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Liebe statt Furcht

Muslimin. Atheistin. Pastorin. Mein langer Weg in die Freiheit.

Flor Namdar verbringt eine unbeschwerte, privilegierte Kindheit in ihrer Heimat Iran. Doch als junges Mädchen gerät sie in die Wirren der Islamischen Revolution. Sie verliert ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Freiheit und schließlich ihren muslimischen Glauben. Um einer lebensgefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe. In tiefer Verzweiflung beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Gott hat andere Pläne. Am Tiefpunkt ihres Lebens begegnet Flor Jesus. Und diese Begegnung verändert alles.
  • Nr. 817193
  • · Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 256 Seiten
  • · 01/2017
  • · Gerth Medien
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Flor Namdar
Liebe statt Furcht (eBook)
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Flor Namdar
Liebe statt Furcht
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  • „Ein Mut machendes Buch, das authentisch von Gottes Wirken berichtet. Viele Ereignisse im Leben der Autorin werden äußerst spannend geschildert. Faszinierend!“ Esther Lindner-Haehl, Korrektorin
  • „Die Biografie von Flor Namdar liest sich wie ein Abenteuerroman. Aber an dieser Geschichte ist nichts Fiktives. Es ist alles erlebt, nicht selten erlitten, immer wieder auch erkämpft. Sie ist ein Zeugnis dafür, wie Gott im Leben eines Menschen wirken kann und wie am Ende die vielen krummen Linien zu einem guten Ziel führen.“ Michael Noss, Pastor und Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
  • „Das Buch ist geprägt von der Liebe, die sie Flüchtlingen weitergeben möchte, weil sie bei ihnen auch eine Sehnsucht nach dem liebenden Vater im Himmel verspürt: 'Ich will helfen, den geistlich Heimatlosen eine Heimat zu bieten, und Gott da dienen, wo er mich braucht.' Diese Kraft, mit der sie die Gesellschaft verändern möchte, geht von dem Buch aus.“ pro KOMPAKT
  • „Muslimin. Atheistin. Pastorin - Flor Namdars Lebensgeschichte liest sich wie ein Abenteuerroman.“ Voice
  • „Feinfühlig und so lebendig, als säße man neben ihr, erzählt Flor Namdar von diesem Weg und ihrer derzeitigen Arbeit als Pastorin in Deutschland.“ DRAN Next
  • „Eine beeindruckende Lebensgeschichte! Auch die historischen Einblicke in den Iran sind äußerst spannend.“ teensmag
  • „Die spannende Lebensgeschichte einer muslimischen Frau, die durch Jesus ein neues und erfülltes Leben bekommt. Ein unverzichtbarer Bericht für Menschen, die sich für den Islam und für den Iran interessieren, und auch für solche, die sich für Flüchtlinge in Deutschland engagieren.“ Marianne Müller, jesus.de

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johanna, 05.08.2017

Geniales Buch mit viel Hintergrundinfos.

Über Iran, Irak, Kultur und Politik aber vor allem über eine tolle Frau die nie aufgehört hat zu kämpfen und immer auf Gott und Jesus vertraut hat. Sehr berührend und ermutigend.

ohne Angabe, 16.01.2017

Flor wächst als Muslima in einer wohlhabenden Familie im Iran auf. Ihr Vater ist Offizier, daher stehen der Familie einige Bedienstete zu. Leider müssen sie auch oft umziehen, sodass Flor nur schwer Freunde findet.

Die Konflikte zwischen Kurden und anderen Persern, Sunniten und Schiiten ziehen sich durch Flors Familie, da ihre Eltern zu unterschiedlichen Völkern und Glaubensansichten gehören. Als Kind erlebt sich Flor als nie zugehörig und wird angefeindet - bei den Kurden ist sie Perserin, bei den Persern Kurdin. Später gibt sie ihren Glauben an Allah auf und wird Atheistin.

Durch die politischen Umwälzungen im Land verliert Flors Vater seine Arbeit, das Leben der Familie gerät in Gefahr und sie müssen fliehen. In der Flüchtlingsunterkunft erhält Flor ihren ersten Heiratsantrag. Der Teenager lehnt ab und zieht dadurch den Hass der Familie ihres Werbers auf sich. Um dieser Situation zu entfliehen, heiratet sie einen anderen Mann, doch sie ist in der Ehe so unglücklich, dass sie zu ihren Eltern zurückkehrt und sich scheiden lässt. Alleinstehend und mit einem Kind fällt sie in schwere Depressionen und will schließlich ihrem Leben ein Ende setzen. Doch dann entdeckt sie in der Bibel einen Glauben, der ihr neuen Lebensmut gibt. Sie wird Christin - im Iran verboten - und arbeitet sogar für eine Bibelgesellschaft. Schließlich wird sie Missionarin in Deutschland und arbeitet als Pastorin unter Kurden und Iranern.

Flors Leben ist beeindruckend. Das Buch wurde unter einem Pseudonym veröffentlicht und es fehlen einige persönliche Daten. So war ich an einer Stelle sehr verwundert, dass plötzlich 15 Jahre vergangen waren. Der Schreibstil ist einfach, sicherlich auch bewusst einfach. Doch Flors Geschichte ist so interessant und führt auf so vielen krummen Wegen zum Ziel, dass das nach den ersten Seiten nicht mehr stört.

Das Buch vermittelt sehr viel von Flors Kultur und zeigt auch, wie wichtig es ist, im Kontakt mit Flüchtlingen einige Grundregeln zu beachten - zum Beispiel, dass der Anblick nackter Fußsohlen für die Orientalen eine Beleidigung ist.

"Liebe statt Furcht" ist die Geschichte einer starken Frau, die beinahe an ihrem Schicksal zerbrochen wäre. Ihr Weg zu und mit Gott ist außergewöhnlich. Gleichzeitig ist das Buch sehr lesenswert für alle, die unter persischen oder kurdischen Flüchtlingen und Migranten arbeiten.

M. Lahnstein, 19.01.2017

Als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren, verbringt Flor Namdar einen Großteil ihrer Kindheit wohlbehütet im Iran. Als ehemaliger Offizier erhält ihr Vater viele Vergünstigungen, die die Familie vor vielen Sorgen bewahrt. Durch die Islamische Revolution verliert die Familie ihre gesellschaftliche Stellungen. Immer wieder gerät auch Flor in lebensgefährliche Situationen und hofft durch eine Ehe dieser Situation zu entkommen, aber sie wird nur noch unglücklicher in der arrangierten Ehe. Als sie ihrem Leben ein Ende setzen will, wird sie in letzter Minute gerettet. Sie lernt Jesus kennen und das verändert ihr Leben.

 

Ich durfte diese beeindruckende Biographie vorab lesen. Das Leben von Flor liest sich in der Tat wie ein Abenteuerroman. Allerdings von der Sorte, den man lieber nicht erleben möchte. Sehr interessant fand ich die politischen Zusammenhänge im Iran. Jetzt verstehe ich schon ein wenig mehr, wie es zu den jetzigen Zuständen gekommen ist. Auch kann man in diesem Buch einen Einblick in den Ablauf von arrangierten Ehen erhalten. Das ist kein Spaß und in der Regel für die Frauen eine Situation, die sehr traurig ist. Als Frau hat man so gut wie keine Chance, dem System dort zu entkommen.

 

Flor hatte Glück und lebt nun in Deutschland als Pastorin. In ihrem Buch erfährt man, wie sie Jesus kennenlernte und wie das ihr Leben verändert hat. Flor, so mein Eindruck, schätzt die Bibel mehr als mancher von uns. Hier in Europa kann man lesen, wann man möchte. Dort bedeutet der Besitz einer Bibel Gefahr. Flors Schicksal lässt uns auch ein wenig erahnen, wie es manchem Flüchtling geht, der unter Lebensgefahr auf der Flucht ist. Es gibt einige Menschen, deren Leben in ihrem Heimatland ernsthaft in Gefahr ist und die sich schweren Herzens entschließen, ihre Heimat zu verlassen, um ihr Leben in der Fremde zu retten. Dieses Buch lässt ein wenig erahnen, wie es diesen Menschen geht.

 

Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, weil es einen Einblick in ein Geschehen gibt, wie es gerade oft in dieser Welt passiert und den Menschen hierzulände täte es gut, mal daran zu denken und diese Menschen nicht zu vergessen.

ohne Angabe, 30.01.2017

Die 1964 geborene Autorin, deren wahrer Name unbekannt bleibt, erlebte noch den freien Vielvölkerstaat Iran unter der Herrschaft des Schahs. Erst als der das Land verlassen hatte und Ajatollah Chomeini 1979 aus seinem Exil zurückkehrte, änderte sich ihr Leben grundlegend. Aus ihrer gut situierten Familie wurden Flüchtige.

 

Knapp die Hälfte des Buches erzählt sie von ihrer Kindheit in Persien, von ihrer Familie und den heimatlichen Bräuchen. Sie berichtet vom Leben als Flüchtling in Teheran und den missglückten Versuchen als Frau über sich selbst zu bestimmen.

 

In einem langen Prozess lernte sie sich unsinnigen Forderungen des Islam zu widersetzen. Mit 17 verlor sie den Glauben an Allah und wurde zur Atheistin. Sie sah in Allah nur „ein Hilfskonstrukt für dumme Menschen oder für solche, die zu schwach waren, um im Leben klar zu kommen.“ Auf der anderen Seite sehnte sie sich „nach dem Gott, der mich sieht, der mich kennt und der mich in seine Arme schließt.“ (Seite 113) Mehr oder weniger zufällig war Flors Neugierde auf Jesus geweckt worden, die sie in einer nahe gelegenen Kirche zu stillen versuchte. Die junge Frau, nach einer geschiedenen Ehe depressiv geworden, fand hier plötzlich wieder Freude am Leben. Doch bis sie in Deutschland ankam und den erlittenen Kulturschock verdaute, musste sie noch viele Demütigungen ertragen ...

 

„Wenn ich eines inzwischen gelernt habe, dann, dass Gott nur selten einen geraden Weg mit uns geht. Wenn er uns auf einen Berggipfel führen möchte, dann nimmt er im Regelfall nicht die Seilbahn, sondern den schmalen, gewundenen Pfad, der uns durch enge Schluchten führt; es geht über unübersichtliches und unwegsames Gelände, vorbei an tiefen Gletscherspalten und über loses Geröll. Und wenn wir dann nach langer Wanderung verschwitzt und verdreckt auf dem Gipfel stehen, wissen wir die Schönheit dieses Berggipfels erst wirklich zu schätzen. Denn Gottes Weg hat nicht nur verändert, was uns vor Augen ist, er hat auch uns selbst verändert.“ (Seite 179)

 

Flor Namdars tatsächlicher Name ist ebenso unbekannt wie der ihres Coautors. Um ihre Familie und ihre Gemeindemitglieder zu schützen, mussten sowohl der wahre Name der Autorin als auch die Namen aller beteiligen Personen geändert werden. Inzwischen betreut die Autorin eine persische Gemeinde in Deutschland. Ihre Autobiographie ist äußerst spannend – auch wenn so manches Wunder kaum nachvollziehbar scheint.

 

Von mir eine klare Leseempfehlung!

ohne Angabe, 31.01.2017

Flor Namdar wächst im Iran als Tochter einer kurdischen Sunnitin und einem persischen Schiiten auf. Ihre Familie, die durch die hohe Militärstellung des Vaters gewisse Privilegien hat, muss während der Islamistischen Revolution nach Teheran fliehen. Flor wird dort sehr unglücklich und geht eine Ehe ein, die sie in noch mehr Schwierigkeiten bringt. Nach einem Selbstmordversuch kommt sie schließlich mit Christen in Kontakt und lernt Jesus kennen, was ihr Leben von Grund auf verändert... .

Mich hat Flors Geschichte gefesselt und sehr berührt. Oft war ich erschüttert von dem, was sie dort im Iran alles erleben und durchmachen musste. Sie spricht sehr offen über ihre Erlebnisse und wie diese sie innerlich immer mehr kaputt gemacht haben, so dass sie schließlich ihren muslimischen Glauben aufgibt und keinen Sinn mehr im Leben sieht. Umso beeindruckender war es für mich zu lesen, wie sie Jesus kennenlernt und als Christin ganz anders mit den selben und auch neuen Schwierigkeiten umgehen kann und wieder zu einem fröhlichen Menschen wird. An ihr kann man deutlich sehen, dass Jesus Menschen von Grund auf verändern kann.

Für mich war auch sehr interessant zu lesen, wie es Flor hier in Deutschland ergeht. Mittlerweile leitet sie eine persischsprachige Gemeinde, wo immer wieder Flüchtlinge zum Glauben kommen und Konvertiten eine geistliche Heimat finden.

Insgesamt hat mich der Lebensbericht von Flor Namdar sehr beeindruckt. Sie erzählt offen und ungeschönt ihre Geschichte und gibt dadurch zusätzlich auch einen Überblick über die Situation der Menschen im Iran. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

ohne Angabe, 03.02.2017

Flor Namdar ist in Iran geboren als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten, ihre Kindheit ist glücklich und fast problemlos, doch als junge Mädchen sie gerät in der Strudel non Islamischen Revolution, welche raubt ihr die Freiheit, die Position in der Gesellschaft und am Ende raubt ihr die muslimischen Glauben. Ihre Ehe, welche ist alles andere als glücklich, ist nur eine Flucht aus lebensgefährlichen Situation, ihre Mann gehört zu der übelste Sorte..., das Leben von Flor verwandelt sich in ein Alptraum. Sie sieht nur ein Weg aus diesen Teufelskreis zu entkommen - Tod - aber gerade dann in die pure Verzweiflung Jesus gibt ihr seine Hand und hilft ihr die neue Weg zu finden.

Emotionale Biografie voll Trauer und Entsetzen welche am Ende verwandelt sich in Hoffnung und Freude, eine Biografie welche gleicht einen Abenteuerroman, wo beim lesen ich muss nach Luft schnappen und Kopfschütteln, wo Wut nimmt der Oberhand und Unverständnis für die anderen Menschen hat bei mir tief gesessen.

 

Flor Namdar schreibt schonungslos und mit viel schockierenden Details über ihre Leben, sie erzählt über ihre psychische Zustand, und die innere Unruhe, von Angst und Verzweiflung, aber auch über große Hoffnung und Erleichterung wenn sie hat Jesus kennen gelernt, ein schöne Zeugnis für die Glaube.

ohne Angabe, 07.02.2017

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Liebe statt Furcht“ von Flor Namdar lesen.

 

Die Autorin wurde 1964 im Iran als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren. Der Vater war Offizier in der iranischen Armee und so fehlte es der Familie an nichts. Der Sturz des Schahs und die daraus folgenden islamischen Revolution in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte das Land und auch das Leben von Flor unwiderruflich.

 

Heute lebt Flor als Missionarin in Deutschland und ist als Pastorin tätig.

 

Flors Leben im Iran war für mich spannend zu lesen, da ich so mehr über dieses Land und seine geschichtliche Entwicklung erfahren habe, vor allem wie man dort vor und nach der Revolution gelebt hat. Es ist berührend zu lesen, wie Flor nach einer langen schmerzlichen Zeit in ihrem Leben zu Jesus findet, aufblüht und neben der Autorin beeindruckt ihre Mutter mit ihrer gelebten Nächstenliebe.

 

Die Lebensgeschichte von Flur erzählt einerseits von der Kraft des christlichen Glaubens und zeigt auf, welche verschlungenen Lebenspfade uns Gott bis zu unserem Ziel manchmal gehen lässt und macht mir mit dem Hintergrund über die Ereignisse im Iran sehr eindringlich bewusst, was für eine Gnade und ein Glück es ist, in einem Land zu leben, in dem Frieden & Freiheit herrschen. Eine Tatsache die der ein oder andere gar nicht mehr so zu schätzen weiß, wie sie sich eigentlich gehört.

 

„Denn wenn ich Menschen mit Angst und Hass begegne, werde ich Angst und Hass ernten. Wo ich aber Menschen mit der Liebe begegne, die Gott mir ins Herz gelegt hat, da wird sie nicht wirkungslos bleiben.“ (Seit 252)

ohne Angabe, 07.02.2017

Gott geht selten einen geraden Weg

 

Cover und Gestaltung:

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Da die Autorin nun unter falschem Namen in Deutschland lebt, passt es gut, dass sie mit dem Rücken zum Betrachter steht. Hinzukommt, dass sie auf das Kreuz blickt und somit ihre Hingabe zum neuen Glauben symbolisiert wird. Durch die Klappenbroschur vorne und hinten wirkt es für ein Taschenbuch sehr stabil und liegt gut in der Hand.

 

Inhalt:

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Flor Namdar wurde 1964 im Iran geboren als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten. Sie lebt heute unter falschem Namen als Pastorin der einzigen persischsprachigen christlichen Gemeinde in Deutschland. Ihr Weg von der Muslimin zur Christin war kein Leichter. Als eins von 9 Kindern eines hohen Offiziers des Schahs verlebt sie zunächst eine sorglose Kindheit, in der es materiell an nichts fehlt. Doch als der Schah nach Rückkehr des Ajatollah Chomeini aus dem Exil im Jahre 1978 seine Macht verliert, wendet sich das Blatt. Plötzlich muss Flor samt Familie um ihr Leben fürchten. Schließlich müssen sie fliehen. Flor erlebt viele schreckliche Dinge und gerät in eine unglückliche Ehe. Als ihr alles zuviel wird, verübt sie einen Selbstmordversuch, der zum Glück misslingt. Sie begegnet Jesus, der ihr wieder Sinn in ihrem Leben gibt. Doch Christsein im Iran ist nicht ungefährlich, und nachdem sie auch noch um das Sorgerecht ihrer Tochter kämpfen muss, flieht sie nach Deutschland. Auch hier ist der Weg zunächst ein steiniger.

 

Mein Eindruck:

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"Was also ist meine Vision? Ich will helfen, den geistlich Heimatlosen eine Heimat zu bieten, und Gott da dienen, wo er mich braucht. Und ich will nie aufhören, nach seinem Weg zu fragen." (S. 249)

 

Flor Namdars Geschichte liest sich wie ein Abenteuer, der Stil ist flüssig und die Handlung packend erzählt. Sie beginnt mit ihrem Suizidversuch, dessen konkreter Ausgang erst mal offen gelassen wird, bevor es mit ihrer Kindheit weitergeht. Durch diesen Cliffhanger wird Spannung aufgebaut. Dadurch, dass man die historischen Ereignisse durch die Augen der Autorin hautnah miterlebt, bekommt man ein gutes Bild von den Geschehnissen und wie sie sich bei der Bevölkerung unmittelbar ausgewirkt haben. Einzelheiten und Erklärungen zu iranischen Sitten und uns fremden Begriffen werden in die Handlung geschickt eingeflochten und in Fußnoten auf der Seite erläutert. So wird lästiges hin und her blättern erspart. Ich habe viel dabei gelernt.

Dass, was Flor erlebt, kann man kaum begreifen. Die unfassbaren Misshandlungen und Tötungen, die sie und ihre Familie mitbekommt, mag man sich hierzulande nicht vorstellen. Ich hatte häufiger Tränen in den Augen, als mir klar wurde, dass das alles wirklich passiert ist. Hierzulande hat man keine Vorstellung davon, was es heißt, zu seiner Meinung und zu seinem Glauben stehen zu dürfen, ohne dass man um sein Leben fürchten muss. Durch dieses Buch wird einem wieder einmal deutlich, wie dankbar man dafür sein muss. Auch wenn ich wusste, dass es gut ausgeht, habe ich mitgefiebert und mehr als einmal habe ich auch tiefe Bewunderung für die Mutter empfunden, die eine starke und mutige Persönlichkeit war. Auch wenn die Autorin als Kind die Hilfsbereitschaft ihrer Mutter zuweilen als nervig empfindet (wer möchte schon morgens wildfremde Leute im Badezimmer), so sagt auch sie deutlich, dass diese bedingungslose Hilfsbereitschaft sie letztendlich stark geprägt hat, auch im Hinblick auf ihr Leben als Christin. Und unsereins kann und sollte sich eine Scheibe davon abschneiden!

Der Weg, auf dem die Autorin letztendlich zum christlichen Glauben findet, ist ungewöhnlich, aber erstaunlich zielstrebig verfolgt sie ihn und nimmt mit ihrer Begeisterung sogar einen Teil ihrer Familie mit.

 

Während etwa in den ersten beiden Dritteln des Buches Flors Geschichte größtenteils chronologisch nachvollziehbar geschildert wird, geht es im letzten Drittel vermehrt um ihre Arbeit in Deutschland und ihr neues Gemeindeleben. In diesem Teil war es für mich teilweise schwierig, die Ereignisse auf der Zeitschiene einzuordnen und auch was aus ihrer restlichen Familie und ihrer Tochter wird, ist mir etwas zu viel in den Hintergrund gerückt dabei. Dafür erfährt man hier sehr interessante Dinge zu den Schicksalen einzelner Gemeindemitglieder und bekommt dabei auch ein besseres Gespür für die Flüchtlinge, die aus verschiedenen, muslimisch geprägten Ländern zu uns finden.

So kann ich dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Man erfährt viel über das Leben im Iran, den muslimischen Glauben und die Geschichte dieses Landes vor dem Hintergrund einer packend geschriebenen Biographie einer beeindruckenden Frau.

 

Fazit:

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Packend geschriebene Biographie einer beeindruckenden Frau aus dem Iran, die zum Christentum findet.

ohne Angabe, 14.02.2017

Flor ist eine starke Frau, die trotz allen Unheil, dass sie erlebt hat fest im Leben steht und auf Jesus Liebe vertraut. Dieses Buch hat mich stark berührt, da es zum einen den Leser in eine Welt entführt die für uns kaum vorstellbar ist. Man begleitet die Autorin auf ihrem Lebensweg von der behüteten Kindheit im Iran, durch viele dunkle Jahre als Kriegsflüchtling bis in ihr heutiges Leben als Pastorin einer persischen Gemeinde in Deutschland. Dabei erfährt man als Leser viele Fakten der Geschichte des Irans und Hintergrundwissen über den Islam. So manche Passagen lassen sich schwer lesen, denn man möchte das Unrecht gar nicht glauben. Auf Grund des lebhaften Schreibstils war ich die ganze Zeit in der Geschichte gefangen und habe mit der Autorin mitgelitten.

Theoretisch mag ich Chliffhanger nicht, aber hier war es am Anfang des Buches ein geschichkter Schachzug die Spannung beim Leser zu steigern. Ich konnte mir die dunkelsten Momente in Flors Leben genau so gut vorstellen wie die Lichtblicke und war jedesmal erstaunt, wie Gott in ihr Leben eingegriffen hat. Flor´s Eltern gehören unterschiedlichen Konfessionen des Islams an, so fühlt sie schon als kleines Kind eine gewisse Zerrissenheit, obwohl das Thema nie in der Familie debattiert wird, doch egal in welchem Gebiet sie ist, sie gehört nicht dazu. Dadurch zieht sie sich immer weiter zurück und versucht ihr Glück im islamischen Glauben zu finden. Interessant fand ich zu lesen, wie enttäuscht sie war, dass sie keine Antworten auf ihre Fragen bekommt und sie den Islam als kalt und starr empfunden hat. Umso mehr freut es mich als Leser zu erfahren wie sie nach ihren Lebenstiefs zum christlichen Glauben gekommen ist. Ich fand die Geschichte wunderbar beschrieben, sie macht Mut an Jesus zu glauben und zeigt seine große Macht.

Alles in allem ein starkes Buch, dass mir einige Denkweisen der islamischen Welt näher gebracht hat. Teilweise ist es erschreckend und grausam zu lesen, welches Schicksal Flor erleben musste. Die Autorin schafft es aber trotzdem aufmunternde Worte der Liebe und Versöhnung zu finden so dass mich das Buch mit neuem Mut zurück lässt.

ohne Angabe, 17.02.2017

Wenn Flor Nandar heute als Pastorin in ihrer persischen Gemeinde anderen ehemaligen Muslimen Tipps gibt, wie man sich in Deutschland integrieren kann ohne seine eigene Herkunft zu vergessen, dann kann sie das nur, weil sie selbst einen langen Weg hinter sich hat. Geboren im Iran, der Vater ein persischer Schiit und die Mutter eine kurdische Sunnitin, hatte sie eine unbeschwerte, behütete Kindheit. Ihr Vater ist ihr Held, doch sie müssen aufgrund seiner militärischen Laufbahn alle zwei Jahre umziehen und immer wieder ist sie fremd. Als sie in die Wirren der Islamischen Revolution gerät, verliert die Familie ihre gesellschaftliche Stellung und muss flüchten. In dieser Zeit verliert Flor ihren Glauben an Allah und wird Atheist. Um der deprimierenden Situation der beengten Flüchtlingsunterkunft zu entgehen und aus einer gefährlichen Situation zu flüchten, heiratet sie und führt eine unglückliche Ehe und will ihrem Leben ein Ende setzen. Doch dann begegnet ihr Jesus und ihr Leben bekommt einen neuen Sinn. Wie sie dann den Weg nach Deutschland findet, das berichtet sie in dem Buch.

 

Ich muss zugeben, in den ersten Kapiteln denkt man, man hat sich in ein Geschichtsbuch verirrt. Doch um die ganzen Zusammenhänge besser zu verstehen, sind diese politischen und geschichtlichen Exkurse sehr wichtig. Sehr detailiert beschreibt sie, wie sie in der Islamischen Revolution die Veränderungen und die Bombardierungen erlebte. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die genauen Beschreibungen, wie ein Flüchtling es erlebt, wenn er plötzlich in dem so freizügigen Deutschland lebt und warum es so wichtig ist, dass sie Kontakt mit ihren eigenen Landsleuten bekommen um sich besser zu integrieren. Erstaunt war ich auch über das Wirken von Jesus unter den Flüchtlingen. So beschreibt sie eine Situation, als ein Flüchtling zu ihr kam und sich taufen lassen wollte, weil er als Christ bessere Chancen auf Asyl hätte. Da gab sie ihm eine Bibel und sagte, wenn er die liest, würde er alle Antworten bekommen, die ihm gestellt würden von der Behörde. Und was war? Nur allein durch den Austausch mit Flor und dem Lesen der Bibel, wurde er Christ. Wie wunderbar. Gott wirkt auch heute noch und das viel mehr als wir ahnen.

 

Die Autorin schreibt sehr ehrlich und erzählt auch von ihrem Selbstmordversuch und ihren Niederlagen. Sehr angetan war ich von ihrer Mutter, die immer sehr resolut auftritt und das in einer Welt in der eigentlich Männer das Sagen haben. So musste ich sehr schmunzeln, als die Mutter das erste Mal kochen musste, nachdem es keine Diener mehr gab und das Essen ganz furchtbar schmeckte.

 

Ein wirklich sehr interessantes Buch, welches Einblick gibt in die iranische Kultur und auch ein bisschen Geschichtswissen vermittelt um vieles besser zu verstehen. Meine absolute Leseempfehlung!

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Flor Namdar

Flor Namdar

Fremd im eigenen Land

Flor Namdar stammt aus dem Iran. Als sie zum christlichen Glauben konvertiert, muss sie in den Untergrund gehen. Als Missionarin und Übersetzerin gelangt sie nach Deutschland, studiert Theologie und gründet als evangelische Pastorin eine persischsprachige Gemeinde. Jetzt erzählt sie ihre Geschichte.

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