogerie, doch wenn sie nach Hause kommt, ist sie alleine. Eines Tages bekommt sie einen anonymen Brief und wenige Tage später ruft ein Cousin an, von dem sie Jahre nichts gehört hat. Ihr angeheirateter Cousin Walter braucht dringend Hilfe im Haushalt, da er sich verletzt hat. Weil Esther in seiner Nähe wohnt, bittet er sie um Hilfe, die er ihr auch entlohnen würde. Da Esthers Heizung ausgefallen ist und eine neue viel Geld kostet, nimmt sie das Angebot an, auch wenn ihr Walters schroffe, fordernde Art gar nicht gefällt. Außerdem lernt sie noch bei einem Problem in der Drogerie den sympathischen Hajo kennen. Hajo ist in die Nähe gezogen, weil er auf der Suche ist. Sein Vater hat ihm am Sterbebett ein Geständnis gemacht, mit der Bitte für ihn um Vergebung zu bitten. Wird seine Suche Erfolg haben und wird man ihm vergeben?

 

Meine Meinung:

Dies ist mein zweites Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Erneut bin ich wieder überrascht gewesen, wie wunderschön diese Geschichte war. An Hand verschiedener Erzählstränge, die später ineinander überfließen wird die Geschichte von mehreren Personen geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut, wie ich es auch nicht anders erwartet hatte. Einmal angefangen, hat mich das Buch wieder mal total in den Bann gezogen. Der christliche Glaube spielt in diesem Buch natürlich ebenfalls eine große Rolle, deshalb steht auch vor jedem Kapitel ein biblischer Spruch. Die anonymen Briefe die von einer kranken Frau geschrieben werden, empfand ich als einen herrlichen Einfall, vor allem wenn sich dadurch Leben verändern. Worte haben Macht, Kraft und können das Leben verändern, ob positiv oder negativ. Die Autorin hat dieses Buch geschrieben, als sie selbst in ihrer Familie Leid miterleben musste und ich hatte das Gefühl dies in ihrem Buch zu spüren. Ein wirklich gelungenes, emotionales, mit unter auch humorvolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann und von mir 5 von 5 Sterne bekommt.

ohne Angabe, 25.03.2017

Mit der Vergangenheit Frieden schliessen

 

Die seit vielen Jahren geschiedene Esther fühlt sich etwas verloren, da nun auch ihre zweite Tochter von zu Hause ausgezogen ist. Das reparaturanfällige Haus ist leer, der Alltag als Drogistin ein bisschen langweilig – war das nun schon alles? Da kriegt sie einen anonymen Brief, der sie sehr berührt. Beinahe zeitgleich erhalten Walter, ein älterer Professor, sowie Hajo, ein Strassenbauingenieur, ebenfalls anonyme Briefe. Wer schreibt diese Briefe? Und wieso?

 

Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man oben die Hand einer (Briefe) schreibenden Frau und unten hat man Einblick in eine Strasse einer Stadt; im „luftleeren“ Raum darüber dann der Buchtitel in einer verschnörkelten Schrift. Unten die Anonymität einer Stadt und oben sieht man in das Wohnzimmer… gefällt mir gut.

 

Als Leser begleitet man zuerst die drei Protagonisten Esther, Hajo und Walter unabhängig voneinander – sie scheinen anfänglich gar keine Verbindung zu haben. Doch dann ändert sich das.

Esther ist mir zu Beginn sehr sympathisch. Sie liebt ihre beiden Töchter sehr, trägt aber noch unverarbeitete Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum.

Walter, der „gute“ Herr Professor, ist ein verbitterter, älterer Herr, der gar nicht nett zu seiner Hausangestellten ist – ihr Befinden kümmert ihn so gar nicht. Diese wirft sodann kurzum den Bettel hin – bravo! Doch was hat ihn so verbittert und zynisch werden lassen? Er sucht nun dringend eine neue Haushaltshilfe und erinnert sich an die Cousine seiner verstorbenen Frau Marianne: Esther.

Auch Hajo hat noch ein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen: Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schuld wiedergutzumachen. Welche Schuld? Hajo ist Kunde in der Drogeriefiliale, die Esther leitet – und er ist schon beim ersten Treffen von ihr angetan.

 

Als alle drei Protagonisten plötzlich anonyme Schreiben mit Bibelzitaten erhalten, habe ich mich natürlich schon gefragt, wer so etwas macht und wieso. Der/die Verfasser/-in der Briefe (ich will hier nicht zu viel verraten) kommt im Buch ebenfalls vor, aber nur am Rande. Am besten gefallen hat mir Hajo, ein aufrichtiger, liebevoller Mann. Bei Esther hatte ich im Verlauf der Geschichte zuweilen Mühe, ihre Handlungen nachvollziehen bzw. gutheissen zu können. Die grösste Veränderung durchläuft für mich Walter.

 

Für mich ist es das erste Buch der Autorin; der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Eine ruhige Erzählung über die Kraft, die Worte vermitteln können, den Mut, mit der Vergangenheit Frieden zu schliessen, und über die Hoffnung.

K. Kauer, 28.03.2017

Die Hauptfigur des Romans "Ein Brief für dich" ist Esther, die als alleinerziehende Mutter deren Töchter, nun erwachsen geworden, das Haus verlassen haben. Ihr Mann begab sich vor Jahren auf eine Weltreise, von der er nicht wieder nach Hause zurückkehrte.

Esther ist Filialleiterin in einem Drogeriemarkt. Dort lernt sie schließlich den burschikosen und netten Kunden Hajo kennen, der ihr schon mehr als einmal behilflich war. Hajo zog erst kürzlich in die Gegend um den letzten Wunsch seines verstorbenen Vaters zu erfüllen.

Walter, ein angeheirateter Cousin, meldet sich plötzlich bei Esther und bittet um Hilfe. Mit ihm ist nicht besonders leicht auszukommen. So hat er seine langjährige Haushälterin mit seinen Launen verärgert und muss nun ohne sie auskommen. Obendrein hat er sich auch noch verletzt und kann seinen Haushalt folglich nicht mehr ausreichend führen. Da Esthers Heizung gerade zu dieser Zeit ausfiel und die Neuanschaffung enorme Kosten verursachen wird, braucht sie Geld und nimmt vorübergehend bei Walter die Stelle als Haushaltshilfe an. Nun muss sie mit diesem leicht verschrobenen und recht eigensinnigen alten Professor umzugehen lernen. Esther bittet oft Gott um Geduld, und schließlich schafft sie es tatsächlich, dass Walter mit der Zeit umgänglicher wird.

Just zu dieser Zeit trifft ein anonymer Brief bei Walter ein, der Auszüge besonderer christlicher Passagen beinhaltet. Esther erhielt schon zuvor eine ähnliche Nachricht. Während diese Botschaften für Esther Hoffnung bedeutet, ist Walter empört über die Belehrungen darin. Wie kann einer es wagen ihn belehren zu wollen!

 

Der Roman "Ein Brief für Dich" ist für mich das erste Werk, das ich von der Autorin Dorothea Morgenroth las. Die überzeugend inszenierten Charaktere sind lebensecht in die Geschichte eingebunden. Die einfache Sprache verführt zur entspannten und angenehmen Lektüre. Die Story beleuchtet das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven, was den Leser auf spannende Weise in die Geschichte und Gedanken der Protagonisten eintauchen lässt. Diese Erzählbögen nähern sich schließlich zu einem gelungenen Gesamtbild das letztendlich die Geheimnisse offen darlegt. Diese raffinierte Erzählkunst lässt den Leser erwartungsvoll und gespannt auf den Ausgang des Romans hoffen.

Ein ganz besonderes Highlight dieses Werkes ist der jeweils zum Kapitel passende, einstimmende Auszug aus der Bibel, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Dies unterstreicht nochmals, dass der Glaube eine besondere und maßgebliche Rolle im Roman hat.

Ich halte hier ein sehr schönes, gelungenes Werk rund um das Thema "Vergebung und Neubeginn" in meinen Händen.

 

Dem Gerth Medien Verlag ein herzliches Dankeschön für die Publikation dieses bemerkenswerten Buches.

vielleser18, 30.03.2017

Eshter (40), hat ihre beiden Töchter alleine großgezogen, nachdem ihr Mann vor 15 Jahren lieber die Welt entdecken wollte. Nun zieht auchi ihre jüngste Tochter aus. Tagsüber arbeitet sie in einer Drogerie, doch in ihrem Haus fühlt sie sich einsam. Hinzu kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen und so kommen auch finanzielle Sorgen hinzu. Gerade zu dem Zeitpunkt erreicht sie der "Hilferuf" (oder eher Befehl) ihres angeheirateten Cousins Walter, der Witwer hat in der Vergangenheit viel Leid erlebt, inzwischen ist er verbittert, exzentrisch und meist schlecht gelaunt. Doch nun ist er auf Hilfe angewiesen und eigentlich passt es, dass Esther selber Unterstützung braucht.

Und was ist mit dem gutaussehendem Mann, den Esther an der Arbeit kennen gelernt hat ? Hajo ist eigentlich auf der Suche um eine Schuld seines Vaters zu sühnen. Doch das scheint nicht so einfach zu sein wie gedacht.

Und was hat es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich, die Esther und Walter anonym bekommen haben ? Während Esther sich über ihren freut und neue Hoffnung bekommt, scheinen bei Walter alte Wunden wieder aufzubrechen ...

 

Dorothea Morgenroth hat mit "Ein Brief für dich" einen warmherzigen, gefühlvollen Roman rund um Schuld, Vergebung und die Liebe geschrieben. Die Protagonisten sind liebevoll zum Leben erwacht und als Leser kann man sich gut in sie hinein versetzen. Die Geschichte bleibt lange geheimnsivoll, der Leser erfährt erst peu a peu, was hinter allem steckt. So ist die Neugier beim Lesen groß und man rauscht nur durch die Seiten, denn die Autorin hat einen angenehmen, fesselnden Schreibstil.

Vor (fast) jedes Kapitel wurde ein biblischer/christlicher Spruch vorangestellt, genau wie in den geheimnisvollen Briefen, wo die Briefeschreiberin auch Bibelzitate verwendet um den Empfänger aufzumuntern und ihm Hoffnung zu schenken.

Das Buch gibt Hoffnung, macht Mut, lässt einen oftmals beim Lesen innehalten. Gleichzeitig ist es auch eine romantische Geschichte und Geheimnisse und Rätselraten kommt auch nicht zu kurz.

 

Auch wenn mir die ein oder andere Stelle etwas zu dick "aufgetragen" wurde, hat mir der Schreibstil des Buches ungemein gefallen. Hinzu kommen die nachvollziehbaren Veränderungen der Protagonisten, die diese durchlaufen haben, die Bürden, die sie alle, jeder für sich anfangs getragen haben, und dann ihre Öffnung, ihre Befreiuung, ihr Zuwenden zueinander, ihr Glauben und vor allem die Briefeschreiberin, die geleitet von Gott, nicht sich im Mittelpunkt hat, sondern ihre Mitmenschen. Die ein feines Gespür hat, die richtigen Worte zu finden. Deren Briefe , wie Steine waren, die sie ins Wasser geworfen hat und die jedesmal große Kreise gezogen haben.

 

Fazit:

Eine warmherzige, gefühlvolle Geschichte über Verzeihung, Hoffnung, Liebe und dem christlichen Glauben.

ohne Angabe, 31.03.2017

Esther steht an einem Wendepunkt. Ihre KInder haben das Haus verlassen. Ihr Haus benötigt dringend kostenintensive Renovierungen. Ein verbitterter entfernter Verwandter benötigt ihre Hilfe und mit Hajo tritt seid langem wieder ein Mann in ihr Leben. Dabei spielen anonyme Briefe eine wegweisende Rolle.

 

Dieser christliche Roman hat mich von Anfang an sehr gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und die Charaktere werden liebevoll und detailliert angelegt. Verschiedene Handlungsstränge fügen sich mit der Zeit zu einem abgerundeten Gesamtbild zusammen. Dabei bestimmen Schicksalsschläge das Leben der Protagonisten. Krankheiten, ein schweres Erbe, der Tod einer geliebten Person und finanzielle Engpässe müssen bewältigt werden. Zufälle eröffnen Zusammnehänge wo keine erwartet werden. Die Kraft des Glaubens ermöglicht es einer Schwerkranken sogar anderen Leuten zu helfen.

 

Der christliche Glaube wirkt manchmal früher, manchmal später. Das Ende hat mir besonders gut gefallen. Das Buch unterhält, regt aber auch zum Nachdenken an.

ohne Angabe, 05.04.2017

"Manches Mal war das Treiben der Menschen wirklich seltsam. Jahrelang mühten sie sich ab, ein schönes, gemütliches Heim für sich und ihre Familien zu schaffen, schufteten in ihren Gärten, bis der Rücken und sämtliche Gliedmaßen schmerzten, und wozu? Die Familien veränderten sich, Kinder gingen aus dem Haus, kamen nur noch zu kurzen Besuchen. /.../ Wenn sie sich schon heute den ganzen Nachmittag lang gefragt hatte, für wen sie sich eigentlich die ganze Mühe mit dem großen Garten machte, wie würde es ihr dann erst in einigen Jahren ergehen? Würde sie allein mit all der Arbeit hier alt werden - alt, müde und deprimiert - bis ihre Töchter beschlossen, sie ebenfalls an einem sicheren, mehr oder weniger gemütlichen Ort "abzustellen"?"

 

Die 44-jährige alleinstehende Esther bleibt nach dem Auszug ihrer ältesten Tochter allein in ihrem großen Haus mit Garten zurück. Eintönigkeit und Einsamkeit machen sich breit. Auch ihre Arbeit in der Drogerie bringt ihr keine Befriedigung und Erfüllung. Und weil nach dem Gesetz der Natur ein Problem stets das nächste jagd, brechen nach und nach zahlreiche handwerkliche Baustellen im Haus auf. Als auch noch die Heizung ausfällt, kommt es ihr gerade recht, dass ein älterer Herr in der Nachbarschaft um hauswirtschaftliche Unterstützung ruft. Doch wird sie durch die viele Arbeit Ablenkung finden? Lösen sich ihre Probleme irgendwann tatsächlich einfach in Luft auf, wenn sie sie nur gekonnt und hartnäckig ignoriert? Und wer ist dieser Mann, der immer wieder unerwartet als Retter in der Not auftaucht und ihr Leben gehörig auf den Kopf zu stellen droht?

 

"Ein Brief für dich" war mein erstes Buch der Autorin Dorothea Morgenroth. Anfangs hatte ich etwas Mühe in die Geschichte zu finden. Rückblickend kann ich sagen, dass es wahrscheinlich an zwei Dingen lag: Zum einem an der sehr emotional berührenden, persönlichen Einleitung in das Buch, die auf mich sehr stark nachgewirkt und den Einstieg damit einfach etwas "überdeckt" hat. Und zum anderen an der Bezeichnung "die Kranke", für eine zunächst noch unbekannt bleibende Protagonistin, der für mich einfach einen zu negativen Beigeschmack hatte. Denn einen Menschen zeichnet doch so viel mehr aus als sein körperlicher Zustand. Meine Empfindung ist aber subjektiv und ganz sicher keine Absicht der Autorin. Und man sollte sich davon auf keinen Fall abhalten lassen, das Buch zu lesen. Denn es gibt viele ungeklärte Fragen, die darauf warten vom Leser aufgeklärt zu werden. So habe ich mich lange Zeit gefragt, welches Geheimnis Hajos Vater seinem Sohn anvertraut und ihm damit eine schwere Last auferlegt hat. Was hat es mit der geheimen Buchhandlung auf sich und wer ist der anonyme Briefeschreiber?

 

Es gibt einige Dinge, die mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben sind. Sehr gut gefallen, haben mir die Bibelsprüche zu Beginn eines jeden Kapitels. Auch die anonymen Briefe und ihr "Verteilsystem" haben mich berührt und schmunzeln lassen. Worte, die darauf abzielen, dem Empfänger Freude zu bereiten, ihn aufzumuntern und aufzubauen. Man sollte nie die Macht der gesprochenen und geschriebenen Worte unterschätzen. Diese Botschaft ist bei mir hängengeblieben.Und weil auch der Humor nicht zu kurz kommen darf, gefielen mir die Wortspielerein von K(l)einer Onkel und die muntere-scherzhafte Art von Hajo sehr gut.

 

"Ein Brief für dich" wurde in seiner ersten Auflage im Frühjahr 2017 im Verlag Gerth Medien veröffentlicht. Es überzeugt mit einem stabilen Hardcover und einer hochwertigen Bindung und Verarbeitung, die sicher nicht nur dem ersten Lesen standhält. 15 Kapitel, bei dem (fast) jedes mit einem wunderschönen Mutmach-Vers beginnt, erwarten den Leser - zusätzlich mit einer sehr angenehmen Schriftgröße.

Auch, wenn das Cover und der Titel eher allgemein gehalten sind, finde ich sie gelungen, weil sie sich in ihrer Aussage ergänzen. Der Titel "Ein Brief für dich" wird zusätzlich durch die Abbildung einer, einen Brief schreibenden Hand unterstrichen und es bleibt offen, ob mit "dich" nur die Empfänger der Briefe im Buch oder auch die Leser gemeint sind.

 

Fazit:

Auch wenn die anonymen Briefe und ihre Kraft der Worte nicht zum Hauptthema der Geschichte gemacht wurden, so bleibt doch ihre Botschaft bis zum Ende - und auch darüber hinaus - bestehen.

Ein wirklich gelungener Roman, der mich gut unterhalten und an einigen Stellen auch nachdenklich zurückgelassen hat.

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