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Bewertungen
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von Sarah (Veröffentlicht am 17.02.2026)
Ehrlicher, reflektierter Blick auf Krisen, der eine neue Perspektive eröffnet
Perspektive Ewigkeit hat mich besonders durch die ehrliche und zugleich reflektierte Auseinandersetzung mit Krisenzeiten überzeugt. Der sehr persönliche Einstieg rund um die schwere Erkrankung des Sohnes macht deutlich, dass hier nicht theoretisch über Hoffnung gesprochen wird, sondern aus echter Erfahrung heraus. Auch Themen wie Ehe, unerfüllte Erwartungen, Gemeinde oder Lebensentscheidungen werden differenziert beleuchtet und nicht vorschnell geistlich überhöht. Mir hat gefallen, dass herausfordernde Gefühle und innere Spannungen zunächst stehen bleiben dürfen, bevor der Blick bewusst auf Gottes größere Zusagen gelenkt wird. Die wiederkehrende Frage, wie sich eine „Ewigkeitsperspektive“ konkret auf alltägliche Entscheidungen auswirkt, zieht sich nachvollziehbar durch die einzelnen Lebensbereiche. Besonders bereichernd fand ich die unterschiedlichen Blickwinkel von Ronja Aselmann und Friedmund Aselmann, die manche Situationen jeweils anders einordnen. Dadurch entsteht kein einseitiges Bild, sondern ein facettenreicher Zugang zu Glauben im Alltag. Insgesamt bietet das Buch viele durchdachte Impulse, um den eigenen Fokus neu auszurichten und Herausforderungen nicht nur kurzfristig, sondern mit einer langfristigen Hoffnungsperspektive zu betrachten.
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von peedee (Veröffentlicht am 14.09.2025)
Regt zum Nachdenken an
Nicht immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen! Der Alltag ist oft schwierig, fordernd, gar überfordernd. Ronja und Friedmund Aselmann wollen aufzeigen, wie inmitten des trubeligen Alltags Kraft und Hoffnung getankt werden können. Das Ehepaar weiss, dass trotz eines starken Glaubens an Gott nicht immer alles nur einfach ist und in einem Happy End resultiert. Ihr Fokus ist die Perspektive Ewigkeit.
Erster Eindruck: Ein sympathisches Pärchen auf dem Cover, ein interessanter Untertitel – gefällt mir.
Ronja und Friedmund „Fritze“ Aselmann haben jung geheiratet und eine Familie gegründet. Dies ist umso überraschender, als die Ärzte eine Kinderlosigkeit prognostizierten. Die Freude war gross, doch muss die junge Familie schon bald grosse Herausforderungen bewältigen, da ihr erstgeborener Sohn schwer krank auf die Welt kam. Es hat mich sehr berührt, davon zu lesen. Die Krankheit hat die Eltern an Grenzen gebracht – niemand sollte sein Kind so leiden sehen müssen. Als Influencerin postet sie auf Instagram zu Glaubensthemen und ihrem Alltag als Familie. Dabei hat sie keine Rabattcodes zu verschenken und geht auch keine Kooperationen mit Firmen ein. Sie will einfach über die Liebe Gottes sprechen.
Diese beiden Zitate haben mir besonders gut gefallen:
- „Gott ist gross, dass er auch den kleinsten Dingen, die um seinetwillen getan werden, Grösse verleiht!“ (John Wesley)
- „Die zwei wichtigsten Tag deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“ (Mark Twain)
Ich bin an einem ganz anderen Punkt im Leben als die Eheleute Aselmann (ich bin älter, nicht verheiratet, keine Kinder), daher hatte es einige Aspekte im Buch, von denen ich mich weniger angesprochen fühlte. Was mir zudem nicht so zusagte, waren die vielen Wörter in Grossbuchstaben (nur Grossbuchstaben ist wie Schreien) und die zuweilen ausführliche Zitierung von ChatGPT-Texten. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen, da es zum Nachdenken (z.B. in puncto Vergebung) anregt, was das Beste aber zugleich Schlimmste ist, was einem ein Buch „antun“ kann. Vielen Dank für die Einblicke in das Leben der Familie Aselmann – 3 Sterne.