Wo dein Blick mich findet

Roman

(Buch - Paperback)

Schottland, Mitte der 1920er-Jahre: Lucy Hunter bringt ein uneheliches Kind zur Welt und wird in einem der gefürchteten „Magdalenenheime“ untergebracht, wo Hoffnung rar ist und Mütter meist von ihren Kindern getrennt werden.

Nach einem Unfall erwacht sie im Schloss einer reichen Familie in den Highlands – ohne Erinnerung, als läge ihre Vergangenheit in einem undurchdringlichen Nebel. Während Lucy versucht, sich in dem fremden Leben zurechtzufinden, wird eine ältere Dame unerwartet zu ihrer Verbündeten. Mit der Hilfe von Lady Mae O'Malley erkennt Lucy Stück für Stück, wie sie an jenen Ort gelangt ist und weshalb nichts so ist, wie es scheint ...

Ein bewegender historischer Roman über Identität, Mutterliebe, Gerechtigkeit und die stille Kraft des Glaubens an einen Gott, der seine Kinder niemals übersieht.

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Details

    • Erscheinungstermin:
      21.05.2026
    • Verlag:
      Gerth Medien
    • Artikel-Nr.:
      821174000
    • ISBN:
      9783986951740
    • Sachgebiet:
      Romane
    • Seitenzahl:
      320 S.
    • Maße:
      13,5 x 21,5 x 2,8 cm
    • Gewicht:
      405g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
  • Download-Material:
  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Gerth Medien i.d. SCM Verlagsgruppe GmbH
    Berliner Ring 62
    35576 Wetzlar
    DEUTSCHLAND
    info@scm-verlagsgruppe.de

Stimmen zum Produkt

  • 5 5
    „Eine mitreißende Geschichte über Mut und die unerschütterliche Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Was voller Schmerz und Verzweiflung beginnt, entwickelt sich durch die unerwartete Beziehung zu einer älteren Frau und einer zarten Liebe zu einem Hoffnungsschimmer. Obwohl Lucy einige Fehler gemacht hat und die Konsequenzen dafür tragen muss, erfährt sie, dass Gott gütig ist und es doch zum Guten wendet.“ Larissa Merdian, lucy.liest (Instagram)

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Sehr schön erzählt

    Das Buch „Wo dein Blick mich findet“ von Dorothea Morgenroth handelt von den sogenannten Magdalenenheimen und spielt im Schottland, Mitte der 1920er-Jahre. Der Roman erzählt von Verlust, Hoffnung und der Suche nach Wahrheit. Er ist christlich geprägt, und die Botschaft „Du bist ein Gott, der mich sieht“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte.

    Lucy Hunter bringt ein uneheliches Kind zur Welt und wird daraufhin in einem der gefürchteten Magdalenenheime untergebracht, wo sie unter schweren Bedingungen arbeiten muss. Ihre kleine Tochter Penny wird schließlich ohne ihr Einverständnis zur Adoption freigegeben. Nach einem Unfall erwacht Lucy plötzlich in einem Schloss bei einer wohlhabenden Familie in den schottischen Highlands. Ihre Erinnerungen sind zunächst sehr verschwommen. Doch dann erhält sie unerwartet Hilfe von Lady Mae O’Malley. Mit ihrer Unterstützung gewinnt Lucy Stück für Stück ihre Erinnerungen zurück – und findet auch wieder zum Glauben an Gott.

    Gott sieht uns in jeder Lebenslage, selbst dann, wenn wir ihn gerade nicht spüren können. Diese Botschaft hat mich besonders berührt. Sehr spannend und zugleich erschütternd fand ich die Einblicke in das Leben der Magdalenenheime. Die jungen Mütter taten mir unendlich leid. Sie wurden ausgenutzt, mussten unter harten Bedingungen arbeiten und wurden als Sünderinnen und „gefallene Frauen“ abgestempelt.

    Die Autorin hat ihre Charaktere sehr authentisch beschrieben und dadurch lebendig werden lassen. Ganz besonders habe ich Auntie Mae ins Herz geschlossen. Sie ist ein warmherziger Mensch mit einem großen, liebevollen Herzen und einer besonderen Ausstrahlung. Dorothea Morgenroth hat eine wundervolle und zugleich aufwühlende Geschichte geschrieben, die mich emotional sehr berührt hat. Die Schicksale der jungen Frauen haben mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt.

    Ein bewegender, spannender und hoffnungsvoller Roman, den ich jedem, der sich für diese Thematik interessiert und christliche Romane mag, wärmstens empfehlen kann.
  • 5/5 Sterne

    Ein historischer Roman für schöne Lesestunden

    Ich habe bereits viele Romane von Dorothea Morgenroth gelesen und schätze sie für die Vielfalt ihrer (historischen) Bandbreite. Während ihr letzter Roman in Deutschland am Ende der NS-Zeit spielte, ist die Handlung von „Wo dein Blick mich findet“ im Schottland der 1920er Jahre angesiedelt.

    Man merkt dem Buch an, das sich die Autorin gründlich in die damalige Kultur und historischen Gegebenheiten eingearbeitet hat. Den Hintergrund der Geschichte bilden die gefürchteten Magdalenenheime, in denen unverheiratete Mütter mit ihren Kindern untergebracht waren. Oft wurden die Kinder gegen ihren Willen zur Adoption freigegeben und es herrschten – gelinde gesagt – schwierige Zustände in den Heimen. Doch das ist nur der Rahmen des Buches, denn hauptsächlich spielt die Handlung auf einem Schloss in den schottischen Highlands. Wie ist Lucy, die vor Kurzem noch in einem der Heime gelebt hat, nur dorthin gekommen?

    Als sie nach einem Unfall dort erwacht, erinnert sie sich an nichts und wird von allen behandelt wie eine Lady. Was ist ihre wahre Identität? Warum sind ihr ihre Eltern so fremd? Und ist der Mann, der um sie wirbt, wirklich ihr Verlobter? …

    Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Es gab immer wieder ungeahnte Wendungen und ich konnte mir lange nicht vorstellen, wie es am Ende ausgehen wird. An wenigen Stellen ging es mir etwas zu schnell, aber das ließ sich gut verschmerzen. Für mich war „Wo dein Blick mich findet“ ein historischer Roman, der sich leicht lesen ließ und mir schöne Lesestunden beschert hat. Mir hat außerdem sehr gut gefallen, wie natürlich der Glaube in die Erzählung eingewoben wurde – in leisen, aber klaren Tönen. Ich empfehle das Buch daher sehr gern allen weiter, die gern historische Romane mit Bezug zum Glauben lesen.
  • 4/5 Sterne

    Bewegend und hoffnungsvoll

    Dies ist nun der dritte Roman, welches ich aus der Feder von Dorothea Morgenroth gelesen habe. Auch dieses Buch hatte ein besonderes Thema und war letztendlich somit sehr informativ für mich.

    Zuerst möchte ich das schöne Cover erwähnen, welches mir ausgesprochen gut gefällt. In dem Buch werden Themen wie Sünde, Liebe, Vergebung und vor allem Gottvertrauen bearbeitet. Hier geht es um Lucy, die in den 1920 er Jahren in Schottland eine uneheliche Tochter zur Welt bringt. Da dies zur damaligen Zeit eine absolute gesellschaftliche Katastrophe war, entscheiden Lucys Eltern, dass sie samt ihrer Tochter in ein sogenanntes Magdalenenheim leben soll. Dort muss die junge Mutter viel arbeiten, wird respektlos behandelt, und darf ihre Tochter nur zu bestimmten Zeiten kurz besuchen. Als sie eines Tages mitbekommt, dass die Kinder ohne dem Einverständnis der Mütter zur Adoption freigegeben werden, steigt in Lucy eine große Panik auf, denn sie liebt Penny und möchte für sie sorgen.

    Auf der anderen Seite gibt es Lucinda, eine überaus selbstgefällige und arrogante junge Frau aus der besseren, wohlhabenden Gesellschaft. Ihre einzige Sorge scheint ihre Bespaßung zu sein. Mit ihrer liebevollen, gläubigen Tante Mae, welche im gleichen Schloss wohnt, möchte sie am liebsten nichts zu tun haben.

    Als sich eines Tages die Wege von Lucy und Lucinda treffen, kommt es zu unerwarteten Wendungen in beider Leben... Kann Lucy ihre Tochter Penny vor einer Adoption retten? Und wird Lucinda die wirklich wichtigen Werte des Lebens erkennen?

    Das Buch vereint Sünde und Vergebung in einer bezaubernden Geschichte. Es erinnert ein wenig auch an die Geschichte des verlorenen Sohnes aus der Bibel. Anfangs hat es mich nicht sofort, wie bei den bisherigen Büchern der Autorin, abgeholt. Ich war etwas verwundert über die Namensgleichheit der Protagonistinnen und hatte zu Beginn des Buches etwas Mühe sie auseinanderzuhalten. Aber nach einem etwas holprigen Start, war die Geschichte ausgesprochen gut zu lesen, und hatte mich aufgrund der interessanten Thematik doch sehr gefesselt. Das Thema Glaube und Gott ist hier sehr zentral und kommt in einem guten Kontext zur Sprache- das gefällt mir sehr gut. Insgesamt ist es ein gelungenes Buch zu einem wichtigen Thema, daher eine Leseempfehlung meinerseits.
  • 4/5 Sterne

    Spannend, historisch inspiriert und mit viel Herz

    Ich habe schon mehrere Bücher von Dorothea Morgenroth gelesen und habe mich daher sehr auf ihr neuestes Buch gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon das schöne Cover hat bei mir Fernweh ausgelöst und meine Fantasie angeregt. Ein wenig brauchte ich, um mich in die Geschichte einzufinden, lernt man doch gleich zu Beginn zwei Personen kennen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, aber doch etwas Entscheidendes gemeinsam haben. Lucy ist eine ledige Mutter, die um ihre Tochter kämpft, die zur Adoption freigegeben werden soll. Und Lucinda ist eine gebildete Tochter aus wohlhabendem Hause, aber etwas vom noch jungen Leben gelangweilt. Warum findet sich aber Lucy plötzlich auf Tormore Castle wieder, welches doch eigentlich Lucindas Zuhause ist? Und wieso versuchen die Zofe Maggie und der Hausarzt Dr. Graham mit allen Mitteln zu verhindern, dass sie sich erinnert? Zum Glück stellt sich die herzensgute Großtante von Lucinda "Auntie Mae" auf ihre Seite und hilft ihr, zu ihrem wahren Ich zurückzufinden. Ein spannender, historischer Roman mit einer Prise Humor und viel Herz. Zum Ende war es für mich etwas zu viel "HappyEnd", aber dem Gesamteindruck tat das keinen Abbruch.
  • 4/5 Sterne

    gute Unterhaltung

    In diesem Buch macht man sich auf die Reise nach Schottland und lernt Lucy / Lucinda kennen, um sie dann durch einen Teil ihres Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen zu begleiten. Näher kennenzulernen, sie lieb zu gewinnen und sie schütteln zu wollen.

    Anfangs fand ich die Geschichte verwirrend, und trotz des genauen Beachtens der Zeit- und Ortsangaben über den Kapiteln hatte ich Mühe, reinzukommen, Zusammenhänge zu verstehen, und mit der Geschichte warm zu werden, ja, ich fand den Anfang dadurch sogar etwas mühsam.

    Trotzdem war ich neugierig, denn ich hatte Fragen und wollte Antworten, und je weiter ich las, desto mehr verstand ich. Nun konnte ich mich einfühlen und die Charaktere noch genauer kennenlernen und habe das Buch immer mehr gemocht. Ab da konnte ich nicht mehr schnell genug lesen und bin nur noch durch die Seiten geflogen. Habe mitgefiebert, mitgelitten und mich mitgefreut.

    Auntie Mae habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen und mochte ihre sanfte und liebevolle Art, ihr großes Herz und ihre Freundlichkeit.
    An Lucy habe ich die aufopferungsbereite Liebe bewundert, und war berührt, als ich davon las. Außerdem mochte ich ihre innere Entwicklung, denn sie war bereit Schuld einzugestehen und sich zu ändern.
    Gleichzeitig hat mich erschreckt, wie weit manche Menschen gehen, um ihren eigenen Willen durchzusetzen, und wie sie damit andere Menschen zutiefst verletzen.

    Diese Geschichte bietet eine Menge, und neben einer zarten Liebesgeschichte - die wie aus einem Märchen war - ging es um "die Heime für gefallene Mädchen". Diese Thematik war mir unbekannt, weshalb ich sehr interessiert weitergelesen habe.

    Der Schreibstil war angenehm und gut zu lesen. Das Thema, obwohl eher unschön, war doch in eine tolle Geschichte eingearbeitet, die aufzeigt, dass Gott auch in schweren Zeiten da ist, jeden Einzelnen sieht und das Beste im Sinn hat.

    Ich mochte, dass bei einzelnen Charakteren eine starke Entwicklung zu sehen war, dass sie über sich hinauswuchsen und dann ändern konnten, nur über Lucinda hätte ich gerne noch mehr erfahren.

    Der Glaube ist im ganzen Buch zu finden und fein mit der Geschichte verwoben, nimmt zum Ende hin aber einen größeren Raum ein und gibt dem Buch eine besondere Tiefe.

    Mir hat dieses Buch insgesamt also wirklich gut gefallen. Es geht um Mutterliebe, Vergebung, Zusammenhalt, Liebe, Hoffnung und einen Gott, der durch schwere Situationen trägt.
  • 5/5 Sterne

    „Aufwühlend, spannend, glaubensvoll“

    Der neue Roman „Wo dein Blick mich findet“ von Dorothea Morgenroth spielt in Schottland im frühen 20. Jahrhundert. Die Leserschaft trifft auf zwei so unterschiedliche junge Frauen, die augenscheinlich nur eines verbindet – ihre äußerliche Ähnlichkeit. Während die verwöhnte Miss Lucinda in einem Schloss in den Highlands aufgewachsen ist, verbrachte Lucy Hunter ihre Kindheit in armen Verhältnissen. Nachdem sie unehelich ein Kind zur Welt gebracht hat, schuftet sie in einem Heim für ledige Mütter unter grausamen Verhältnissen, um wenigstens etwas Zeit für ihre Tochter zu haben. Als sich dann die beiden Frauen begegnen, nimmt die Geschichte einen dramatischen Verlauf.
    Eine der beiden wacht mit einer schweren Kopfverletzung im Schloss auf, während die andere durch Südeuropa reist. Wie es dazu gekommen ist, erfahren die Leser erst nach und nach. Somit baut die Autorin einen schönen Spannungsbogen auf. Und dann ist da noch die liebenswerte und führt Auntie Mae, die kräftig mitmischt, damit alles hoffentlich zu einem guten Ende findet.
    Dorothea Morgenroth beschreibt auf eindrückliche Weise die damaligen Missverhältnisse der Gesellschaftsschichten. Es ist aufwühlend zu lesen, wie mit Fehlern umgegangen wurde und man dafür büßen musste, selbst wenn man diese bereut. Und doch richtet sie auf feine Art den Blick hin zu einem Gott, der uns in unserem Leid sieht, dem es wichtig ist, wie es uns geht und der unser Vater sein möchte.
    Vor dem Ende hätte ich mir bei manchen Personen mehr Ausführungen gewünscht, aber das tut der Geschichte in meinen Augen keinen Abbruch, ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter, es ist ein Roman, den man nicht so schnell vergisst.
  • 4/5 Sterne

    Ein vielschichtiger, emotionaler, historischer Roman

    Schottland, 1926: Lucy erwacht nach einem Unfall in einem Schloss in den Highlands. Ihr fehlt jegliche Erinnerung an die Vergangenheit, aber sie hat das Gefühl, dass sie nicht in diese reiche Familie gehört. Während sie sich durch den Nebel in ihrem Kopf quält, steht ihr die ältere Lady Mae O´Malley, kurz Auntie Mae genannt, zur Seite. Mit deren Hilfe kehrt Lucys Erinnerung Stück für Stück zurück…. die Erinnerung an das „Magdalenenheim“ in Edingburgh, an ihre Tochter Penny und wieso sie plötzlich in dem Schloss ist….

    „Wo dein Blick mich findet“ ist ein emotionaler, historischer Roman. Lucys Schicksal, die Zustände in dem Madgalenenheim, die Liebe zu ihrer Tochter und die Ausweglosigkeit, weil sie nicht für Penny da sein zu kann… dass hat mich sofort berührt. Als Lucy dann in einem fremden Leben aufwacht, nimmt die Geschichte eine überraschende Wende und Lucy muss sich einerseits anpassen, andererseits sich auch selbst wiederfinden. Ich habe diese Entwicklung mit Spannung verfolgt und mich über das Ende gefreut. Auntie Mae mochte ich ebenso von Beginn an. Sie ist für Lucy ein wichtiger Halt in der fremden Umgebung, aber auch sie selbst durchläuft eine interessante Entwicklung im Laufe des Romans.
    Der Roman lässt sich sehr gut lesen. Personen, Orte und Handlungen sind detailliert beschreiben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Zeitsprünge und Ortswechsel sind jeweils am Kapitelbeginn gekennzeichnet, so dass sich der Leser gut zurechtfindet. Vermisst habe ich allerdings, dass „die Bösen“ der Geschichte am Ende die Konsequenzen ihres Handeln zu spüren bekommen.

    „Wo dein Blick mich findet“ ist ein vielschichtiger, emotionaler Roman, der mich berührt hat. Gern empfehle ich das Buch weiter.
  • 4/5 Sterne

    Intrigen und doch Hoffnung

    Ich durfte das Buch vorab lesen und es hat mir sehr viel Freude gemacht.

    Die junge Lucy Hunter erwartet ein uneheliches Kind und ihre Eltern stecken sie in ein Heim für junge, ledige Mutter. Was auf den ersten Blick wie ein Zufluchtsort scheint, entpuppt sich als Qual. Die jungen Mütter müssen gleich nach der Geburt sehr hart arbeiten und können ihre Kinder nur selten sehen. Doch Lucy liebt ihre kleine Tochter über alles und freut sich schon auf den Tag, wenn sie mit ihr aus diesem Heim darf.

    Eines Tages wacht Lucy in einer Burg auf. Sie kann sich nicht erinnern, wer sie ist, was genau passiert ist und warum alle denken, das sie die Tochter des Hauses Lucinda ist. Doch langsam kommen die Erinnerungen wieder und Lucy merkt, das es ein abgekartetes Spiel ist. Hilfe bekommt sie von der etwas eigenartigen Auntie Mae. Kann sie sich selber und ihre Tochter retten?

    Die Zustände in den Heim für junge Mütter fand ich so erschreckend. Lucys Mut sich gegen die Schikane zu stellen, fand ich sehr stark. Sie kämpft um ihr Kind und ist entschlossen, alles zu tun um ihr Kind zurückzubekommen.

    Auntie Mae trostloses Leben besteht nur darin sich um ihr Blumen zu kümmern. Doch dann taucht dieses Mädchen auf und sie merkt relativ schnell, das da einiges komisch ist. Trotz ihres hohen Alters hilft sie Lucy und findet anschließend eine wundervolle Arbeit die endlich wieder Sinn in ihr Leben bringt.

    Dorothea nimmt uns mit nach Schottland der 1920er. Es fahren mittlerweile Autos, jedoch hält man noch stark an alten Tradition und Denken fest. Der christliche Glauben ist im Alltag noch präsenter, allerdings wird er manchmal ganz falsch ausgelebt, wie in dem Heim. Auntie Mae dagegen hat einen tiefen Glauben voller Liebe und Mitgefühl ihren Mitmenschen gegenüber.

    Im Buch haben mir die Konsequenz für die Personen gefehlt, die falsch gehandelt haben. Das fand ich schade, das sie „straffrei“ aus der ganzen Geschichte gingen.

    Eine mitreißende Geschichte über Mut und die unerschütterliche Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
  • 4/5 Sterne

    Eine Geschichte über Wahrheit, Identität und neue Hoffnung

    Die Geschichte beginnt in Schottland, Mitte der 1920er Jahre. Wir lernen Lucinda und Lucy kennen. Zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lucinda, aufgewachsen in einem Schloss in den Highlands, die es gewöhnt ist, stets zu bekommen was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Auf der anderen Seite Lucy Hunter aus einer einfachen Arbeiterfamilie in Edinburgh, die gerade ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hat und in einem Heim für ledige Mütter um ein Leben mit ihrer Tochter kämpft.
    Als sich die Wege der beiden Frauen kreuzen hat das weitreichende Folgen.

    Das wunderschöne Cover, sowie eine Geschichte die sich in Schottlands Highlands abspielt hat mich sofort angesprochen.
    Vom ersten Kapitel an war ich mitten im Geschehen und habe mich in den unterschiedlichen Zeitebenen gut zurechtgefunden. Auch das kennenlernen der unterschiedlichen Charaktere macht die Autorin den Lesern sehr leicht und schafft es dabei dennoch die Persönlichkeit der Protagonisten deutlich herauszustellen. Besonders angetan hat es mir dabei die liebenswerte Auntie Mae.

    Die Geschichte zeigt deutlich die Missstände auf, welche zur damaligen Zeit in den so genannten "Magdalenenheimen" vorherrschten, was mich, besonders nachdem ich mich ein bisschen mehr darüber informiert hatte, sehr erschüttert hat. Im Laufe des Buches lernt besonders Lucy die Lügen und das falsche Gottesbild, welches ihr dort gelehrt wurde, zu überdenken und Gott als einen liebenden, barmherzigen und vergebenden Gott kennenzulernen. Diese Erinnerung, dass Gott es gut meint und seine Kinder nicht vergisst war eine wertvolle Botschaft, die hier sehr deutlich wird, ohne dabei belehrend zu wirken.

    Was mich persönlich nicht ganz abgeholt hat, war dagegen die List, mit welcher Lucinda versucht ihren Willen durchzusetzen. Es war für mich nicht wirklich glaubhaft, dass gerade ihre Eltern nicht dahinterkommen. Doch gerade in so einer Geschichte ist das für meinen Geschmack auch nicht schlimm und ich kann darüber hinwegsehen.

    Ich hatte, besonders mit Lucy und Auntie Mae, sehr angenehme Lesestunden und wer ein Buch für einen gemütlichen Abend sucht, dem empfehle ich es gerne weiter.
  • 5/5 Sterne

    Historischer Roman über Verlust, Hoffnung und Wahrheit

    „Wo dein Blick mich findet“ hat mich positiv überrascht.

    Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wunderschön gestaltet und lädt dazu ein, es immer wieder zu betrachten.

    Dies ist das erste Buch, das ich von Dorothea Morgenroth gelesen habe, und mittlerweile bereue ich, nicht schon viel früher zu ihren Büchern gegriffen zu haben.

    In diesem Roman geht es um Verlust, Hoffnung und Wahrheit. Diese Themen sind auf beeindruckende Weise miteinander verwoben. Die zentrale Botschaft des Buches würde ich mit den Worten zusammenfassen: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“

    Diesen Satz kennt man aus der Bibel und hat ihn wahrscheinlich schon oft gelesen. Doch durch dieses Buch hat er für mich eine ganz neue Tiefe bekommen. Er hat mich berührt und mir die Augen geöffnet. Denn ja, Gott sieht uns – in jeder Lebenslage, selbst dann, wenn wir seine Nähe gerade nicht spüren. Dieser Gedanke ist für mich zu einer Art Lebensmotto geworden.

    Besonders spannend fand ich die Einblicke in die 1920er-Jahre, die Magdalenenheime. Gleichzeitig war es erschreckend zu lesen, was dort geschah und wie mit den betroffenen Frauen umgegangen wurde.

    Die Charaktere wirken authentisch und lebendig. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich Auntie Mae. Sie war mein absoluter Lieblingscharakter. Mit ihrer warmherzigen, liebevollen und fürsorglichen Art ist sie eine Person, die man einfach gernhaben muss. So jemanden wünscht sich doch jeder in seinem Leben.

    Ab dem zweiten Drittel nimmt die Spannung immer mehr zu. Von da an konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt erfahren wollte, was noch alles geschehen würde und wie die Geschichte endet.

    Dorothea Morgenroth hat mich mit diesem Buch begeistert und neugierig auf weitere ihrer Werke gemacht.