Warenkorb
 
Ihr Warenkorb enthält zurzeit noch keinen Artikel.
INFOS

Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer

Entdeckungen in den Aufzeichnungen seiner Schwester Susanne

"Susanne Dreß schreibt so anschaulich über ihren Bruder Dietrich, dass man das Gefühl hat, bei Familie Bonhoeffer mit am Esstisch zu sitzen."

So beschreibt Jutta Koslowski die Lebenserinnerungen von Dietrich Bonhoeers Schwester Susanne, die ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem drei Jahre älteren Bruder hatte. Hautnah erleben die Leser sowohl dessen Kindertage als auch seine späteren Jahre als Theologe und Widerstandskämpfer mit. Susanne durfte ihrem Bruder Essen, Wäsche, Bücher und Briefe ins Gefängnis bringen.

Das Buch endet jedoch nicht mit dem Tod Bonhoeffers im April 1945, sondern schildert auch den von tiefer Dankbarkeit und Versöhnungsbereitschaft geprägten Umgang der Familie mit dem Erlebten, den Susanne ganz bewusst als Dietrichs Vermächtnis versteht.

Ein einzigartiges Buch von hohem zeitgeschichtlichem Wert und eine packende Lektüre für alle, die ein facettenreicheres und umfassenderes Bild von Dietrich Bonhoeffer und seiner Familie gewinnen möchten.
  • Nr. 835253
  • · Gebunden, Schutzumschlag, 144 Seiten
  • · 02/2020
  • · adeo
ab Lager lieferbar

Leseprobe

Auch erhältlich als

Auch erhältlich als
13,99
Jutta Koslowski
Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer (eBook)
Nr. 835817
Download

Stimmen zum Produkt

Stimmen zum Produkt
  • „Er war der Stärkste, Schnellste, Klügste, Einfallsreichste, Freundlichste, Frömmste und Schönste von allen Kindern, die ich kannte. Und dass er mein Bruder war, damit gab ich gerne an.“ Susanne Dreß über ihren Bruder Dietrich Bonhoeffer

Produktbewertungen

[3]
Produktbewertungen
Durchschnittliche Bewertung: 5 3 Stimmen

Ihre Bewertung

Content ".nncomments-popover-content" wird per jQuery ersetzt.

(klicken Sie auf die Sterne zur Bewertung)

lieberlesen21 , 09.03.2020

Da ich mich noch nie so richtig mit den Gedanken und dem Leben von Dietrich Bonhoeffer auseinandergesetzt und beschäftigt habe, kam mir das kleine Büchlein mit 140 Seiten, davon ca. 20 Seiten Anhang, mit dem Titel „Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer - Entdeckungen in den Aufzeichnungen seiner Schwester Susanne“, von Jutta Koslowski, erschienen im adeo-Verlag, gerade recht.

Susanne Dreß, geb. Bonhoeffer war seine 3 Jahre jüngere Schwester, das 8. und letze Kinder der Eltern Bonhoeffer. Dietrich war Nr. 6.

Zwischen den jüngeren Kinder war eine besondere Verbundenheit und aus diesem Blickwinkel sind auch die Aufzeichnung Susannes zu verstehen.

Susanne sieht ihr Werk etwas als Autobiographie-Ersatz für Bonhoeffers eigenes nicht mehr mögliches Werk.

Susanne beschreibt wie sie ihren älteren Bruder als Kind erlebt hat, wie stolz sie auf ihren gut aussehende und talentierten Bruder war. Sie zeichnet ein Bild Bonhoeffers wie er als Jugendlicher war und seine vielen Talenten und seine religiöse Prägung auf, die eigentlich nicht durch ein strenges Elternhaus kam. Vielmehr lebten sie ihm Toleranz vor, zb beim Akzeptieren einer jüdischen Tante.

Susanne liefert mit ihren Erinnerungen wertvolles Quellenmaterial, das auch gerne wörtlich zitiert wird.

Dabei ist die Schrift leicht anderst, als im fortlaufenden Text von Jutta Koslowski, mir wäre der Unterschied im Schriftbild etwas deutlicher lieber gewesen.

Auch den Tag von Bonhoeffers Verhaftung am 3.4.1943 beschreibt sie ausführlich in ihren Aufzeichnungen. Ihre Aufzeichnungen enden jedoch nicht mit diesem Tag, sie fügt noch ein Kapitel „Dietrich Bonhoeffers Vermächtnis“ an.

Bei so einem doch etwas persönlicherem Buch habe ich Fotos vermisst, die sicherlich auf reges Interesse stoßen würden.

Gerne hätte ich auch noch das Buch „Aus dem Leben der Familie Bonhoeffer“ von der selben Autorin gelesen, das ist mir aber mit 49 Euro Anschaffungspreis zu teuer.

Das Buch ist sicherlich keine Auseinandersetzung mit Bonhoeffers theologischen Ansichten, hilft aber sich dem Menschen Dietrich Bonhoeffer zu nähern und kann als Einstieg in die weitere Beschäftigung mit seiner Person gesehen werden.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fand den Schreibstil sehr angenehm.

mabuerele, 21.03.2020

„...Das Leben ist eines der schwersten, aber es übt...“

In den Büchlein beschreibt die Autorin die Lebenserinnerungen von Susanne Dreß an ihren Bruder Dietrich Bonhoeffer. Dabei setzt sie verschiedene Schwerpunkte. Nach einem einleitenden Kapitel geht es zunächst um Bonhoeffers Persönlichkeit, dann um seine kulturelle Interessen in den Bereichen Musik, Theater, Literatur Kunst und gesellschaftlichen Leben.

Der Aufbau der einzelnen Themen ist ähnlich. Die Autorin fasst die Aussagen von Susanne zusammen, analysiert und ergänzt sie und belegt sie mit Originalzitaten. Das Eingangszitat ist ein Wort von Dietrich.

Dabei schenken uns die Aussagen der Schwester Einblicke in die Kindheit und Jugend. Sie machen so auch Entwicklungen deutlich.

„...Mein Bruder spielte mit mir. Das ist wohl die erste Erinnerung die ich habe. Vielleicht haben wir uns auch einmal gezankt, aber das ist nie wichtig geworden, und ich weiß nichts mehr davon...“

Die Erzählungen aus dem Elternhaus bewirken, dass klar wird, wo Dietrich Bonhoeffer seine Wurzeln hatte und wie seine Entwicklung verlief. Er hat seiner Familie das auf seine Art zurückgegeben.

„...Doch nicht nur bei informellen Gesprächen zeigte sich Dietrichs pastorale Begabung; seine Kompetenz als Theologe war in der Familie auch bei offiziellen Anlässen gefragt….“

Mit Bonhoeffer und der Religion beschäftigt sich ein weiteres Kapitel, bevor die Fragen von Moral und Politik betrachtet werden. In seiner Ablehnung der Naziherrschaft fand er Unterstützung in der Familie. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler schreibt Susanne:

„...Ich habe an diesem Tag meinen Bruder Klaus, der immer einen Silberstreifen am Horizont sah und der auch sehr wütend werden konnte, zum ersten Mal weinen gesehen...“

Dietrich war zu dieser Zeit schon inhaftiert Die Familie versuchte alles, um eine Verurteilung hinauszuzögern.

Das Buch enthält auch Ausführungen über die Zeit nach Dietrichs Tod und sein Vermächtnis und endet dann mit Schlussfolgerungen der Autorin zu Bonhoeffers Theologie.

Ein Literaturverzeichnis und Endnoten ergänzen das Buch.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ermöglicht eine neue und umfassendere Sicht auf die Persönlichkeit des Dietrich Bonhoeffer.

Sigrid Wink, 29.03.2020

Wenn ich den Namen Dietrich Bonhoeffer höre, muss ich gleich an sein Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben..." denken.

In diesem Büchlein schreibt die Autorin die Erinnerungen von Susanne Dreß geb. Bonhoeffer, der jüngsten Schwester von Dietrich auf. Sie ergänzt die Erinnerungen durch Beschreibungen, die sie aus anderen Quellen bezog und hat sie im Anhang aufgelistet.

In mehreren Kapiteln unterteilt gibt es einen kleinen Einblick in das Leben Dietrichs und der Familie Bonhoeffer. Es sind sehr persönliche Erinnerungen an die Kindheit, die Jugend, den Werdegang Dietrichs sowie die Zeit seiner Inhaftierung durch das NS-Regime.

Ich lernte eine kinderreiche Familie mit starkem Zusammenhalt - auch in den schwersten Zeiten - kennen. Dietrich war ein Mensch mit Kampfgeist, der seinen Lebensweg konsequent verfolgte.

Durch den angenehmen Schreibstil und die sehr persönlichen Einblicke in das Leben der Familie Bonhoeffer hat mir das Buch gut gefallen

  • 1

Ähnliche Produkte finden