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Mitten aus dem Leben

Wenn ein Sturm deine Welt aus den Angeln hebt.

Durch einen Autounfall verlieren Arne Kopfermann und seine Frau ihre 10-jährige Tochter Sara. Hier erzählt er seine Geschichte mit all ihren erschütternden, aber auch wundersamen Momenten. Sein Bericht geht unter die Haut, weil er es schafft, das auszudrücken, was so schwer in Worte zu fassen ist. Er erzählt vom unterschiedlichen Umgang mit der Trauer, dem Aufgeben von falschen Glaubensvorstellungen und dem Ringen mit Gott. Aber auch vom Festhalten an der Liebe gegen alle Widerstände und von ewiger Hoffnung.

Ein Buch für alle, die angesichts eigener Verlusterfahrungen verzweifelt resignierend, aber auch hoffnungsvoll kämpferisch den Weg zurück ins Leben suchen - und für die, die solche Menschen begleiten.
  • Nr. 817237
  • · Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 272 Seiten
  • · 08/2017
  • · Gerth Medien
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Arne Kopfermann
Mitten aus dem Leben - eBook
Nr. 5517237
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  • „Arne Kopfermann gibt in seinem Buch einen tiefen und bewegenden Einblick in sein Seelen- und Familienleben. Erschütternd ehrlich schildert er den unbegreiflichen Schmerz, der mit dem Tod des eigenen Kindes einhergeht. Beim Schreiben, so sagt er, hätten sich die Seiten mit Tränen gefüllt - beim Lesen wiederholt sich dies.“ Pro Medienmagazin
  • „Wenn ein Mensch auf denkbar brutalste Weise mitten aus seinem bisherigen Leben herausgerissen wurde, aber 'sein Herz auf der Zunge trägt', dann kommt selten so viel erschütternde Ehrlichkeit, kluge Selbstreflexion und weise Anteilgabe dabei heraus wie in diesem Text.“ Andreas Malessa, Journalist & Autor
  • „Arne Kopfermann hat seinen Schmerz umarmt und Worte gefunden, die heilen und helfen können. Danke für dieses Buch!“ Christel Eggers, Redakteurin & Ulrich Eggers, Herausgeber des Magazins "AufAtmen"
  • „Eine Botschaft voller Tiefe und Trost. Und ein Mann mit einem gebrochenen Herzen, der so in der Lage ist, gebrochene Menschen zu trösten.“ Martin Dreyer, Begründer der Jesus-Freaks & Autor
  • „Schmerzhafte, berührende Offenheit, unglaubliche Hoffnungskraft in den dunkelsten Tagen des Lebens. Überhaupt - über den Tod der eigenen Tochter zu schreiben, ist über alle Maßen mutig. Und das mit dieser Tiefe und Durchlässigkeit. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so sehr bewegt hat.“ Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender, World Vision Deutschland e. V.
  • „Dieses Buch habe ich als Therapeut oft mit feuchten Augen und emotionaler Betroffenheit gelesen. Es ist eine besondere Gabe des Autors, diese Momente, die man in der Trauer erlebt, auch für Außenstehende nachvollziehbar zu machen. Das Buch bietet sowohl für Betroffene als auch für Angehörige und Freunde von Trauernden eine sehr reflektierte Hilfe.“ Dr. Franz Ebner, Therapeut
  • „So ehrlich! Erstaunlich für mich, wie wenig unverschämt Arne schreibt. Berührend wie vertrauensvoll. Gerungen hat Arne. Ringen tut er jeden Tag. Und findet dabei Worte für das Unaussprechliche. Das hilft. Und es möge noch vielen helfen.“ Christina Brudereck, Theologin, Musikerin & Autorin
  • „In allem Leid muss das kindliche Vertrauen nicht verloren gehen, sondern am Ende des Ringens kann Gott größer und gewaltiger dastehen als vorher.“ Arne Kopfermann

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ckleseratte, 28.08.2017

Durch einen selbst verschuldeten Autounfall verlieren Arne und Anja Kopfermann ihre fast 11-jährige Tochter Sara. In diesem Buch berichtet Arne Kopfermann darüber, wie es zu dem Unfall kam und über die Zeit danach, vor allem aber über seinen Umgang mit der Trauer und den Schuldgefühlen.

Knapp vierzig Lieder haben Eingang in dieses Buch gefunden. Arne Kopfermann drückt in ihnen Leid, Trauer, Hoffnung aus.

Der Autor zeigt aus eigenem Erleben Wege zurück ins Leben. Er beschreibt, welche Phasen typisch für Trauernde und welche Schritte notwendig sind, um einen guten Trauerweg zu gehen. Er erzählt von Rückschlägen, gedankenlosen Kommentaren anderer und Vor- und Verurteilen. Er berichtet, was ihm und seiner Familie wirklich gutgetan hat und was nicht.

Der Tod eines Kindes verändert alles. Wenn man so tiefes Leid erfährt, wird automatisch auch der Glaube an einen liebenden Gott erschüttert. Wenn man trotzdem daran festhält, verändert sich die Beziehung zu Gott, Fragen bleiben, der Schmerz bleibt.

Trauernde können durch dieses Buch Trost und Hilfe erfahren, weil sie merken: Ich bin mit meinen Fragen nicht allein. Grenzüberschreitungen von "wohlmeinenden" Geschwistern muss ich nicht hinnehmen, nicht ernst nehmen. Ich darf in meinem eigenen Tempo trauern und mit Gott hadern.

Wer Trauernde begleitet, dem kann "Mitten aus dem Leben" helfen, diese Menschen zu verstehen, ihnen zur Seite zu stehen und gutzutun.

Jede Trauer ist anders, so wie jeder Mensch anders ist. Aber es gibt Gemeinsamkeiten und deshalb können die Erfahrungen von Arne Kopfermann anderen eine Hilfe sein. Ich selbst habe mich in manchen Punkten wiederentdeckt, ähnliche Erfahrungen gemacht, auch wenn meine Situation eine ganz andere ist.

Tabea Clever, 22.09.2017

Diese Buch von Arne ist eines der für mich wertvollsten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Er beschreibt so ehrlich und eindrücklich von dem Verlust, den der Unfalltod seiner Tochter Sara in sein Leben gebracht hat. Wie es gelingen kann, mit dieser Lebenswunde umzugehen und dass trotz allem manche Fragen offen bleiben. Er lässt uns Anteilhaben an seinen inneren Kämpfen und seinem Ringen mit Gott. Dass sein Bild von einem liebenden Vater zutiefst erschüttert worden ist: Er trotz allem aber sein kindliches Vertrauen nicht verloren hat, dass Gott es gut mit ihm meint. Und dass ihm gerade in seiner größten Zerbrechlickeit bewusst geworden ist, dass ihm niemand seine "ewige Hoffnung" rauben kann, weil sie unverrückbar zu seiner Bestimmung gehört. Diese drei Sätze in seinem Buch zu lesen, haben mich zutiefst bewegt und selbst auch gestärkt. Sie sind ein Beweis dafür, was unseren Glaube ausmacht und dass sich gerade in den schmerzlichsten Zeiten unseres Lebens bewahrheitet: Gott steht zu seinem Versprechen, dass wir nie tiefer fallen können, als in seine ewigen Hände!!!

Einblick in ein verwundetes Herz, 27.09.2017

Sara starb kurz vor ihrem 11. Geburtstag. Die Familie war auf den Weg in einem Freizeitpark, es sollte ein besonderes Ferienerlebnis werden. Beim Abbiegen übersah der Vater ein Auto, und bei der anschließenden Kollision wurde seine Tochter sehr schwer verletzt.

Im Krankenhaus bangte die Familie um das Leben Saras. Familienmitglieder und Freunde unterstützten sie und beteten für sie, aber nach einigen Tagen starb Sara. Viel zu früh.

Der Vater, Arne Kopfermann, ist als Dichter von christlichen Liedern bekannt. Viele kennen ihn von Konzerten oder christliche Veranstaltungen, und er setzt sich auch für das Kinderhilfswerk „World Vision“ ein. Was bedeutet dieser unbegreifliche Verlust für seine Familie, für seinen Glauben und für seine Tätigkeit als Liedermacher?

Mit überraschender Authentizität und Offenheit erzählt Arne Kopfermann in diesem Buch wie er diese schwere Zeit erlebt. Er beginnt mit einer Beschreibung seiner besonderen, lebenslustigen Tochter. Als Leser ist man dann umso betroffener wenn man mitgenommen wird zur Unfallstelle und ans Krankenhausbett auf der Intensivstation. Trotz allem Beten und Hoffen stirbt dieses geliebte Mädchen. Der Autor schreibt dann über seinen Umgang mit diesem Verlust, und vergleicht es mit einer Amputation. Man lernt weiterzuleben und kann sogar irgendwann wieder Schönheit entdecken, aber das ändert nichts daran, dass etwas Wesentliches immer fehlen wird.

Arne schreibt über seinen Umgang mit seinen Schuldgefühlen, über die Schwierigkeit beruflich weiterzumachen, und über die unterschiedliche Art, in der er und seine Frau ihre Trauer verarbeiten. Von Anfang bis Ende ist das Buch auch eine Auseinandersetzung mit seinem Glauben. Trotz Zweifel, hält er daran fest, dass Gott unbegreiflich ist, und das Recht hat zu handeln wie er will. Und auch wenn das was er tut unseren Vorstellungen entgegensteht, ist Gott gut.

Die vielen Liedtexte, die sich an passender Stelle im Buch finden, stammen meist vom Autor selbst und bereichern das Buch sehr. Außerdem habe ich mich über einige bemerkenswerte Zitate aus guten, christlichen Büchern gefreut. Und auch die Bilder bringen diese Geschichte dem Leser noch näher.

Fazit: Diese wahre Geschichte über den Umgang mit Trauer nach einem tragischen Unglück kann trauernden Menschen helfen, die selbst nur schwer Worte für das Unfassbare finden können. Aber auch Menschen, die Trauernde begleiten, werden viel darüber erfahren was hilfreich ist und was nicht. Abgesehen davon, kann jeder Leser wertvolle Gedankenimpulse finden, gerade wenn es darum geht Gott trotz Schicksalsschläge oder geplatzten Träume zu vertrauen. Es lohnt sich diesen offenen Erfahrungsbericht zu lesen.

Gott trägt auch durch schwere Zeiten, 30.09.2017

Unterwegs zu einem Freizeitpark, übersieht Arne Kopfermann ein anderes Auto und verursacht einen schweren Unfall, bei dem seine 10-jährige Tochter Sara schwer verletzt wird und einige Tage später auf der Intensivstation stirbt. In diesem Buch schildert der Liedermacher aus der christlichen Szene, wie er mit seiner Trauer und seinen Schuldgefühlen umgeht und gibt einen Einblick in sein persönliches Glaubensleben.

Auf eine sehr offene Weise und ehrliche Weise erzählt Arne Kopfermann von seiner Tochter Sara, von dem Unfall und der Zeit auf der Intensivstation, aber vor allem von dem schwierigen Leben danach. Man bekommt beim lesen an vielen Stellen eine Gänsehaut und Tränen in den Augen, weil man einfach so berührt ist, von dem Schmerz der Familie.

Auch wenn man selbst nicht durch einen Trauerfall selbst betroffen ist, hat einem das Buch viel zu sagen. Mir persönlich ist dabei wieder einmal neu deutlich geworden, dass die Zeit, die man mit geliebten Menschen verbringen darf, keineswegs selbstverständlich ist und dementsprechend auch genutzt werden sollt.

Arne Kopfermann hat eine besondere Begabung, seine Gefühle in Worten auszudrücken. Dass merkt man besonders beim lesen der verschiedenen Songtexte, die auch im Buch abgedruckt sind. Durch sie bringt er zum Ausdruck, wie sehr Sara fehlt, aber auch, dass er sie geborgen in Gottes Hand weiß. Diese Gewissheit, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist und Gott auch in schweren Zeiten nicht von unserer Seite weicht, aber auch unserer Unverständnis und unsere Anklagen erträgt, zieht sich durch das ganze Buch.

Für mich hilfreich fand ich auch die Hinweise, wie man Trauernden am besten beistehen kann. Auch wenn man den Schmerz über den Verlust niemanden abnehmen kann, ist es doch möglich, durch praktische Angebote zu helfen und für die Betroffenen im Gebet einzustehen.

Insgesamt hat mich ,,Mitten aus dem Leben" sehr berührt und lässt mich nachdenklich zurück. Dies ist keines von den Büchern, die man liest und anschließend wieder vergisst. Gerne empfehle ich es hier weiter.

mabuerele, 04.10.2017

„...Es ist eine verstörende Realität, dass ein menschlicher Körper durch Maschinen am Leben gehalten werden kann, obwohl das, was ihn im Kern ausmacht, schon weitergezogen ist...“

Es ist der dritte September 2014. Der Autor, ein christlicher Musiker, ist mit Frau und Kindern von der Ferienwohnung aus zum Hansa-Park unterwegs. Als er links in eine Vorfahrtstraße einbiegt, übersieht er ein Taxi. Während Anja, seine Frau, und Tim, der Sohn, nur leicht verletzt erscheinen, reagiert die 10jährige Sara nicht mehr. Sie wird mit den Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Einen Tag vor ihrem elften Geburtstag stirbt sie, ohne wieder erwacht zu sein.

Der Autor beschreibt in einem berührenden Buch die Zeit im Krankenhaus und die ersten Jahre der Trauer.

Das Buch bewegt und geht in die Tiefe. Es ist keines der Bücher, die man so nebenbei liest.

Der Autor skizziert mit vorsichtigen Worten das lebensfrohe Wesen seiner Tochter. Von einer Sekunde auf die andere ist dann nichts mehr, wie es war. Unterstützt von Freunden und Bekannten, an die sich die Eltern gewandt haben, ringen die Eltern im Gebet um das Leben ihrer Tochter. Immer wieder aber stellt sich der Autor die Frage, ob sie wohl schon gegangen ist, obwohl ihr Körper noch im Bett liegt. Es gibt kleine Anzeichen dafür. In dieser Situation fallen die obigen Worte.

Der Autor ermöglicht mir als Leser einen tiefen Blick in seine Psyche. Nach dem Unfall habe ich kurzzeitig den Eindruck, dass er nur funktioniert, was durchaus nachzuvollziehen ist. Sehr intensiv setzt er sich mit seinem Glauben auseinander. Es gibt keine Anklagen, eher eine Prise Unverständnis. Getragen wird er in den Zeit von liebevollen Mails, spürbarer Anteilnahme der Mitarbeiter des Krankenhauses, uneigennütziger Hilfe von Familie und Freunden und einer liebevollen Zeichnung, die sein Kind geborgen in den Händen Gottes zeigt.

Nach der Trauerfeier beginnt die schwierigste Zeit. Der Autor macht deutlich, dass jeder anders trauert und dass manch gutgemeinte Zuwendung auch verstörend wirken kann. Hinzu kommt, dass er sich die Schuld am Unfall gibt, sich deshalb mit der irdischen Gerechtigkeit auseinander setzen muss, die Familie um Vergebung bittet und die meisten Probleme damit hat, sich selbst zu vergeben. Erinnerungen an liebevolle Kleinigkeiten des Zusammenlebens mit der Tochter und eine Vorschau auf das, was nun nicht mehr zusammen erlebt werden kann, durchziehen den Trauerprozess. Er versucht, in Bewegung zu bleiben, um aktiv mit dem Geschehen umgehen zu können, kann es aber auf die Dauer nicht vermeiden, sich professionelle Hilfe zu suchen.. Das Buch Hiob und viele andere Bibelstellen geben ihm Halt und Kraft und werden kursiv hervorgehoben. Besondere Gedanken setzt er fett.

Neben sehr persönlichen Sätzen gibt es auch allgemeine Ausführungen zu den Stufen der Trauer, den Umgang mit Trauernden und dem Ewigkeitsgedanken.

Viele seiner Lieder sind im Buch enthalten. Dort findet er bewegende Worte für seine Emotionen. Sie wirken deshalb sehr persönlich

Zum Trauerprozess von Frau und Sohn verliert er nur wenige Sätze. Es ist verständlich, wenn er dazu schreibt, dass es beiden vorbehalten bleibt, zu entscheiden, was sie der Öffentlichkeit preisgeben wollen und was nicht.

Das Buch hat mich tief bewegt. Das liegt nicht allein in der persönlichen Darlegung des Autors. Er gibt auch Ratschläge und Hinweise, wie man sich Trauernden zuwenden kann.

Ein Zitat dazu möge meine Ausführungen beschließen:

„...Wenn man sich einmischt, kann es passieren, dass man den richtigen Ton einmal nicht trifft...Aber es ist besser, hinzugehen und präsent zu sein, als sich aus lauter Angst, einen Fehler zu machen, zurückzuhalten und keine moralische und praktische Unterstützung anzubieten...“

Maria L., 08.10.2017

Sara, die Tochter des Autors und Sängers Arne Kopfermann stirbt mit 10 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Die Familie war auf dem Weg vom Urlaub nach Hause als in einem Augenblick der Unachtsamkeit der Unfall passiert. Sara liegt erst noch ein paar Tage im Krankenhaus, bevor sie stirbt.

Schon wenn man den Klappentext durchliest, weiß man, dass diese Lektüre nicht einfach ist. Ich kann nur jedem Leser raten, die Taschentücher bereit zu legen, denn die Tränen fließen reichlich. Die Lektüre des Buches ist sehr emotional, zuweilen schmerzhaft, traurig und doch tröstlich zugleich. Hautnah erlebt der Leser das Geschehen und die Gefühle des Autors mit.

Sehr aussagekräftig sind auch seine Liedtexte, die man im gesammten Buch findet. Sie spiegeln sehr gut die Gefühle des Vaters von Sara wieder. Sehr bewundernswert finde ich, dass der Autor uns auch an seinen Gedanken zu Gott teilnehmen lässt. Nicht umsonst ist ein solcher Schicksalsschlag oft entscheidend im Glaubensleben eines Christen. Dabei wird auch hier deutlich, erklären kann man es nicht. Man kann nur trotzdem hoffen und vertrauen.

Dieses Buch ist sicherlich für selbst Betroffene eine große Hilfe, gerade auch für gläubige Menschen. Doch auch als Nichtbetroffener kann man viel aus dem Buch mitnehmen. Das Buch macht nachdenklich, dass man vieles als selbstverständlich annimmt und man dies erst merkt, wenn es nicht mehr so ist. Ich habe selten ein Buch gelesen, was mich so betroffen gemacht hat. Trotz der nicht einfachen Lektüre kann ich es nur empfehlen zu lesen. Uns allen steht früher oder später ein ähnlicher Schmerz bevor, wenn er auch vielleicht anders aussieht wie hier. Wir alle müssen eines Tages sterben.

Karl Albietz, 04.11.2017

Dies ist ein sehr sensibles Buch. Noch nie konnte ich so tief ins Herz eines Trauernden blicken. Bei der Vorbereitung einer Abdankung fliessen zwar auch Tränen. Aber ein so intimer Einblick ins Leiden eines direkt Betroffe-nen ist höchst selten. Kopfermann nimmt den Leser mitten hinein in seine tiefe Verzweiflung, in seine Schuldgefühle (er war Verursacher des Unfalls), in seine Zweifel an Gottes Fürsorge und in seine Unfähigkeit, die Trauer "allein" zu bewältigen. Er, der Profi in der christlichen Szene, nahm die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch – und bezeichnete die Gespräche sogar als "lebensrettend".

Neu war für mich, dass das Sterben eines eigenen Kindes gravierende Auswirkungen auf die Ehe und Familie haben kann. "Ich riskierte, neben meiner Tochter auch noch meine ganze Familie zu verlieren", schreibt er. "80% aller Ehen, die den Verlust eines Kindes zu beklagen haben, zerbrechen daran."

An einigen Stellen empfand ich als unbeteiligter Leser Kopfermann als zu empfindlich. Dass er kurze Zeit nach dem dramatischen Tod seiner Tochter keine Lust hatte, mit einem unbekannten Leser von ideaSpektrum eine theologische Diskussion zu führen, ist verständlich. Dass er aber auch Freunde kritisiert, die beim Versuch, ihn zu trösten, nicht gerade die geschicktesten Formulierungen fanden, ist zwar menschlich verständlich, ich würde es aber nicht öffentlich tun. Seine Anteilnahme bekunden, ohne zu verletzen, ist immer ein heikles Unterfangen.

Interessant ist sein Vergleich mit einem "normalen" Verlust – vergleichbar mit einem Knochenbruch, der wieder verheilt und ohne negative Folgen bleibt – und dem schweren Verlust eines geliebten Kindes, den er mit einer Amputation vergleicht, die nie mehr "repariert" werden kann. Die "Behinderung" bleibt ein Leben lang, das ge-liebte Kind kommt nicht mehr zurück, das Wiedersehen muss auf die Ewigkeit vertagt werden.

An manchen Stellen habe ich mich gefragt, ob Kopfermann nicht ein Idealbild seiner verstorbenen Tochter be-wahren möchte. Er erlebte sie als pflegeleichtes Kind, noch nicht als Pubertierende. Und vor allem: Ist es nicht gegenüber seinem Sohn Tim gefährlich, der den Unfall fast unverletzt überstanden hatte? Es ist ihm zwar bewusst, dass seine Frau Anja eine intensivere Beziehung zu ihrem Sohn aufgebaut hatte, während er, Arne, seiner Tochter ähnlicher war. Zum Schluss spricht er seinen Sohn persönlich an: "Ich möchte, dass du immer weisst, dass ich auch um dich so getrauert hätte – und so dankbar bin, dass es dich gibt! Du bist mein Sohn, den ich von Herzen liebe." Nicht viele Söhne erhalten von ihrem Vater eine so schöne Liebeserklärung!

Als Stilbruch empfinde ich die Kapitel 10 und 11 des Buches. Kopfermann wechselt plötzlich von der Rolle des tief getroffenen Autors zum Lehrer, der Ratschläge erteilt, wie man mit einem so schweren Verlust (nicht) umgehen sollte und was zur Bewältigung eines Traumas helfen kann. Er selber hat durch diesen Unfall neue Dimensionen von Gott kennenglernt und dadurch Einblicke in seine Seele erhalten, die ihn zwar schockierten, seinen eigenen Liedern aber eine neue Tiefe gaben.

Stark finde ich das Schlusskapitel. Der Autor hat seine geliebte Tochter verloren. Er weiss, dass er sie am Ziel wiedersehen wird. Dieses Wissen heilt aber nicht automatisch die Wunden, beantwortet noch nicht alle Fragen. Der Tod ist und bleibt ein brutales Ereignis. Es kann ihm aber der Stachel genommen werden, wenn wir die Hoffnung auf das ewige Leben inklusive das Wiedersehen mit den Liebsten immer wieder bewusst ins Auge fassen.

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