Der die Nacht erhellt (Buch - Gebunden)

Roman.

5 Sterne

Der die Nacht erhellt (Buch - Gebunden)

Roman.

Frankreich: Während des Ersten Weltkriegs verlangt der Kampf an der Front dem Soldaten Matthew alles ab. Doch in den Schützengräben verbreitet sich das Gerücht von einer geheimnisvollen Frau, die heilsame Spuren hinterlässt. Als er diese Frau trifft, beginnt eine Reise, die alles verändert ...

  • Artikel-Nr.: 817894000
  • Verlag: Gerth Medien
  • Originaltitel: Yours is the Night
Auch erhältlich als:
Buch - Gebunden (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
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Details

  • Artikel-Nr.: 817894000
  • Verlag: Gerth Medien
  • Originaltitel: Yours is the Night
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Frankreich zur Zeit des Ersten Weltkriegs: Alle Hoffnung ruht auf dem amerikanischen Soldaten Matthew Petticrew und seinen Kameraden. Während der Kampf an der Front ihm alles abverlangt, findet Matthew Trost in einem Lied, gesungen von einer Stimme, die so klar ist, dass sie eigentlich nur Einbildung sein kann. Doch in den Schützengräben verbreitet sich das Gerücht von einer geheimnisvollen Frau, die heilsame Spuren hinterlässt ...

In der Wildnis des Argonner Forsts aufgewachsen und noch dort zu Hause, wird Mireilles Welt erschüttert, als der Krieg Einzug hält und ihr alles raubt, was ihr wichtig ist. Als Matthew und Mireille aufeinandertreffen, beginnt eine Reise, die alles verändert ...

 

Stimmen zum Produkt
  • 5 5
    Ingrid Holl, BuchPerle kostbar, Göppingen:
    Dieser Roman fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Die berührende Geschichte hat mich mit großer Dankbarkeit erfüllt und ermutigt, am Gebet festzuhalten. Amanda Dykes gelingt es, auch in herausfordernden Situationen Mut und Hoffnung zu vermitteln.

    Leserstimme:
    Diesem Buch gelingt es, die Tatsache, dass Gott uns niemals im Stich lässt, Buchstabe für Buchstabe in mein Herz zu schreiben. In Kombination mit unvergesslichen Protagonisten ist mein Leserherz mehr als glücklich.

    Leserstimme:
    Ich schätze Amanda Dykes vor allem für die Art, wie sie mir unumstößliche Wahrheiten ins Gedächtnis ruft, indem sie sie aus der tiefen Dunkelheit hervorholt, in der ich sie vergraben hatte, und sie vor meinen Augen wieder zum Leuchten bringt.

    Leserstimme:
    Amanda Dykes findet Worte voller Wahrheit und Schönheit, die selbst die Dunkelheit des Krieges mit Licht und Hoffnung durchdringen.
Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783957348944
  • Auflage: 02.08.2022
  • Seitenzahl: 432 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 3,4 cm
  • Gewicht: 666g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane
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Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Ein berührender aber auch emotional viel abverlangender historischer Roman aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Absolut lesenswert!

    von
    Buchinhalt: 

    Der Wald von Argonne im Ersten Weltkrieg: Während die drei Kameraden Matthew, George und Henry in den Schützengräben Frankreichs die Grauen des Großen Krieges hautnah miterleben, hören sie immer wieder ein zu Herzen gehendes Lied, welches eine ihnen unbekannte Frauenstimme singt. Dass diese Stimme mit der allein in einer Hütte lebenden Mireille zusammenhängt, ahnen sie zunächst nicht. Erst als Matthew und Mireille aufeinandertreffen, verändert sich fortan die Zukunft von beiden... 


    Persönlicher Eindruck: 

    Es ist ein außergewöhnlicher Weltkriegsroman, kaum vergleichbar mit anderen des Genres: das Buch ist mir sehr unter die Haut gegangen, es ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein Roman, der bildhaft und plastisch die Zeit des Ersten Weltkrieges vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden und ihn so aktiv teilhaben lässt an dem Leid, der Not und auch der Hoffnung, die den Figuren der Geschichte innewohnt. 

    Es sind fünf Personen, mit denen zusammen der Leser in ein Ereignis eintaucht, das inzwischen hundert Jahre vergangen ist, die Welt aber nachhaltig geprägt hat. Die fünf sind alle grundverschieden, dennoch erleben sie die Front in den Schützengräben der Schlachtfelder in den Argonnen zusammen: zum einen ist da Matthew, ein Amerikaner, der Kriegsberichterstatter Henry, George, der Kaplan, der sich als Feldgeistlicher in den Schützengräben Frankreichs wiederfindet und Captain Jasper Truett. Nummer fünf hingegen ist Mireille, die als Engel von Argonne mit ihrem Lied den Soldaten Hoffnung und Trost spendet. Jede der Figuren hat ihre ganz eigenen Charakterzüge und durch unterschiedliche Kapitel wird das auch anschaulich deutlich. 

    Natürlich braucht man als Leser eine Weile, um richtig Fuß zu fassen in der Gesamthandlung. Einerseits aufgrund des doch recht umfangreichen Personenkreises, andererseits muss man sich auch einlassen auf die Beschreibungen des Krieges, die in ihrer vollen Schonungslosigkeit geschildert werden. 

    Der Unverblümtheit in der Erzählung steht allerdings durchweg das Gefühl der Hoffnung entgegen, der christliche Aspekt der Geschichte handelt von Hoffnung und Gottvertrauen, aber auch von Zweifel und Verlust. Die Frage, wie Gott es zulassen kann, dass sich ein derartiges Leid, wie das, mit dem die Hauptfiguren konfrontiert werden, zulässt, stellen sich dabei nicht nur diese sondern auch der Leser. Es ist eine Thematik, die lange nachhallt und sehr viel Stoff für eigene Gedanken bereit hält. 

    Mir hat es gut gefallen, die einzelnen Darsteller im Laufe der Handlung besser kennen zu lernen und zu sehen, wie sie zusammenwachsen. Wie ein Lied und eine recht zufällige Begegnung alles verändern können, ist erstaunlich und wurde von der Autorin gekonnt ausgearbeitet. Die Lektüre ist keine leichte, es ist kein Roman mal eben für ein paar Nachmittage – wer sich aber darauf einlässt und dran bleibt, entdeckt hier ein ganz besonderes Buch, das auf jeden Fall in der ersten Liga der historischen Romane aus der Zeit der beiden Weltkriege mitspielt!
  • 4/5 Sterne

    Ein Licht in dunkler Nacht

    von
    Ein zu Herzen gehender Roman.

    Schauplatz ist der erste Weltkrieg. Wir begleiten das "Kommando 17", welches aus den unterschiedlichsten Männern besteht. Wer fröhlich und voller Eifer in den Krieg zog, kam völlig gezeichnet und verändert wieder.

    Mira, der Engel der Ardonnen singt den Männern an der Front nachts ein Lied. Es ist Balsam für die Seele. Aber auch bei Mira hat der Krieg Spuren hinterlassen.

    Auf einfühlsame Art und Weise gelingt es der Autorin, die Wege der Männer und Mira zu verbinden.

    Die Protagonisten sind charakterlich ganz verschieden, kommen authentisch rüber und man fiebert und weint mit.

    Sehr gut gefallen hat mir, daß auf den Mann (Jesus Christus) am Kreuz hingewiesen wird, der für unsere Sünden gelitten hat und gestorben ist, aber auch auferstanden ist.

    Der Schreibstil ist in Ich-Form geschrieben, jeder Protagonist erzählt aus seiner Sicht. Ich fand es teilweise etwas holprig. Manche Passagen mußte ich der Bedeutung zweimal lesen.

    Alles in allem aber eine zu Herzen gehende Geschichte, die Mut und Hoffnung in dunkelster Nacht vermittelt.
  • 5/5 Sterne

    Eine eindrückliche Liebesgeschichte mitten im Krieg

    von
    So viel Dramatik mit nur zwei Personen! Matthew, ein Junge mit einem Verlierer-Image, von seinem Vater nicht anerkannt, wächst zusammen mit seiner kleinen Schwester in einer Scheune auf. In der Schweiz würde man von einem "Verdingbub" reden, vom Stiefvater kaum beachtet, ausgenützt. Er wäre ein typischer Kandidat für eine gescheiterte Existenz gewesen. Aber über verschlungene Wege kommt der zum Militär, wird mit den US-Truppen in den Ersten Weltkrieg hineingezogen und verbringt seine Zeit vorwiegend in Schützengräben in Frankreich. Sein Vorgesetzter entdeckt in ihm die hohe Begabung und gibt ihm immer mehr Aufträge.
    Und da ist Mireille, von edler Herkunft (ohne es zu wissen), wächst zusammen mit ihrem Grossvater in einer einsamen Waldhütte auf, bis sich die Kriegsfront ausgerechnet in ihre Gegend verlagert. Sie wird durch einen Soldaten, dem sie helfen wollte, vergewaltigt und erwartet von ihm ein Kind.
    Es dauert ziemlich lang, bis man sich eine Übersicht über die verschiedenen Personen und ihre Funktion verschafft hat. Jedes Kapitel ist von einer anderen Person geschrieben – immer in Ich-Form. Das ist gewöhnungsbedürftig.
    Was mich an diesem Buch fasziniert, ist die feinfühlige Art der Annäherung zwischen Matthew und Mireille – und das mitten im Krieg. Als Soldat hätte er die Möglichkeit gehabt, seine Interessen gewaltsam durchzusetzen, er tat es nicht. Er ging ausserordentlich behutsam und rücksichtsvoll ans Werk, bis sich ihre Kontakte zu einer tragfähigen Beziehung entwickelten. Dabei hätte er beim letzten, verzweifelten Befreiungsschlag des Feindes wegen eines Senfgas-Angriffs beinahe das Leben verloren. Er überlebte nur, weil ihm sein Gruppenführer im letzten Augenblick seine eigene Gasmaske überliess und selbst in den Tod ging. Schwer verletzt und blind kehrte Matthew ganz langsam ins Leben zurück und gründete zusammen mit seiner Frau Mireille in den Staaten eine neue Existenz.
    Mit "so viel Licht, selbst in finsterster Nacht" schliesst Amanda Dykes ihren bewegenden Roman über den Tod und die Liebe im ersten Weltkrieg. Eine bewegende Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. Nicht einmal die tiefste Finsternis hindert Gott daran, zwei Menschen zusammenzuführen, die Tausende von Kilometern voneinander entfernt aufgewachsen waren. Parallel zu dieser ergreifenden Liebesgeschichte werden aus drei hartgesottenen Soldaten Menschen, die Gottes Barmherzigkeit und seine deutlichen Spuren in ihrem Leben entdecken. Er macht aus ihrem Leben viel mehr, als sie selbst es für möglich gehalten hätten.
    Ein brutales und zugleich schönes Buch, das die Schrecken eines Krieges nicht verharmlost, aber vor dem Bösen (und den Bösen) nicht kapituliert, sondern am Horizont das tiefe Geheimnis des Lebens aufleuchten lässt.
  • 5/5 Sterne

    Unfassbar traurig schön!

    von
    "Und dann geschah etwas höchst Merkwürdiges - wir lächelten uns an. Nur einen Augenblick - vielleicht empfanden wir beide Scham bei einem Lächeln in solchen Zeiten, inmitten von Krieg und Tod und einer ungewissen Zukunft. Aber dieses winzige Lächeln nährte meine Seele mehr, als jede erdenkliche Anzahl Beeren es jemals gekonnt hätte. Es schmeckte - es schmeckte nach Hoffnung." Buchauszug S. 148

    Inhalt:

    Wir befinden uns in Frankreich zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Alle Hoffnung liegt auf den amerikanischen Soldaten. Unter ihnen befinden sich auch Matthew, Henry, Kaplan George sowie Captain Truett. Der Krieg verlangt ihnen alles ab. Unerwartet finden die Männer Trost in einem Lied, gesungen von einer unbekannten Frau - dem Engel der Argonnen. Mireille lebt ganz alleine in diesem finsteren Wald, bis sie ganz unverhofft auf die Soldaten trifft.

    Meine Eindrücke:

    Von diesem ganz besonderen Zauber, der bereits das wunderschöne Cover versprüht, spürte ich zu Beginn ehrlich gesagt nicht viel. Ich ärgerte mich über die vielen verschiedenen Perspektiven (fünf) in den ersten Kapiteln und kam mit dem Schreibstil nicht so gut zurecht. Bald stellte ich erleichtert fest, dass keine relevanten neuen Personen mehr hinzukamen. Außerdem erzählten die bereits bekannten fünf Protagonisten, die Geschichte sehr schön chronologisch und aufeinander aufbauend. Oftmals sind alle Beteiligten oder zumindest vier davon zusammen unterwegs. In der Kapitelüberschrift wird jeweils angekündigt, aus wessen Perspektive gerade berichtet wird.

    Wie schon erwähnt, sagte mir der Schreibstil anfangs nicht wirklich zu. Obwohl ich ihn größtenteils schon als flüssig bezeichnen würde, stolperte ich immer wieder über einige Sätze. Diese musste ich dann 2-3-mal Lesen, bis ich alles begriff. Möglicherweise lag dies, an dem für die heutige Zeit etwas ungewöhnlichen Satzbau. Zum Glück blieb es nicht so! Schon bald gewöhnte ich mich an Frau Dykes Art zu schreiben. Nein ich arrangierte mich nicht nur damit, ich fand regelrecht Gefallen daran und wurde tatsächlich von ihren Worten verzaubert. Rückwirkend kann ich meine Startschwierigkeiten, gar nicht mehr richtig nachvollziehen ;-)

    Die Autorin hat eine ganz besondere Art Sachen zu beschreiben. Ob Gefühle, Geschehnisse oder Schauplätze, alles klingt so wunderbar. Ich denke es ist das, was man einen ausgereiften beschreibenden Schreibstil nennt. Auch die Buchfiguren sind Amanda Dykes sehr authentisch und vielschichtig gelungen. Mira ist eine unglaublich starke und hoffnungsvolle Frau. Der Krieg geht weder an ihr, noch an Matthew und seinen Kameraden spurlos vorbei. Jeder ist in irgendeiner Form davon betroffen und verändert sich dadurch. Gespannt beobachtet der Leser wie zarte Bande zwischen den Protagonisten wachsen können. Es geht um Freundschaft und auch Liebe. Fremde werden durch eine gemeinsame Mission zu Brüdern, welche dazu bereit werden alles füreinander zu geben. Dieses Buch spricht sowohl von den Schrecken des Krieges, aber genauso von Hoffnung. Passend dazu lässt die Autorin ganz behutsam und fein den christlichen Glauben einfließen. Gut platziert gibt es auch immer wieder Momente, die einem ein Lächeln entlocken. Ebenso Szenen, die kein Auge trocken und kein Herz unberührt lassen. Insbesondere die letzten Kapitel sind so unfassbar traurig schön.

    Mein Fazit:

    Trotz meiner beschriebenen Startschwierigkeiten, ist dieses Buch für mich ein absolutes Herzensbuch geworden. Diese Geschichte hat mein Herz berührt und ich werde sie ganz sicher nach einiger Zeit ein zweites Mal lese. Sehr gerne vergebe ich volle 5 Sterne!
  • 5/5 Sterne

    Licht in der Dunkelheit

    von
    „...Ich weiß nicht, wie und wann es geschah, aber in den Weiten einer wortlosen See, beim Knistern des Feuers und dem Heulen des Windes, der um das Haus toste, wurden sich die beiden einig...“

    Wir schreiben das Jahr 1914 in Frankreich am Argonner Forst. Mira berichtet vom letzten Gespräch zwischen Vater und Großvater. Am nächsten Morgen zieht der Vater in den Krieg.
    Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Die Geschichte geht in die Tiefe. Sie wird abwechselnd von unterschiedlichen Protagonisten erzählt.
    Der Schriftstil ist ausgereift, sehr bildhaft und emotional. Das zeigt schon das Eingangszitat.
    Es sind fünf Menschen, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Mira, deren Lied den Soldaten Hoffnung gibt, obwohl sie alles verloren hat, was ihr Leben ausmachte, Matthew, ein junger Amerikaner, dessen Gehör die Richtung der Granaten bestimmen kann, bevor sie den möglichen Tod bringen, Kaplan George, der nach Amerika gegangen ist, um den Krieg auszuweocen und sich nun an der französischen Front wiederfindet, Henry, der plötzlich zum Kriegsberichterstatter wurde, und Captain Jasper Truett, den seine Erinnerungen nicht loslassen.
    Anfangs erfahre ich eine Menge über die Vergangenheit der männlichen Protagonisten. Sie treffen 1918 in den Wäldern Frankreichs aufeinander. Eine gemeinsame Aufgabe schmiedet sie zusammen und lässt sie wachsen und reifen.
    Sehr bildhaft werden die Schlachten beschrieben.

    „...Stacheldraht und ausgehungerte Krater, von unserer eignen Artillerie erzeugt, verschlangen uns. Wogende Vorhänge aus grauem Rauch und Staub, die aus dem Nichts aufstiegen, verhüllten die Nacht...“

    Es sind die Gespräche, die einen Blick in die Seelen der Handelnden ermöglichen. Dazu gehören auch Georges Selbstzweifel.

    „...Willst du damit sagen, obwohl ein Krieg tobt und es jede Menge Kathedralen gibt, ist Gott hier im Staub dieser Straße?...“

    Immer wieder geht es dabei um Licht und Dunkelheit, um Gut und Böse, um Angst und Hoffnung.

    „...Der Gott, der eigenhändig das Licht erschaffen hat – nur mit seinen Worten -, dieser Gott wird in jede Dunkelheit eintauchen, um dich zu finden. Vergiss das nie...“

    Henrys Artikel für die amerikanische Zeitung werden in einer besonderen Schriftart wiedergegeben. Seine Entwicklung zeigen seine Texte. Sie werden zunehmend realistischer. Er schreibt, was er sieht, nicht mehr das, von dem er hofft, dass es die Leser hören wollen.
    Das Buch erzählt von Mut, von Kameradschaft bis zur Selbstaufopferung, aber auch von Leid und Verlust. Immer wieder tauchen Fragen auf, die schwer zu beantworten sind.

    „...Wie konnte so viel Gutes und so viel Schlechtes im selben Universum existieren? Das war ein furchtbar düstere Gedanke...“

    Es ist nicht zuletzt der Übersetzerin zu verdanken, dass die Vielfalt der Sprachbilder beim Leser ankommen.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen, auch oder gerade, weil es keine einfache Lektüre ist.
  • 5/5 Sterne

    Ein Licht in dunkelster Nacht

    von
    Inhalt:

    Die junge Mireille ist in der Wildnis des Argonner Forsts aufgewachsen. Dort wird sie auch von den Schrecken des Ersten Weltkriegs in Frankreich eingeholt. In den ganzen dunklen Zeiten, scheint ihr Licht doch als Hoffnungsschimmer in der Nacht.

    Auch der junge Soldat Matthew Petticrew wird davon erreicht. Mit seinen Kameraden kämpft er an der Front und hat schon viel Leid erlebt. Der Krieg hat eine tiefe Finsternis über die Männer gebracht und auch Matthew ist des Kampfes müde. Durch ein Lied in der Nacht bekommt er jedoch wieder Trost und neue Hoffnung geschenkt. Von da an übt diese Hoffnungsstimme in der Nacht eine tiefe Anziehung auf ihn aus und schon bald würde er alles tun, um die junge Frau, die ein solches Licht in der Dunkelheit ist, zu beschützen.

    Meinung:

    Mit diesem Buch durfte ich eine ganz besondere Autorin kennenlernen, die einen unglaublich poetischen und wunderschönen Schreibstil hat. Sie schafft es die Schrecken des Ersten Weltkriegs auf eine einzigartige Weise darzustellen und die Empfindungen der Charaktere so greifbar zu machen.

    Dabei haben mich vor allem die Zeitungsbeiträge eines Freundes von Matthew beeindruckt. Über das Buch findet er eine eigene Identität und man merkt wie ihn alles was er gesehen hat, beeinflusst. Auch Freundschaft spielt einen wichtige Rolle. Matthew, Henry und George sind zuerst nur einzelne Soldaten, die einander nicht viel bedeuten. Über die Geschehnisse des Romans hinweg stehen sie mehrfach füreinander ein und die Erlebnisse des Krieges schweißen sie zusammen. Jeder einzelne entwickelt sich weiter und zusammen werden sie unzertrennliche Kameraden.

    Mireille bringt die drei zusammen und gibt ihnen - vor allem Matthew - eine neue Perspektive auf den Krieg und ihr Leben. Sie ist eine junge Frau, die schon zu viel Schockierendes in ihrem Leben erfahren musste und trotzdem die Hoffnung nicht aufgegeben hat. In all der Finsternis sucht sie immer nach einem Schimmer des Lichts. Dadurch hat sie eine einzigartige Ausstrahlung.

    Die Handlung des Romans schlägt immer wieder Wendungen ein, die ich nicht vorhersehen konnte und die mich überrascht haben. Alles ist stimmig und man empfindet die unterschiedlichsten Emotionen beim Lesen. Ich wurde tief berührt. Historisch ist der Roman ebenfalls eine große Empfehlung. Sowohl die Darstellung der historischen Gegebenheiten, wie auch die Gefühle der Charaktere und die Vermittlung von Hoffnung in jeder Situation sind einfach toll umgesetzt.

    Fazit:

    Eine ganz große Empfehlung. Historisch, berührend und poetisch. Die Autorin hat einen unfassbar guten Schreibstil. Wunderschön und herzzereißend.
  • 4/5 Sterne

    Warten und Hoffnung

    von
    "Der die Nacht erhellt" erzählt die Geschichte fünf beachtenswerter Menschen.

    Es geht zum einen um Mira (Mireilles) die im Wald lebt, Matthew, ein amerikanischer Soldat, Captain Jasper Truett, Henry Mueller, ein Journalist und Kaplan George Piccadilly.
    Es ist das Jahr 1918, zur Zeit des ersten Weltkrieges als in Frankreich die Front alles von Matthiew und seinen Kameraden abverlangt.
    Doch dort begegnet er Mira und es verändert sein Leben.
    Es passiert viel in beiden Herzen, sie haben viele traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und es kommen fast täglich neue dazu - so ist der Krieg.

    Amanda Dykes erzählt die Geschichte von Matthew und Mira, sowie von George, Henry und Capitain Truett, gefühlvoll, realistisch und aus fünf verschiedenen Blickwinkeln.
    Genau das hat mir das lesen etwas erschwert, mir war das etwas zu viel. Die Kapitel sind mit den Namen der einzelnen überschrieben und dann in der "Ich-form" erzählt.
    Die Sprünge habe ich gut schaffen können, es gibt keine Wiederholungen sondern es ist als ob fünf Freunde zusammen sitzen und ihre Erlebnisse chronologisch geordnet erzählen.

    Das Thema ist schwer, der Krieg war hart und es geht hier im Roman um Angst, Schutzlosigkeit, Mut, Kameradschaft, Freundschaft, Verrat, Einsamkeit, Not, Vergebung und Hoffnung.
    Jeder einzelne geht über seine Grenzen, wächst über sich hinaus und entwickelt sich enorm weiter.
    Die Charaktere sind so liebenswert und authentisch, so real und stark das es eine Freude war sie kennenzulernen.

    "Der die Nacht erhellt" spricht von der Kraft weiterzumachen wenn es schwierig wird, für die Lieben zu kämpfen, nicht aufzugeben und bereit zu sein das wertvollste zu geben, sein Leben.
    Aber er spricht auch von Hoffnung auf Veränderung, auf Frieden, ein Wiedersehen und vom loslassen und annehmen und dann zu beten.

    Ein berührender Roman der zu Herzen geht.
  • 5/5 Sterne

    Unglaublich traurig, ewiglich hoffnungsvoll!

    von
    Der neue Roman „Der die Nacht erhellt“ von der Autorin Amanda Dykes ist atemberaubend schön. Er führt den Leser/die Leserin nach Frankreich in die Argonnen zum Ende des Ersten Weltkrieges.

    In den Schützengräben auf der amerikanischen Seite treffen sich Matthew, Georg, ein Brite, der nun als Feldkaplan tätig ist und Henry, Kriegsberichterstatter für die Washington World. Sie alle stehen unter dem Kommando des legendären Captain Jasper Truett. Die Fronten sind festgefahren und die Angriffe härten denn je. Nachts hören die Soldaten die Stimme einer Frau und am Morgen liegen geflochtene Kränze auf den Gräbern der Gefallenen. Ein Phantom? Matthew, Georg und Henry werden beauftragt in den Wäldern nach Holz zu suchen. Dort finden sie Mireille, die ohne ihre Familie in einer alten Hütte lebt. Wie viel hat sie schon verloren und der Krieg erreicht nun auch ihr Zuhause. Captain Truett beauftragt die drei Freunde Mireille aus dem Kriegsgebiet herauszubringen. Doch wo gibt es noch Sicherheit? Kann es diese nach menschlichem Ermessen überhaupt noch geben?

    Auch wenn Amanda Dykes ihren Roman in der Zeit des Ersten Weltkrieges wirkt ihre Erzählung sehr aktuell und man merkt schnell, dass Krieg immer Krieg bleibt. Hier besonders, da es der Erste Weltkrieg ist, der sog. Große Krieg, der alle Kriege beenden sollte. Die Historie hat leider mehrfach das Gegenteil bewiesen.

    Doch zurück zu diesem Buch: Die Autorin schreibt in einem wunderbaren Stil, der nicht schnell zu lesen, aber umso mehr zu genießen ist. Durch ihren Schreibstil betont Amanda Dykes die Geschichte noch einmal mehr. Die Charaktere ihrer Protagonisten hat sie gelungen aufgebaut und ich kann gar nicht sagen, was mich am meisten beeindruckt hat. (und spoilern möchte ich auch nicht!) Ganz besonders ansprechend für mich war, wie Amanda Dykes den christlichen Glauben in das Leben und die Aussagen der handelnden Personen gelegt hat. Das lässt einen nicht unberührt und gibt der Erzählungen eine besondere Tiefgründigkeit, so dass sich dieser Roman deutlich von anderen abhebt. Aber auch die hervorragende Recherchearbeit der Autorin darf nicht unerwähnt bleiben. Die Geschichte fordert die historische Wahrheit geradezu ein. Sehr bewegend für mich, war auch, wie das Leiden von Matthew und Captain Truett geschildert wird. Heute würde man es als PTBS diagnostizieren und behandeln, damals ließ man die Menschen damit aus menschlicher Sicht allein. Doch es gibt den Einen, der alles sieht.

    Eine schwierige Geschichte, hervorragend und empfehlenswert erzählt.
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