Ein Brief für dich (Buch - Gebunden)

Roman

4.5 Sterne

Ein Brief für dich (Buch - Gebunden)

Roman

Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben, doch in ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das schon alles gewesen sein? Als sie einen Brief ohne Absender erhält, ist sie von den Zeilen zutiefst berührt. Nahezu zeitgleichzeitig wird ihr Leben auf den Kopf gestellt … Ein eindrucksvoller Roman.

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Details

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben: Ihre Töchter sind erwachsen, ihr Job im Drogeriemarkt sowie Haus, Papagei und Garten halten sie nur mäßig beschäftigt. In ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das wirklich schon alles gewesen sein?

Unvermittelt erhält die 44-Jährige einen Brief ohne Absender, der sie im Innersten berührt. Nahezu zeitgleich beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Plötzlich muss sie um ihr Haus fürchten, ihr Cousin Walter braucht ihre Hilfe, und außerdem bekommt sie diesen Kunden namens Hajo mit dem strahlenden Lächeln nicht mehr aus ihrem Kopf. Unterdessen erhalten auch Walter und Hajo einen mysteriösen Brief ...
Ein wunderbarer Roman über die Kraft der Worte und darüber, auch in schweren Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren.

 

Stimmen zum Produkt
  • 5 5
    Helga Zahn, jesus.de:
    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist sehr leicht zu lesen, der Spannungsbogen gut gemacht, denn als Leser ahnt man bis kurz vor Schluss nicht, wie die Geschichte ausgeht. Ich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Von daher kann ich es nur wärmstens allen empfehlen, die eine leichte Lektüre suchen, wobei durchaus auch schwierige Themen wie Krankheit, Konflikte und Schicksalsschläge angesprochen werden.
Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783957341907
  • Auflage: 27.02.2017
  • Seitenzahl: 256 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 2 cm
  • Gewicht: 428g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 3/5 Sterne

    Das Buch ist ganz ok. Ich bereue nicht es gelesen zu haben. Doch auch wenn das Cover ansprechend ist und ich ein paar gute, neue Bücher haben wollte, muss ich leider sagen, dass viele alte Bücher spannender waren. Ich lese gerne Bücher aus vergangenen Zeiten. Dieses Buch handelt in der moderne, wurde aber ziemlich spannend geschrieben. Nur die Story ist mir etwas zu platt. Das Geheimnis des alten Mannes stellte sich im Endefffekt als gar nicht so spektakulär herraus. Ist eine nette kurze Geschichte, die schnell gelesen ist. Und leider spielen die Briefe aus dem Titel nur eine kleine Nebenrolle.
  • 4/5 Sterne

    Drei Menschen, ein Geheimnis und aufrüttelnde Briefe

    Cover und Gestaltung:
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    Das Cover ist wundervoll nostalgisch gestaltet mit dem leicht vergilbten Foto einer Stadt, der Frauenhand, die einen Brief schreibt sowie dem passend handschriftlichen Titel. Als Hardcover fehlt dem ganzen eigentlich nur ein Lesebändchen zur perfekten Gestaltung.

    Inhalt:
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    Die alleinerziehende 44-jährige Esther steht vor einer kleinen Lebenskrise: Auch die jüngste ihrer beiden Töchter ist aus dem Haus, ihr Ex teilt ihr mit, dass er eine neue Familie hat, zu allem Überfluss streikt auch noch die Heizung in ihrem Haus und in ihrem Job läuft es auch nicht immer so, wie gewünscht. Da kommt ihr das Angebot ihres entfernten Verwandten Walter erst mal gar nicht gelegen, der sie bittet, sich um ihn zu kümmern. Und dann ist da noch Hajo, der ihr immer wieder unverhofft über den Weg läuft und ihr den Kopf verdreht. Als sei dies nicht schon genug, stellt sich auch noch heraus, dass Walter durch seine Vergangenheit ein griesgrämiger Geselle ist, der ungern über die Vergangenheit spricht und auch Hajo hat letztendlich sein Geheimnis, das ihn erst in diese Stadt gebracht hat. Sie alle sind jedoch durch ein Schicksal verbunden, dass sie anfangs nicht mal erahnen und es bedarf ein paar anonymer Briefe mit christlichen Worten, um alle auf den rechten Weg zu einem glücklicheren Leben zu führen.

    Mein Eindruck:
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    "Herr in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin mutlos, aber bei dir ist die Hilfe. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich. (Dietrich Bonhoeffer)" (S. 41)

    Im Wesentlichen könnte man dieses Zitat als Motto für den Roman nehmen. Denn wer der Briefschreiber ist, wird relativ schnell klar. Wer welchen Brief mit welchem Inhalt bekommt, ermittelt der Schreiber jedoch mit Gottes Hilfe. Und diese Briefe sind letztendlich so passend auf den Adressaten zugeschnitten, dass sie in seinem Inneren nicht sofort, doch nach einigen Zeiten des Haderns, Zweifelns und einiger Ereignisse ihn doch auf den rechten Weg führen.

    Diese Idee, die sich wie ein roter Faden zieht, durch Briefe das Leben von Menschen zu verändern, obwohl sich alle anfangs gar nicht oder kaum kennen, fand ich faszinierend. Der Autorin ist es zudem gelungen, die richtigen (Bibel)Zitate zur rechten Zeit zu finden und in die Handlung passend einzuflechten. Da waren einige Zitate dabei, dir mir persönlich viel gegeben haben und die ich mir entsprechend notiert habe. Was mir auch gut gefiel, war die Annäherung der Personen. Nicht nur das Verhältnis Esther-Walter entwickelt sich zögerlich und ist durchzogen von diversen Rückschlägen, auch die aufkeimenden Beziehung zwischen Esther und Hajo ist nicht so gradlinig langweilig wie in vielen anderen Liebesromanen. Man merkt Esther an, wie schwer es ihr nach den langen Zeiten des alleine Erziehens fällt, sich wieder auf eine Partnerschaft einzulassen.

    Die Geschichte betreffend zieht sich die Enthüllung um Walters Geheimnis lange hin. Zwar entwickelt man als Leser immer wieder eine Ahnung davon, was es sein könnte, aber die Spannung bis zum konkreten Schluss blieb doch relativ lange bis zum Ende erhalten. Ich fühlte mich gut unterhalten und mir gefiel die Botschaft, dass Gott uns den richtigen Weg auf seine Weise zeigt, wir müssen es nur zulassen und uns darauf einlassen. Allerdings empfand ich einige Reaktionen der Personen etwas zu glatt, nicht authentisch, einfach zu konstruiert und auch das Ende war mir einen Tick zu schnulzig-harmonisch und fühlte sich für mich nicht rund an. Daher nicht die volle Bewertung.

    Fazit:
    ---------------------------------
    Schöner Roman über die Kraft von Briefen und Gottes Wegen - mutmachend und warmherzig, wenngleich am Ende etwas schnulzig
  • 5/5 Sterne

    Mut machende Botschaften

    „Denk daran, wo immer du dich niederlässt: Er ist schon da! Der dich getragen, geprägt, fortgeführt und befreit hat. Er ist schon dort! Der dich in Ungeahntes, Neues führt. Er ist schon dort! Geh mit ihm. Erfahr ihn, wie du es nie geglaubt hast. Er ist schon dort! Geh - du bist nicht verlassen. Der Herr zieht mit.“

    Exakt dieser wunderschöne Text des heiligen Bernhard von Clairvaux war es, der für mich in einem ganz bestimmten Lebensabschnitt einen sehr hohen Stellenwert einnahm, mir sehr viel bedeutet hat, und es immer noch tut. Im vorliegenden Buch der Bestsellerautorin Dorothea Morgenroth soll eine Abschrift dieses Gedichtes in Form eines Briefes Menschen aufmuntern, von denen die Verfasserin den Eindruck hat, dass sie diese Aufmunterung dringend nötig haben. Ein solches Schreiben gelangt auch zu Esther Wittmann, die nach der Scheidung von ihrem Ehemann und dem Auszug ihrer beiden erwachsenen Töchter zum ersten Mal alleine in ihrem großen, gemütlichen Heim ist. Die freundliche, humorvolle Frau ist mit ihrem Leben ein wenig unzufrieden, zumal von allen Seiten unangenehme Ereignisse auf sie einstürzen. Die Finanzierung für dringende Erneuerungsarbeiten an der Heizung ihres ohnedies stark renovierungsbedürftigen Hauses stellt Esther vor eine schwierige Entscheidung. Zu alledem erhält sie auch noch einen telefonischen Hilferuf eines verwitweten Cousins, der sich aufgrund einer Verletzung nicht mehr selber versorgen kann. Dass in dieser Situation auch noch ein humorvoller und äußerst sympathischer Mann ihren Weg kreuzt, der Esther nicht mehr aus dem Kopf geht, stellt für sie eine weitere Komplikation dar. Und hinter alledem lauern auch noch dunkle Schatten aus der Vergangenheit, eine Bürde, die sowohl Walter und Esther, als auch Hajo mit sich herum schleppen. Ob es ihnen gelingen wird, sich von diesen Altlasten zu befreien und in eine glückliche, erfüllte Zukunft zu gehen…?

    Ich muss dem Verlag zugutehalten, dass dieses Buch mich bereits allein durch das Coverfoto, den Buchtitel und den Klappentext in seinen Bann gezogen hat. Entgegen der heutzutage längst üblichen Informationsflut per E-Mail bin ich ein Verfechter der altmodischen Art und Weise, Briefen oder Karten zu schreiben und sie auch zu erhalten. Zudem lassen liebevoll in schöner Handschrift und in Form eines Briefes versendete Weisheiten wie jene von Bernhard von Clairvaux mein Herz ebenfalls höher schlagen. Und allein die Vorstellung, Eigentümerin – oder auch nur Angestellte – einer christlichen Buchhandlung sein zu dürfen, versetzt mich ins Träumen. Was könnte es also in diesem Fall auch anderes für mich bedeuten, als von diesem Buch grenzenlos begeistert zu sein...! Ich mochte die zarte Liebesgeschichte zwischen Esther und Hajo, und bin tief in die Lebensgeschichten der handelnden Figuren eingetaucht, die sich mir im Verlauf dieser Lektüre eröffneten. Die Protagonistin Esther und ihr Cousin Walter besaßen für mich die meiste Authentizität, ihre Entwicklung wurde sowohl durch deren innere Gedankengänge, als auch durch Dialoge ausgezeichnet dargestellt. Jene Person, die mich am meisten beeindruckte, war jedoch Ruth, die „Mut machende Botschafterin Gottes“. Ihre mit viel Gefühl umgesetzte Aktion, anderen Menschen trotz ihrer eigenen, schweren und mit vielen Schmerzen verbundenen Krankheit zu helfen, war einfach nur großartig. Auf berührende Art und Weise wurde durch das Schreiben und Zustellen ihrer kleinen Botschaften Zeugnis abgelegt – und zwar für Ruths tiefen und unerschütterlichen Glauben, ihre Zuversicht, ihren Mut und ihrer Liebe zu den Menschen.

    „Ein Brief für dich“ wird mich vermutlich noch lange Zeit gedanklich beschäftigen. Sowohl inhaltlich, als auch hinsichtlich des Schreibstils von Dorothea Morgenroth empfand ich es als absolutes Lese-Highlight. Enttäuschte Liebe, Verlust, Trauer und Vergebung sind wichtige Themen dieses Buches. Der Glaube, der einen hohen Stellenwert einnimmt, wurde überzeugend vermittelt. Die kursiv gedruckten Bibelverse, die jedes der fünfzehn Buchkapitel einleiten, haben für die Autorin eine ganz besondere Bedeutung, die sie im Vorwort erläutert.

    Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen, kann es uneingeschränkt weiter empfehlen und möchte abschließend auch noch ein weiteren Text anführen, der mich ebenso tief bewegte wie jener von Bernhard von Clairvaux:

    „Aber eines tue ich – danach verlangt es mich: ich vergesse, was hinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vorne ist. (Phil. 3,13). Es ist nicht länger nötig, dass du müde und ausgelaugt den Pfad deines Lebens entlang trottest. Erschöpft und müde bist du nur, wenn du deine Blicke nah rückwärts richtest. Mach Schluss mit dieser unglückseligen Art zu leben, betrachte stattdessen jeden deiner Tage als Neuanfang. Du kannst die Enttäuschung, das Leid, die bittere Niederlage von gestern hinter dir lassen und Gott eine Chance geben, heute etwas Neues, Wunderbares für dich zu tun.“
  • 3/5 Sterne

    Die alleinerziehende Esther fällt in ein Loch aus Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit, als ihre jüngste Tochter auszieht. Sie weiß nicht, wie sie die langen Tage ausfüllen soll. Außerdem belasten sie immer mehr finanzielle Sorgen. Erst ein anonymer Brief schafft es, ihr wieder Mut zu machen.

    Äußerlich sieht dieser Roman ganz nett aus, und auch der Inhalt ist genau das: ganz nett. Aber leider auch nicht mehr. Die Charaktere sind, auch abgesehen von den einfallslosen Namen, recht platt und bieten weder irgendwelche Überraschungen noch eine Entwicklung im Verlauf der Geschichte. Es fällt schwer, sich als Leser mit einem von ihnen auch nur ansatzweise zu identifizieren oder mitzufühlen, denn ihre Gefühle und Gedanken werden immer nur sehr distanziert und in banalen Worten beschrieben. Auch das, was die Personen in diesem Buch von sich geben, ist nicht überzeugend. Alles viel zu glattgeschliffen, als würde man irgendeinen Ratgeber vor sich liegen haben. Aber leider halt nicht so, wie Menschen im echten Leben reden, und das finde ich immer wichtig, gerade bei Romanen. Sehr schade.
    Was die Handlung betrifft: Es ist schon relativ früh klar, wie alles zusammenhängt und worauf das Ganze hinausläuft. Also auch hier keine Überraschungen. Die Geschichte ist dabei ebenfalls ganz nett, aber auch nicht mehr. Da wirkt einiges doch genauso, als hätte eine ambitionierte Romanautorin sich das alles nur ausgedacht. Der Schreibstil ist allerdings nicht schlecht, flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Aufteilung der Kapitel hat mir gefallen, sie werden jeweils von einem mutmachenden Spruch oder Vers eingeleitet. Zwischen den Kapiteln werden die einzelnen Abschnitte mit kleinen Büchern voneinander getrennt, auch das eine hübsche Idee.

    Dennoch war ich insgesamt sehr enttäuscht von dem Buch und werde von der Autorin mit Sicherheit auch keine weiteren Bücher mehr lesen. Dazu fehlte einfach an allen Ecken zu viel. Für mich nur ein höchstens mittelklassiger Roman.
  • 5/5 Sterne

    Der Inhalt
    Esther bleibt allein im Familienhaus zurück, das ihr Mann schon vor einigen Jahren und nun auch beide Töchter verlassen haben.
    Ein anonymer Brief erdet sie ein wenig und gibt ihr Zuversicht. Doch dann kommt es zu einem Desaster nach dem anderen ...

    Walter lebt alleine und scheint ein wenig miesepetrig zu sein. Ein seltsamer Kauz, mürrisch und egoistisch. Dann gerät er in Not.

    Hajo ist neu in der Stadt und auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die sein Vater auf dem Totenbett in ihm aufwarf.

    Und Ruth ist eine Ehefrau und Mutter, die gesundheitliche Herausforderungen im Leben meistern muss.

    Die einzige Gemeinsamkeit ist zunächst, dass wohl alle in der gleichen Stadt (oder deren Umgebung) leben. Aber dann werden die Leben miteinander verwoben:
    Walter braucht Hilfe und entsinnt sich der Cousine seiner Frau. Esther wird ihm zur Helferin in der Not.
    Hajo trifft Esther bei ihrer eigentlichen Arbeit und dann wieder und wieder, teils zufällig und teils geplant.
    Esther zieht vorübergehend sogar zu Walter, weil sie nicht in ihrem Zuhause bleiben kann. Und sie entdeckt dabei ein Geheimnis, das sie ihn den Bann zieht.

    Ruth zieht an ganz anderen Fäden durch ihren Kontakt zur Gemeinde und dem Pfarrer sowie ihr Gottvertrauen, durch das sie Botschaften übermittelt.

    Am Ende wird alles gut ... aber der Weg dahin ist absolut lesenswert!

    Mein Leseerlebnis
    Das Buch hat mich Seite für Seite mehr für sich eingenommen.
    Die Erzählstränge der einzelnen Personen werden gut miteinander verbunden. Dabei entstehen Verkettungen, die anfangs für den Leser nicht erahnbar waren. Allen Personen gemeinsam sind Erfahrungen mit dem Glauben.

    Letztlich zeigt das Buch in seiner Erzählung wie wichtig Worte sind und was sie verändern können. Sie können Änderung der Sichtweise ebenso bewirken wie Halt und Rettung zu sein.

    Das Cover
    Angenehme Pastelltöne, es wirkt dadurch ein wenig antiquarisch, also "auf alt getrimmt"... so wie bei vergilbten Fotos.
    Dass es ums (Brief) schreiben geht, macht das Bild am oberen rechten Rand deutlich, das sich auf der Rückseite wiederholt.

    Ein wirklich schönes Cover ... und gewohnt gute Hardcover Qualität von Gerth Medien.
  • 4/5 Sterne

    "Manches Mal war das Treiben der Menschen wirklich seltsam. Jahrelang mühten sie sich ab, ein schönes, gemütliches Heim für sich und ihre Familien zu schaffen, schufteten in ihren Gärten, bis der Rücken und sämtliche Gliedmaßen schmerzten, und wozu? Die Familien veränderten sich, Kinder gingen aus dem Haus, kamen nur noch zu kurzen Besuchen. /.../ Wenn sie sich schon heute den ganzen Nachmittag lang gefragt hatte, für wen sie sich eigentlich die ganze Mühe mit dem großen Garten machte, wie würde es ihr dann erst in einigen Jahren ergehen? Würde sie allein mit all der Arbeit hier alt werden - alt, müde und deprimiert - bis ihre Töchter beschlossen, sie ebenfalls an einem sicheren, mehr oder weniger gemütlichen Ort "abzustellen"?"

    Die 44-jährige alleinstehende Esther bleibt nach dem Auszug ihrer ältesten Tochter allein in ihrem großen Haus mit Garten zurück. Eintönigkeit und Einsamkeit machen sich breit. Auch ihre Arbeit in der Drogerie bringt ihr keine Befriedigung und Erfüllung. Und weil nach dem Gesetz der Natur ein Problem stets das nächste jagd, brechen nach und nach zahlreiche handwerkliche Baustellen im Haus auf. Als auch noch die Heizung ausfällt, kommt es ihr gerade recht, dass ein älterer Herr in der Nachbarschaft um hauswirtschaftliche Unterstützung ruft. Doch wird sie durch die viele Arbeit Ablenkung finden? Lösen sich ihre Probleme irgendwann tatsächlich einfach in Luft auf, wenn sie sie nur gekonnt und hartnäckig ignoriert? Und wer ist dieser Mann, der immer wieder unerwartet als Retter in der Not auftaucht und ihr Leben gehörig auf den Kopf zu stellen droht?

    "Ein Brief für dich" war mein erstes Buch der Autorin Dorothea Morgenroth. Anfangs hatte ich etwas Mühe in die Geschichte zu finden. Rückblickend kann ich sagen, dass es wahrscheinlich an zwei Dingen lag: Zum einem an der sehr emotional berührenden, persönlichen Einleitung in das Buch, die auf mich sehr stark nachgewirkt und den Einstieg damit einfach etwas "überdeckt" hat. Und zum anderen an der Bezeichnung "die Kranke", für eine zunächst noch unbekannt bleibende Protagonistin, der für mich einfach einen zu negativen Beigeschmack hatte. Denn einen Menschen zeichnet doch so viel mehr aus als sein körperlicher Zustand. Meine Empfindung ist aber subjektiv und ganz sicher keine Absicht der Autorin. Und man sollte sich davon auf keinen Fall abhalten lassen, das Buch zu lesen. Denn es gibt viele ungeklärte Fragen, die darauf warten vom Leser aufgeklärt zu werden. So habe ich mich lange Zeit gefragt, welches Geheimnis Hajos Vater seinem Sohn anvertraut und ihm damit eine schwere Last auferlegt hat. Was hat es mit der geheimen Buchhandlung auf sich und wer ist der anonyme Briefeschreiber?

    Es gibt einige Dinge, die mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben sind. Sehr gut gefallen, haben mir die Bibelsprüche zu Beginn eines jeden Kapitels. Auch die anonymen Briefe und ihr "Verteilsystem" haben mich berührt und schmunzeln lassen. Worte, die darauf abzielen, dem Empfänger Freude zu bereiten, ihn aufzumuntern und aufzubauen. Man sollte nie die Macht der gesprochenen und geschriebenen Worte unterschätzen. Diese Botschaft ist bei mir hängengeblieben.Und weil auch der Humor nicht zu kurz kommen darf, gefielen mir die Wortspielerein von K(l)einer Onkel und die muntere-scherzhafte Art von Hajo sehr gut.

    "Ein Brief für dich" wurde in seiner ersten Auflage im Frühjahr 2017 im Verlag Gerth Medien veröffentlicht. Es überzeugt mit einem stabilen Hardcover und einer hochwertigen Bindung und Verarbeitung, die sicher nicht nur dem ersten Lesen standhält. 15 Kapitel, bei dem (fast) jedes mit einem wunderschönen Mutmach-Vers beginnt, erwarten den Leser - zusätzlich mit einer sehr angenehmen Schriftgröße.
    Auch, wenn das Cover und der Titel eher allgemein gehalten sind, finde ich sie gelungen, weil sie sich in ihrer Aussage ergänzen. Der Titel "Ein Brief für dich" wird zusätzlich durch die Abbildung einer, einen Brief schreibenden Hand unterstrichen und es bleibt offen, ob mit "dich" nur die Empfänger der Briefe im Buch oder auch die Leser gemeint sind.

    Fazit:
    Auch wenn die anonymen Briefe und ihre Kraft der Worte nicht zum Hauptthema der Geschichte gemacht wurden, so bleibt doch ihre Botschaft bis zum Ende - und auch darüber hinaus - bestehen.
    Ein wirklich gelungener Roman, der mich gut unterhalten und an einigen Stellen auch nachdenklich zurückgelassen hat.
  • 5/5 Sterne

    Esther steht an einem Wendepunkt. Ihre KInder haben das Haus verlassen. Ihr Haus benötigt dringend kostenintensive Renovierungen. Ein verbitterter entfernter Verwandter benötigt ihre Hilfe und mit Hajo tritt seid langem wieder ein Mann in ihr Leben. Dabei spielen anonyme Briefe eine wegweisende Rolle.

    Dieser christliche Roman hat mich von Anfang an sehr gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und die Charaktere werden liebevoll und detailliert angelegt. Verschiedene Handlungsstränge fügen sich mit der Zeit zu einem abgerundeten Gesamtbild zusammen. Dabei bestimmen Schicksalsschläge das Leben der Protagonisten. Krankheiten, ein schweres Erbe, der Tod einer geliebten Person und finanzielle Engpässe müssen bewältigt werden. Zufälle eröffnen Zusammnehänge wo keine erwartet werden. Die Kraft des Glaubens ermöglicht es einer Schwerkranken sogar anderen Leuten zu helfen.

    Der christliche Glaube wirkt manchmal früher, manchmal später. Das Ende hat mir besonders gut gefallen. Das Buch unterhält, regt aber auch zum Nachdenken an.
  • 4/5 Sterne

    Eshter (40), hat ihre beiden Töchter alleine großgezogen, nachdem ihr Mann vor 15 Jahren lieber die Welt entdecken wollte. Nun zieht auchi ihre jüngste Tochter aus. Tagsüber arbeitet sie in einer Drogerie, doch in ihrem Haus fühlt sie sich einsam. Hinzu kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen und so kommen auch finanzielle Sorgen hinzu. Gerade zu dem Zeitpunkt erreicht sie der "Hilferuf" (oder eher Befehl) ihres angeheirateten Cousins Walter, der Witwer hat in der Vergangenheit viel Leid erlebt, inzwischen ist er verbittert, exzentrisch und meist schlecht gelaunt. Doch nun ist er auf Hilfe angewiesen und eigentlich passt es, dass Esther selber Unterstützung braucht.
    Und was ist mit dem gutaussehendem Mann, den Esther an der Arbeit kennen gelernt hat ? Hajo ist eigentlich auf der Suche um eine Schuld seines Vaters zu sühnen. Doch das scheint nicht so einfach zu sein wie gedacht.
    Und was hat es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich, die Esther und Walter anonym bekommen haben ? Während Esther sich über ihren freut und neue Hoffnung bekommt, scheinen bei Walter alte Wunden wieder aufzubrechen ...

    Dorothea Morgenroth hat mit "Ein Brief für dich" einen warmherzigen, gefühlvollen Roman rund um Schuld, Vergebung und die Liebe geschrieben. Die Protagonisten sind liebevoll zum Leben erwacht und als Leser kann man sich gut in sie hinein versetzen. Die Geschichte bleibt lange geheimnsivoll, der Leser erfährt erst peu a peu, was hinter allem steckt. So ist die Neugier beim Lesen groß und man rauscht nur durch die Seiten, denn die Autorin hat einen angenehmen, fesselnden Schreibstil.
    Vor (fast) jedes Kapitel wurde ein biblischer/christlicher Spruch vorangestellt, genau wie in den geheimnisvollen Briefen, wo die Briefeschreiberin auch Bibelzitate verwendet um den Empfänger aufzumuntern und ihm Hoffnung zu schenken.
    Das Buch gibt Hoffnung, macht Mut, lässt einen oftmals beim Lesen innehalten. Gleichzeitig ist es auch eine romantische Geschichte und Geheimnisse und Rätselraten kommt auch nicht zu kurz.

    Auch wenn mir die ein oder andere Stelle etwas zu dick "aufgetragen" wurde, hat mir der Schreibstil des Buches ungemein gefallen. Hinzu kommen die nachvollziehbaren Veränderungen der Protagonisten, die diese durchlaufen haben, die Bürden, die sie alle, jeder für sich anfangs getragen haben, und dann ihre Öffnung, ihre Befreiuung, ihr Zuwenden zueinander, ihr Glauben und vor allem die Briefeschreiberin, die geleitet von Gott, nicht sich im Mittelpunkt hat, sondern ihre Mitmenschen. Die ein feines Gespür hat, die richtigen Worte zu finden. Deren Briefe , wie Steine waren, die sie ins Wasser geworfen hat und die jedesmal große Kreise gezogen haben.

    Fazit:
    Eine warmherzige, gefühlvolle Geschichte über Verzeihung, Hoffnung, Liebe und dem christlichen Glauben.
  • 4/5 Sterne

    Die Hauptfigur des Romans "Ein Brief für dich" ist Esther, die als alleinerziehende Mutter deren Töchter, nun erwachsen geworden, das Haus verlassen haben. Ihr Mann begab sich vor Jahren auf eine Weltreise, von der er nicht wieder nach Hause zurückkehrte.
    Esther ist Filialleiterin in einem Drogeriemarkt. Dort lernt sie schließlich den burschikosen und netten Kunden Hajo kennen, der ihr schon mehr als einmal behilflich war. Hajo zog erst kürzlich in die Gegend um den letzten Wunsch seines verstorbenen Vaters zu erfüllen.
    Walter, ein angeheirateter Cousin, meldet sich plötzlich bei Esther und bittet um Hilfe. Mit ihm ist nicht besonders leicht auszukommen. So hat er seine langjährige Haushälterin mit seinen Launen verärgert und muss nun ohne sie auskommen. Obendrein hat er sich auch noch verletzt und kann seinen Haushalt folglich nicht mehr ausreichend führen. Da Esthers Heizung gerade zu dieser Zeit ausfiel und die Neuanschaffung enorme Kosten verursachen wird, braucht sie Geld und nimmt vorübergehend bei Walter die Stelle als Haushaltshilfe an. Nun muss sie mit diesem leicht verschrobenen und recht eigensinnigen alten Professor umzugehen lernen. Esther bittet oft Gott um Geduld, und schließlich schafft sie es tatsächlich, dass Walter mit der Zeit umgänglicher wird.
    Just zu dieser Zeit trifft ein anonymer Brief bei Walter ein, der Auszüge besonderer christlicher Passagen beinhaltet. Esther erhielt schon zuvor eine ähnliche Nachricht. Während diese Botschaften für Esther Hoffnung bedeutet, ist Walter empört über die Belehrungen darin. Wie kann einer es wagen ihn belehren zu wollen!

    Der Roman "Ein Brief für Dich" ist für mich das erste Werk, das ich von der Autorin Dorothea Morgenroth las. Die überzeugend inszenierten Charaktere sind lebensecht in die Geschichte eingebunden. Die einfache Sprache verführt zur entspannten und angenehmen Lektüre. Die Story beleuchtet das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven, was den Leser auf spannende Weise in die Geschichte und Gedanken der Protagonisten eintauchen lässt. Diese Erzählbögen nähern sich schließlich zu einem gelungenen Gesamtbild das letztendlich die Geheimnisse offen darlegt. Diese raffinierte Erzählkunst lässt den Leser erwartungsvoll und gespannt auf den Ausgang des Romans hoffen.
    Ein ganz besonderes Highlight dieses Werkes ist der jeweils zum Kapitel passende, einstimmende Auszug aus der Bibel, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Dies unterstreicht nochmals, dass der Glaube eine besondere und maßgebliche Rolle im Roman hat.
    Ich halte hier ein sehr schönes, gelungenes Werk rund um das Thema "Vergebung und Neubeginn" in meinen Händen.

    Dem Gerth Medien Verlag ein herzliches Dankeschön für die Publikation dieses bemerkenswerten Buches.
  • 4/5 Sterne

    Mit der Vergangenheit Frieden schliessen

    Die seit vielen Jahren geschiedene Esther fühlt sich etwas verloren, da nun auch ihre zweite Tochter von zu Hause ausgezogen ist. Das reparaturanfällige Haus ist leer, der Alltag als Drogistin ein bisschen langweilig – war das nun schon alles? Da kriegt sie einen anonymen Brief, der sie sehr berührt. Beinahe zeitgleich erhalten Walter, ein älterer Professor, sowie Hajo, ein Strassenbauingenieur, ebenfalls anonyme Briefe. Wer schreibt diese Briefe? Und wieso?

    Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man oben die Hand einer (Briefe) schreibenden Frau und unten hat man Einblick in eine Strasse einer Stadt; im „luftleeren“ Raum darüber dann der Buchtitel in einer verschnörkelten Schrift. Unten die Anonymität einer Stadt und oben sieht man in das Wohnzimmer… gefällt mir gut.

    Als Leser begleitet man zuerst die drei Protagonisten Esther, Hajo und Walter unabhängig voneinander – sie scheinen anfänglich gar keine Verbindung zu haben. Doch dann ändert sich das.
    Esther ist mir zu Beginn sehr sympathisch. Sie liebt ihre beiden Töchter sehr, trägt aber noch unverarbeitete Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum.
    Walter, der „gute“ Herr Professor, ist ein verbitterter, älterer Herr, der gar nicht nett zu seiner Hausangestellten ist – ihr Befinden kümmert ihn so gar nicht. Diese wirft sodann kurzum den Bettel hin – bravo! Doch was hat ihn so verbittert und zynisch werden lassen? Er sucht nun dringend eine neue Haushaltshilfe und erinnert sich an die Cousine seiner verstorbenen Frau Marianne: Esther.
    Auch Hajo hat noch ein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen: Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schuld wiedergutzumachen. Welche Schuld? Hajo ist Kunde in der Drogeriefiliale, die Esther leitet – und er ist schon beim ersten Treffen von ihr angetan.

    Als alle drei Protagonisten plötzlich anonyme Schreiben mit Bibelzitaten erhalten, habe ich mich natürlich schon gefragt, wer so etwas macht und wieso. Der/die Verfasser/-in der Briefe (ich will hier nicht zu viel verraten) kommt im Buch ebenfalls vor, aber nur am Rande. Am besten gefallen hat mir Hajo, ein aufrichtiger, liebevoller Mann. Bei Esther hatte ich im Verlauf der Geschichte zuweilen Mühe, ihre Handlungen nachvollziehen bzw. gutheissen zu können. Die grösste Veränderung durchläuft für mich Walter.

    Für mich ist es das erste Buch der Autorin; der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Eine ruhige Erzählung über die Kraft, die Worte vermitteln können, den Mut, mit der Vergangenheit Frieden zu schliessen, und über die Hoffnung.
  • 5/5 Sterne

    Denk daran wo immer du dich niederlässt: Er ist schon da, der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat. Er ist schon dort, der dich in Ungeahntes, Neues führt. Er ist schon dort. Geh mit ihm, erfahre ihn, wie du es nie geglaubt. Er ist schon da. Geh - du bist nicht verlassen - Der Herr zieht mit. (Bernhard von Clairvaux)
    Esther ist in ihrer Lebensmitte angekommen, die Kinder aus dem Haus und sie einsam und verlassen. Von ihrem Mann ist sie schon seit einigen Jahren getrennt, weil er auf der Suche nach seiner Lebenserfüllung war. Zwar hat sie einen guten Beruf als Filialleiterin in einer Drogerie, doch wenn sie nach Hause kommt, ist sie alleine. Eines Tages bekommt sie einen anonymen Brief und wenige Tage später ruft ein Cousin an, von dem sie Jahre nichts gehört hat. Ihr angeheirateter Cousin Walter braucht dringend Hilfe im Haushalt, da er sich verletzt hat. Weil Esther in seiner Nähe wohnt, bittet er sie um Hilfe, die er ihr auch entlohnen würde. Da Esthers Heizung ausgefallen ist und eine neue viel Geld kostet, nimmt sie das Angebot an, auch wenn ihr Walters schroffe, fordernde Art gar nicht gefällt. Außerdem lernt sie noch bei einem Problem in der Drogerie den sympathischen Hajo kennen. Hajo ist in die Nähe gezogen, weil er auf der Suche ist. Sein Vater hat ihm am Sterbebett ein Geständnis gemacht, mit der Bitte für ihn um Vergebung zu bitten. Wird seine Suche Erfolg haben und wird man ihm vergeben?

    Meine Meinung:
    Dies ist mein zweites Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Erneut bin ich wieder überrascht gewesen, wie wunderschön diese Geschichte war. An Hand verschiedener Erzählstränge, die später ineinander überfließen wird die Geschichte von mehreren Personen geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut, wie ich es auch nicht anders erwartet hatte. Einmal angefangen, hat mich das Buch wieder mal total in den Bann gezogen. Der christliche Glaube spielt in diesem Buch natürlich ebenfalls eine große Rolle, deshalb steht auch vor jedem Kapitel ein biblischer Spruch. Die anonymen Briefe die von einer kranken Frau geschrieben werden, empfand ich als einen herrlichen Einfall, vor allem wenn sich dadurch Leben verändern. Worte haben Macht, Kraft und können das Leben verändern, ob positiv oder negativ. Die Autorin hat dieses Buch geschrieben, als sie selbst in ihrer Familie Leid miterleben musste und ich hatte das Gefühl dies in ihrem Buch zu spüren. Ein wirklich gelungenes, emotionales, mit unter auch humorvolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann und von mir 5 von 5 Sterne bekommt.
  • 3/5 Sterne

    Esther ist 44 Jahre alt und geschieden. Als ihre jüngste Tochter das Haus verlässt, gerät sie in eine Krise: was soll sie jetzt anfangen mit ihrer Zeit? War das schon alles?
    Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: das alt gewordene Haus schreit nach Reparaturen, für die sie kein Geld hat. Sie lernt einen sympathischen Mann kennen, der sich für sie zu interessieren scheint. Und dann meldet sich auch noch ein Verwandter, der ihre Hilfe braucht. Von Langeweile keine Spur mehr - im Gegenteil; sie weiß schon bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht.
    Mut macht ihr ein Brief ohne Absender, den sie in ihrer Post findet: "Denk daran, wo immer du dich niederlässt: er ist schon da, der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat ...."
    Und am Ende der Geschichte zeigt sich: der anonyme Briefschreiber hat Recht: Gott ist da, und er führt alle Dinge zum Guten.

    Der Roman ist flüssig geschrieben und auch spannend. Trotzdem kann ich nur 3 Sterne vergeben. Am Schluss des Buches lösen sich die Probleme allzu schnell in Wohlgefallen auf - nicht wirklich glaubwürdig in meinen Augen.
    Noch problematischer finde ich aber die Sache mit den anonymen Briefen. Auch wenn sie gut gemeint sind, diese Briefe: ich finde das sehr suspekt. Fremden Leuten einen Brief zustellen ganz ohne Absender - das ist zwar nicht kriminell, aber unseriös! Es stört mich gewaltig, dass dieser Roman ein derart fragwürdiges Verhalten so positiv darstellt.
    Anonyme Briefe sind ein NoGo; so was gehört nicht einmal in einen Roman.
  • 5/5 Sterne

    Die alleinstehende Esther steht vor einem neuen Lebensabschnitt: ihre beiden Töchter sind aus dem Haus und langsam fragt sie sich, ob das alles gewesen ist im Leben. Was kann sie noch erwarten? Sie fühlt sich ein wenig einsam. Als dann auch noch einiges in ihrem Haus kaputt geht, was sie nicht so schnell bezahlen kann und sie einen Anruf von ihrem Cousin Walter bekommt, ob sie ihm helfen könne, ist sie erstmal überfordert. Auf Arbeit scheint alles schief zu gehen, bis ihr Hajo begegnet, der ihr kurzerhand hilft und sie ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Doch dann erhält sie Anonym einen Brief mit liebevollen Worten, die sie tief berühren und ihr wieder Mut machen. Auch Walter und Hajo erhalten jeweils so einen Brief, von dem sie nicht wissen, wer ihn geschrieben hat. Doch da geht das Abenteuer erst los, als Esther ein gut gehütetes Familiengeheimnis lüftet und damit Walter aus der Reserve lockt.

    Dorothea Morgenroth hat einen wunderbaren Roman über die Kraft der Worte und des Gebets geschrieben, was den Leser schnell in ihren Bann zieht. Obwohl das Familiengeheimnis erst am Schluss gelüfetet wird, ist es doch nie langweilig, es gibt immer wieder Überraschungen. Besonders herrlich fand ich Walter. Er ist ein alter Pedant, dessen Frau vor Jahren gestorben ist und der nun schon einige Haushälterinnen verschlissen hat. Leider lässt sich so schnell keine neue finden und er besinnt sich auf die Cousine seiner Frau. Ich fand es sehr schön, wie Esther ihn immer wieder aus der Reserve locken konnte und er sich immer mehr erweichen lässt, wenn auch anfangs widerwillig. Die Liebesgeschichte hat mir auch sehr gut gefallen, zumal es hier nicht um junge und hübsche Mitzwanziger geht, sondern sich zwei Menschen verlieben, die bereits fest im Leben stehen, die auch schon den ein oder anderen Schicksalsschlag einstecken mussten. Die anonymen Briefe, über deren Absender man nach und nach ein bisschen erfährt, zeigen, welche Kraft geschriebene Worte haben.

    Der Glaube spielt eine große Rolle und ist ganz natürlich mit in die Handlung verstrickt, das hat mir sehr gut gefallen, ist es doch auch in christlichen Büchern nicht mehr selbstverständlich. Im Vorwort schreibt die Autorin, dass das Buch entstand, als es ihr selbst nicht gut ging. Man merkt es dem Buch an, dass viel Herzblut darin steckt.

    Ein sehr schöner Roman über die Kraft der Worte und wie ein Familiengeheimnis einen Menschen verbittern kann. Sehr lesenswert!
  • 5/5 Sterne

    Nach ihrem Arbeitstag als Filialleiterin einer Drogeriemarktkette erwartet die 44-jährige Esther nur noch ein leeres Haus und ihr Papagei namens »Keiner Onkel« (kein Schreibfehler ;) ). Beide Töchter sind erwachsen und haben das Nest verlassen. Seit einigen Jahren geschieden und auf sich allein gestellt, muss sie nun ihren Alltag neu gestalten. Da erreicht sie ein anonymer Brief mit einer christlichen Botschaft, außerdem bekommt sie einen Anruf von ihrem wesentlich älteren Cousin Walter, welcher dringend Unterstützung im Haushalt braucht.

    Walter entpuppt sich als unsympathischer Pedant, aber da Esther finanziell auf diese Tätigkeit angewiesen ist, kämpft sie sich durch. Lichtblicke in dieser komplett neuen Lebensphase sind ihre ungeplanten Begegnungen mit Hajo.

    Aus der Perspektive von 4 Personen wird die Geschichte erzählt, wobei die von Esther klar heraussticht. Anfangs überraschte mich das, aber es passt sehr gut und man erfährt dadurch von weiteren Geschehnissen, die die anderen Romanfiguren aber nicht wissen. Am Ende fügen sich alle Stränge auf wunderbare Weise zusammen.

    Der Glaube an Gott wurde ganz natürlich in die Handlung integriert und hat einen hohen Stellenwert. Es geht um das Vertrauen in Gottes Führung, aber auch um Vergebung.

    Dorothea Morgenroth hat einen angenehmen Schreibstil. Sowohl ernste Töne als auch humorvolle Szenen wechseln sich miteinander ab. Ich konnte das Buch sehr flüssig lesen und wollte es schon bald nicht mehr aus der Hand legen, weil mich die Entwicklungen so fesselten und mir das Herz erwärmten. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen!! Bereits im Vorwort erzählt die Autorin, dass sie mit diesem Roman eigene Erlebnisse verarbeitet hat und das spürt man dem Buch mit jeder geschriebenen Zeile ab.
  • 5/5 Sterne

    Esthers Mann hat sie vor Jahren verlassen, die Kinder sind aus dem Haus und sie fühlt sich etwas einsam in ihrem Haus. Zu allem Überfluss geht auch noch ihre Heizung kaputt und sie hat kein Geld, um diese reparieren zu lassen.
    Hajo hat einen neuen Job in der Stadt angenommen, in der Esther wohnt, weil er einem schrecklichen Familiengeheimnis auf der Spur ist. Als er die Esther kennenlernt, findet er sie sofort interessant.
    Professor Ulrichs Haushaltshilfe hat gekündigt und aufgrund einer Verletzung kann er sich nicht selbst um den Haushalt kümmern. In seiner Verzweiflung nimmt er Kontakt zu einer entfernten Verwandten auf, zu der er seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte. Er ahnt nicht, dass dies ihn vor ganz neue Herausforderungen stellen wird ...
    Und dann ist da noch eine kranke Frau, die Briefe an Unbekannte schreibt, um diese zu ermutigen und ihnen Botschaften von Gott zu überbringen. Während die einen sich über die Ermutigung freuen, sind andere eher empört darüber, dass sich jemand in ihr Leben einmischen will. Doch der Inhalt der Briefe bleibt nicht ohne Wirkung.
    Dorothea Morgenroths neuer Roman spielt, im Gegensatz zu früheren Büchern, ganz in der Gegenwart. Aus der Menge an aktuellen Romanen sticht er vor allem aufgrund seiner Protagonisten heraus - ein Mann und eine Frau in der Lebensmitte, ein Professor, der schon in die Jahre gekommen ist. Themen des Romans sind Krankheit, Schicksalsschläge, "die Kraft der Worte" - es geht darum, nicht die Hoffnung zu verlieren, die Vergangenheit zu überwinden und auch Menschen zu lieben, die nicht ganz so liebenswert sind.
    Der Autorin ist eine interessante, spannende Geschichte gelungen, die ich für Frauen (und Romane-liebende Männer) zwischen 30 und 60 empfehlen würde.

    PS: Das Buch hat nichts mit dem gleichnamigen Film von 2011 zu tun, auch wenn die Handlung in Bezug auf den Briefschreiber eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Da finde ich schade, dass kein anderer Titel gewählt wurde.
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