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Stimmen zum Produkt
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„Dieses Buch ist intensiv, spannend und geheimnisvoll. Fantasie und Wirklichkeit sind dabei perfekt miteinander vereint und zeigen, dass Wahrheit und Glaube die Zeiten überdauern und Veränderungen jederzeit möglich sind.“ Anna Hübner, annis.lese.welt (Instagram)
Bewertungen
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von agnes.bookworld (Veröffentlicht am 02.05.2026)
Glaube durch die Zeit
Erwartet hatte ich einen Roman, der ähnlich ist wie Outlander. Jedoch ist es ein völlig anderes Buch – mehr als nur ein weiterer Outlander von Diana Gabaldon. Er enthält Tiefgang und zeigt das der Glaube in jedem Jahrhundert Hoffnung und Halt gab.
Darum geht es in diesem neuen Roman von Thomas Franke:
Jan ist Student der Transkulturellen Europastudien. Als er auf dem Weg zum Geburtstag seiner Oma ist, die auf Helgoland lebt, passiert ihm etwas, das man nicht erleben möchte. Eben befand er sich noch im 21. Jahrhundert, doch durch einen unglücklichen Sturz von der Fähre ins Wasser findet er sich im nächsten Moment im 18. Jahrhundert wieder – genau genommen im Jahr 1792. Er begibt sich sofort auf die Suche nach einem Weg zurück ins 21. Jahrhundert und begegnet dabei vielen Persönlichkeiten.
Alva ist, genau wie Jan, plötzlich in vergangene Jahrhunderte geschlittert. Allerdings macht es den Anschein, dass sie gar nicht zurück ins 21. Jahrhundert möchte. Für sie ist das Reisen durch die Zeit ein Verstecken vor der Gegenwart, damit ihre eigene Vergangenheit sie nicht einholen kann.
Welche Abenteuer Jan und Alva erleben und ob sie sich vielleicht schon in der Gegenwart kannten, dazu empfehle ich dir, das Buch selbst zu lesen – denn mir hat es sehr gefallen.
Außerdem mochte ich, wie gut Thomas Franke den Glauben dezent in alle Zeitepochen einfließen lässt. Da ist ein Mann, der meint, dass man Gott in seinem Leben nicht braucht – und plötzlich erlebt und lernt er Menschen kennen, die in Zeiten leben, die man sich kaum vorstellen kann und auch nicht möchte. Diese Menschen glauben fest an Gott. Jede Zeitepoche zeigt, dass Gott immer da war und dass der Glaube an ihn Menschen verändert und Hoffnung schenkt.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Der Erzählstil von Thomas Franke hat mich gefesselt, und sein Roman zog mich so in den Bann, dass ich mich ständig fragte, wie das Buch enden wird – und letztlich hat es mich regelrecht begeistert.
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von bunte_buecherliebe (Veröffentlicht am 18.04.2026)
Ein Roman, der Zeit und Glauben verwebt!
Der Roman „Die Ufer der Zeit“ von Thomas Franke nimmt uns mit auf die Reise von Jan zu seiner Großmutter nach Helgoland. Aber der Student kommt doch nicht so schnell bei Omas Geburtstagfeier an. Die Fähre gerät in einen Sturm und hat extremen Wellengang. Jan möchte eine Passagierin retten und geht dabei selbst über Bord. Als er an Land gespült wird, realisiert er, dass er in einer anderen Zeit gelandet ist!
Und dann taucht auch immer wieder eine blonde junge Frau auf, dieselbe, die er auf der Fähre gesehen hatte und retten wollte.
Jan und Alva treffen sich und wollen zurück in die Gegenwart. Sie reisen jedoch immer wieder in andere Zeiten, vom tiefsten Mittelalter, dem 30jährigen Krieg bis in die Zeit des NS-Regimes. Und als sie im Bombenhagel auf Helgoland sind, ist es mehr als fraglich, ob sie mit dem Leben davon kommen…
Thomas Franke hat es wieder geschafft, einen spannenden, fantasievollen Roman zu schreiben. Die Zeitreisen und Hintergründe der jeweiligen Epoche sind gut recherchiert und detailreich beschrieben.
Besonders spannend war die Entwicklung von Jans Gedanken. Er hat sich während der Zeit mit sich selbst und seinem Glauben auseinandergesetzt. Der Autor hat die innere Zerrissenheit von Jan sehr gut getroffen und nimmt den Leser mit auf die Glaubensreise. Besonders der letzte Teil ist geprägt von leisen Erkenntnissen bzw. Gedanken über das Leben, den Glauben und Vergebung.
„Nur in dieser Gegenwart konnte er denken, handeln, fühlen, lieben. Nur im Jetzt berührte er die Freiheit, denn die Vergangenheit ließ sich nicht mehr ändern und über die Zukunft hatte er keine Kontrolle. Aber die Ewigkeit kam der Gegenwart am nächsten.“ Seite: 404
Der Roman ist ein echtes Lesevergnügen!
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von Katharina (Veröffentlicht am 31.03.2026)
Tiefgründig und philosophisch
**“Niemand kann von sich behaupten, das Meer zu kennen, weil er sich einmal am Strand vorgewagt und nasse Füße bekommen hat.”**
Jan versucht sein Leben halbwegs in den Griff zu bekommen, nachdem seine Freundin sich von ihm getrennt hat. Dazu gehört es auch, zur unliebsamen Geburtstagsfeier seiner Großmutter nach Helgoland zu gehen und sich den vielen Fragen seiner Verwandtschaft zu stellen. Doch die Überfahrt auf der Fähre läuft alles andere als normal ab. Als Jan über Board geht, wacht er nicht nur an einem unbekannten Strand , sondern auch in einer anderen Epoche auf. Doch das ist nur der Anfang seiner außergewöhnlichen Reise, in der er nicht nur einige Epochen streift, sondern auch auf die sonderbare Alva trifft, die sein Schicksal teilt. Gemeinsam suchen sie einen Weg raus aus den Wirrungen von Zeit und Raum.
Wer Thomas Frankes Bücher kennt, der weiß, dass er nicht nur fantastische Geschichten erzählt, sondern auch herausfordert . So sind auch in dieser Geschichte philosophische Grundfragen aufgeworfen, die man mit den Protagonisten zu ergründen versucht. Einmal springt man ins frühe Mittelalter, nur um sich dann im Zeitalter der Pest wiederzufinden. Dabei begegnet der Protagonist außergewöhnlichen Menschen mit einer für ihn fremden, aber auch sehr interessanten Glaubenshaltung. Jan, sich selbst anfangs als Atheist bezeichnend, wird durch die Zeitreise ordentlich in seinen moralischen und glaubenstechnischen Grundfesten durchgeschüttelt.
“Die Ufer der Zeit” ist meisterhaft und komplex erzählt. Wer sich darauf einlässt, der wird einige Schätze zum Thema Glauben bergen können. Es gab beim Lesen viele Stellen, die noch immer in mir nachklingen. Es ist nicht nur eine Geschichte über den Glauben. Vielmehr geht es um uns Menschen und wie wir in Raum und Zeit gesetzt sind, andere prägen und Fußspuren hinterlassen. Und vor allem geht es um einen Gott, der mit uns Geschichte schreibt und diese erst in der Ewigkeit vollenden wird. -
von Jana (Veröffentlicht am 05.03.2026)
besitzt eine besondere Tiefe
„Die Ufer der Zeit“ hat ein wunderschönes Cover. Es fällt sofort ins Auge, und die Farben harmonieren sehr gut miteinander. Es passt perfekt zum Buch.
Die Geschichte handelt von Jan Petersen, dem Hauptprotagonisten. Er wird in verschiedene Epochen der Geschichte versetzt – mal ins Mittelalter, mal in die Zeit des Dritten Reiches oder in die Ära Napoleons. Seine Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen sind spannend und eindrucksvoll.
Eigentlich wollte Jan nur zum Geburtstag seiner Großmutter nach Helgoland reisen. Doch ein Sturm zieht auf, und plötzlich findet er sich im Jahr 1792 wieder – in einem abgeschiedenen friesischen Fischerdorf. Dort beginnt die Reise durch die verschiedenen Zeitepochen…
Die Geschichte ist intensiv und ein echtes Abenteuer. Durch die verschiedenen Zeitepochen gewinnt sie immer mehr Spannung und Dynamik. Der Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und nimmt einen wichtigen Platz ein. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, und trotz der vielen Zeitsprünge behält man stets den Überblick.
Eine solche Art von Geschichte habe ich, glaube ich, bisher noch nicht gelesen. Gerade deshalb war es eine tolle und sehr interessante Leseerfahrung.
Dieses Buch ist nicht nur spannend und voller Abenteuer, sondern besitzt auch eine besondere Tiefe.
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von Claudia (Veröffentlicht am 03.03.2026)
Liebevoll, glaubensstark und spannend
Da ich die Romane von Thomas Franke allesamt großartig finde, habe ich mich sehr auf das Erscheinen dieses Buches gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Vielen Dank für diese wunderbare und geheimnisvolle Geschichte. Ich muss zugeben, ich hatte eine ganze Weile Schwierigkeiten, in die Handlung hinenzufinden, das hat aber der Spannung und Lesefreude überhaupt keinen Abbruch getan. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und wurde belohnt, als sich zum Schluss alles langsam auflöst; fast wie der Nebel aus dem Buch, wenn er sich lichtet.
Jan Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und hält den "antiquierten" und etwas weltfremden Glauben seiner Mutter für überholt. Aus Tradition macht er sich dennoch auf den Weg nach Helgoland, um den Geburtstag seiner Großmutter zu feiern. Auf der Fähre begegnet er einem alten, dementen Mann mit seiner Tochter. Dieser scheint in ihm jemanden zu erkennen und als eine junge Frau vor seinen Augen über Bord geht, springt er ihr hinterher. Von da an ist nichts mehr, wie es war. Dass der bereits erwähnte Nebel dabei eine entscheidende Rolle spielt, wird ihm erst viel später klar. Und auch, dass er dem alten Mann viele Jahre zuvor begegnen wird, weiß er in diesem Moment nicht. Auf seiner (Zeit-)reise durch die Epochen kreuzt sich sein Weg immer wieder mit dem von Alva; auch zu dieser hat er eine ganz besondere Verbindung. Das Buch bietet alles für etliche Lesestunden, die einen ganz gefangen nehmen. Natürlich spielt der Glaube eine Rolle und auch Jans tief verborgene Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens. Ich kann dieses Buch aus vielerlei Hinsicht empfehlen. Es ist fantastisch, spannend, träumerisch, herzberührend und man lernt auch noch etwas aus der Geschichte unseres Landes. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung. -
von Photon (Veröffentlicht am 02.03.2026)
Hochspannend bis zum Schluss! Klare Leseempfehlung!
Was passiert, wenn wir erleben könnten, wie sich der Landstrich, in dem wir leben, sich langsam aus der Geschichte entwickelt hat? Wenn wir mitten in Krieg und Armut hineingeraten, unter die Umstände, die in jener Zeit gegeben waren. Menschen aus dieser vergangenen Zeit kennen lernen und Hilfe bekommen? Kurz mit den Widerlichkeiten zurechtkommen müssten, die für uns heute einfach nicht mehr vorstellbar sind? Ich würde als Theoretiker vermutlich völlig hilflos auf dem Acker vor dem Pflug der Kuh stehen. Wie sind Menschen in früheren Zeiten mit ihrem Schicksal klargekommen?
Hier lernt man Jan Petersen kennen, ein Student, der mit seinem Leben und Studium (Transkulturelle Europastudien) hadert. Das Bafög ist bald zu Ende, Oma und Eltern fragen, „wann bist du fertig?“, Seine Freundin stellt ihm ihren neuen Freund vor. Kann es noch schlimmer kommen?
Ja, die Geburtstagsfeier seiner auf Helgoland lebenden Oma, mit allen Fragen: was macht dein Studium, hast du eine Freundin etc.
Die eigentliche Geschichte beginnt als Jan auf der Fähre nach Helgoland ist, da kommt ein Sturm auf, da ihm schlecht ist, geht er nach draußen. Da schlingert das Schiff, er bekommt einen Stoß und geht über Bord.
Damit beginnt für Jan eine Odyssee. Er findet im letzten Moment Treibgut, an das er sich klammert, halb tot wird er nach unzähligen Stunden an einen Strand gespült, eine Möwe, die ihn für Tod hält und in seine Hand pickt, bringt ihn wieder zu Bewusstsein.
Da finden ihn Kinder, die ihn auch für tot halten, dann aber in ihr Haus bringen, merkwürdigerweise sprechen die Kinder einen alten Friesischen Dialekt.
Es stellt sich heraus, das Jan in die Vergangenheit katapultiert wurde und so beginnt für Jan eine Reise durch die Jahrhunderte. Dabei taucht immer wieder eine Frau auf, die das gleiche Schicksal ereilt hat. Jan und die unbekannte Frau werden immer wieder durch Zeitsprünge in andere Epochen geworfen. Sie erleben viele Abenteuer, mit den Menschen, denen sie begegnen und das macht das Buch für mich aus. Diese vielen unterschiedlichen Charaktere, Lebensweisen und Epochen. Menschen, die sich entscheiden anderen zu helfen, auch wenn sie fast nichts haben oder mit der Gewalt des Stärkeren überleben wollen.
Die große Frage aber bleibt, welchem Zweck dient das alles?
Jan und die Frau werden immer wieder durch Zeitsprünge in andere Epochen geworfen. Sie erleben viele für den Norddeutschen Raum wichtige Ereignisse. Das Wichtigste aber sind Menschen, die sie dabei kennenlernen und von deren Verhalten.
Mich hat das Schicksal der Beiden nicht losgelassen, ich habe immer weitergelesen, um endlich im positiven Sinne zum Ende zu kommen.
Ich finde, dass der Autor Thomas Franke, erneut bewiesen hat, dass sein Name für spannende und zugleich tiefgründige Geschichten steht. Das hat sich auch in diesem Buch bestätigt. Besonders waren für mich hier, die Schauplätze in und um Schleswig-Holstein spielt, womit ich viele wunderbare Erinnerungen verbinde.
Ein hoch spannendes Buch, das zeigt, wie Menschen in jeder Zeit sich entschieden haben zu helfen, trotz den damit verbundenen Gefahren, während andere nur ihren Vorteil suchen.
Eine klare Leseempfehlung!
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von Gudrun (Veröffentlicht am 23.02.2026)
Getragen durch die Zeit
Thomas Franke hat in diesem Roman fantastische Elemente mit historischen Begebenheiten so glaubhaft kombiniert, dass eine realistisch anmutende Abenteuerreise entstanden ist.
Der Student Jan ist auf dem Weg nach Helgoland, um seine Großmutter zu besuchen, als seine Fähre in einen rätselhaften Nebel gerät. Auf der Suche nach einer seltsamen Frau stürzt Jan ins Meer und gerät in einen Zeitennebel, der ihn immer wieder in unterschiedliche Zeitepochen trägt. Dabei trifft er auf Ava, die Frau von der Fähre. Ihr Schicksal scheint mitteinander verknüpft zu sein. Gemeinsam und manchmal auch voneinander getrennt machen sie sich auf den gefährlichen Weg durch die Zeit, zunächst um wieder nach Hause zu gelangen. Doch sie finden auf ihrer gefährlichen Reise viel mehr. Sie finden durch alle Gefahren hindurch zu sich selber. Sie erkennen ihre Verbindung zueinander und begegnen immer wieder Gottes Spuren in anderen Menschen und in der Kraft der Natur. Vergebung und Vertrauen spielen dabei eine große Rolle.
Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und klar. DIe Charakterentwicklung der Hauptpersonen Jan und Ava erfolgt langsam mit fortlaufender Handlung. Die Zeitsprünge verwirren zunächst Jan, Ava und den Leser. Mit der Zeit ergeben sich Zusammenhänge, die Jan und Ava zusammenwachsen lassen. Es entsteht eine Spannung , die den Leser fesselt. Der Leser erkennt schnell, das dem Buch eine intensive Recherche vorangegangen sein muss. Historische Personen und Begebenheiten sind gut in das Geschehen eingebunden worden. Eine Diskussion über physikalische Gesetzmäßigkeiten , über die physikalische Vorstellung von Raum und Zeit wird mit der Existenz eines Gottes , der außerhalb dieser Vorstellung existiert und agiert , verbunden. Und auch wennn man kein Physiker ist und nicht allen Gedankengängen folgen kann, erscheinen die Argumente plausibel.
Das Ende rundet die Geschichte gut ab und läßt Jan und Ava und auch den Leser mit tiefgründigen Gedankengängen zurück -
von Alena (Veröffentlicht am 23.02.2026)
Reise durch die Zeit
„Er setzte sich und versuchte seine Situation in aller Ruhe zu analysieren. Aber wie konnte er über so etwas Absurdes vernünftig nachdenken? Er war anscheinend durch die Zeit gefallen. Etwas, das absolut unmöglich war.“ S. 58
Der Student Jan möchte eigentlich nur auf Helgoland seine Oma Wiete zum Geburtstag besuchen, als die Fähre in einen schweren Sturm gerät und ein paar merkwürdige Dinge passieren. Durch einen Stoß geht er über Bord und findet sich wenig später am Ufer von Hussum in einer völlig anderen Zeit wieder…
Spätestens seit der Serie „Dark“ kann ich mich für Zeitreise-Geschichten sehr begeistern. Und die Zeitreise kommt in diesem Buch nicht zu kurz: wir begleiten Jan durch mehrere historische Ereignisse auf verschiedenen Nordseeinseln. Dadurch bleibt es kontinuierlich spannend und man rauscht geradezu durch den Roman. Dann gibt es da noch eine junge Frau, die irgendwie immer genau dort auftaucht, wo auch Jan ist… sie scheint die einzige Verbindung zu „seiner“ Zeit zu sein…
Das Buch ist das reinste Abenteuer und ich konnte es wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Es ist nicht nur eine Reise durch die Zeit, sondern auch eine Reise zum Glauben. Starke Charaktere in den verschiedenen Zeitebenen verdichten die Handlung und nicht wenige Passagen regen zum Nachdenken und Weiterdenken an. Besonders der Mönch Edo ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Absolute Leseempfehlung! -
von Elina (Veröffentlicht am 21.02.2026)
Überragend- Spannung, Action und Tiefgang!
Dieser neue grandiose Roman überzeugt wieder auf ganzer Linie! Bei Thomas Franke findet man nicht nur Spannung und Action pur- nein, für mich liegt die feine Würze in einem unglaublichen Tiefgang des Pakets. Mit jedem neuen Buch, das ich von ihm lese, wächst das Erstaunen darüber, wie leicht und bewegend er theologische Aspekte und die wirklich wichtigen Fragen des Lebens in seine Erzählungen einbaut.
Als Leser begibt man sich mit dem Protagonisten Jan auf eine abenteuerliche Reise durch verschiedene Zeiten. Jan ist ein stinknormaler Student, der eines Tages auf dem Weg zur Geburtstagsfeier seiner Großmutter ist, die auf Helgoland stattfindet. Auf der Fähre dorthin geschehen seltsame Dinge. Als auch noch ein Sturm aufzieht, geht er über Bord und erwacht in einer anderen Epoche. Ab da wird er in verschiedenen Abständen in andere Epochen hineingezogen. Doch er ist nicht alleine mit diesem Schicksal, wie er anfangs dachte. An seiner Seite ist stets eine junge Frau, Alva. Wie genau sind sie miteinander verbunden? Das findet Jan nach und nach heraus… Es ist auf jeden Fall eine Reise voller Fragen, unerwarteter wertvoller Begegnungen, noch mehr Fragen und kostbarer „Offenbarungen“. Vor allem aber ist es eine Identitätsreise, auf der Jan feststellt, was über alle Zeiten hinaus trägt, was Sinn und Hoffnung im Leben gibt. Er findet eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist und Antworten, die Hoffnung und Frieden schenken.
Die Erzählung steht im großen Kontext von Zeit, Ewigkeit und Losgelöst sein von irdischer Zeit. Diese Idee als Grundlage für einen Roman zu wählen, empfinde ich sehr inspirierend. Da entsteht ein weites Feld für Fantasie..und doch ist das, was der Autor als Geschichte erschaffen hat, weitaus mehr als bloße Fantasie: Es ist so authentisch und nahbar.
Lebens-Sehnsucht und Sinnsuche sind zentrale Themen der Erzählung, doch nicht nur: Auch gehören die Abgründe der menschlichen Existenz in solch einen Kontext, hier in Form von Egoismus, Boshaftigkeit, Gewalt und Gottesferne. Besonders Alva kämpft mit ihrer Vergangenheit und Schuldgefühlen. Ihr Auftreten machte mich betroffen, man spürt förmlich die Schwere der Last, die sie trägt.
Jan war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens - wenn auch nicht für ihn offensichtlich; er suchte nach etwas Realem, kein Fake, keine bloße Religion.
Antworten finden beide, indem sie in Beziehung treten mit den unterschiedlichsten Menschen der verschiedensten Epochen und indem sie Vergleiche ziehen zwischen den jeweiligen „Zeitgeistern“ der Jahrhunderte. Dabei bekommen beide die Möglichkeit, aus dem Blickwinkel der Vergangenheit einen kritischen Blick auf ihre eigentliche Gegenwart zu werfen und Werte, Anschauungen und etablierte moderne Normen wie auch wissenschaftliche Errungenschaften zu hinterfragen. Ich habe das als eine Einladung gesehen, dasselbe zu tun: Wie sehr bilden wir uns als heutige Gesellschaft ein, es besser zu wissen als Menschen aus vorherigen nicht fortschrittlichen Jahrhunderten was Lebensgestaltung und Ethik/ Moral angehen? Wissen wir heutzutage wirklich besser, wie der Hase läuft oder ist es vielleicht an der Zeit, zurück zu finden zu simplen Wahrheiten?
Gott abgewandt zu sein, zeigt sich durch die Menschheitsgeschichte hindurch in bösem Handeln- die Konsequenzen sind sowohl für Gesellschaft als auch für den einzelnen verheerend. Meiner Meinung nach versucht der Autor hierauf einen Finger zu legen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Gleichzeitig lädt er ein, sich mit der alles verändernden Macht der Liebe auseinanderzusetzen, die alles vermag: die befreit, befähigt, segnet, überdauert und festhält.
Es war bewegend mit Jan und Alva diese Reise „gegangen“ zu sein und quasi zugesehen zu haben, wie sie Stück für Stück zu sich und Gott finden, wie sie heil wurden durch Beziehung zu anderen und ihr wahres Ich und das, was in sie hineinlegt wurde, zum Vorschein trat.
Es ist nicht nur der Inhalt, der dieses Buch wieder zu etwas großartigem macht- es ist auch einfach ein literarischer Gaumenschmaus; die Erzählweise ist herrlich und einzigartig, gespickt mit so vielen Bildern, Emotionen, präzise gesetzten Worten und ganz viel Humor. Ich wurde förmlich mit hinein gesogen und konnte mir jede Szene bildlich vorstellen.
Franke ist wahrlich ein Meister des Geschichten-Erzählens - für mich persönlich ein theologischer dazu, denn kaum jemand verpackt christliche Gedanken so fein, so gut und so humorvoll in herrlich verrückte, lustige und originelle Ideen wie er.
Alles in allem kann ich sagen: super gute Unterhaltung plus unzählige wertvolle Gedankenanregungen! -
von MeineKleineBuecherecke (Veröffentlicht am 19.02.2026)
Ein Roman für spannende Lesestunden!
Wow, das war mal eine ganz neue Erfahrung, denn sowas habe ich noch nie gelesen. Komplett anders, aber trotzdem gut.
Zum Inhalt:
Jan Petersen ist ein junger Student, der weder mit seiner Mutter, noch mit seiner Großmutter viel Kontakt hat. Mit seiner Oma verbindet er allerdings schöne Kindheitserinnerungen, auch wenn ihm – seit sein Vater verstorben ist – der Glaube beider Frauen gehörig auf die Nerven geht.
Als er – eher aus Versehen, als aus echtem Interesse – seiner Großmutter am Handy zusagt, sie zu ihrem Geburtstag auf Helgoland zu besuchen, ist ihm nicht bewusst, dass die damit verbundene Fahrt auf der Fähre sein Leben für immer verändern würde. Denn während der Überfahrt kommt ein Sturm auf und es kommt nicht nur zu rätselhaften Begegnungen, sondern er geht sogar über Bord …. und landet in einer anderen Zeit!
Einerseits erleichtert, überlebt zu haben, ist er andererseits komplett in Panik und versucht zu verarbeiten, dass er sich nicht mehr im Jetzt, sondern im Jahr 1792 befindet. Wie um alles in der Welt konnte das geschehen? Doch es kommt schlimmer: Immer und immer wieder wird er in andere Epochen versetzt und immer wieder taucht auch das geheimnisvolle Mädchen auf, welches er zum ersten Mal auf der Fähre gesehen hat. Warum scheint sie Angst vor ihm zu haben und rennt immer davon? Was hat es mit all dem auf sich?
In dem Buch verfolgen wir Jans Reise durch die Zeiten und erfahren im Laufe der Handlung auch, wer das Mädchen ist und was das alles mit ihm und auch einem sehr alten Mann auf der Fähre zu tun hat. Wir dürfen außerdem zusammen mit Jan erleben und erkennen, dass der Glaube an Gott – egal in welcher Epoche – das tragende Fundament ist. Uns Stärke, Halt und Zuversicht gibt.
Es gefiel mir gut, wie der junge Mann durch diverse Begegnungen – gute, wie auch schlechte - anfing, sich selbst Fragen zum Thema Glauben und Vertrauen zu stellen. Wo stand er eigentlich wirklich in seiner Beziehung mit Gott? Ich habe da vor allem Tjara und den Mönch Edo geliebt. Der simple Zugang der beiden zum Glauben und Gott, aber auch die Weisheit, die der Mönch an den Tag legt und mit welcher Einfachheit und in wie viel Liebe und Güte er seinen Glauben auslebt – all das hat mich zutiefst berührt und ermutigt. Die Protagonisten waren für mich daher gar nicht mal die, die mich am meisten angesprochen haben, sondern es waren tatsächlich die Nebenfiguren.
In Summe ist „Die Ufer der Zeit“ ein interessantes Leseerlebnis. Manchmal war es mir fast zu turbulent, andere Mal etwas langatmig und dann wieder so mitreißend, dass ich nur so durch die Seiten flog. Alles in allem definitiv ein Buch, das man nicht so schnell vergessen wird und das mir spannende Lesestunden beschert hat.
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von Annislesewelt (Veröffentlicht am 10.02.2026)
extrem lesenswert
Die Ufer der Zeit
Dieses Buch lässt sich kaum beschreiben und schon gar nicht in wenigen Worten. Es ist intensiv und bietet unfassbar viel, auch auf einer tieferen Ebene.
Ich bin atemlos durch diese Seiten geflogen und wurde verschlungen, die Wellen der Geschichte schlugen über meinem Kopf zusammen und ich habe mehrmals nach Luft gerungen.
Es passiert eine Menge, und auch wenn vieles fantastisch ist, ist es so lebendig und authentisch geschrieben, dass ich geneigt war, jedes Wort als blanke Tatsache aufzunehmen. Niemals vorher habe ich Fantasie und Wirklichkeit so perfekt miteinander verwoben gefunden.
Diese Geschichte spült einen wortwörtlich aus der Gegenwart in die Vergangenheit, wodurch man unterschiedliche Zeitepochen miterleben kann.
Dabei zeigt der Autor auf, wie unbedeutend klein der Mensch im Vergleich zur Natur ist. Außerdem wurde deutlich, dass Wahrheit und Glaube jedes Weltgeschehen überdauert und dass es nie zu spät für Veränderung ist.
Es war beeindruckend, wie gekonnt viele Weisheiten in der Geschichte eingebunden wurden und auch biblische Geschichten und reale historische Persönlichkeiten ihren Platz fanden.
Am Anfang ist es etwas viel und ich war fast schon überwältigt, vieles war verwirrend und zu Beginn unklar, weshalb ich etwas Mühe hatte allem zu folgen, doch es machte mich nur noch neugieriger.
Thomas Francke erzählt hier nämlich intensiv, spannend und geheimnisvoll die Geschichte eines Mannes, der durch Raum und Zeit gespült wird und in einem Strudel der Ereignisse fast ins Taumeln gerät. Lange weiß man nicht, wo die Reise hinführt, und das Ende – dieses perfekte Ende, bei dem sich der Kreis schloss – hat mich begeistert.
Dieses Buch spricht über Gott und bietet eine Fülle an geistlichen Wahrheiten und es würde zu weit führen, sie alle zu erwähnen. Es war beeindruckend, außergewöhnlich und mitreißend.
"Die Ufer der Zeit" ist ein Abenteuerbuch, das Stoff zum Nachdenken bietet und weit über das Lesen hinaus beschäftigt. Es ist ein Buch, das anfangs etwas Kraft kostet, um dann reich zu entschädigen. Ich bin beeindruckt und empfehle es jedem, der mehr sucht als leichte Unterhaltung. -
von Sabine (Veröffentlicht am 09.02.2026)
Einfach nur WOW!
Ich weiß schon lange, dass Thomas Franke schreiben kann. Aber sein neuer Roman toppt fast alle Bücher, die er bisher geschrieben hat! Worum geht es?
Jan, ein Student aus Flensburg, will seine Oma besuchen, die auf der Insel Helgoland lebt. Doch auf der stürmischen Überfahrt passiert etwas ganz Verrücktes. Jan geht über Bord und stürzt ins Wasser. Die Fähre ist auf einmal weg; zum Glück ist eine Insel in erreichbarer Nähe.
Jan muss zu seiner Überraschung feststellen: er ist in einer anderen Zeit gelandet! Nämlich im Jahr 1792. Und er hat keine Ahnung, wie er wieder zurück ins 21. Jahrhundert kommen soll.
Das Gleiche passiert ihm noch mehrmals, und zwar immer auf dem Meer. Er landet zum Beispiel im Mittelalter, dann mitten im 30-jährigen Krieg, schließlich in den 1940er Jahren, also im Zweiten Weltkrieg. Immer wieder erlebt er gefahrvolle Situationen; mehr als einmal entrinnt er nur knapp dem Tod.
Und dann ist da noch diese faszinierende junge Frau, die offenbar ebenfalls eine Zeitreisende ist, auch wenn ihre Reisen anscheinend nicht parallel verlaufen. Immer wieder treffen sich die beiden; mehr als einmal retten sie sich gegenseitig das Leben.
Dieser wilde Ritt durch die Jahrhunderte ist zum einen unsagbar spannend! Ich konnte das Buch nur mit Mühe aus der Hand legen, nachdem ich angefangen hatte zu lesen. Aber der Roman hat noch mehr zu bieten als nur Dramatik und Abenteuer.
Die Zeitreise wird für den Protagonisten gleichzeitig zu einer inneren Reise. Am Anfang des Buches ist Jan ein überzeugter Atheist. Doch dann trifft er einige Menschen, die sein Weltbild in Frage stellen. Zum Beispiel einen mittelalterlichen Mönch, der mit ein paar Ziegen und Schafen auf einer Warft lebt.
Später lernt er einen Pfarrer kennen, der in einem von der Pest heimgesuchten Ort bleibt, um den Kranken beizustehen – auch auf die Gefahr hin, dass er sich mit der tödlichen Krankheit ansteckt. Beide, der Mönch und der Pfarrer, machen nicht viele Worte, aber sie leben ihren Glauben so überzeugend, dass Jan ins Nachdenken kommt. Nach und nach wird er offen dafür, dass es Gott gibt.
Fazit: ein unglaublich packender Roman mit nachdenklichen Tönen. Und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ist auch noch dabei …
Wer gerne Fantasy mag, wird bei dem Buch voll auf seine Kosten kommen! Für Fans von Thomas Franke ist das Buch sowieso ein Muss.