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Ich wähle die Freiheit

Wie ich Zwangsehe und Unterdrückung überlebte und neue Hoffnung fand

Wenn vom Irak die Rede ist, geht es um Krieg, um Islamismus, Terror und Hass. Es scheint so, als gäbe es dort nur Männer. Die Frauen sind unsichtbar. Frauenrechte gibt es nicht. Frauen sind nicht etwa Bürger zweiter Klasse - nein, sie sind nicht besser gestellt als Haustiere.

Auch Chalat Saeed war eine dieser unsichtbaren und unterdrückten Frauen. Mit 10 Jahren nahmen ihre Brüder sie aus der Schule, mit 14 wurde sie mit einem deutlich älteren Mann verheiratet, einem radikalen Muslim mit Verbindungen zum IS, der sie einsperrte und misshandelte. Sich von ihm zu trennen war undenkbar, schon weil er dann das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder bekommen hätte.

Doch die ganze Zeit ahnte Chalat, dass es ein anderes Leben geben muss, eines, in dem Frauen frei sind, ihre Träume zu verwirklichen. Und dass es einem Gott geben muss, in dessen Namen nicht zu Gewalt gegen Frauen und zum Terror aufgerufen wird. Und dann, eines Tages, eröffnet sich unverhofft ein Weg in dieses andere Leben ...

Dies ist ihre Geschichte.
  • Nr. 835238
  • · Gebunden, Schutzumschlag, 13,5 x 21,5 cm, Bildteil, 304 Seiten
  • · 06/2019
  • · adeo
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Chalat Saeed
Ich wähle die Freiheit (eBook)
Nr. 835806
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  • „Mit 14 Jahren wird eine junge Irakerin damals an einen fremden Mann verkauft und verheiratet. [...] Heute hat Chalat Saeed über ihre bewegende Geschichte ein Buch geschrieben.“ RTL West
  • „Das Buch berührt und schockiert zugleich. Es macht betroffen und führt einmal mehr vor Augen, dass das, was in Deutschland und Europa für Frauen selbstverständlich ist, in anderen Ländern unvorstellbar bleibt. "Ich wähle die Freiheit" gibt Millionen von unterdrückten Frauen im Irak eine Stimme.“ pro Medienmagazin
  • „Geschrieben von einer mutigen Frau für alle Frauen, die weiterhin im Irak unter Frauenfeindlichkeit und Unterdrückung leben! Lesenswert!“ Lesen und Hören
  • „Dieses Buch beschreibt das erschreckende und frauenfeindliche Leben einer Frau im Irak. Für den europäischen Leser immer noch unvorstellbar, ist das Buch ein Weckruf, ein Verständnis für die unter dem Islam leidenden Frauen und Mädchen zu entwickeln. Daher kann ich es auch weiter empfehlen.“ Leserstimme
  • „Eine Geschichte der Gewalt und Ungerechtigkeit, aber auch eine Geschichte der Freundschaft und Hoffnung.“ Lydia Magazin
  • „In ihrem Buch "Ich wähle die Freiheit" hat die mutige Frau, die heute in Duisburg lebt, ihr Leben im Käfig einer Zwangsehe im Nordirak aufgeschrieben."“ www.derwesten.de

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Grace2, 24.06.2019

Wenig reflektierte, aber erschreckend realistische Autobiographie über das Leben einer Frau im Irak.

In ihrer Autobiographie „Ich wähle die Freiheit“ beschreibt die Autorin Chalat Saeed mit Co-Autor Martin Redies ihr Leben als Frau im Irak.

Nach einer kurzen Einführung zu ihrem jetzigen Leben in Deutschland hat Chalat Saeed ihre Biographie zweigeteilt. Der erste Abschnitt beschreibt ihr Leben als Kind in einer kurdischen Familie, deren Vater schon verstorben ist. Als junges Kind noch relativ frei geht Chalat Saeed zur Schule. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater ist sehr stark. Nach wie vor besucht sie regelmäßig sein Grab und vertraut ihm ihre Erfahrungen an. Chalat erfährt sehr schnell die einengenden und diskriminierenden Vorschriften des Islam und bekommt die Folgen zu spüren. Mit 10 Jahren wird sie von ihrem Brüdern aus der Schule genommen, um mit 14 Jahren an einen deutlich älteren Mann verheiratet zu werden. Von ihrer Ehe und der Geburt ihrer Töchter handelt der zweite Abschnitt des Buches.

Die Autobiographie ist chronologisch aufgebaut und der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen. Der Text ist teilweise in einer leichten, sich wiederholenden Sprache geschrieben. Vermutlich spiegeln sich hier die Kenntnisse der Sprache wieder, ungewöhnlich, aber dafür vielleicht realistischer. Schwieriger wird es, dass die Hintergrundinformationen öfters fehlen, so dass Teile der Erzählung wie aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Auch fehlen mir die Reflexion des Geschehenen und die Darstellung der eigenen Meinung zu dem Erlebten. Für mich persönlich entscheidend ist aber, dass der Weg zum christlichen Glauben so gut wie keine Erwähnung findet. In der Einleitung wird kurz beschrieben, dass die Autorin getauft wurde und zum Abschluss wird auf ein – meines Erachtens - noch nicht geschriebenes Buch der Tochter verwiesen. Dieser Aspekt stand für mich bei der Auswahl dieser Autobiographie im Vordergrund, denn es war der entscheidende Grund, wie sich diese Biographie von anderen unterscheidet. Doch leider erfährt man hierüber nichts.

Nichtsdestotrotz beschreibt dieses Buch das erschreckende und frauenfeindliche Leben einer Frau im Irak. Für den europäischen Leser immer noch unvorstellbar, ist das Buch ein Weckruf, ein Verständnis für die unter dem Islam leidenden Frauen und Mädchen zu entwickeln. Daher kann ich es auch weiter empfehlen.

 

 

 

Hinter den verschlossenen Fenstern einer irakischen Familie, 02.07.2019

Chalat Saeed wächst im Irak in einer kurdischen Familie auf und erlebt dort viel Gewalt. Nach wenigen Jahren in der Schule muss sie zu Hause bleiben und wird dann an einen älteren Mann verheiratet, der sie ebenfalls misshandelt und der in der islamistischen Szene aktiv ist. Doch Chalat träumt immer von einem freien Leben und fasst in Deutschland einen mutigen Entschluss ...

Schon zu Beginn des Buches stellt Chalat klar, dass sie den Lesern einen Einblick hinter die verschlossenen Fenster einer irakischen Familie geben möchte.

Auf diesen Blick hinter die Fassaden war ich gespannt und bin jetzt nach dem Lesen noch immer sehr schockiert, was sich dort abspielt und was gerade junge kurdische irakische Mädchen erleben und durchmachen müssen.

Neben körperlicher und vor allen Dingen auch psychischer Gewalt, ist leider auch die Beschneidung etwas ganz Normales. Doch vor allem fand ich es sehr schlimm, dass keine der Frauen und Mädchen selbst über ihr Schicksal und über ihr Leben entscheiden können.

Chalat schreibt manchmal erstaunlich offen, dann wieder werden Dinge für mich nicht zufriedenstellend erläutert. Gerade zu Anfang des Buches lässt sie sich taufen, doch wie sie überhaupt Christin wurde und wie sie ihren Glauben auslebt, kommt kaum zu Sprache.

Den Schreibstil selbst fand ich oft irgendwie komisch und mir haben beim Lesen auch etwas die Emotionen gefehlt.

Mich persönlich hat Chalats Geschichte sehr betroffen gemacht. Man sieht einfach, wie Dinge, die hier in Deutschland selbstverständlich sind, in anderen Ländern für die Frauen undenkbar sind.

Insgesamt habe ich ,,Ich wähle die Freiheit" gerne gelesen und empfehle das Buch hier weiter.

Marianne, 22.07.2019

Die irakische Kurdin Chalat Saeed ist ein mutiges, selbstbewusstes Mädchen. Sie vermisst ihren Vater sehr, der als Freiheitskämpfer starb. Sie wächst mit dem Gefühl auf, dass ihr Vater sie besonders viel geliebt hat.

Ihre Kindheit ist relativ unbeschwert, auch wenn dunkle Schatten hineinfallen, wie die Beschneidung der älteren Mädchen in der Nachbarschaft. Sie ist eine sehr gute Schülerin, aber schon früh wird sie aus der Schule genommen. Ihre Aufgabe besteht nun darin im Haushalt mitzuhelfen.

Mit vierzehn Jahren wird sie an einen älteren Mann verheiratet. Obwohl in ihrer Kultur normalerweise Cousins heiraten, braucht ihr älterer Bruder das Brautgeld, das er für sie bekommt. Damit kann er das Mädchen heiraten, das er sich ausgesucht hat.

Dem jungen Mädchen werden in dieser lieblosen Ehe alle Freiheiten genommen. Ihr fromm muslimischer Mann stellt sich als Extremist heraus. Sie darf das Haus nur selten verlassen. Er lässt sie noch nicht einmal ihre Herkunftsfamilie besuchen.

Erst später kann sie an einem Nähkurs teilnehmen und anschließend einen kleinen Laden eröffnen. Wegen den politischen Verbindungen ihres Mannes flieht die Familie eines Tages aus dem Irak und gelangt nach Deutschland. Hier findet Chalat schließlich die langersehnte Freiheit.

Dieses Buch schildert das Leben einer jungen Frau, die in einer traditionellen, kurdischen Familie heranwächst. Es wird deutlich, dass eine Frau im Vergleich zu einem Mann in dieser Kultur nur wenig Wert hat. Erschreckende Erlebnisse, wie die eigene Beschneidung, werden mit nur wenigen Worten wiedergegeben. Diese Sprachlosigkeit lässt ahnen, wie verletzend das Erlebnis war.

In einfachen, oftmals fast kindlichen Worten, begleitet der Leser Chalat auf dem Weg von einer relativ unbeschwerten Kindheit zu einer unglücklichen Ehefrau. Die Flucht nach Deutschland und die Hinwendung zum Glauben kommen allerdings kaum zur Sprache. Diese Geschichte, so verspricht die Autorin, möchte ihre Tochter schreiben. Das ist ein wenig enttäuschend für Leser, die gerne mehr über Chalats Weg zum Glauben erfahren hätten.

Fazit: Das bewegende Zeugnis einer Frau, die unter der Unterdrückung einer extremen, muslimischen Kultur leidet. Der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben kann sie erst in Deutschland erfüllen. Obwohl das Buch mit einem Zeugnis über ihrem Glauben beginnt, erfährt der Leser leider nur wenig über diesen Teil ihrer Geschichte.

Dörte Klempert, 15.08.2019

Sehr gern lese ich Biografien und die Beschreibung dieses Buches hat mich sehr angesprochen, so dass ich sehr gern in die Lebensgeschichte von Chalat Saeed eintauchen wollte. Ich finde es ausgesprochen mutig, dass Chalat Saeed mit ihrem Leben und ihren Erlebnissen mit diesem Buch an die Öffentlichkeit gegangen ist und ich bin ihr sehr danbkar dafür, weil ich so das Leben der Frauen im Irak viel besser nachvollziehen und verstehen kann.

Es ist ein Leben, in dem Frauen nichts zu sagen haben. Schon früh stirbt ihr Vater, so dass sie diesen nicht kennenlernt. In ihrer Familie haben die Brüder das Sagen und nicht immer meinen sie es gut mit ihrer Mutter und ihren Schwestern. Chalat ist die Jüngste von den Geschwistern. Schon zeitig bekommt sie mit, dass ihre Schwester verheiratet wird, ohne dass diese dazu etwas zu sagen hat. Am besten ist es, wenn man innerhalb der größeren Familie, also den Cousin oder die Cousine heiratet. Nicht so gern gesehen wird es, wenn man in eine fremde Familie einheiraten möchte, denn es ist ja nicht klar, ob diese Familie ehrenwert ist.

Schon früh im Buch wird klar, dass diese Kultur vor allem davon bestimmt wird, was andere über einen denken. Es geht viel um die Familienehre und das diese nicht, vor allem von den Frauen, beschmutzt wird. Hier reicht es schon, wenn man als Frau mit einem Mann redet. Beim Lesen habe ich oft das Gefühl gehabt, dass dies ein sehr eingeengtes Leben ist, wo man als Frau den Mund zu halten und am besten zu allem zu schweigen hat. Alles zu ertragen und über sich ergehen zu lassen kennen wir hier in Deutschland nicht und uns würde das ernorm schwer fallen.

Auch Chalat geht es so. Vor allem, als sie mit einem Mann verheiratet wird, der sie nicht möchte, der bösartig ist und der sie in ihrem Haus einsperrt und sie als wertlos betrachtet.

All dies zu lesen hat sehr mein Herz berührt und ich möchte hoffen und beten, dass die Frauen im Irak ein befreites Leben führen dürfen. Danke an Chalat Saeed für ihre Offenheit!

Karl Albietz, 30.09.2019

Das Buch beginnt dramatisch, mit der Verhaftung von Chalats Mann, als er wieder einmal gewalttätig geworden war. Die Szene spielt aber bereits in Deutschland und befreit die Verfasserin definitiv vom Terror-Regime ihres Mannes. "Er wird nicht zurückkommen", versichert ihr die Polizei.

Nach dieser bühnenreifen Einleitung geht es in den Irak, nach Sulaimaniyya, wo Chalat aufgewachsen ist. Erstaunlich detailgetreu und emotionslos schildert sie ihre Kindheit. Ihr Vater war schon früh gestorben, ihre vier Brüder hatten das Zepter übernommen und regierten mit der in ihrer Kultur üblichen Härte gegenüber Frauen. Von Liebe keine Spur. Chalat hatte keine Chance, sich zu wehren und war der Willkür der vier Männer hilflos ausgeliefert. Was uns im Westen völlig unverständlich erscheint, war für sie "normal". Sie fügte sich, so war das Leben unter Kurden halt, man war sich nichts anderes gewöhnt.

Beim Lesen dieses Buches hat mich am meisten erschüttert, wie lieblos Menschen miteinander umgehen können – und das im Namen Allahs. Chalats Mann ist ein Islamist, Anhänger der militantesten Richtung des Islam. Sein Machogehabe ist manchmal kaum auszuhalten. Man wähnt sich 1000 Jahren zurückversetzt – dabei schildert das Buch die Machtverhältnisse bei strenggläubigen Muslimen im 21. Jahrhundert. Sobald ein Mädchen im heiratsfähigen Alter ist, bestimmt die eigene Familie, wen sie heiraten muss, ohne dass sie selber auch nur den geringsten Einfluss hat. Mädchen werden von klein auf zu strengem Gehorsam erzogen. Frau sein heisst für sie: kochen, den Haushalt besorgen und Kinder grossziehen. Mit der Hochzeit – noch im Teenageralter – wird sie Eigentum des Mannes, er verfügt nach Belieben über sie. Sie lebt wie in einem Gefängnis. Er bestimmt, ob sie das Haus verlassen darf. Bei "Ungehorsam" wurde Chalat brutal geschlagen, einmal sogar spitalreif, mit einer gebrochenen Nase. "Warum schlägst du meine Schwester?", fragte Chalats Bruder seinen Schwager. "Weil sie nicht gehorsam ist. Es ist meine Pflicht, sie von der Sünde abzuhalten." Und Chalats Bruder: "Was Sünde ist, bestimmst du?" – Mit dem für Islamisten bezeichnenden Satz: "Allah bestimmt, was Sünde ist!" wird jede Diskussion abgewürgt. So einfach ist das! Nicht einmal die eigene Familie darf sie besuchen. Die Geburt ihrer beiden Töchter interessierte den Mann nicht, er würdigte die Neugeborenen keines Blickes. "Er war ein Mensch, der nicht ein einziges Gefühl zeigte", erklärt Chalat.

Dass ihr Schicksal kein Einzelfall ist, zeigt ein Gespräch unter Frauen. Chalat ist durch eine Näherinnen-Ausbildung in der Moschee (!) zum Magnet für Frauen geworden, die sich von ihr Kleider nähen lassen wollen. Dadurch wird ihre Wohnung immer mehr zum heimlichen Treffpunkt von Frauen, die zu Hause Ähnliches erleiden müssen. Es ist aufschlussreich, was sie über die Frauen in Deutschland schon alles gehört hatten und von einer Flucht nach Europa träumen.

Ich finde es sehr wichtig, dass dieses Buch auch von denen gelesen wird, die von einer moderaten Form des Islam träumen. Dass diese Religion 1400 Jahre nach ihrer Gründung immer noch solch brutale "Herrscher" hervorbringt und toleriert, macht mich traurig.

Das Buch ist authentisch, weil es nicht von einem Islamkritiker geschrieben wurde, sondern von einer Frau, die in diesem Milieu aufgewachsen ist. Im Irak hatte sie null Chancen, ihre Situation zu ändern. Erst als ihr Mann, ohne das Gespräch mit seiner Frau zu suchen, entscheidet, mit seiner Familie nach Deutschland zu fliehen, lernt sie eine völlig neue Welt kennen. Sie schürt keinen Hass gegen ihre frühere Religion, aber sie hat durch den Glauben an Jesus etwas viel Besseres gefunden, das ihr Leben in eine neue Richtung weist.

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