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Espenlaub

Roman.

Der Bergbauer Toni Hinteregger wächst als Waisenkind in den Südtiroler Bergen auf. Mit 18 Jahren lernt er Evi Stocker kennen, die Liebe seines Lebens. Als diese von ihren Eltern zum Medizinstudium nach England geschickt wird, bricht Tonis Welt zusammen. Zudem muss er mit einer schockierenden Diagnose fertigwerden: Parkinson. Für beide beginnt ein dramatischer Kampf zwischen Hoffnung und Resignation, um Liebe und Treue, um Berufung und Erfüllung.
  • Nr. 817191
  • · Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 240 Seiten
  • · 02/2018
  • · Gerth Medien
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Jürgen Mette
Espenlaub (eBook)
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Jürgen Mette
Espenlaub
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  • „Ein Heimatroman der Sonderklasse, der nicht nur lebt von Herz und Schmerz. Vielmehr findet sich hier medizinisches Hintergrundwissen, wie es selten eingebaut wird. Mit dem Romanhelden lebt der Leser zwischen "Zitterterror" und Hoffnung. Dabei fliessen auch kritische Glaubensfragen ganz natürlich ein. Man spürt die schmerzliche Selbsterfahrung des Autors, die diese Erzählung zu einer berührend authentischen Erfahrung macht.“ Prof. Dr. med. Samuel Pfeifer, Psychiatrie & Psychotherapie, CH-Riehen
  • „Eine herzbewegende Erzählung von Liebe und Schmerz, Heimat und Fremde, Glauben und Zweifel. So kann nur einer schreiben, der selbst seit 10 Jahren zwischen Verzweiflung und Hoffnung hin und her gerissen sich immer wieder neu der unausweichlichen Realität einer neurodegenerativen Erkrankung stellt. Jürgen Mette ist ein Botschafter der Hoffnung, nicht nur für uns Betroffenen, sondern für alle, die gesund sind oder bisher noch nicht gründlich untersucht wurden.“ Gerhard Heinze, Vorsitzender von REM-Schlafverhaltensstörung e.V.
  • „Ich wünsche dem Roman "Espenlaub" von Jürgen Mette einen schönen Erfolg, weil er Wege aufzeigt, nicht beschönigt, nicht simplifiziert, aber eindeutig zeigt, dass es immer wieder sehr gute Gründe gibt, zu kämpfen, sich spirituell einzulassen. Dass man als Christ mit Gott hadern darf, ist für mich auch durch die Persönlichkeit des Autors und seiner Art zu Schreiben erneut bestätigt. Dass man dennoch Kind Gottes bleibt, scheint für Jürgen Mette eine gesicherte Wahrheit zu sein, und er versteht es, das verstehbar zu machen. Sein Schreiben ist seine Confessio!“ Dr. Jürgen Rieke, Neurologe, Gießen
  • „Jürgen Mettes Roman "Espenlaub" ist gespickt mit autobiographischen Bezügen. Vielleicht wird gerade deshalb der Leser, ganz besonders der von Parkinson Betroffene oder seine Angehörigen, in diese Geschichte von "Liebe, Sehnsucht, Vertrauen, Zweifel und Hoffnung" so mit hinein genommen und gefesselt, dass er wohl nur, um Tränen zu trocknen, das Buch aus der Hand legt. Gelebter, angefochtener und vor allem echter, befreiender Glaube, der von Anfang bis zum Schluss die Handlung durchzieht, lässt auch mich wieder ganz neu dem vertrauen, der auch meine Wege kennt. Ich danke dem Autor für diese authentische Schilderung der Situation eines "Parkis" - bis hin zur Tiefenhirn-Stimulation, die mir, als seit 30 Jahren Betroffener, seit 13 Jahren große Erleichterung und neue Lebensqualität gebracht hat.“ Joachim Krebs (60), Dipl.Ing., ehemaliger Bauunternehmer. Hardthausen. Lebt seit 30 Jahren mit der Diagnose Parkinson
  • „Trotz Krankheit, Verlust und Einsamkeit gibt es immer Hoffnung. Das zeigt zumindest Jürgen Mettes zweiter Roman 'Espenlaub'.“ Anne Klotz, pro-medienmagazin

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Karl Albietz, 10.03.2018

Ich kenne Jürgen Mette als ausgezeichneten Theologen, begabten Verkündiger und guten Organisator. Aber ist er auch ein Romanschreiber? Als ich das Buch zur Hand nahm, war ich sehr gespannt! Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Noch selten habe ich ein Buch in so kurzer Zeit gelesen. Eine detailgetreue Schilderung eines einfachen Alphirten, seine Enttäuschungen in der ersten Liebe und sein Schock, als die ersten Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung sich bemerkbar machten. Man leidet mit und fragt sich unwillkürlich: Ist das wirklich alles erfunden oder existieren Toni und Evi wirklich?

Als Erstes überraschten mich Mettes Detailkenntnisse des kleinen Dorfes Terenten in Südtirol. Überhaupt sind so viele Einzelheiten aufmerksam nachgezeichnet, dass man sich problemlos in die Lage der Hauptpersonen hineinversetzen kann. Und mitten in diese Alpenidylle hinein webt Mette eine Liebesgeschichte, die ans Herz geht. Wenn sich eine angehende Ärztin aus gutem Haus in einen ungebildeten, einfachen Alphirten verliebt, sind die Konflikte vorprogrammiert: mit den vornehmen Eltern, mit den Karriereplänen der begabten Neurologin, mit dem neuen Wohnort und der Zukunftsplanung.

Wie bei Jürgen Mette nicht anders zu erwarten war, spielt die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben in "Espenlaub" eine wichtige Rolle. Nicht plakativ, auch nicht schwarz-weiss, sondern in einer mitreissende Dynamik. Evi, die Freundin von Toni, wird auf dem linken Fuss erwischt. Selber in einem christlichen Umfeld aufgewachsen, gerät sie während des Medizinstudiums in London in die Fänge einer christlichen Sekte. Fast zu spät durchschaut sie die raffinierten Machenschaften eines Weltuntergangspropheten. In ihrer Enttäuschung über diesen "Ausflug" in eine Sackgasse wirft sie den Glauben über Bord, vor allem ihren "Kinderglauben". Toni, ihr inzwischen durch eine Parkinsonerkrankung behinderte Freund, der jahrelang auf sie gewartet hatte, findet dagegen im Glauben die entscheidende Stütze in der immer bedrohlicher wirkenden Krankheit.

Die Liebesgeschichte zwischen Evi und Toni schildert Mette so einfühlsam, dass man sich unweigerlich mit den beiden Hauptpersonen identifiziert, mit ihnen leidet, hofft - und sich beim Happyend von Herzen mitfreut. Höhepunkt ihrer Liebesgeschichte ist die Hochzeit, für Toni die Krönung seines jahrelangen Wartens mit ungewissem Ausgang. Für Evi eröffnen sich neue Probleme. Auf einer einsamen Alp kann sie sich als Neurologin nicht betätigen. Sie müssen umziehen und sich eine neue Existenz aufbauen. Und was macht ein Alphirt, der durch seine Krankheit körperlich schachmatt gesetzt worden ist? Er beginnt zu schreiben. Seine eigene Geschichte gibt Stoff genug. Und seine Bücher machen ihn zum gefragten Referenten. Der Kreis schliesst sich. Die vielen Fragezeichen münden schliesslich in eine grosse Dankbarkeit über Gottes Führung.

claudi-1963, 03.04.2018

Die Größe eines Menschen hängt einzig und allein von der Stärke des Gottesverhältnisses in ihm ab. (Søren Aabye Kierkegaard)

Ein Unglück kommt selten allein, so verliert Anton (Toni) Hinteregger nicht nur recht junge durch ein Unglück seinen Vater, sondern auch noch weniger Jahre später seine Mutter. Bei einem Erdrutsch in den Südtiroler Bergen wird das Haus der Hintereggers und Tonis Mutter mitgerissen, dabei wird Toni nicht nur zum Vollwaisen, sondern auch traumatisiert. Doch er hat es allein der Familie Isidor Schmid zu verdanken, dass er nicht in ein Heim für Behinderte kommt. Trotzdem sie selbst sieben Kinder haben nehmen sie Toni zu sich auf den Bauernhof. Des Sommers ist Toni mit den Kühen in den Bergen auf der Alm und im Winter im Tal. Eine Schule hat er nie besucht, doch Bäuerin Walburga bringt ihm das Lesen, Schreiben und alles wissenswerte bei. Jahre vergehen da lernt er die 18-jährige Evi Stocker kennen, die am Hof der Schmids arbeitet und verliebt sich in sie. Auch Evi hat sich in Toni verliebt, doch ihre Eltern haben eine ganz andere Zukunft für sie vorgesehen. Evi soll nach England zum Medizin zu studieren, als er das hört, bricht für Toni eine Welt zusammen. In England lässt sich Evi mit einer Sekte ein währenddessen Toni viel zu jung an Parkinson erkrankt. Für beide beginnt eine Zeit des Kampfes, zwischen Treue, Ungewissheit, Hoffnung, Resignation und Liebe. Nur Tonis fester Glaube an Gott und die Liebe zu Evi kann ihm in dieser Zeit Trost spenden. Werden die beiden sich je wiedersehen und wird Tonis Glaube und Kraft ausreichen, um das alles zu verkraften?

 

Meine Meinung:

Dieses Buch ist kein reiner Heimatroman, auch wenn das Cover auf den ersten Blick so ausschaut. Es geht in erster Linie um eine Liebe die durch harte Zeiten gehen muss und um einen Mann der schon in recht jungen Jahren an der chronischen Nervenerkrankung Parkinson erkrankt. Dabei beschreibt der Autor und Theologe Jürgen Mette, der selbst seit 2016 an Parkinson erkrankt ist, recht authentisch die Krankheit in allem Ausmaß. Auch das zittern seiner Erkrankung, das er wie Espenlaub beschreibt, gibt dem Buch seinen Titel. Beeindruckt hat mich, aber auch sehr wie selbstverständlich die Bauernfamilie Schmid den kleinen Toni bei sich aufgenommen hat. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und innerhalb kürzester Zeit hatte ich die 230 Seiten durchgelesen. Die Charaktere sind stimmig und sehr sympathisch, so das mich die Geschichte von Evi, aber vor allem von Toni sehr berührt hat. Da ich selbst schon viele Jahre chronisch erkrankt bin, konnte ich mich besonders mit Toni identifizieren. Dass sein Glaube ihm in dieser Zeit die nötige Kraft und das Durchhaltevermögen gibt, hat mich sehr beeindruckt. Ob diese Geschichte einen realen Ursprung hat, ist leider aus dem Inhalt nicht eindeutig ersichtlich, man könnte es sich jedoch recht gut vorstellen. Eine herzergreifende Geschichte über Glaube, Liebe, Heimat und Anfechtung, das ich jedem Parkinson Erkrankten empfehlen kann gebe ich 5 von 5 Sterne.

lieberlesen21, 07.04.2018

„Espenlaub“ ist ein 230 seitiger Roman von Jürgen Mette. Darin hat der Autor seine eigenen Erfahrungen mit der Krankheit Parkinson in Romanform verarbeitet.

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Der Protagonist Toni Hinteregger leidet unter Parkinson, eine Krankheit, die ihn schon in jungen Jahren ereilte, so beginnt der Roman mit einem Rückblick.

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Tonis Leben, gezeichnet durch einen schweren Schicksalsschlag, weiter mit viel Glück und Zuversicht, zunächst Almhirte, verliebt und mit einem schönen Ausblick, das ist der Inhalt des Buches.

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Die Krankheit Parkinson, unter der Toni recht früh leidet und der christliche Glaube an Gott sind die Themen des Buches. Man könnte es auch als „erweiterten“ Heimatroman, der in Südtirol spielt, beschreiben. Dazu gibt es Schilderungen von Tonis Arbeit auf der Sommeralm mit seinen Kühen.

Diese lesen sich sehr ansprechend.

Der ganze Roman ist durch liebevolle Personen, die Toni begegnet und ihm wohlgesonnen sind, durchdrungen.

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Der Schreibstil des Buches hat es mir sehr leicht gemacht, zügig zu lesen und auch der Inhalt fordert das.

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Ich bin sehr froh, dieses Buch durch eine Leserunde bei lovelybooks entdeckt zu haben, mir hat der Roman sehr gut gefallen und mich angeregt noch weitere Bücher von Jürgen Mette zu lesen, besonders seine Autobiographie „Alles außer Mikado“.

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Trotz des ernsten Themas sind es fast schon „vergnügliche“ Lesestunden und ich vergebe gerne 5 Sterne.

eskimo81, 12.04.2018

... sondern eine Chance der Bewährung meines Glaubens (Seite 202)

Toni Hinteregger, ein Waisenkind aus den Südtiroler Bergen, lebt als Bergbauer. Glücklich und dankbar, dass er von diesem Bauernpaar aufgenommen worden ist als er am Tiefpunkt seines Lebens angekommen war. Mit 18 Jahren lernt er Evi Stocker kennen und lieben. Leider sind ihre Eltern nicht glücklich und wollen mehr für ihre Tochter. Ein Bergbauer, das kommt überhaupt nicht in Frage. Sie wird nach London geschickt für ihr Medizinstudium. Während Toni hofft und die Liebe zu Evi aufrecht erhält, bekommt er eine schockierende Diagnose - Parkinson. Evi hingegen studiert in England und rutscht in die Tiefen einer Sekte.

Es beginnt ein Kampf zwischen Hoffnung, Resignation, Treue, Berufung und Erfüllung.

Bei den ersten Kapiteln bin ich etwas geschockt. Ich hatte etwas anderes erwartet. Kein so detaillierter Bericht über einen Bergbauer. Zuerst fragte ich mich wirklich, was will das Buch von mir? Was soll ich mit diesem Inhalt anfangen? Bald merkte ich aber, dass das Buch sehr tiefgehend und aufreibend ist. Die Liebe um Evi und Toni, die Krankheit, das Leiden von Toni, die Sehnsucht. Alles verpackt mit einem tiefen Glauben, aber auch der Verlust des Glaubens, dem Evi unterliegt. Ein sehr tiefgehendes Buch das zum denken anregt. Berührt und einfach nur fassungslos zurücklässt.

Ich glaube, dass Gott mich heilen kann... aber ich habe gelernt, dass heil zu sein und im Frieden mit Gott ... wichtiger sein kann, als geheilt zu werden. (Seite 202)

Fazit: Ein wundervolles berührendes Buch das zeigt, dass man auch trotz einer schlechten Diagnose, einer Krankheit die einen das ganze Leben begleitet, an Gott glauben kann nein Glauben muss. Er bestraft uns nicht, er will, dass wir "beweisen", dass nichts unseren Glauben beeinträchtigen kann. Ein Buch, das mich sehr tief berührt hat und noch lange nachhallt.

Curin, 14.04.2018

Schon von Kindheit an hat Toni ein schweres Leben: Früh verliert er seine Eltern und wächst als Waisenkind auf einem Bergbauernhof auf. Dort wird er liebevoll und christlich erzogen und lernt die junge Frau Evi kennen und lieben. Doch als Evi für ihr Medizinstudium nach England geht, sich dort einer Sekte anschließt und alles hinter sich lässt, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Während Toni die Hoffnung nicht aufgibt, erkrankt er schwer an Parkinson... .

Jürgen Mette hat hier einen tiefgründigen und bewegenden Roman geschrieben, indem er an seinem Protagonisten Toni zeigt, wie sich der christliche Glaube auch in schweren Zeiten als tragfähig erweist.

Erst habe ich ein wenig Zeit gebraucht, um mich in das Buch einzulesen und mich auf die Handlung einzulassen. Dies ist keine Geschichte, die einem überladenden Heimatfilm gleicht, wie der Schauplatz Südtirol vermuten lässt. Es gibt zwar auch eine Liebesgeschichte, die nicht ohne Schwierigkeiten verläuft, aber die dennoch keineswegs in eine kitschige Herzschmerzsituation ausartet.

Der Protagonist des Buches ist Toni, der als Waisenkind wohlbehütet und liebevoll auf dem Raffalthof aufwächst. Seine Zieheltern sind gläubige Christen, die sich sehr um ihn kümmern und dafür sorgen, dass er auch ohne Schulbesuch lesen und schreiben lernt. Für mich war Toni von Anfang an ein sympathischer junger Mann, der zwar nicht viele Worte macht, aber hart arbeitet und vor allem ein gutes Herz hat. Es ist schon sehr traurig zu sehen, wie er durch die Parkinsonerkrankung immer schwächer und zittriger wird. Dennoch resigniert er nicht, sondern zeigt, dass es wichtiger ist ,,heil zu sein als geheilt zu sein".

Evi ist auch eine interessante und vielschichtige Figur, die auch aus einem gläubigen Elternhaus kommt und einen guten Charakter hat. Für mich war es nur etwas unverständlich, warum ausgerechnet sie in England in die Fänge einer Sekte gerät. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass der Autor diesen Teil der Geschichte ausführlicher dargestellt hätte.

Jürgen Mette schreibt gut lesbar und man merkt immer wieder, dass er in diesen Buch eigene Erfahrung zu der Krankheit Parkinson mit eingebaut hat. Allerdings fehlten mir persönlich in der Handlung manchmal etwas die Details, um mir eine Situation besser vorstellen zu können.

Insgesamt ist ,,Espenlaub" ein wunderbarer und bewegender Roman mit Tiefgang, den ich hier gerne weiterempfehle.

Beständige Liebe eines Zitternden, 15.04.2018

Toni erlebt schon als Junge viele harte Schicksalsschläge. Sein Vater überlebt zwar die Schlacht vor Stalingrad, kommt aber kurz nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft bei einem Bombenangriff ums Leben. Seine Mutter kann ihn ohne Arbeitsstelle finanziell nicht versorgen, darum muss sie arbeiten gehen, und der kleine Junge wird von entfernten Verwandten großgezogen. Eine Blinddarmentzündung des Jungen wird zu spät erkannt, und er muss lange Zeit im Krankenhaus gepflegt werden. Eines Tages bleibt der Besuch der Mutter aus. Sie ist bei einer Lawine verschüttet worden.

Toni ist sehr erschüttert. Diese große Verlusterfahrung führt dazu, dass er verhaltensauffällig wird und in ein Heim für geistig Behinderte kommen soll. Ein Familienfreund, der Raffaltbauer, hört vom Schicksal des Jungen, und er nimmt ihn in seine große Familie auf. Geduldig bringt die Bäuerin dem Jungen Lesen und Schreiben bei. Toni fühlt sich in seinem neuen Zuhause geborgen. Er findet seine Aufgabe in der Versorgung der Kühe. Im Sommer bleibt er mit den Kühen auf der Alm.

Er ist achtzehn, als ein gleichaltriges Mädchen, Evi, als Aushilfe auf den Hof kommt. Obwohl sie auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, verlieben sich die beiden ineinander. Evis wohlhabende Eltern haben jedoch ehrgeizige Pläne für die Zukunft ihrer Tochter. Ein einfacher Almhirt passt nicht in diese Pläne.

Toni hält beharrlich an diese Liebe fest, auch als Evi zum Studium nach London geht. Selbst in den vielen Jahren, in denen er kein Lebenszeichen von ihr erhält, bleibt er ihr treu. Er leidet aber nicht nur unter dem Verlust dieser Beziehung. Viel zu früh machen sich erste Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung bei ihm bemerkbar. Er hält sich an dem Vorbild Hiobs fest, und bemüht sich trotz der Krankheit um ein heiles Leben.

In diesem Roman wurden sicher einige persönliche Erfahrungen des Autors verarbeitet, der selbst an Parkinson erkrankt ist. Die Beschreibung von Tonis Leiden ist sehr authentisch.

Die Liebesgeschichte ist einfach nur berührend. Es ist beeindruckend, wie Toni ein Leben lang an dieser scheinbar aussichtslosen Liebe festhält.

Eingebettet in den zarten Klängen eines Heimatromans, bearbeitet der Autor in diesem Buch schwerwiegende Themen wie Krankheit und Leid, Treue und Liebe, geistlicher Missbrauch und freimachender Glaube. Eine eindeutige Leseempfehlung!

LEXI, 22.04.2018

Behindert, zerbrechlich, orthopädisch auffällig, aber gesegnet. Das ist mein Leben.

„Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln…“

Der alleinstehende Anton Hinteregger führt ein äußerst arbeitsames Hirtenleben, er ist Kuhhirte aus Leidenschaft und lebt mit seinen Kühen abwechselnd im Sommerquartier auf der Alm und im Winterquartier bei der Familie des Raffaltbauern Alois Schmid. Nach dem schrecklichen Unfalltod der Mutter nahm sich die tiefgläubige Altbäuerin Walburga Schmid des armen Waisenkindes an und nahm es wie einen eigenen Sohn in die Familie auf. Da Anton aufgrund seiner Sprachbehinderung kein Schulbesuch möglich war, unterrichtete die ausgebildete Lehrerin Walburga den Jungen. Sie lehrte ihm die Liebe zur Literatur und zeigte ihm den Weg zu einem fröhlichen und befreiten Christsein. Anton wuchs unter ihrer Obhut zu einem charakterstarken, zuverlässigen, fürsorglichen und gläubigen jungen Mann heran.

Als die gleichaltrige Evamaria Stocker als Hausmädchen auf den Raffalthof kam, begegnete Toni der Liebe seines Lebens. Zu seiner großen Freude erwiderte das hübsche und fröhliche Mädchen seine Gefühle und die beiden planen eine gemeinsame Zukunft. Evis Mutter kann jedoch aufgrund ihrer Standesdünkel den Freund der Tochter nicht akzeptieren und sorgt auf sehr effektive Art und Weise dafür, die Liebenden zu trennen. Evi wird für zwei Jahre zum Studium nach England geschickt, kehrt jedoch entgegen allen Zusagen und Versprechungen nach dieser Zeit nicht mehr zurück. Sie gerät in die Fänge einer Sekte und bricht unter dem Einfluss des fanatischen Sektenführers jeden Kontakt zu ihrer großen Liebe, ihrer Familie und ihren Freunden ab.

Toni leidet sehr unter der Trennung von Evi und seiner quälenden Einsamkeit, er ist tief verletzt und die sterbende Hoffnung auf ihre ist beinahe schlimmer als seine Diagnose Morbus Parkinson.

Jürgen Mette hat sich mit diesem Roman zielstrebig in mein Herz geschrieben. In seiner Geschichte über den geduldigen und in sich gekehrten Anton Hinteregger konzentriert er sich vor allem auf seinen Protagonisten, dessen Charakterisierung ihm hervorragend gelungen ist. Tonis stille Gedankenwelt, seine Emotionen, seine Ängste, aber auch sein Festhalten an der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner geliebten Evi werden im Buch sehr eindringlich und außergewöhnlich berührend beschrieben. Tonis früh verstorbene Mutter gab ihm einen starken Glauben mit auf den Weg, der durch die Person der Walburga Schmid noch vertieft wurde. In den langen Jahren der Einsamkeit und des Wartens auf Evi reifte er trotz tiefster Verzweiflung und infolge seiner Weigerung, nicht aufzugeben, zu einer in sich ruhenden Persönlichkeit, die auch anderen Menschen Mut und Hoffnung vermittelt.

Der Leser erhält in diesem Buch einige Informationen über die Parkinson-Erkrankung, beginnend von den ersten Anzeichen körperlicher Einschränkungen, über den Weg zu einer Diagnose bis hin zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Das Hauptaugenmerk wird jedoch stets auf die Person des Protagonisten gelegt und dessen Erfahrungen und Empfindungen in den Mittelpunkt gerückt. Der christliche Glaube spielt in diesem Buch eine zentrale Rolle, und in den Erzählsträngen, die sich mit dem Leben von Evamaria Stocker in London beschäftigen, erfährt man von ihrem Abgleiten in die Fänge einer Sekte.

Ich empfand „Espenlaub“ als tief berührende, zum Teil erschütternde Lektüre. Evis lange Abwesenheit ließ an manchen Stellen sogar einen gewissen Groll in mir entstehen, und das Wiedersehen ging mir ein klein wenig zu „glatt“ über die Bühne. Das happy end versöhnte mich jedoch mit Evis Abtrünnigkeit und ich möchte dieses Buch, das so voller Glauben und Hoffnung ist, jedem ans Herz legen, der sich mit der Parkinson-Erkrankung eines gläubigen Christen auseinandersetzen möchte.

Besonders berührt hat mich eine ganz bestimmte Passage eines Briefes, die Anton am Ende des Buches zitiert:

„Ich kann wieder glauben, dass ich trotz Parkinson vielleicht die beste Zeit meines Lebens noch vor mir habe. Nicht ein erfolgreiche, aber eine folgenreiche Zeit. Nicht eine furchtlose, aber tapfere Zeit. Nicht ein gesunde, aber doch eine geheilte Zeit. Nicht eine zweifelsfreie, aber doch keine verzweifelte Zeit. Nicht eine überzeugte, aber doch eine zeugnishafte Zeit. Ich bin allerdings auch ganz nüchtern darauf eingestellt, dass ich möglicherweise die schwerste Phase meines Lebens vor mir habe.“

Klaudia K., 27.06.2018

Schon seit seiner Kindheit ist Anton Hinteregger, den man im Dorf einfach nur "Toni" nennt, ein Weisenkind. Er fand beim Raffaltbauer Isidor Schmid in den Südtiroler Bergen ein liebevolles zu Hause. Die Frau des Landwirts lehrt Toni das Lesen und Schreiben. Schon bald entdeckt der gelehrige Schüler seine Freude an der Literatur. Auf dem Hof hilft Toni wo er nur kann. Hier lernt er auch die gleichaltrige Evi Stockner kennen, die als Hausmädchen arbeitet. Mit der Zeit erwächst eine zarte Liebe zwischen den beiden Jugendlichen. Durch Evi vertieft sich Toni in die Bibel und erweitert seine theologischen Erkenntnisse. Schließlich plant das junge Paar sogar eine gemeinsame Zukunft, doch Evis Mutter möchte ihre hübsche Tochter in einer anderen für sie aussichtsreicher erscheinenden Zukunft sehen und schickt sie nach England, wo Evi ein Medizinstudium beginnen soll.

Toni, der treue Alphirte der jedes Jahr in seine Hütte auf dem Berg zum Kuhweiden für einige Monate hinaufsteigt nutzt die Einsamkeit der Alpenidylle, um seiner Evi viele Briefe zu schreiben und wartet sehnsüchtig auf ihre Rückkehr aus England. Doch Evi begibt sich in der Ferne in die Kreise einer Sekte und trennt sich unter deren Einfluss von all ihren Lieben. Toni bemerkt eines Tages mit Erschrecken, dass bei ihm die ersten Symptome der Parkinson-Erkrankung auftreten. Voller Zweifel fragt er sich, ob Evi mit einem Mann leben möchte, der vor ihren Augen verfällt.

Der Autor Jürgen Mette setzt die außergewöhnlich spannende und emotional hinreißende Story in einer malerischen Umgebung in Szene. Die Charaktereigenschaften der Protagonisten sind exzellent herausgearbeitet und bringen dem Leser sowohl die Handlung als auch die zentrale Botschaft der Geschichte authentisch, lebensecht und überzeugend nahe. Ganz besonders geschickt hat der Autor die Hauptfigur Toni eingesetzt, um dem Leser die Gedanken, Gefühle und aufkommende Verzweiflung miterleben zu lassen. Der Leser kann hautnah mitempfinden, welchen Wogen, welchem Sturm die Seele dieses hin - und hergerissenen Menschen ausgesetzt ist und über welch einer schwindelerregend schwarzen Abgrundtiefe Toni's Hoffnung hinweggerettet werden musste. Es ist schier atemberaubend, wie dieser starke Mann über seinen angewandten Glauben ausharren und weiter leben kann. Der Roman ist in meinen Augen darüberhinaus besonders wertvoll, weil er seinem Leser vor Augen führt, was die Diagnose "Morbus Parkinson" für den Betroffenen bedeutet, welche Symptome diese unglaublich belastende Krankheit hat und wie die Behandlung erfolgen kann.

"Espenlaub" ist in meinen Augen ein einmaliger, höchst wertvoller und sehr emotionaler Roman. Ganz besonders schön fand ich, dass der Glaube im Geschehen eine sehr große Rolle spielt und wird über die Ehrlichkeit, in der die Story präsentiert wird, jeden Leser überzeugen. Der Roman spendet - ganz besonders auch Parkinson Betroffenen - viel Mut und gibt auch dem Leser für dessen persönliches Leben gute Impulse mit Kraft auch dann zu kämpfen, wenn die Situation ausweglos zu sein scheint.

Einen herzlichen Dank an Gerth Medien für den beispiellosen und sehr wertvollen Roman.

Susanne, 10.07.2018

Eine wunderschöne, gefühlvolle, sinnliche Geschichte. Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Die Wahl des Titels ist eine ausgefallene Idee.

Bergbauer Toni Hinteregger wird durch ein trauriges Schicksal zu einem Waisenjungen.

Er wächst als Viehhirte bei guten Menschen auf, bekommt von einer alten Waisen Frau viel unterricht, bekommt die wesentlichen Dinge absolut für sein Leben mit. Besonderst haben es ihm Bücher angetan. Er wird zu einem belesenen Literaturliebhaber.

Die Natur rund um Südtirol sind Tonis Heimat.

Und Toni trifft mit 18 Jahren die Liebe seines Lebens, Evi Stocker. Beide sind sehr verliebt ineinander. Doch Evi soll laut ihrer Mutter eine bessere Partie bekommen als einen Viehirten und sie soll nach England zu einem Medizinstudium geschickt werden. Evi kann sich ihren Eltern, nicht wiedersetzen und fährt nach England.

Für Toni bricht eine Welt zusammen. Zudem bekommt er eine schockierende Diagnose: Parkinson und das in so jungen Jahren. Für beide beginnt ein neuer Weg, ohne aneinander.

Hier beginnt die eigentliche Geschichte für beide. Ein Neuanfang, jeder mit seinen Sorgen und Schicksalen.

Toni, lange hält er den Kontakt zu Evi mit schönen Briefen. Doch die werden immer rarer und veränderter in der Ausprache. Gar bricht auch der Kontakt von Evi zu ihren Eltern ab. Was ist da los? Toni ist mittlerweile in guten ärztlichen Händen, doch hatte er oft Selbsmordgedanken wegen seiner körperlicher Veränderung.

Seine Bücher und der Glaube Gottes, das ihm nahe gebracht wurde, haben ihn vieles aushalten lassen. Besonderst seine Sehnsucht nach Evi machten ihn immer wieder stark.

Ein starkes Buch, geschrieben in gut folgenden Kapiteln.

Interessant wie jeder einzelne Protagonist seine Erfahrungen machen muss um gescheiter zu werden um auch weiter zu kommen. Man erfährt viel über die Krankheit Parkinson und vor allem auch vom medizinisches Hintergrundwissen.

Was für einen Weg gehen Toni und Evi? Tonis mutige feststellung das er trotz Parkinson seine beste Zeit noch vor sich hat. Nicht eine erfolgreiche, aber eine folgenreiche Zeit.Nicht eine furchtlose, aber eine tapfere Zeit. Das hat mir gut dazu gefallen. Drei weitere Aussagen sind genauso wirksam.Eine bewegende Geschichte, die aus Erfahrung geschrieben ist.

 

 

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