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Die eigensinnige Ärztin

Roman.

Chicago, 1893: Billy Jack Tate hat nicht nur einen Männernamen, sondern auch einen Männerberuf ergriffen: Sie ist Ärztin. Gerade als sie sich am Ziel ihrer Träume wähnt, lernt sie Hunter Scott kennen, einen Texas Ranger. Doch der hat jedoch wenig übrig für die Großstadt und für Frauen, die davon überzeugt sind, dass es mehr gibt als Heiraten und Kinderkriegen.

Ist Billy bereit, ihren Traum von einer eigenen Praxis in der Stadt aufzugeben und auf dem Land Hausfrau und Mutter zu werden? Oder wird Hunter bereit sein, die weiten Ebenen des Südens gegen die graue Großstadt und eine unabhängige Ehefrau einzutauschen?
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  • Nr. 817123
  • · Gebunden, 432 Seiten
  • · 08/2016
  • · Gerth Medien
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  • „Deeanne Gist ist eine unglaubliche Geschichtenerzählerin!“ Leserstimme
  • „Eine tolle Geschichte mit einer wundervollen Liebesgeschichte und faszinierenden historischen Elementen. Mir gefiel, dass die beiden erst einmal Freunde werden, bevor sich zwischen ihnen eine schöne Liebesgeschichte entspinnt, und dass sie die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert werden, gemeinsam angehen.“ Leserstimme

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ohne Angabe, 14.09.2016

Chicago 1893 - eine junge Ärztin Billy Jack Tate probiert ihre Träume in die realen Leben umsetzen - sie will eigene Art Praxis im Chicago haben und möglichst viel Patienten dort behandeln, sie ist auf guten Weg ihre Ziele zu erreichen. Bei ihrem Auftritt beim Frauen Kongres macht ein Bekanntschaft mit Hunter Scott, einen Texas Ranger, seit den ersten Begegnung die Wege von die beiden kreuzen sich immer wieder, sie kümmern sich zusammen um ein kleines ausgesetztes Baby, die bauen ein Spielplatz für arme Kinder, sie kämpfen um mehr Rechte für die arme Leute und sie verlieben sie in sich ...

 

Billy Jack Tate eine ungewöhnlich mutige Frau, für ihre Zeiten sie war eine Pionierin, der Arzt Beruf war fast nur für Männer reserviert, sehr temperamentsvoll, bodenständig, entschlossen für ihre Ziele, aber auch sehr hilfsbereit und gefühlsvoll. Hunter Scott ein Mann immer auf die Kompromisse bereit, für Liebe und Gerechtigkeit er ändert seine Leben und wechselt sein Job, für ihn das Glück von die anderen bedeutet mehr als sein gute Ruf und Position. Die zwei sehr starke Charaktere haben sich in die Geschichte getroffen und gemeinsamen Weg zum Glück gefunden, die Botschaft ist deutlich: mit Liebe wir können die steigniste Weg in unserem Leben bewältigen und alle Barrikaden hinter uns lassen, wir müssen nur auf die andere Mensch ein Rücksicht nehmen und auf die Kompromisse bereit sein und das haben unsere symphatische Protagonisten schnell verstanden.

 

Das Buch erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, wir erfahren auch sehr viel von Leben in Chicago in diesen Zeiten - die Frauenrechte, die Wohnverhältnisse, die Rechte von Armen und Migranten. Das sind nur einige Beispiele, besonders gut ist ausgearbeitet die Teil wo die Autorin beschreibt die Armutsviertel, wo die Kinder müssen schon mit 8 Jahren zur Arbeit gehen und die Kleinen bleiben zu Hause auf einen Tisch angekettet, wo Schmutz, Ratten und Ungeziefer sind ständige Begleiter im Alltag.

 

Der Schreibstill ist sehr angenehm zu lesen, einfach, flüssig und mit viel Details, die Atmosphäre ist wechselhaft - mal glücklich, mal sehr traurig, die Szenen bildhaft und die Personen sehr lebhaft, die Erzählweise intensiv und emotional, für mich es zu lesen war echt ein Vergnügen.

 

Sehr atmosphärische Liebesgeschichte mit vielen historischen Details uns sehr symphatischen Protagonisten - große Leseempfehlung!!!

K. Kauer, 18.09.2016

Chicago, 1893: Billy Jack Tate ist eine für ihre Zeit recht ungewöhnliche junge Dame, die einen männlichen Vornamen trägt und noch dazu einen reinen Männerberuf ausübt. Sie ist Ärztin aus Überzeugung und Leidenschaft. Sieben Jahre war sie als Chirurgin in verschiedenen Krankenhäusern tätig behauptete sich in dieser Männerdomäne.

Auf der Weltausstellung wurde sie als Vortragende eingeladen und begegnet dort dem charmanten aber recht provinziell und konservativ eingestellten Texas Ranger Hunter Scott.

Beide treffen sich öfter als gedacht und es entwickelt sich zwischen ihnen eine Sympathie, die unter den gegebenen Umständen eigentlich zu nichts führen kann. Billy will in Chicago eine Praxis eröffnen, am regen Stadtleben und der medizinischen Weiterentwicklung teilnehmen. Hunter jedoch möchte nur in Taxas wohnen. Welche Wege werden beide beschreiten?

 

Deeanne Gist schuf einen Roman mit besonderer, bildhafter und von prickelnder Spannung durchsetzter Atmosphäre, die durch die sehr charaktervollen Protagonisten in bester Weise unterstrichen wird.

Interessante historische Einblicke in die damaligen, aus heutiger Sicht recht beklagenswerten Verhältnisse, ärmerer Familien, in denen schon kleine Kinder den Lebensunterhalt mit verdienen mussten sowie die erbärmlichen und trostlosen Zustände in den Gefängnissen der damaligen Zeit werden in diesem hervorragenden Werk in eindrucksvoller Weise bildhaft dargestellt. Die Lektüre gibt über eine außerordentlich lebendiges Kopfkino Einblick in die teilweise entsetzlichen Zustände des damaligen Lebens.

Um die gesellschaftliche Gegensätze deutlich herauszuarbeiten wählte die Autorin sehr geschickt das Jahrhundertereignis der Weltausstellung in der sich die gehobene Gesellschaft über die vielen dort vorgestellten - meist technischen - Neuerungen - selbst feierte.

Deeanne Gist arbeitet eine von vielen wertvollen Botschaften in ihr Werk "Die eigensinnige Ärztin" ein: Die gute Nachricht von Liebe und Aufopferung für gesellschaftlich benachteiligte Menschen.

Dieser außerordentlich gelungene Roman ist über seine unterhaltsame, spannungsreiche Fassung und seine leicht lesbare Sprache ein reines Lesvergnügen und fesselte mich von der ersten bis zur letzen Seite.

Ich kann die Lektüre dieses tiefgründigen und herzerfrischenden Romans jedem nur ans Herz legen, der dieses Genre mag. Es kann nur ein Gewinn sein.

Ein Dankeschön dem Gerth Medien Verlag für diesen geistvollen Roman.

keine Angabe, 20.09.2016

„... Wir sind schließlich keine barbarischen Männer, sondern zivilisierte Frauen. Und Frauen sind viel zu vernünftig und erfinderisch, um zu brutaler Gewalt zu greifen ...“

 

Es ist das Jahr 1893. In Chicago findet die Weltausstellung statt. Gleichzeitig ist dort ein Frauenkongress anberaumt. Eine der Rednerinnen ist Dr. Billy Jack Tate. Leider lassen die Ordnungskräfte niemand mehr in das Haus. Eine Frau zeigt Billy einen möglichen Eingang durch ein Kellerfenster. Dort erwartet sie der Texas Ranger Hunter Scott. Er ist bereit, sie zu den Saal zu bringen.

Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Ein Grund dafür sind die beiden völlig unterschiedlichen Protagonisten. Billy ist stolz auf ihren Beruf. Sie ist Ärztin mit Leib und Seele und bereit, dem ihr Privatleben unterzuordnen. Dabei bekommt sie öfter zu spüren, dass ihr andere ihren Doktortitel nicht glauben. Auch ihre Praxis ist noch ohne Patienten. Deshalb greift sie sofort zu, als ihr eine Stelle bei der Weltausstellung angeboten wird. Hunter ist mit traditionellen Werten aufgewachsen. Eine Frau gehört ins Haus. Es ist Aufgabe des Mannes, sie zu beschützen und zu ernähren. Deshalb hat er immense Probleme, als er sich wegen einer Untersuchung in die Hände von Billy begeben muss. Und dann gibt es noch David, einen neunjährigen Jungen, der als Zeitungsverkäufer bei der Weltausstellung seine Familie ernährt.

Der Schriftstil des Buches wechselt von Situation zu Situation. Ab und an kommt der trockenen Humor der beiden Protagonisten zum Tragen. In ihren Dialogen schenken sie sich nichts. Ihre Annäherung wird sehr behutsam erzählt. Unterschiedliche Standpunkte sorgen bald wieder für Distanz. Ganz anders klingen die Stellen, an deren mich die Autorin mit der Armut in Teilen von Chicago konfrontiert. Das geschieht geschickt bei der Beschreibung des Weges, den Billy und Hunter zum Hull House nehmen. Die Zustände veranlassen Hunter darüber nachzudenken, ob man für den Kinder nicht einen Spielplatz bauen könnte. Wegen des gemeinsamen Ziels kommen sich die Protagonisten näher. Kritisch beleuchtet die Autorin ebenfalls das amerikanische Gerichtssystem. Überfüllte Gefängnisse und die gemeinsame Unterbringung von Kindern und Erwachsenen sind nur zwei Aspekte. Gut werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben. Das geschieht meist durch Taten, weniger durch Worte. Davids Sorge um den Bruder, Hunters Angst um Billy und Billys Trauer wegen eines ausgesetzten Babys sind nur wenige Beispiele dafür. Ab und an klingt bei Billy auch der Zwiespalt zwischen ihren beruflichen Träumen und den Möglichkeiten einer Heirat an. In Gedanken ist sie dabei ihrer Zeit weit voraus.

Die Anmerkungen der Autorin am Schluss des Buches trennen Fiktion von Fakten.

Das Cover mit der jungen Frau auf der Schaukel zeugt von Lebensfreude.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autorin gelingt es, die Widersprüchlichkeit zwischen Weltausstellung und Armenviertel, aber auch den beginnenden Aufbruch selbstbewusster Frauen in eine spannende Handlung zu integrieren. Außerdem zeigt sie, was möglich ist, wenn zwei Menschen aufeinander zugehen und jeder dabei ein Stück zurücksteckt. Es geht um Toleranz und gegenseitige Achtung.

ohne Angabe, 24.09.2016

Chicago 1893: Billy Jack Tate ist Ärztin aus Leidenschaft und lässt sich auch von den vielen Vorurteilen, die ihr immer wieder begegnen, nicht von ihrer Berufung abbringen. Da ihre Praxis kaum von Patienten aufgesucht wird, kommt ihr das Jobangebot, als Ärztin im Frauengebäude auf der Weltausstellung zu arbeiten gerade recht.Doch leider trifft sie dort auf den Texas Ranger Hunter Scott, der sie schon einmal in einer unangenehmen Situation überrascht hat... .

Mich hat dieser äußerst unterhaltsame und spannende Roman bis zum Ende begeistert. Deanne Gist hat hier eine amüsante Liebesgeschichte entworfen, in der zwei Menschen, die in ihren Einstellungen bezüglich der Rolle der Frau nicht unterschiedlicher sein könnten, aufeinander treffen und bald nicht mehr ohne einander können. Es wird sehr deutlich, das man in einer Partnerschaft nicht immer seinen eigenen Kopf durchsetzen kann, sondern auch Kompromisse eingegangen werden müssen, damit es funktioniert.

Die Ärztin Billy Jack Tate ist eine junge, dynamische Protagonistin, die ihre Arbeit wirklich liebt und sich für andere Menschen einsetzt, aber dabei manchmal etwas übereilt handelt. Mich hat sie beim lesen oft mit ihrem Mut und auch ihrer Eigenständigkeit für ihre Zeit sehr beeindruckt.

Hunter Scott ist als Texas Ranger ein Mann, der für Werte und für Gerechtigkeit einsteht und ebenso wie Billy seine Arbeit als seine Bestimmung ansieht. An vielen Passagen im Buch sieht man, wie wichtig ihm andere Menschen und deren Wohlergehen sind.

Deanne Gist schreibt flüssig und kann sowohl lustige, als auch ernste Dinge sehr authentisch darstellen. So musste ich beim lesen manchmal laut lachen, aber war an anderen Stellen sehr bewegt von schlimmen Zuständen in Chicagos Elendvierteln und in dem Gefängnis, die auch eindrücklich beschrieben werden.

Was mir ein bisschen zu kurz kam, war der christliche Glaube, der immer nur am Rand der Handlung zum Thema wurde.

Ansonsten kann ich das Buch an alle weiterempfehlen, die gute und unterhaltsame historische Romane mögen.

- dorli -, 02.10.2016

Chicago 1893. Im Rahmen der Weltausstellung findet ein Frauenkongress statt, auf dem die Ärztin Billy Jack Tate eine Rede halten soll, doch der Zugang zum Gebäude wird ihr von einem Wachmann verwehrt, da der Saal bereits überfüllt ist. Billy klettert kurzerhand durch ein Kellerfenster und wird dabei von Hunter Scott, einem Texas Ranger, der einen sechsmonatigen Dienst beim Wachschutz der Weltausstellung versieht, erwischt…

 

In ihrem historischen Roman „Die eigensinnige Ärztin“ zeichnet Deeanne Gist ein sehr authentisches Bild des alten Chicagos und präsentiert ganz unterschiedliche Facetten der Stadt. Man lernt einige Besonderheiten kennen und kann sowohl einen Blick auf die gerade stattfindende Weltausstellung als auch auf die düsteren Viertel der Stadt werfen. Die Autorin wartet dabei mit einer Fülle verschiedener Themen auf, die die Menschen im Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts bewegt und beschäftigt haben.

 

So geht Deeanne Gist ausgiebig auf die Stellung der Frau in der Gesellschaft und die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein und zeigt auf, wie schwer es Frauen hatten, in manchen Berufen Fuß zu fassen und sich gegenüber den männlichen Kollegen zu behaupten. Die Vorurteile gegenüber berufstätigen Frauen waren groß, kaum jemand hat einer Frau zugertraut, den Aufgaben von Ärzten oder Anwälten gewachsen zu sein.

 

Die Rechte von Armen und Kindern sind ein großes Thema. Eine gesonderte Rechtssprechung für jugendliche Straftäter gab es damals nicht, Kinder wurden im Gefängnis oder vor Gericht wie Erwachsene behandelt. Das bekommen besonders der Zeitungsjunge David und sein kleiner Bruder Pietro zu spüren.

 

Und auch auf die Wohn- und Arbeitsverhältnisse der Menschen werden von Deeanne Gist eindringlich geschildert. Die Probleme der armen Bevölkerung werden erläutert und die Elendsviertel der Stadt werden sehr anschaulich beschrieben – besonders deutlich werden die Missstände durch die Gegenüberstellung der Armut und Hoffnungslosigkeit in den Straßen der West Side und der Pracht und dem Glanz der Weltausstellung.

 

Neben den genannten Themen ist der christliche Aspekt in diesem Buch besonders hervorzuheben: Nächstenliebe wird großgeschrieben. Billy und Hunter setzen sich selbstlos und uneigennützig für diejenigen ein, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen, weil sie entweder zu arm oder zu jung sind. Das geht sogar soweit, dass Hunter seinen eigentlichen Job vernachlässigt.

 

Ganz geschickt versteht es die Autorin neben den ernsten, gewichtigen Themen eine große Portion Leichtigkeit in den Roman zu bringen, indem sie Billy und Hunter über ihre grundverschiedenen Ansichten bezüglich der Aufgabenverteilung von Mann und Frau diskutieren lässt. Eine eigensinnige, fortschrittlich denkende Großstädterin trifft auf ein

halsstarriges traditionell denkendes Landei. Da bleiben hitzige, für den Leser sehr amüsante Dialoge nicht aus.

 

Neben den fiktiven Figuren bevölkern auch einige historische Persönlichkeiten diesen Roman, unter ihnen zum Beispiel der damalige Bürgermeister Chicagos Carter Harrison, der Kommandant der Kolumbus-Garde Colonel Edmund Rice oder auch die Friedensnobelpreisträgerin und Gründerin des Hull Houses Jane Addams.

 

„Die eigensinnige Ärztin“ hat mir sehr gut gefallen. Der Roman lässt sich angenehm flott lesen und hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Historie Chicagos ermöglicht.

ohne Angabe, 09.10.2016

Meine Meinung:

 

In diesem wunderbaren Roman spielen Frau Dr. Billy Tate und Scott Hunter, ein Ranger aus Texas, die Hauptrollen. Billy ist leidenschaftliche Ärztin und versorgt Patienten auf der Chicagoer Weltausstellung. Dort lernt sie Hunter kennen, der einer der Gardisten der Weltausstellung ist.

Gemeinsam sind sie ein wunderbares Team. Sie retten ein weggelegtes Baby und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Sie vollbringen wundervolle Dinge in den Armenvierteln von Chicago. Zum Beispiel eröffnen sie dort den ersten öffentlichen Spielplatz.

Die Autorin schreibt diesen Roman sehr fesselnd. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil und schon nach den ersten Seiten war ich komplett gefesselt von diesem Roman.

Ich mochte beide Hauptprotagonisten sehr gerne, denn sie sind einfach wunderbare mitfühlende und hilfsbereite Menschen. Ihre Geschichte die in Chicago spielt ist sehr einfühlsam und lebendig geschrieben. Ich konnte mit beiden mitfiebern und mitfühlen und bin ganz tief in ihr Leben eingetaucht. Ich fand es ganz toll zu lesen wie das Leben zur Zeit der Weltausstellung in Chicago ausgeschaut hat. Die Autorin hat die Missstände in der Stadt aufgezeigt, die im krassen Gegensatz zu der heilen Welt der Weltausstellung stehen. Es war eine sehr berührende Geschichte, die mich in seinen Bann gezogen hat. Es ist eine Mischung aus einem ernsten Teil und einem romantischen Teil. Die Autorin hat das aber sehr geschickt in ihrem Roman verwoben. Ich war auf alle Fälle begeistert von dem Roman und es ist bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von Deeanne Gist lesen werde.

 

„Die eigensinnige Ärztin“ bekommt von mir 5 Sterne.

A. Kaufmann, 17.10.2016

Ich kam, sah und siegte

 

Die junge Ärztin Billy Jack Tate nennt zwar einen Männernamen und einen Männerberuf ihr Eigen, ihr Aussehen und ihre Ausstrahlung sind jedoch äußerst anziehend und feminin. In Chicago trifft sie im Zuge der Weltausstellung während einer Rede auf einem Kongress für Frauenrechte auf den attraktiven Wachmann Hunter Scott. Der naturverbundene Mann möchte die Karriereleiter bei den Texas Rangern empor klimmen und mag weder Großstädte, noch berufstätige Karrierefrauen. Eine interessante Begegnung zweier völlig verschiedener Menschen, die sich dennoch unweigerlich zueinander hingezogen fühlen, bahnt sich an. Auf anfängliches Misstrauen folgt behutsame Annäherung, und aus vorsichtiger Freundschaft entwickelt sich im Laufe der Zeit eine große Anziehungskraft. Doch weder das Stadtmädchen Billy, noch der Naturbursche Hunter, wollen von ihren Vorstellungen abweichen…

 

Der Bestsellerautorin Deeanne Gist ist es auch diesmal wieder gelungen, einen kurzweiligen, amüsanten und mit einigem Humor gewürzten Liebesroman zu verfassen, der die Leser in seinen Bann zieht, für Romantik sorgt und die Leserschaft ins Chicago des Jahres 1893 zurück versetzt. Die Weltausstellung bildet wie bereits im letzten Roman auch hier wieder die Rahmenhandlung des Geschehens. Die Liebesgeschichte ist ein wenig trivial und sehr klischeebehaftet … junge, schöne, intelligente, selbständige und doch anlehnungsbedürftige Frau trifft auf großen, starken, unabhängigen und attraktiven Mann, einen Fels in der Brandung, jedoch mit weichem und mitfühlenden Herzen. Die beschwingte Geschichte sorgt durch das Findelkind Joseph und dem bettelarmen Sohn einer italienischen Einwandererfamilie namens David für einige Aufregung und bringt im letzten Drittel auch einen gewissen Spannungsbogen ins Buch. Die Autorin konzentriert sich bei ihren Charakteren hauptsächlich auf die beiden Protagonisten, die Nebenfiguren bleiben eher blass und im Hintergrund. Die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Roman aus einem christlichen Verlag handelt, ist anhand des Inhalts in keiner Weise erkennbar. Der einzige Bezug zum christlichen Glauben ist die zweimalige (!) Erwähnung von Gottes Namen in insgesamt zwei Zeilen des immerhin über vierhundertdreißig Seiten zählenden Buches.

 

Fazit: bei der „eigensinnigen Ärztin“ handelt es sich um einen unterhaltsamen, in flüssigem Schreibstil verfassten Roman, der Romantik, Humor und ein wenig Spannung bietet. Die Emanzipation der Frau, das Entstehen der Frauenrechte und die Stellung der Frau in dieser Zeit und die Armut und Not der Arbeiterschicht bilden zusammen mit der Weltausstellung den geschichtlichen Hintergrund. Ein klein wenig erfährt man auch über die Texas Ranger, die der Autorin besonders ans Herz gewachsen sind, wie man im Nachwort erfahren kann.

ohne Angabe, 07.12.2016

Billy Jack Tate ist ihrer Zeit um Einiges voraus. Als weiblicher Arzt steht sie ziemlich alleine da und nicht einmal die Frauen lassen sich von ihr behandeln, nachdem sie eine eigene Praxis eröffnet hat. Da kommt ihr ein Job auf der Weltausstellung gerade recht. Dort lernt sie den gut aussehenden Texas Ranger Hunter Scott kennen, der wenig für die Großstadt und berufstätige Frauen übrig hat. Natürlich funkt es trotzdem kräftig zwischen den beiden, aber solange keiner von seiner Meinung abweicht, haben sie keine gemeinsame Zukunft.

Durch ein Findelkind, einen italienischen Einwandererjungen und ihr Herz für die Kinder im Elendsviertel verbringen sie trotzdem viel Zeit miteinander. Ob ihre Liebe das, was sie trennt, überwinden kann?

Eine Ärztin und ein Texas Ranger wirken im Chicago zur Zeit der Weltausstellung beide ziemlich fehl am Platz. Ihre Begegnungen sind mal witzig, mal romantisch, aber teilweise scheinen sie mir auch überhaupt nicht in diese Zeit zu passen. Eine Frau um 1893 konnte doch sicher nicht ernsthaft davon ausgehen, dass der Mann als Hausmann die Kindererziehung übernimmt. Da scheint mir die Autorin zu viel von der heutigen Zeit in den Roman gepackt zu haben. Insgesamt gibt es sehr viele leicht erotische Szenen in dem Buch. Es bleibt harmlos, ist aber deutlich mehr als ich von Deeanne Gist sonst gewohnt bin oder in einem Buch aus einem christlichen Verlag wünschenswert finde. Apropos: Gott oder Gebete werden zwar zwei- oder dreimal erwähnt, das war's aber auch schon.

Die Zeit wird sonst von der Autorin gut eingefangen und der Roman ist spannend. Die anderen Romane, die ich von ihr gelesen habe, haben mir jedoch durchweg besser gefallen.

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